Instabiles System mit OpenDTU-on-Battery

Mein System ist wohl wie 1000 andere hier:

  • Victron MPPT
  • DIY Lifepo4 Akku mit JK BMSHoymiles
  • HM 1500

Welche Settings braucht man für den Victron MPPT und für das JK BMS damit es "rund" läuft?

Ich meine, dadurch, dass der MPPT sowohl am Akku als auch am Hoymiles hängt, kommt der ganz durcheinander (mit Bulk und Absorbtion und Float), weil der Akku ja "seine" Spannung hat - der Hoymiles, mit seinen MPPTs, aber auch versucht "seine" Spannung zu setzen.

Was bei mir passiert ist:

  1. der Akku ist voll geladen, das JK BMS schaltet auf OVP (weil über 3,65V)
  2. die Spannung sinkt, das JK BMS macht wieder auf
  3. der Victron MPPT ballert wieder voll rein.

Und dieses Spielchen wiederholt sich permanent. Klar kann ich beim JK BMS das "charging" deaktivieren, aber das ist auch nicht wirklich eine Lösung.

Mit welchen Settings für Victron MPPT und JK BMS arbeitet ihr?

Ich verwende aktuell die von Andy/Offgrid-Garage:


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Ich verwende die Komponenten in dieser Kombination nicht.
Aber weil niemand geantwortet hat, versuche ich es mal:

  • BMS und Laderegler sind korrekt eingestellt
  • der Laderegler sollte bei 3,45 Volt aufhören zu laden
  • du hast aber über 3,65 Volt
  • der MPPT des Hoymiles kann die Spannung der Batterie nicht manipulieren. Er kann sie nicht hochsetzen und selbst wenn er "kurzschließt" nicht senken. Dafür ist die Batterie zu niederohmig.

Folglich hat der Laderegler eine Macke oder bei der Verkabelung stimmt etwas nicht.

Im ersten Schritt solltest du testen ob ohne Hoymiles bei 3,45 Volt aufgehört wird zu laden.

Wenn das der Fall ist, musst du deine Verkabelung verbessern.

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Einiges hat @anon97738789 ja schon geklärt. Die "Balance Trig Volt" ist zu klein. Nimm mindestens 10mV. Das BMS misst zu ungenau, so dass andauernd hin und her Balanciert wird. Wie kann es möglich sein, dass bei einer eingestellten Ladespannung von 55,2V (3,45V/Zelle) trotzdem OVP bei 3,65V ausgelöst wird? Antwort: die Batterie ist sehr schlecht balanciert. Schau dir die Ladekurve an. Wenn nur eine einzige Zelle auf 3,65V geht, haben die anderen durchschnittlich 3,43V. Was kann man ändern? Die Ladespannung weiter senken z.B. auf 3,4V pro Zelle und das Balancieren beobachten. Falls eine Zelle 3,55V erreicht, weiter die Ladespannung senken. Die Batterie wird übrigens auch mit einer Ladespannung von 3,4V/Zelle voll geladen. Und dann muss die Spannung gehalten werden, bis das Balancieren beendet ist (kann sehr lange dauern. Gibt es Ursachen für die schlechte Balance? Das muss man untersuchen. Der Balancer kann überhaupt nicht den SOC einer Zelle messen, den er ja ausgleichen soll. Er misst eine Verkettung von Spannungen, auf die er reagiert. Wenn mit hohem Strom geladen wird, kann das dazu führen dass der Balancer aktiv wird, obwohl der SOC sauber augeglichen ist. Wird die Batterie voller und der Ladestrom sinkt, muss das alles wieder "zurückbalanciert" werden. Messe mal bei Ladestrom von mindestens 10A alle Spannungen an den Polen der Zellen, die mit einem Busbar verbunden sind. Gibt es dort Übergangswiderstände, kann man sie im Milivoltbereich feststellen. Sie sollten alle niedrig und vor allem alle gleich sein.

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Edit: Kurzzeitiger Hirnaussetzer

Doch, natürlich kann er arbeiten!

das sind 3,45V pro Zelle im Durchschnitt.

Selbstverständlich kann der so arbeiten.

Ja, bin müde heute, Gehirn war auf Standby.:see_no_evil_monkey:

Etwas früher anfangen wäre trotzdem nicht schlecht.

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Aber warum? Unterhalb 3,45V ist doch noch gar nicht deutlich, warum die Spannungen verschieden sind. Gerade bei dieser Anwendung wird doch mit hohem Strom bis zum Ende geladen und dann sofort entladen. Es fehlt eine Entladepause für den Balanciervorgang bei geringem Ladestrom.