Ist halt passend zur Fragestellung - bzw. Nicht-Fragestellung.
Wie gesagt, echte Inseln scheitern nicht an der Farbe der Kabel, oder ob AC oder DC im Haus verteilt wird. Auch die „Rückbaubarkeit“ ist doch überhaupt kein Problem.
Welches Problem soll denn daher überhaupt gelöst werden?
Nichts in meinem Hausnetz ist auf DC Einspeisung ausgelegt, ich würde noch nicht mal die LSS ungeprüft weiterverwenden. Dimmer, Triac, Phasenan/abschnitt,... bei jedem Gerät prüfen, ob es DC fähig ist? Irgendwo ist dann doch ein normaler Transformator, der dann abbrennt? Ähm... nein danke.
Welches Problem löst der Rechteckwandler, ohne ganz neue zu erzeugen? Mit Stromspitzen und Oberwellen hat man sicherlich auch viel Spaß.
Das hatte ich sogar mal umgesetzt. Ich habe eine 90A Drehstromlichtmaschine umgewickelt und einen Regler gebaut, der die Spannung auf 310V stabilisiert hat. Den Gleichstrom habe ich mit IGBT Transistoren mit einer Lücke versehen, die für einen Effektivwert von 230V gesorgt hat. Das funktionierte alles prima. Bis der IGBT versagte und keine Lücke mehr gemacht hat. Es führte dazu dass alle Schalter im Herd thermisch zerstört wurden Die Kaffeemaschine ist abgeraucht als sie sich abschaltete und ist unter Zischgeräuschen geschmolzen, wobei sie eine Brandstelle in der Arbeitsplatte hinterließ. Thermostatschalter im Warmwasserspeicher war dann auch defekt. Ich hatte dann noch darüber sinniert, eine Lichbogenerkennung zu bauen. Heutzutage würde man damit eine Pyrosicherung zünden. Früher hat man einen Thyristor gezündet, der für einen Kurzschuss sorgte. Letzteres geht natürlich nur, wenn davor eine Sicherung sitzt, die Gleichstrom bei der Spannung sicher trennen kann. Ist aber alles aufwändig wenn es zuverlässig und sicher funktionieren soll.
Mein 24V Hausnetz ist 2x16. Zum boiler gehn 2x10 für 450W. PC hat bissel längere Leitung, musste 2x6 legen. Kochplatte(n) bis 150W reichen 2x2,5 die stehn nur 1m neben der Sicherung. Man hat heftige Verluste, wenn die Spannung niedrig ist.
Mit 51V/250V geht des besser, aber DC-Schaltelemente >32V sind ganz anders gebaut.
Hier im Forum sind ja nun seit langem mindestens zwei Teilnehmer unterwegs, die einigermaßen glaubwürdig echte Inseln betreiben. Und da gibt’s auch ausreichen Erfahrungsberichte.
Echte „Halbinseln“ gibts deutlich mehr. Da darf dann jeder selber entscheiden, ob das sinnvoll ist, und wie glaubwürdig die Inseln sind.
Letztendlich lassen sich mit einem etwas größeren Balkonkraftwerk schon 80% des Strombedarfs eine EFHs übers Jahr decken. Die nächsten 15% sind schon deutlich aufwendiger, und die letzten 5%, die dann wirklich 365 Tage Autarkie bringen, sind abstrus schwierig.
Ein Generator und ein kleiner Tank sind dann immer noch fürs letzte % einfacher als ein zweites Stromsystem im Haus für Geräte, die es gar nicht gibt.
Alle herde und backöfen können schon immer auch mit nur einer phase laufen. Irritierend, dass das nicht bekannt ist. Ich habe ceranfeld gegen induktionsfeld ausgetauscht, später den backofen eines anderen herstellers ersetzt. Das Induktionsfeld hat 4 platten, ich habe jeweils 2 platten auf eine phase geklemmt. Auf der dritten phase läuft der backofen. Jetzt mit einphasiger insel läuft es über eine phase. Die ströme sind überhaupt kein problem. Einzig wenn der backofen pyrolyse eingeschaltet hat, wird das "alleine" laufen gelassen. Das sind 10 A über längere zeit.
Es liegt standard 5x 2,5 mm2 kabel, die sind an 16 A leitungsschutzschalter angeschlossen. Jetzt kommt wieder ein post, dass es auch 10.000 kw herde gibt und dass man es da nicht so machen kann. Scheinbar bin ich der einzige, der herd und backofen auswertet, wie viel strom wann fliesst.
Ich rufe hier nicht dazu auf, dass jeder sorglos irgendwas nach gutdünken an herd und backofen verklemmt und betreibt. Das muss natürlich sicher sein, ein fachmann muss da drüber gucken. Ich bin sicher, dass das in den meisten fällen möglich ist, herd und backofen an einer einphasigen insel zu betreiben. Im winter mit gas kochen oder auf netz umschalten. Es muss nix aufwendig auf ein DC Netz umgestrickt werden. Genau das wäre eulen nach athen getragen. Im winter reicht die leistung der pv Anlage nicht, man muss sowieso zukaufen. An irgend kleinen verlusten rumzudocktern ist keine lösung, das bingt keinen durchschlagenden erfolg. Der stromverbrauch wird durch wärmepumpen, split klimaanlage und eAutos immer weiter steigen. Ohne netzstrom im winter geht es nicht. Saltos und purzelbäume spart man sich besser. Mit den vielen neu entwickelten wechselrichtern lässt sich eine weitgehende eigenversorgung aufbauen, ohne dass viel am hausnetz geändert werden muss.
Ein Phasig ist natürlich bekannt und nichts neues für mich. Bisher kannte ich aber nur Herde die 3 Phasig angeschlossen werden "sollten" aber mit Hilfe der Brücken auf ein Phasenbetrieb angeschlossen werden können, mit entsprechender Leistungsbegrenzung.
Neu für mich waren die Kochplatten die nur ein ODER zwei Phasig angeschlossen werden können. Vielleicht gibt es die auch schon ewig ich hatte die aber noch nicht gesehen.
Mein Neff backofen wurde mit normalem schukostecker verkauft. Neff schreibt auf der homepage, dass man drauf achten muss, dass nur der backofen auf der leitung angeschlossen wird. Ich habe an die dritte phase der herdanschlussdose eine aufputz steckdose angeschlossen, da steckt der backofen drin. Und ich konnte so auch einfach mit einer smarten steckdose den strom aufzeichnen lassen. Wie bei so vielen geräten wurde viel verbessert, es wird nicht mehr so viel strom benötigt. Bei waschmaschine und trockner kennt das jeder, herd und backofen sind für sehr viele wohl ein nebulöses gebilde was stromverbrauch betrifft.
Das bestätigt das sehr schön. Dieser Hersteller macht erst keinen 3 phasigen anschluss mehr. Das liegt auch daran, dass mittlerweile kochfeld und backofen extra verkauft werden. Früher war das ein gerät und damit ein 3-phasiger anschluss sinnvoll. Auch wenn das damals intern schon 3x 230V war.
Ja vor allem was die WP Trockner angeht die sind nochmals deutlich sparsamer was auch noch stromkosten senkt ist WAMA und Spülma dirket auf heiswasser klemmen betriebe ich nun seit 20 jahren bei der Wama dadurch bis zu 40% weniger strom und bis z 10 min schnellere Laufzeit.
Ich habe die waschmaschine am zisternenwasser. Der meiste strom wird beim aufheizen benötigt. Das ist aber nur sehr kurz. Auch weil jetzt ja nicht mehr viel wasser benötigt wird. Das sind ganz andere geräte als die, die unsere eltern hatten.
Bei Backöfen die nicht mehr an die Herdplatte angeschlossen sind, so wie es ganz früher mal war. Ist der Schukostecker aber völlig normal und auch ausreichend. Die Kochplatten haben eine deutlich höher Leistung als ein Backofen, da sind es gerne mal zwischen 7.4 bis 11kW.
Die Bedenken für die hohe Gleichspannung teile ich. Und das war mir auch bekannt, als ich das schrieb. Ich bin hier der, der bei jeder Gelegenheit vor hohen Spannungen bei Akkus warnt (und dafür auf den Deckel kriegt ).
Nun wäre es ja nur eine Leitung gewesen - die zum Herd. Die Verbesserung der Idee habe ich im Verlauf der Diskussion schon genannt: Ein Rechteckwandler für den Herd. Kleinere Verluste als Sinuswandler, kein DC. Und der Vorschlag für mehrere Wandler, die nach Bedarf geschaltet werden, war oben auch da.
Das gilt dann umsomehr für alles, was im Haushalt existiert und unter Schaltwandler fällt. Dazu gehört fast alles, was keine Motore (Waschmaschine, Kühlschrank) hat. Von der alten Bohrmaschine muss man sich halt verabschieden, und von der Schleifhexe auch.
Würde bedeuten, dass man NUR für “Kühlschränke und Waschmaschine” neue Leitungen legt - und alles andere dann über vorhandene Leitungen und Rechteckwandler versorgt.
Und ansonsten kann man sich auf ein DC Niederspannungsnetz einlassen. Z.B. macht Loxone innerhalb seiner Verdrahtung ja auch schon ein 24 V DC Netz mit 1,5 qmm, bis 10 A. Beschränkt durch Kabel und Netzteil, das braucht keine Sicherung.
Heute sind fast alle Herde auch mit getakteter Regelung ausgerüstet, die Platten werden also über ein Thermostat an- und abgeschaltet. Das war früher anders, hieß 7-Takt Schaltung o.ä.
Welche Vorteile bringt dir denn eine "DC Insel" gegenüber einer Insel mit einem Hybridwechselrichter? ist eine Lösung mit WR soviel teurer und ist es den Aufwand das meiste auf DC umzurüsten wirklich Wert?
Beleuchtung auf 24VDC ist kein Problem, das geht mit KNX oder Loxone, das geht ohne Komfortverluste. Aber Hauptverbrauchen sind doch die von dir schon genannten Kühlschrank, Waschmaschine, Spülmaschine usw.