Es ist eine Definitionsfrage, was man als Batterie bezeichnet. Wenn man diesen Begriff nur für die elektrochemischen Speicherzellen definiert, wie es in Wikipedia gemacht wird, dann gibt es keine AC-Batterien. Elektrochemische Speicher liefern immer ausschließlich DC.
Nimmt man einen allgemeineren Begriff wie AC-Speicher, der als Zusammenfassung von Speicherzellen und Steuer-Elektronik verstanden wird, dann gibt es solche Systeme und der Begriff ist dann auch stimmig.
AC-Speicher und DC-Speicher haben sich als Begriffe durchaus etabliert.
Mag sein, der umgangssprachliche Gebrauch ändert sich. Ein Akkumulator besteht für mich (und wohl die meisten anderen) aus den Zellen, ggf. mit Verbindern, Kabeln, Sicherung und (nicht zwingend) BMS. Das ganze ist dann eigentlich ein Akkupack. Geräte mit integriertem Laderegler und/oder Wechselrichter sind Kombigeräte mit Akku bzw. Energiestationen oder wie immer man die Dinger nennen will. Ich finde es dennoch irreführend von AC-Batterie zu sprechen, auch wenn dies immer mehr um sich greift. Aber es verwirrt viele ältere, weil es solche Geräte früher noch nicht gab.
Wenn man es so weiterführt ist mein Handy auch eine Batterie (mit ein wenig Elektronik drumherum). Man sieht, das führt zur kompl. Verwirrung.
Denke man sollte zwischen Akkuzellen und Akkuspeicher unterscheiden. Akkuspeicher bestehen aus n-Akkuzellen.
Ein AC-Speicher ist halt ein Speicher ohne dazwischenliegendem AC→DC-Wandler. Den gibt es bei Sax nicht. Den AC-Speicher zu nennen ist logisch, um den von DC-Speichern zu unterscheiden, bei dem erst verlustbehaftet von AC nach DC gewandelt werden muss. Man erkauft sich aber diesen Vorteil mit erhöhtem Aufwand an Zellen und Ansteuerungslogik.
Ich bin persönlich ein Fan von möglichst wenig Zellen. Reduziert den Aufwand der Steuerung (Balancing, Überwachung, etc.).
Dann erkläre doch bitte mal, wie der SAX AC in die wirklichen Akkuzellen pumpt? Da muß zumindest irgendwo eine Diode verbaut sein (nennt sich auch Gleichrichter) und die Spannung muß ja auch irgendwie erstmal auf Batteriespannung gebracht werden. Das ist doch Humbug, das dies ohne jede Wandlung funktionieren soll?
Das ist kein Humbug. Die verwenden keinen AC nach DC-Wandler und auch keinen DC nach AC-Wandler. Schau mal in dem Link, den ich oben gepostet habe oder suche nach Multilevel-Technik.
Die dort eingesetzte Technik als Akku nennt man halt AC-Speicher. Insofern gibt es diesen, auch wenn natürlich herkömmliche Akkuzellen eingesetzt werden. Aber sehr viele Zellen, um die Sinuswelle zu erzeugen.
Indem 5 Zellen zu 16V (Gleichspannung) “kombiniert”, also in Reihe geschaltet.
Um dann mit" “H-Brücken” 20-24 Kombinationen zusammenzuschalten um max. 325V zu erhalten. Dazu werden die Zellpakete und Zellen für noch nichtmals 10ms aktiviert um 50Hz zu generieren, bzw. eine Annäherung, weil glatt sieht das Ganze nicht aus, nicht direkt sinusförmig, digital halt. Dafür wird dann der Tiefpassfilter verwendet zum glätten.
1 Zellpaket 10ms, ein Zellpaket 0,5ms und dazwischen die Abstufungen.
Ändert aber nichts daran, dass die Zellen Gleichspannung nutzen. Eine Zelle ca. 3,2V. Ein Zellpaket 16V. Und dann das Ganze wieder in Reihe.
@wihz Habe mir mal den Zendure-Artikel oben angeschaut, dort steht u.a.:
‘Tatsächlich aber stimmt das so eigentlich nicht ganz, denn auch der AC-Speicher speichert Gleichstrom. Der eingehende und bereits wie oben beschriebene, umgewandelte AC-Strom (Wechselstrom) wird nämlich von einem Wechselrichter im Speicher wieder in Gleichstrom umgewandelt. Für eine PV-Anlage bedeutet das in der Regel, dass der produzierte Strom in Gleichstrom vorliegt und von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt wird. Der Wechselstrom wiederum fließt dann in den Speicher, wo er erneut in DC-Strom umgewandelt und gespeichert wird.’
Also: da wird doch ganz viel ‘gewandelt’ - taucht nahezu in jedem Satz auf! Und wenn ich da lese: ‘…wird nämlich von einem Wechselrichter im Speicher wieder in Gleichstrom umgewandelt’, dann stehen mir die Haare zu Berge! So ein wissenschaftlicher Bullshit! Da werden doch Leute für dumm verkauft. Der Wechselrichter wandelt den Strom in Gleichstrom???
Ich weiß, was ein Multi-Level-Inverter ist, der funktioniert mit vielen Mosfets und sehr vielen Schaltvorgängen aber ohne Dioden. Das ist tatsächlich eine (sehr komplexe) Möglichkeit aus DC dann AC zu machen, ohne herkömmliche Gleichrichter (Dioden) nutzen zu müssen. Aber natürlich haben auch Mosfets einen gewissen (geringeren) Verlust und müssen sehr komplex angesteuert werden, um das Ziel zu erreichen. Aus meiner Sicht ist das aber auch ein Wandler, denn er wandelt DC nach AC. Geht wohl auch umgekehrt.
Also aus meiner Sicht ist das Verhohnepiepelung der Kunden ohne elektronischen Background!
Wenn man den Artikel von Zendure noch weiter liest, kommt man darauf dass sie ‘moderne’ SiC-Mosfets einsetzen. Da steht nichts von Mulitlevelinvern etc. - konnte ich mir hier auch nicht vorstellen (denn bisher zu teuer und eher experimentell). Mit einer gut durchdachten Schaltnetztopologie kommt man heute auch auf Wandlungseffizienzen von 95% und mehr. Zendure spricht von 93% roundtrip - das ist nicht schlecht, aber kein Multilevel. Und es bleiben immer noch 2 Wandlungen nötig: von PV-DC nach AC und von AC wieder in DC. Totaler Unfug m.E.
Mit einem reinen Buckconverter komme ich auf bis zu 98% (1 way) und der ist noch nicht einmal hochoptimiert.
Ist es bei SAX nicht. Wenn man sich den Link ansieht wird auch beschrieben wie es funktioniert. Es ist einfach eine ganz andere Art Zellen anzusteuern. Ohne normale AC→DC- und DC→AC-Konverter. Und effizienter.
So wie ich das verstehe sind die Zendure ganz klassische Akkus.
Für mich machen persönlich bei Solar rein AC angebundene Speicher keinen Sinn. Meine Solarpanels laufen mit DC. Warum da vorher nach 230V AC wandeln, wenn ich einen Akku laden will?
Das ist nicht die Definition, wie sie sich in der PV-Branche durchgesetzt hat. Ein AC-Speicher ist vielmehr ein Speicher, der im AC-Kreis eingebunden wurde, also AC geladen wird und AC wieder Energie einspeist. Mit welcher Technologie er das macht, ist nicht Teil der Definition.