hat schon jemand mal die Leistungsangaben aus Heishamon nachgemessen ?
Leider hab ich keinen Wärmemengenzähler installiert so dass ich das kontrollieren könnte…..
Bei VL-Temp von 31°C, RL-Temp von 27°C (also delta T = 4k) und der Pumpmenge = 10.16 L/min = 0,1693 kg/s komme ich auf eine thermische Leistung von 0.1693⋅4180⋅4 W = 2830W. Angezeigt in Heishamon werden 3200 W. Also entweder stimmt die therm. Leistung nicht oder die VL/RL Temp. oder die Pumpmenge. Weiss jemand ob da zumindest mal die Durchflussmenge stimmt, dann könnte man die Temperaturen mit zwei 1-Wire-Temp.-Sensoren ja noch erfassen.
Auch die elektrische Leistung in Heishamon stimmt nicht, es wird 400w angezeigt, die WP braucht aber 629W lt. Modbus Stromzähler.
die angezeigte Leistung (3200 W) unterscheidet sich von Deiner berechneten 2830 W um 13%. Mit der Genauigkeit Deiner Temperaturmessung geht das nicht besser. Wenn delta T 4,4 K wäre, wäre das ein Volltreffer. Aber Du weißt nicht, ob VL 31,0°C oder 31,4°C ist. Solange Du die Temperatur nicht genauer messen kannst, kannst Du die Leistung nicht genauer messen. Da Du Deine Temperatur nur mit einer “signifikanten Stelle” angeben kannst, kannst Du die Leistung auch eigentlich nur angeben mit 3 kW. Wenn Du angibst 2,8 kW, schließt Du aus, dass es 2,7 kW oder 2,9 kW sind. Das kann man aus der Genauigkeit der Temperatur aber nicht sicherstellen. Siehe dazu auch:
Ja dass die elektr. Leistung nicht stimmt habe ich schon woanders mal gelesen.
Das mit den 2 Nachkommastellen im 1/4° Raster ist ein guter Hinweis. Ich hab jetzt gerade minutenlang stabile 32,25°C VL und 28,0 °C RL gesehen und die Pumpleistung springt ab und zu mal zwischen 9,8 und 10,16 l/min hin und her. Damit komme ich auf 2900W bzw. 3008W, angezeigt werden in Heishamon konstant 2800 Watt.
Kurze Zeit später VL = 32,25 °C RL = 27,5 °C Pumpmenge = 10,16 L/min ergibt 3360W bei angezeigten 3200W.
Passt also ungefähr. Die Abstufung/Diskretisierung der Pumpleistung (10,16 <=> 9,8) sorgt allein schon für 100W Differenz und die 0,25 K Abstufung bei VL+RL machen dann wohl den Rest der Messunsicherheit aus.
Ich mache bei der Berechnung des COP also keinen allzugroßen Fehler, wenn ich die von Heishamon gelieferte thermische Leistung hernehme. (Elektr. Leistung kommt eh von meinem Modbuszähler).
ich messe per shelly die stromaufnahme und auch den vor- und rücklauf, direkt am anschluss zur heizung im haus. dazu ein fix eingestellter durchfluss. damit erhalte ich soweit ganz gute (passende) werte bisher.
Weichen Deine Temperaturen auch deutlich von der Panasonic - Anzeige ab?
Ich habe die Tage, wegen Leitungsnachdämmung auf langer Strecke, mal mit einem Anlegefühler den Vorlauf gemessen und der war um 2-3K höher als die interne Anzeige. Hat mich doch verblüfft.
Durchflußmesser ist sehr gut, interne Temperatursensoren müssen zueinander gut abgeglichen werden, also nicht deren absoluter Temperaturfehler ist entscheidend sondern der relative zueinander. Strom musst du extern messen.
Ich habe meine J5 komplett auseinander gebaut und neu gedämmt. Zu diesem Zeitpunkt habe ich zwei DS18B20, vorkalibrierte digitale 1-Wire Temperatursensoren, exakt an den Stellen an denen die originalen Sensoren sitzen im VL und RL eingebaut. An HeishaMon Large angeschlossen. Aktuell mit HomeAssistant, in Zukunft mit modifizierter HeishMon Firmware, errechne ich die Wärmemenge. Abgleichen konnte ich das durch Zufall mit einem geborgten Wärmemengenzähler. Erstaunlich exakt, größtes Problem sind die Lags, dh. die Zeitverzögerungen beim Messen der Sensoren. HeishaMon zB. misst nur alle 5 Sekunden. Man muß also mit geschickten Filteralgorithmen in Software noch bischen nachhelfen, aber dann ist der Meßwert genauso gut wie ein externer WMZ.
Strom messe ich generell mit MID kalibrierten ModBus Zählern in meiner Hauptunterverteilung.
ich hab auch heishamon large verbaut. Würde ich gerne mal ausprobieren….. Sieht man wenn man die 1-wire-Devices angeklemmt hat die dann in der Heishamon-Hauptübersicht und kann ich die dann als mqtt topic abonnieren ? Wenn nicht, wie komm ich an die Werte ? Andere Frage, hast du Fotos wo du die 2 Temp-Sensoren genau eingebaut hast ?
Siehst du im WEB Interface von HeishaMon automatisch und auch per MQTT in HomeAssistant.
Die Sensoren sind mit selbstklebendem Kupferband an den gegenüberliegenden Stellen, an denen die originalen Sensoren montiert sind, befestigt. HeishaMon oben rechts im Elektronikbereich.
Ich kann noch mehr Fotos vom Umbau posten wenn gewünscht.
Ein Tipp noch: wenn du die DS18B20 Sensoren an HeishaMon anschließt dann stelle sie erstmal für par Minuten in kaltes nochmal in heißes Wasser. Alle Sensoren gleichzeitig und warte eine Zeitspanne. Dann notierst du die Differenz zischen den Sensoren um für später noch besser mit Software bei den Berechnungen kalibrieren kannst. Es kommt nicht auf die genaue absolute Temperatur an sondern nur der relative Fehler zwischen VL und RL muß klein sein.
Ich habe 10 Stk. gekauft und im Vorfeld über ein ESPHome ESP32 Board sie selektiert.
HeishaMon stellt einen neuen Reiter dar → “Dallas 1-Wire” und drunter kannst du die Bezeichnung ändern. In HomeAssistant gibt es zwei MQTT Geräte, eines davon heißt HeishaMon. Ich benutze aber direkt die HeishaMon Integration.
Eine ganz andere Frage hätte ich noch zum Schluss, du schreibst dass du eine 5kW Jeisha hast.
Wie ist denn bei dir die minimale thermische und elektrische Leistung ? Ich vermute mal der Kompressor geht auf min. 19 Hz runter. Bei meiner 9kW werden da (bei 6°C Aussentemp) 400W elektrisch (real 560W) zu 2600….3000 thermisch angegeben. Kommt man da bei der 5kW Jeisha niedriger ?
Alle nachfolgenden Daten beziehen sich auf Außentemperaturen von -2°C bis 17°C, ich habe keine anderen Daten bis jetzt. Es kann sein, bzw. nach meinem Kenntnisstand ist es sogar so das erst bei tieferen Temperaturen die Jeisha höhere Kompressordrehzahlen/Lüfterdrehzahlen frei schaltet.
Kompressor min. 19Hz und max. 47Hz. Leistungsaufnahme “All In” min. 550W, max. 1700W und 20W im Schnüffelbetrieb, also nur Umwälzpumpe und Elektronik verbraucht dann Strom. Wärmeproduktion thermisch min. 2400W und max. 5200W. Das Verhältnis von Leistungs-Aufnahme/Abgabe hängt natürlich von der Außentemperatur und VL Temperatur ab.
Volumenstrom 9-10L/min im Schnüffelbetrieb, selten auch im Heizbetrieb. Heizen 24L/min bis runter auf 12L/m, WW-Bereitung immer 11L/min und DeltaT 6°C. Maximaler Volumenstrom 32L/min durch mein Heizsystem und 43L/min durch WW-System. Letzteres nervt mich ein bischen, ich würde gerne die Parameter für Warmwasser Erzeugung einstellen können, aber die Jeisha macht immer mit 11L/min und 6°C DeltaT.
Was ich aber sehe ist das die Leistungsdaten gleich zu deinen sind, sprich untere Leistungsgrenzen.
Die Jeisha’s haben alle die gleiche untere Modulationsgrenze und damit auch Leistungsaufnahme. Die oberen Grenzen unterscheiden sich. Da aber der Verdampfer/Kältekreis identisch sind, muß der COP, die Effizienz, bei den 7kW und 9kW schlechter über den kompletten Temperaturbereich sein im Vergleich zur 5KW. Wenn also 5kW, +3kW mit Heizstab für seltene Tiefsttemperaturen, als Heizlast fürs Haus ausreichen dann sollte man nicht größer wählen.
Strom messe ich extern. Da die ModBus Zähler kaskadiert sind und am Anfang dieser Kette ein MID geeichter Zähler sitzt konnte ich alle Zähler kalibrieren, bzw. sind zueinander überprüft da nichts kalibriert werden musste. Wärmemenge messe ich wie oben beschrieben.
Ich muß sagen, bin Techniker, das ich mehr als zufrieden bin mit der Leistung da sie meine Erwartungen übertrifft. In allen Belangen, auch dem DIY Einbau war alles einfacher und am Ende besser als gedacht. Meine 3.5 Frauen sind sehr zufrieden
EDITH: noch was zu den obigen Fotos. Blau = RL und Rot = VL Sensor. MAG ist komplett entfernt und das Kupferrohr mit dem Anschlußstopfen für das MAG ist VL und sitzt oben am Wärmetauscher = VL Ausgang. Vor dem Volumenstromzähler. Das andere Kupferohr ist immer nur halb zu sehen da dort das Manometer angeschlossen ist. Dieses sieht man leider nicht auf den Fotos, habe keine anderen. Dieses Rohr sitzt unten oberhalb an der Umwälzpumpe angeschlossen. Auf den Bildern erkennt man die Kabel die aus der Isolation herausführen.
Ja, das dachte ich auch. Aber die Jeishas unterscheiden sich auch in der Hardware. Die Elektronische Ansteuerung des Kompressors ist anders ausgelegt. Ein Grund ist natürlich die höheren Leistung der größeren Jeishas. Auf alle Fälle habe ich irgendwo ein Datenblatt gesehen mit den COP Kurven der einzelnen Modellen bezogen auf die Außentemperaturen. Und an den Stellen wo alle drei Modelle < 5kW thermisch erzeugten war die Stromaufnahme zugunsten der J5 besser. Ich denke es liegt daran das alle Modelle nur 50% modulieren können und diese 50% gespreizt wird auf die maximale Leistung. Dh. die J5 moduliert 50% über 5kW die J9 über 9kW.
Ist aber im Grunde egal, der Unterschied ist marginal und meine Aussage bezog sich ganz generell auf den Fakt das man am besten eine Punktlandung bei der Auslegung macht um maximale Effizienz zu erreichen. Hauptsache keine Angst das man im Jahr für par Stunden eben den 3kW Heizstab benötigt und dafür in der restlichen Zeit optimaler in der Effizienz ist. Darauf wollte ich hinaus.
EDITH: Schaut man sich die Leistungskurven der Jeishas an dann erkennt man bei der 7kW und 9kW Knicke, Einbrüche in der Leistung über die Temperatur. Das ist bei der J5 nicht so. Nun, die maximale Leistung der J7 und J9 wird exakt dann geliefert wenn wir sie nicht brauchen, also bei hohen Außentemperaturen. Entscheidend ist aber die Auslegung bei NAT, also den tieferen Temperaturen. Man muß bei 7kW bei NAT uU. eine 9kW Jeisha einbauen. Aber dann wird diese ineffizienter modulieren bei höheren Außentemperaturen. Vielleicht erklärt das besser was ich meine.
Ideal wäre eine J9 die ihre 9kw bei NAT, also tiefen Temperaturen liefert und dann den Knick, Leistungseinbruch hat bei höheren Temperaturen und somit die Modulierbarkeit von 50% sich in beiden Fällen verbessert. Aber die Physik….
Nein, die modullieren alle gleich weit runter. 19Hz sind 19Hz. Bei der 9er weiss ich es, bei der 7er bin ich nicht sicher, die haben eine andere Elektronikplatine. Der Rest ist aber gleich.
Ist aber im Grunde egal, der Unterschied ist marginal und meine Aussage bezog sich ganz generell auf den Fakt das man am besten eine Punktlandung bei der Auslegung macht um maximale Effizienz zu erreichen
Das stimmt. Generell. In dem Falle aber nicht, weil selbst wenn man die 9er nimmt, und die genauso modulliert wie die 5er, die 9er bei -15°C noch 7KW erbringen kann. Ohne Heizstab. Das kann die 5er nicht. Nun kannst du fragen, ob man bei -15°C die 7KW braucht. Wenn man nur 5KW braucht, reicht dann auch die 5er. Bei -20°C wars das mit der 5er. Das erreicht sie nicht mehr. Die 9er hat bei -20°C noch 6,5KW.
und dafür in der restlichen Zeit optimaler in der Effizienz ist. Darauf wollte ich hinaus.
Verstehe ich. Ist man aber nicht.
Der Knick ist bei der 5er nicht so, weil sie softwareseitig auf 5KW limitiert wird.
Nun, die maximale Leistung der J7 und J9 wird exakt dann geliefert wenn wir sie nicht brauchen, also bei hohen Außentemperaturen.
Das ist falsch. Siehe oben. Bei -15°C erreicht die 5er nur 5KW, die 9er erreicht 7KW.
Man muß bei 7kW bei NAT uU. eine 9kW Jeisha einbauen. Aber dann wird diese ineffizienter modulieren bei höheren Außentemperaturen. Vielleicht erklärt das besser was ich meine.
Das erklärt es, ist aber falsch. S.o.
Ideal wäre eine J9 die ihre 9kw bei NAT, also tiefen Temperaturen liefert und dann den Knick, Leistungseinbruch hat bei höheren Temperaturen und somit die Modulierbarkeit von 50% sich in beiden Fällen verbessert.
Das ist die T-CAP. Hatte ich auch weiter oben geschrieben.
hm, die 9kW erreicht dann nur 7kW? also doch nicht die maximale Leistung von 9kW über den gesamten Leistungsbereich.
Und damit kommen wir zur “Ansichtssache” Ich meine das die 5kW das Basismodell ist und die 7kW/9kW Variante nur aufgebohrte 5’er sind. Denn der Leistungseinbruch der großen Varianten deutet darauf hin das der Wärmetauscher, die komplette Kälteseite nicht ausreichend groß dimensioniert wurde, also nur für 5kW ausreichend groß dimensioniert ist.
Vor zwei Jahren habe ich mir Vaillant, Wolf und Panasonic genauer angeschaut. Diese Leistungseinbrüche habe ich nur bei der Panasonic so in Erinnerung.
Wie oben schon angedeutet, ich bin kein Panasonic Entwickler und auch kein Kältetechniker. Alles nur meine Meinung, im Grunde also wie bei dir auch
EDITH: gehen wir es mal logisch an. Wenn ich eine 5’er kaufe können wir diese so umbauen das sie wie eine 7’er und 9’er arbeitet? Ich denke ja. Würde bei einer dann entstehenden Unterdimensionierung der Kälteseite, sprich zB. Wärmetauscherfläche wir einen Einbruch in Form eines Knickes in der Leistung messen? ich denke ja. Wenn wir diesen Knick messen würde er dann bei tieferen Temperaturen auftreten, so das die Leistung bei tieferen Temperaturen absinkt. Ich denke ja. Sehen wir an Hand der Datenblätter dieses Verhalten? ja.
EDITH-EDITH: Nun erdenken wir uns eine Maschine die eine maximale Effizienz zu einem spezifischen Arbeitspunkt hat. Wir ändern nun an dieser Maschine den Arbeitspunkt so das sie eine höherer Arbeitsleistung bringt verändern aber prinzipiell nichts an ihrem physikalisch technischen Aufbau. Dann wird die relative Effizienz sinken müssen. Und das ist die Grundlage meiner Ansicht zur Jeisha Der Aufbau auf der Kälteseite ist bei allen Jeishas gleich, nur an der Ansteuerung des Komperssors und an der Firmware wurde verändert, geboostet meiner Ansicht nach.