Kann ich mein Haus mit 1500 kWh im Jahr heizen?

Hallo

Meine Frau und ich haben eine 100 Jahre alte Haushälfte im PLZ-Gebiet 5762X.

Das Haus ist massiv mit 30 cm zweischaligem Ziegelmauerwerk mit 3 cm Innendämmung, Doppelglasfenstern, untere Decke zum Keller ist mit 5 cm gedämmt, die Walmdachschrägen sind mit 10 cm Glaswolle und die Speicherdecke mit 20 cm Glaswolle gedämmt. Das Haus wurde im Jahr 2000 gekauft und nach und nach Isoliert und Renoviert. 2003 wurden die Nachtspeicheröfen durch eine Gas-Zentralheizung ersetzt, es wurde aber immer noch zusätzlich mit Holz geheizt. Nach verschiedenen überschlägigen Berechnungen komme ich auf eine Heizlast von ca 5 bis 6 kW bei NAT-11 (nach Zahlen aus den 1970er wäre der ca. NAT-14)

Seit 2010 heizen wir die ca. 110 m² fast nur noch mit 6 Raummetern Holz in Selbstaufbereitung und ca. 100 kg Brikett im Jahr. Die Gasheizung ist die letzten Jahre nur noch zur Warmwasserbereitung gelaufen und wenige Tage im Winter um zwei Zimmer im Obergeschoss zu heizen, wenn Besuch zum Übernachten da war. Der Gasverbrauch beläuft sich auf 6 bis max. 20 m³ im Monat.

2023 mussten wir den Holzofen stilllegen, wir haben dann mit einem 9 kW Pelletofen geheizt. Hierbei habe ich die Laufzeiten festgestellt, und die verbrauchten Pellets aufgezeichnet. Der Ofen hatte einen Wirkungsgrad von 88 % so das ich die 1410 kg verbrauchten Pellets pro Saison (4,8 kW/kg abzüglich 12 % = 4,2 kW/kg Nettoheizleistung) mit 4,2 multipliziere und so in den letzten beiden Heizperioden auf ca . 6000 kWh pro Jahr für die Heizung verbraucht habe. Der maximale Verbrauch war 0,95 kg Pellet pro Stunde Laufzeit. Das entspricht ca. 4,1 kW. Der Pelletofen gibt fast keine Strahlungswärme ab sondern nur warme Luft. Es wurde nach Bedarf geheizt, wenn wir länger als 30 Minuten aus dem Haus waren, so wurde der Ofen abgestellt. Er ist Nachts nicht durchgelaufen.

So haben wir im Sommer 2025 eine Panasonic SKE Klimaanlage mit 3,5 kW und SCOP 5,9 eingebaut, die ausschließlich zum Heizen genommen wird. Nach meinen Berechnungen müsste ich, wenn ich den Pelletverbrauch der letzten zwei Jahre zu Grunde lege, mit 1500 kWh Heizstrom auskommen.

Wird das funktionieren, der Januar war sehr kalt…

Ich werde die Zahlen bis zum Sommer weiter aktualisieren.

Verbrauch der letzten Jahre.ods (19,3 KB)

Meine Berechnung, die zu den 1500 kWh führt. Bis zum heutigen Tag (07.03.26) habe ich 1313 kWh verbraucht.

Berechnung-Prognose 2025-26.ods (19,4 KB)

Hier sind die Tagesverbräuche seit September 2025. Es wurde die Innentemperatur, die Außentemperatur und die Durchschnittstemperatur außen aufgezeichnet. Ebenso die Innentemperatur und der Stromverbrauch.

In den Graphen sind Urlaubszeiten drin, an denen nicht geheizt wurde. "Kwh Abgabe Strom" ist die Leistungsaufnahme der Klimaanlage.

Im Februar waren wir wieder ein paar Tage weg, wie auch in den Vorjahren. Als wir zurückkamen habe ich die Wandtemperaturen vor dem Einschalten der Klimanlage gemessen. Die gemeinsame Wand zu der anderen Haushälfte hatte eine Oberflächentemperatur ca. 16 Grad, während die anderen Wände zwischen 10 und 12 Grad Oberflächentemperatur hatten. (Danke an die leiben Nachbarn...)

Verbrauch und Temperaturen März 2026

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Ich weiss jetzt nicht so ganz genau was Du eigentlich wissen möchtest … ?!

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Antwort:

Nein, nicht normgerecht (Heizlast 5-6 kW bei NAT)

Ja, mit viel Idealismus (Leute musten schon mit weniger auskommen)

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6000 kWh Wärmebedarf. Da sollte das mit 1500 kWh problemlos zu schaffen sein. Wäre ja nur eine JAZ von 4,0. Dein Gerät hat SCOP 5,9.

Was verstehst du unter "kWh Abgabe Strom"?

Du heizt nur bedarfsgerecht, weil die Innen-Temperatur ja oft stark zurück geht (14-24 Grad Schwankung).

Hallo,
das ist der Stromverbrauch der Klimaanlage.

Da verstehe ich die Daten nicht, eine Klimaanlage kann doch keine bis 48kW Leistung ziehen. Überhaupt läuft die durchweg in Leistungsbereichen, die nicht sein können. Eine Klimaanlage wird sich im Bereich 0,1kW - 2kW typisch bewegen.

Da habe ich mich nicht richtig ausgedrückt. Es handelt sich hier um den maximalen Tagesverbrauch. Der war am 02.-03. Januar so hoch, weil wir aus dem Urlaub zurück gekommen sind und im Haus nur 8 bis 10 Grad waren. Zum Aufheizen haben wir die Anlage da zwei Tage durchlaufen gelassen. Draußen war auch seit Weihnachten starker Dauerfrost. Nächste Woche kann ich auch noch die Laufzeiten pro Tag ind die Taktungen veröffentlichen.

Ja, definitiv sehr sparsam. Aber Innentemperaturen von 15-19 Grad sind für Mich nicht wirklich komfortabel.

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Tagsüber, wenn wir in Bewegung sind, reichen uns die Temperaturen. Abends haben wir in der Regel über 20 Grad. Im übrigen messe ich die Wandtemperaturen in den Raumecken. Sie sind in der Regel über 16 Grad, wegen Schimmelbildung. Im übrigen ist der Temperatursensor in einer "kalten Ecke", wo kein direkter Luftstrom der Klimaanlage hinkommt.

Dein Diagramm wäre aber falsch, weil da kW steht und nicht kWh. KW ist ja die Leistung und kWh der Verbrauch.

Und so könnte man das auch nicht darstellen als Linie. Ist das denn jetzt so zu verstehen, dass nur die tägliche Spitze der roten Linie immer den Tagesverbrauch in kWh darstellt?

Der Peak stellt den Tagesverbrauch dar. Kann ich nächste Woche abändern, bin jetzt im Urlaub.

Hat auf jeden Fall ganz gut zu ackern, die Anlage. Ist das eine VZ12?

Es ist eine VZ12. Zum Hintergrund, wir waren vom 23.12. bis 02.01. in Urlaub. Weil Dauerfrost angesagt war, hatte ich die Anlage auf den 8-10 Grad Modus gestellt. Offensichtlich hat die andere Haushälfte so viel Wärme abgegeben, das die Innentemperatur nicht unter 10 Grad gefallen ist. Die Anlage ist im Urlaub nicht gelaufen. Während des Urlaubs hatten wir Dauerfrost mit Temperaturen bis -10 Grad. Weil die Wände ausgekühlt waren, ist die Anlage mit 2 kW halt 24 Stunden durchgelaufen, um die ca. 80 m2 aufzuheizen. Am Morgen des 03.01. war es gefühlt angenehm warm (sonst wäre meine Frau...).

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Oh je,

ich denke mal, da hapert es an vielem. Was ich nicht gelesen habe, um wie viele m² beheizte Fläche handelt es sich denn überhaupt? Ich sag mal so, wenn ein Haus unter 100Kw/h Heizleistung pro Jahr kommt, bist du schon mal gut. Da hast du dann in dem guten Haus 21° und du fühlst dich wohl. Pro 1°C weniger sparst du 6%, also 19°C so ca. 10% weniger, also 90Kwh pro Jahr. Bei angenommenen 120m² sind das 120x90/5,9, dann sind das 1830Kwh Strom. Wenn du jetzt eine Klimaanlage hast, glaube ich die 5,9 weniger, vielleicht Kühlleistung im Sommer von 28° auf 24°C, bei -5° auf 21° oder 19°, das wäre eine Supermaschine. Bei Bonotos wird eine Ovum mit 35°C Vorlauf mit 5,53 angegeben, mit 55°C 3,93 und gemittelt 4,72. Ich sehe die Klimaanlage mit 5,9 irgendwie nicht im Winterbetrieb und so einen SCOP. Ich glaube, aufgrund der Technik sind ein SCOP von 3- 3,5 eher realistisch, was deinen Strombedarf auf 3000-3500 Kwh bringen könnte. Wenn du jetzt noch siehst, dass du 2 Stockwerke hast, die Wärme irgendwie da hoch soll, dann noch 6000Kwh externe Energie in einem Haus, das realistisch mehr als die 90Kwh benötigt, da hast du die superrosarote Brille auf.

Meine Erfahrung mit Altbau, Bj 1932, Außenwand Vollziegel ca. 35cm, Dach ungedämmt, Fenster U-Wert 1,3, EG 45m² Fb Heizung, sonst 33er Heizkörper. Wir verheizen ca. 6-8Rm Holz, leicht gemischt, ca 10000-12000 Kwh, Gas ca 4000-9000Kwh, also rund 15000- 200000Kwh pro Jahr bei 135m² was ca. 120-150Kwh m² und Jahr sind. Dach ungedämmt, oberste Geschossdecke ungedämmt und Haustür mit Luft, fast 100 Jahre alt. Ich denke, da sind noch 20-50Kwh mit neuer Haustür und gedämmten Dach drin, mehr aber auch nicht. Man muss sich darüber im klaren sein, es sind alte Häuser, die andere Voraussetzungen erfüllen mussten als heute. Wenn du ein altes Haus auf die unter 100Kwh m² bringen willst, wird Abriss und Neubau der einfachere Weg sein. So eine Hütte kostet nun mal und da wurden schon mal Worte wie wirtschaftlicher Totalschaden in den Mund genommen.

Setz die superrosarote Brille ab und sei realistisch, bei 15°C hast du keine Freunde Zuhause, deine Kinder sind auch öfter krank, haben keinen zum Spielen, deine Frau meckert auch öfter, als bei 22°C, das muss alles mit berechnet werden.

Rudi

Setz die superrosarote Brille ab und sei realistisch, bei 15°C hast du keine Freunde Zuhause, deine Kinder sind auch öfter krank, haben keinen zum Spielen, deine Frau meckert auch öfter, als bei 22°C, das muss alles mit berechnet werden.

Du.

Wir heizen unser Haus auch gerade mit der VZ12.
Baujahr des Hauses ist 1928. Wir haben allerdings in 2024 und 2025 energetisch saniert.
Grundsätzlich war eh alles dran deshalb habe ich nicht groß gerechnet. Außerdem war eh viel Eigenleistung angesagt.
Wir haben jetzt:
Dach und Innenausbau neu und mit 32 cm Zellulose gedämmt.
Dreifach verglaste Fenster mit UW 0,76.
Neue Haustür in Passivhaus Qualität U Wert 0,9
Fassade ausgeblasen mit EPS in etwa 7 cm Stärke.
Bei 135 qm Wohnfläche (etwa 550 Kubik Raumvolumen) hat die VZ12, verständlicherweise, trotzdem ab unter 0 Grad Probleme.
Laut meiner sehr genau durchgeführten Heizlastberechnung braucht unser Haus bei -3 Grad etwa 4100 Watt Heizleistung.
Bei NAT von -12 Grad etwa 6572 Watt.

Das Problem mit einer Single Split ist natürlich auch die Verteilung der Temperatur.
Wir haben aktuell, im noch unbewohnten Obergeschoss, etwa 17 Grad Raumtemperatur.
Im Erdgeschoss etwa 20 Grad.
Dafür werden bei Temperaturen am Tag von -2 bis -6 Grad (diese Woche) auch pro Tag zwischen 25 und 32 kWh verbraucht.

Es gibt noch etwas Verbesserungspotential bei der Dämmung zum Keller. Dann ist aber auch Ende.

Außentemperatur laut Außengerät -2 Grad.
COP knapp 3.
Hatte auch schon einmal einen COP von 3,21 bei -6 Grad gemessen.
Man kann sich mit der COP Berechnung aber auch verrückt machen :rofl:

@roterfuchs Was meinst du mit “DU”? Meine Werte habe ich dargelegt, die sind nachprüfbar. Was **patrickschrader geschrieben hat, ist für mich plausibel, irgendwas an COP zwischen 3 und 3,5 ist für mich realistisch. Wenn man von 28Cent für den Strompreis ausgeht, bekommt man für die 33Kwh auch schon 10l Heizöl, das finde ich auch erschreckend, die brennen in Omas Ofen einen Tag.
Noch zur Info, ja, wir haben Freunde, nein, Kinder kommen nur noch mit eigenen zu Besuch, Frau füttert den Holzofen und beschwert sich bei 22°C nur, wenn ich Holz hoch holen soll.
Bevor man irgendwas plant, ist es immer sinnvoll, einen Energieberater hinzuzuziehen. Selbst mit einem Haus, das gedämmt ist, wie bei patrickschrader kommst du bei 90 Heiztagen schon auf über 2000Kwh und wir reden hier von Dreifachverglasung, neuer Haustür, Fassade mit 7cm und 32cm Dachdämmung, das ist schon überdurchschnittlich. Wenn du nun bei einem solchen Haus von 200 Heiztagen ausgehst und sagen wir im Schnitt 20Kwh pro Tag verbrauchst, bei einem COP von 3, hast du 4000Kw/h Strom durch, bei einem COP von 3 sind das 12000Kwh Wärme und im Obergeschoss hast du 17°. Wenn alles auf 20 oder 21°C beheizt wird, sind wir bei den 100Kwh pro Jahr, +- 10% und warmes Wasser ist da noch nicht drin. Alles über den dicken Daumen, aber 1500Kwh Strom und ein Altbau, ui, ui, ui.

Rudi

Das war lakonisch. Das ist das, was DU dir für diese Situation vorstellst. Such mal hier im Forum nach Daten von WIN. Der macht bedarfsheizen. Bei sowas werden dann 1500kWh nur fürs heizen realistisch, denn wenn bei denen keiner da ist, ist auch keine Klima eingeschaltet.

Bevor man irgendwas plant, ist es immer sinnvoll, einen Energieberater hinzuzuziehen.

Wenn du ein altes Haus auf die unter 100Kw/h m² bringen willst, wird Abriss und Neubau der einfachere Weg sein. So eine Hütte kostet nun mal und da wurden schon mal Worte wie wirtschaftlicher Totalschaden in den Mund genommen.

Bist du zufällig Energieberater?

Das haben die hier für unsere Wohnung berechnet. Das Dumme ist: das was berechnet wurde NACH Dämmmaßnahmen verbrauchen wir jetzt OHNE Dämmmaßnahmen…. Theorie und Praxis eben.

Ich habe unsere Heizlastberechnung selbst gemacht nachdem ich verstanden habe das das keine Raketenphysik ist.
Unser Energieberater hat sich da nicht mit Ruhm bekleckert. Das passte alles hinten und vorne nicht. Lüftungsverluste waren z.B. garnicht eingeplant.
Unser Haus soll laut Berechnung jetzt bei etwa 34 Watt/qm bzw. 14,5 Watt pro Kubikmeter liegen.
Im Dez und im Januar war ich bei etwas über 300 kWh pro Monat.
Allerdings wurde auch mit dem Kamin zu geheizt.
Im Dezember haben wir 14 Tage mal ausschließlich mit der VZ geheizt. Wir üben noch.
Ab 2 Grad aufwärts liegen wir dann auch bei nem COP von 4 und besser.