Mir wurde ein 9kWp System auf mein kleines Reihenendhaus montiert. Ursprünglich nur Ost und West geplant. Dann meinte ein Techniker: nee - geht so nicht, mit einigen Modulen zu wenig Abstand zum Nachbarn. Nun mussten einige geplante Module möglichst woanders verbaut werden. Somit kamen 6 Module auf ein Anbaudach, NORDseite. Zusätzlich auch noch 15 Grad nach Norden abfallend. OK, dachte ich, die sind die Spezialisten. Wird ein eigener String. Die Installation war im Februar 2025.
Nun habe ich mich weiter informiert und versucht, schlauer zu machen. Die Module haben wohl 315W und etwa 35,8 V. Also überschlagen 6 Module mal 35,8V sind 232,8 V - im Maximal und Idealfall. Jedoch: der Wechselrichter will 200V Startspannung am String.
Und natürlich: die 200V kommen seltenst zu Stande. Somit “fehlen” mir viele kalkulierte Erträge.
Fehlen tut mir außerdem nach wie vor:
Eine vernünftige Anlagendokumentation
es wurden wohl Optimierer verbaut - ich weiß nicht wo, ich weiß nicht welchen Typs
ich weiß nicht, wo der Erder eingeschlagen wurde, mit Bemaßungen
ich habe keine Kabelpläne des Daches
ich weiß nicht ob die Verkabelung, wie sie vorgenommen wurde, ok ist: keine Trenner für die Strings, keine FI Schutzschalter, ein verbautes Bauteil, was mir noch niemand erläutert hat
eine Position wurde gar nicht erfüllt
Nun, mir ist klar, dass hier keine verbindliche Rechtsberatung stattfinden kann. Aber ich bin von der Planung und Durchführung schon enttäuscht.
Vielleicht habt Ihr ja Tipps und Anregungen für mich!
Und ich weiß nicht - ob ich das hier in der richtigen Kategorie abgelegt habe
Die von dir genannten 35,8V sind was? Leerlaufspannung? oder..?
zu “die 200V kommen seltenst zu Stande” das muss so nicht richtig sein. Solarpanels haben die Eigenschaft abhängig von der Sonneneinstrahlung Strom zu liefern (wenig Sonne = wenig Strom, viel Sonne = viel Strom). Die Spannung ist dabei weitgehend konstant. Die Spannung variiert mit der Temperatur (niedrige Temperatur = höhere Spannung, höhere Temperatur = niedrigere Spannung).
Soweit so gut, um nun etwas verbindliches aussagen zu können braucht es einen genauen Blick in das Datenblatt der Module.
Und so sieht der Verlauf der letzten 24h aus. Heute in S-H ziemlich bedeckt, mit ein paar kurzen Wolkenlücken.
PV1 ist die Nordseite grüngelb
PV2 die Ostseite grün
PV3 die Westseite lila
@highperformer Das Bild ist zwar eingestellt aber das interessante Diagramm unten Rechts ist abgeschnitten so das man die zugehörige Spannung nicht sieht.
Und ein bisschen zweifelhaft ist die Aufzeichnung insgesamt. Die violette hat eine Peak auf “300” und lange wie die anderen “200”. Die grüne hat im ersten 1/4 einen längeren Einbruch von “400” auf “200”. Es kann eigentlich nicht sein, das in der ersten Hälfte des Tages West liefert und Ost zeitweise so einbricht.
Daran kannst du erkennen, ziemlich unabhängig von der Einstrahlung liegt der MPP-Punkt bei ca 30V. Somit gilt 6 x 30V = 180V. Das heißt der Wechselrichter Startet aber sobald der anfängt Strom aus dem Panel zu ziehen fällt er unter die 200V.
So jetzt ist das Datenblatt des Wechselrichters dran um zu schauen was / wie er nach Start weiter regelt Es kann also gut sein das es nicht geht.
Ich tippe eher darauf, dass sich der Wechselrichter durch die Spannung einschaltet, aber zu noch wenig Sonne scheint. Erst später erzeugen die Module genug Strom, damit der Tracker arbeiten kann.
Bringen die Nord Module überhaupt Leistung an dem Wechselrichter?
Z.B. bei Nebel/ bewölkt?
Hast du eine DC Stromzange und kannst den String an einem Kabel messen? Ob der Strom dann (Bewölkt/Nebel) gleich der anderen Strings ist und wie hoch?
(Für Stromzangenmessung muss man keine Stecker ziehen!)
Der Klassiker. Es hängt bei Abschattung von der Richtung ab, wie der Schatten über ein Modul läuft, quer oder längs. Vollkommen verschiedenes Verhalten.
Und das an der unteren Spannungsgrenze des Trackers bzw. WR…. Da braucht man viel und genaue Infos, um das Verhalten zu verstehen und erklären zu können.