Ist R32 wirklich so schlimm? - ein Gedankenexperiment

Man kann die fluorierten Kältemittel und den Umgang mit denen aus mehreren Blickwinkeln betrachten. In diesem Diskussionsfaden wird ja schon gezeigt, dass Splitklimageräte aus Klimaschutzgründen schnell rechnen, selbst wenn alles Kältemittel freigesetzt wird. Die Sinnhaftigkeit des Kältescheins wird ja auch schon diskutiert. Ich möchte einen Aspekt hinzufügen: Was passiert mit dem Kältemittel, wenn es in die Luft freigesetzt wird. Und da zeigt sich ein Nachteil der fluorierten Kältemittel im Vergleich zu R290: Die fluorierten Kältemittel werden in der Luft langsam aber sicher abgebaut. Leider bilden sich zum Teil dort Chemikalien, die zu der Gruppe der sogenannten PFAS gehören. Viele werden davon schon gehört haben. Das sind Substanzen, die sich nicht weiter abbauen und im z.B. Trinkwasser finden lassen, und im Verdacht stehen krebserregend zu sein und Fehlbildungen bei Babys auszulösen. R32 ist da noch relativ harmlos, weil es sich langfristig zu natürlichen Substanzen abbaut. Aber auf dem Weg dorthin bilden sich extrem schadliche Zwischenstufen wie Carbonylfluorid, was schädlicher ist als Flusssäure. Meiner Meinung nach schlimmer sind aber die Kältemittel, die im Auto verwendet werden, also R1234 und auch das früher verwendete R134a: Die werden letztlich zu TFA (Trifluoressigsäure) abgebaut, was keine natürliche Substanz ist und sich nicht mehr weiter abbaut. Wer mehr dazu lesen will:

Und wer richtig tief einsteigen will, kann diese mehr also 200 Seiten Studie lesen:

Ich habe noch keine Splitklimaanlage, aber aus den genannten Gründen werde ich mir keine R32 sondern einen R290 Anlage kaufen, wenn es soweit ist. Das Argument des Explosionsrisikos durch R290 halte ich für übertrieben: Fast jeder hat in Deospray, Haarspray im Haus. Bei 3 Spraydosen hat man ähnlich viel Propan im Haus wie ein einer Splitklimaanlage.

4 „Gefällt mir“