Inselanlage Eigenheim 100% Autark

Ist halt alles relativ. Wir haben hier am Haus ein Süddach mit 90qm. Keine Verschattung. Keine Gaube. Kein Dachgeschossfenster (dafür habe ich gesorgt), kein Kamin. Dann haben wir noch auf der anderen Seite ein Dach 7° Nord. Möglich dass wir da auch Panele mit nem Ständer auf 45° Süd stellen können, das sind nochmal 75qm. Und dann noch ca. 45qm 45° Norddach. Dazu kommt noch eine Südfassade mit ca. 72qm aber teils Fenstern. Könnte man auch noch was dranpappen. Der Gartenzaun steht nach Osten, 13m lang, 1m hoch. Den von beiden Seiten (steht ab und an ein Auto vor). Wie schon oft geschrieben, die Panells kosten momentan nichts. Wenn ich jetzt noch die Zeit hätte...

100% Autarkie fürs Haus? Eher nicht. Liegt aber an demjenigen, der ebenfalls das Haus bewohnt. Der ballert lieber jedes Jahr 2500€ an Holz durch den Schornstein und ausm Fenster.

Ich verbrenne im jahr für ca. 350 euro holz. Ich sitze auch im winter im t-shirt auf der couch. Das funktioniert gut, wenn es draussen nicht zu kalt wird. Unter null schalte ich die ölheizung zu.

Die idiologische frage dieses threads finde ich nicht dienlich, um unschlüssige personen dazu zu bewegen, sich eine PV Anlage zuzulegen. Dabei geht es nie darum, dass man eine pv Anlage installiert, um 100 prozent autark zu sein. Wir können hier darüber reden, unbestritten dürfte sein , dass selbst wenn es möglich wäre, es keinen sinn macht. Personen, die infos zum thema suchen und können von den ganzen beiträgen abgeschreckt werden.

Ich mache jetzt noch einiges an panel, nur dass ich von oktober bis april mehr eigenen strom habe. Klar, damit werde ich auch ein stück autaker, dies ist aber nicht der hauptgrund, warum ich das mache.

Bin über ein sehr interessantes Video gestolpert, mit einem völlig anderen Ansatz, als steile Module, für den Winter zu 100% Autark inkl. WP.

Das neue ist vor allem ein 20 kWp Modulfeld mit 0° Neigung in einem vollschattigem Bereich.

Die Idee ist es, im Kernwinter, an den vielen bedeckten Tagen konsequent Diffuslicht zu ernten.

Dafür geht er auf maximale Effizienz. Also einen winzigen VS-70 MPPT mit weniger als 1 W Standbyverbrauch in den langen Winternächten.

Dessen maximale 13A bei bis zu 600V (auch noch sehr geringe Leitungsverluste) dürften, mit dem 5fachen Overpaneling, gut was bringen.

Das geht dann nahezu verlustfrei in einen 75 kWh Akku.

Als WR greifen dann sparsame Studers auf den/die Akkus zu.

Da man (bzw. ich) immer zu wenig schattenfreie Südlage hat, halte ich das für perfekte I-Tüpfelchen für die die letzten % zur völligen Autarkie.

https://www.youtube.com/watch?v=Nil6SI-Tgro

Das passt auch ganz gut dazu:

Es gibt eine autarke inselanlage. Sehr interessant.

Unfassbar, was dem mensch für schwierigkeiten gemacht wurden. Hilfe von politikern, fehlanzeige. Ich denke, dass das das hohe medieninteresse bewirkt, hat dass er das nicht abreissen muss .

will ich auch so machen, die garage bekommt als dach glas glas module ohne rand sind 10kwp mit 5° neigung wegen der besseren reinigungsleistung

wenns schneit hat man trotzdem pech.

naja heiz ich mit ner propan pulle von unten eben ein damit der schnee schneller runtergeht :rofl:

mit der 3,5kwp fassadenanlage sollte ich im winter mit gesammt 26kwp während einer 14tägigen dunkelflaute ca 10kWh(jetzt gerade gemessene 6kWh bei 12kWp süd-west 42°) am tag ernten können wenn man den 80kwh akku noch als puffer ansetzet kann ich bei stark reduziertem hausstromverbrauch, für 14tage, noch mit der split klima heizen.

damit wäre ich dann vollautark, wär geil wenns wirklich klappen könnte.

bleibt dann halt noch das warmwasser das kann ich per propan pulle erzeugen, oder mit dem heizstab wenn man es denn braucht.

Welche Module hast Du vorgesehen? Außer DAH Solar habe ich noch nichts gefunden.

Ich habe gerade meine holzhalle komplett mit trina 450 W Solarpanel gedeckt, die normalen Betonziegel runter genommen. Die zwischenräume der Solarpanel mit ottoseal 115 abgedichtet. Das dach ist dicht. Obwohl die Trina Solatpanel eine weisse rückwand haben, kommt viel licht durch. Im vergleich zu den ziegeln ist es jetzt viel heller, was mich schon erstaunt hat. Ich habe noch ne grosse terasse, deren Dach ich auch mit Solarpanel ausrüsten könnte. Da das Problem mit der Dichtigkeit wohl gelöst ist, rückt dies in den fokus. Mal abwarten ob das dicht bleibt, oder ob was reisst, weil die holz unterkonstruktion zu viel arbeitet. Das terassendach kann auch eine Alu unterkonstruktion bekommen.

Die holzhalle ist jetzt mit 4 kw Panelleistung ausgerüstet. Die panel sind in 10 grad verlegt und im winter gibt es dort auch einiges an verschattung vom haus. Schnee haben wir nicht. Wenn es schnee hätte und gleichtzeitig ein stromausfall passiert, dann würde ich den schnee fluggs manuell beseitigen, so dass die panel so gut wie möglich strom produzieren. Wichtig ist erst einmal, dass man so gut es geht, dachflächen mit solarpanel belegt. Weil jedes Solarpanel doch einiges an Strom produziert. Ich sehe mich an der seite des "Solar-Rebell" . Wir sind die vorreiter, zeigen wie man maximal Solarstrom direkt für sich selbst erzeugen kann. Gegen den widerstand der paragraphenreiter, stromindustrie und deren lobbyisten etc.

Ich warte ab, was meine erweiterte PV-Anlage von oktober bis april bringt. Jetzt im sommer schalte ich die 4 kw der Holzhalle ab, das wird schlichtweg nicht benötigt. Je nachdem wie es über die kommende heizsaison mit meiner PV-Anlage und den zwei split Klimaanlagen läuft, kann ich das Terassendach mit weiteren 4 kw Panelleistung ausbauen. Da gibt es sogar keine verschattung, das ist gute winter Ausrichtung.

Eine komplett autarke PV-Anlage zu bauen, ist doch nur der massiven Behinderung der stromlobby geschuldet (auch politiker und Staat wollen Stromsteuer einnehmen, haben kein interesse, dass wir nicht mehr viel strom kaufen müssen) . Wenn man sein haus so weit es geht mit eigenem Strom versorgen kann, den rest im winter dazu kauft, muss man sich nicht überschlagen. Das wäre alles leicht machbar, auch, dass die stromversorger im winter mehr strom bereit stellen müssen.

Ich bin noch nicht komplett autark, zumindest wenn ich den "normalen" Stromverbrauch ansetze, den ich seit jahren habe. Ich käme zur Not aber mit dem Strom meiner PV-Anlage gut zurecht, könnte mit den einschränkungen gut leben, während bei den meisten anderen Menschen komplett die Lichter aus sind.

In einem jahr ist klar, ob es Sinn macht, dass ich das Terassendach mit Glas-Glas Modulen ausrüste. Es gehr auf jeden fall immer weiter. Wir beweisen, dass es möglich ist, vernünftige PV-Anlagen bauen und betreiben zu können.

Nachtrag:

In der holzhalle ist es jetzt einiges wärmer. Die solarpanel schirmen die Halle nicht so gut gegen die Sonne ab wie die Betonziegel. Das ist in meinem Fall ok. Die holzhalle ist nicht komplett geschlossen, es kann gut luft durchziehen, falls holz noch restfeuchte hätte, wird das sozusagen kammergetrocknet.

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zb das

und so ne ähnliche befestigung

ich installier dann ne mitsubishi klima für die garage und lasse die im sommer 24h/7 laufen :rofl:

kann auch ne ältere gebrauchte sein, effezienz ist mir im sommer egal

das eröffnet auch ganz neue möglichkeiten zb mining ab märz oder april als überschussverbrauch. ineffeziente alte miner die viel strom fressen und haufen wärme abgeben gibts im netz genug.

damit hole ich bestimmt soviel rein wie ich von der einspeisevergütung bekommen würde

zu dem Zweck liegen bei mir viele gebrauchte Dünnschicht Module auf dem Flachdach die bei Diffuslicht pro kWp anderen (alten) Modulen in nichts nachstehen , jedoch ist (in NDS) der Ertrag im Winter trotzdem für die Katz.

Wenn ich das Dach mit Trapezblech neu mache, fliegen die auch wieder runter, 10 aktuelle Module können die ca 60 Module problemlos ersetzen.

Mal sehen ob ich aus den Modulen dann noch Brennholzunterstände bauen kann um sie weiter zu nutzen.

@alle

Nun lass ich die Katze aus dem Sack!

Dieser Thread war nur ein Test meinerseits. Ich habe dieses Haus schon seit 2021 gebaut. Hier wollte ich auf den Busch klopfen, um zu sehen, was die selbsternannten Experten für neue Ideen beisteuern können. Ich möchte mich bei den Leuten bedanken die offensichtliche Ahnung und Ideen haben.

Platz 1 geht an @voltmeter
Platz 2 geht an @hger
Platz 3 (Benutzer und oder Beitrag schein gelöscht zu sein; Stichwort „Obstbaum“)
Das wars auch schon!

An alle andern ein kleiner Tipp: Wenn man nichts Sinnvolles beizutragen hat, könnte man auch nichts schreiben!

Wie in jedem Forum immer dasselbe: im Thema abdriften durch Fragen die mit eigentlichem Thema nichts zu tun haben, Leute mit „gefährlichem Halbwissen“ und zu guter letzt die “Negativen” die einem immer sagen, das etwas nicht ginge!

So nun geht’s in den 6. Winter und im Haus sind immer noch 25°C, 400l 65°C warmes Wasser und E-Auto voller Akku.

In diesem Sinne, Tschau mit Au!

hast du dein system schon mal irgendwo vorgestellt?
wieviel pv, akku speicher und wie wird geheizt?

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Warum denn? Es ging ihm um:

“Ich möchte mich auf die technischen Aspekte konzentrieren, also auf den möglichen Erfolg eines fiktiven, sonnenabhängigen, 100%igen energieautarken Hauses.”

Und bisher habe ich noch keine technischen Aspekte zu seinem Hauskonzept, welches er seit 2021 betreibt, gelesen. Ich bezweifel, dass da noch was kommt. Muss ja nicht. Warum auch, er wollte ja Tipps für sich, nicht für Andere.

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Eine Brainstorming lostreten für ein Problem, was man schon in bestimmter Art gelöst hat, und dann bewerten, wer deine Lösung gefunden hat ist schon ziemlicher Falls für Schwäbische “Gschmäckle”.

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Hat eigentlich schon mal jemand darüber nachgedacht mit den PV überschüssen vom Sommer einen Wärmespeicher (Wasser.. oder was anderes ) damit zu aufzuheizen.. um damit die Heizung für den Winter deutlich zu entlasten? Ich glaube ich hatte sowas schon mal gesehen .. wo mitten im Haus ein großer Speicher stand und damit im Winter das Haus warm blieb .. Gut im Haus wollte ich das jetzt nicht haben .. aber im Garten verbudeln wird wohl möglich sein.. So könnte es doch funktionieren ohne das man 1000kWp aufstellen muß ??

Ja :wink: Gab hier neulich ne erwärmende=hitzige Diskussion über ein Startup mit nen 600 Grad Sand?speicher in variabler Vakkuumdämmung, mit passendem Haus drum rum. Auch verschiedene Reaktiv/Latentwärmedpeicher wären im Prinzip denkbar, aber der Teufel steckt halt im Detail …

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Kurze Antwort, ja.

Lange Antwort: man hat immer ein Trade-off zwischen Temperatur, Speichermedium, Isolierung und Verlusten.

Isolieren kostet Geld, große Volumen isolieren besonders. Der Tank mit 100 m3 und 100 Grad hält mehr Wärme als der Tank mit 20 Grad, dafür sind die Verluste höher bei 100 Grad.

Wenn man z.B. 3000 kWh Wärme speichern will, kann man das mit Erde bei 20 Grad machen. Da kann man sich die Isolierung fast sparen, wenn man tief genug im Boden speichert. Und beim Einspeichern kann man mit Wärmepumpe und gigantischen COP Hebeln arbeiten.

Dafür ist das Wärme rein und raus bringen mit viel Aufwand verbunden, hundert Meter Leitung in 10 Meter Tiefe so was.

Ein Beispiel für eine kommerzielle Lösung ist der E-Tank, da wird im Sommer eingespeichert aus Solarthermie. Das Erdreich wird nach oben isoliert, damit man nicht zu tief in die Erde muss. Im Winter wird dann mit Wärmepumpe entnommen und nur mit Strom für Entnahme im Winter gerechnet sollen Werte für SCOP (seasonal efficient of performance, also der gemittelte COP) von 8 erreicht worden sein oder so ähnlich.

hört sich doch gut an .. den rest macht die PV dann problemlos :wink:

das habe ich auch bei mir überlegt nur mein sole rohr liegt nicht ganz so tief 2,5m um den keller ich werde das erstmal ohne wärmeeinspeisung im winter testen und irgendwann mit. mal sehen ob es was bringt.

man muss auch die belastung der komponenten sehen die den ganzen sommer das wasser warm machen. ich glaube nicht das es sich lohnt aber probieren kann man das ja mal.

die im haustechnik forum sind so wie im pv forum, als ich mein projekt mit dem keller solekollektor vorgestellt habe kam gleich das geht nicht das wird dir die wände im keller durch frost sprengen...
als ob es keinen energieerhaltungsatz gibt und die kälte in der erde für immer drinbleibt.
außerdem vertreten die dort die meinung dass wärme nur durch bodennahe kollektoren durch regen und sonne wieder reinkommt, was die geothermie komplett ad absurdum führen würde.
es gibt sogar messungen dass 3m schon ausreichen um eine relativ konstante soletemperatur von ca 5°C vl zu erzielen(bei entsprechend passender auslegung zur heizlast).

wie dem auch sei die wp ist schon unterwegs ist gerade auf dem schiff bei südafrika.
wenn man mir sagt das etwas nicht geht dann mache ich das erst recht :grin:
mann muss auch mal was riskieren um erfolg zu haben.

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Für die Wärmegewinnung aus Grabenkollektoren etc. in wenigen Metern Tiefe ist wohl in der Tat der Energieeintrag von oben wichtiger als von unten. Hab mal gesucht und auf Wikipedia gefunden, daß nur 65 mW/m² im Bereich der Kontinente von unten nachströmen, ja Milliwatt!. D.h. man erntet bei Geothermie die Wärme, die sich über sehr sehr lange Zeit von unten her eingefunden hat. Reicht wohl für sehr lange Zeit, aber kühlt immer mehr ab. Die so 10-30 Watt/m2 die man oberflächennah nachhaltig ernten kann, kommen von oben.

Sieht man auch schön an dem jahreszeitlichen Verlauf der Temperaturen. Ich hab in unserem Tauchbrunnen so in etwa 3m Tiefe (im Wasser) diesen Verlauf, mit einer schönen Phasenverschiebung der Temperatur gegenüber der Luft. Keine Ahnung, ob ich da mit nem Schluckbrunnen dazu vielleicht so 500 Watt Wärmeleistung über die Heizperiode rausziehen könnte … Wenn es denn entsprechend kleine Sole-WP für kleines Geld gäbe und das Wasser nicht so eisenhaltig wäre … Bei den Temperaturspitzen bin ich mir noch nicht so im klaren, ob das wärmeres von oben nachströmendes Wasser ist oder Abwärme von der Tauchpumpe wo ich knapp drüber am Schlauch den Sensor befestigt habe.

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das bestreite ich ja nicht aber der wärme speicher von hunderten tonnen erde wird wohl für eine heizlast von 2,5kw ausreichend sein.

probieren geht über studieren

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