Insel-PV für Garagentor und Licht

In einem gewissen Alter darf man sich das Leben auch erleichtern … Und wenn ich in unserem Fall das alte nicht wirklich leichtgängige hölzerne Garagentor von wahrscheinlich noch Baujahr 1959 erneuere (haben auch noch andere Baustellen rund um die Wohnung), kommt da wohl auch gleich ein Motor dran … Alternativ kommt es weg, muß er vielleicht paar Euro mehr Versicherung zahlen, wenn das Blech nur mehr in einem Carport steht. Hat man noch andere Dinge drin, ist das je nach Umfeld vielleicht auch keine Option.

Torantriebe gibt es ebenso wie Beleuchtung auch mit 24V. Ein Wechselrichter 230V würde ständig sinnlos Strom verbrauchen. Ich würde als Akkus 2 normale Bleiakkus verwenden, denen macht der Winter nichts aus und bei dem geringen Verbrauch werden die immer voll sein. Und alles nur mit 24V.

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Ich würde an das Ganze so herangehen:
Eine inselfähige Powerbank / Akku mit direkten Anschlüssen für Solarmodule. Hat den Vorteil, dass man auch mal 230V hat, wenn man mal ein netzgebundenes Gerät braucht…
Letztendlich genau das, was Du mit Victron Bauteilen und Akku selber bauen willt, aber gerade wegen der Großeltern würde ich eine fertige und leichtestmöglich wartbare Lösung gehen.
Dann eine Anzahl x Module (für einen Motor mit ein bissel Licht braucht es da nicht viel… 1 oder 2 Module sollten bei passender Ausrichtung reichen), die direkt - ohne Umweg über einen Mikrowechselrichter - den Akku laden.
Die Module würde ich nicht auf das Dach sondern als Fassaden-PV anbringen, damit die Großeltern nicht im Winter die Module befreien müssen oder vor verschlossenem Tor stehen. Im Winter maximal besser als auf dem Dach und im Sommer hast Du eh genug Sonnenenergie.

Zur Heizung: Sollte die gewählte Lösung keine Heizung integriert haben, kann man das auch einfach mit einer Heizmatte für Pflanzenanzucht (inkl. Thermostat) erledigen. Direkt unter den Akku, darunter eine dicke Isolierschicht und den Akku gut verpacken. Funktioniert bei mir bei einem 16 kWh Akku einwandfrei bei geringem Energiebedarf. Wichtig ist eine gute Isolierung drumherum, um die Wärme nicht wieder zu verlieren.

Ich persönlich würde das für mich selbst auch mit Einzelkomponenten umsetzen, für Eltern / Großeltern oder allgemein ältere Familienmitglieder aber wie gesagt maximal einfach als Fertiglösung.

Sonnige Grüße vom Nachtwind

Bitte nicht aus dem Kontext reißen.

Powerstation über 70 m schleppen statt Aussteigen und Tor händisch aufmachen sehe ich nicht als Erleichterung.

Das soll ja auch so selten wie möglich nötig sein, damit es hilfreich ist und in unserem Kontext könnten wir das auch mal machen. Garagentor auf/zu machen können wir ihnen nicht. Für den TE mag es keine Option sein da zu helfen oder die Großeltern sind selber noch fit genug für oder für die zweimal im Winter wo es ggf. nötig ist, hilft ein lieber Nachbar … Aber jeder wird es etwas anders sehen, andere körperliche Einschränkungen haben und Deine Sicht ist natürlich auch legitim.

Siehe:

“Tragbare Powerstation”. Von mir aus. Dann nicht BKW. Braucht kein Netz.

Man muß nicht alles was geht elektrisieren.

Richtig, muss man nicht, möchte der Themenersteller aber. Daher solch eine portable Lösung. Da dran kann eben auch 2x100W Solarpanels dran. Für einmal Tor öffnen sind das 12W. Und das alle 2 Tage (sofern 500W Leistung des Antriebs). Ich halte es für realistisch, dass die 2x100W 12W erzeugen innerhalb von 2 Tagen. Es sei denn natürlich es liegt immer Schnee drauf. Vielleicht eine senkrechte Südmontage an einer Wand. Oder Eis. Oder… Dann, und nur dann, müsste man, nach ungefähr einem Monat Betrieb, diese tragbare Powerstation nach hause mitnehmen, dort aufladen und beim nächsten Mal zum Auto bringen. Also auch das Tor einmal wieder händisch öffnen, sonst kann man sie nicht anschließen.

12 Wh meinst Du wohl :wink:

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Hast Recht. 12Wh. Scheint eine Achillesferse von mir zu sein. kWh und KW, kwp, Wh etc. pp.

Hallo,
o.g. Votum schließe ich mich an. Auch alles als DC Niedervolt ohne WR macht viel Sinn. Ggfls. nimmt man ein Modul mehr, damit der Akku auch im trüben Winter nicht leer wird. Diese Mehrkosten werden durch die Ersparnis bei den dann überflüssigen Geräten, wie WR, Fi, usw. locker eingespart und der Blei Akku wird vielleicht 3 bis 5 Jahre halten, eventuell sogar mehr. Allerdings sind die Kfz Starter Akku´s nicht unbedingt geeignet.

L.G.

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Für das Hörmann Tor bietet der Hersteller übrigens 24V Torantriebe mit Akku und auch ein kleines Solarpanel zum Aufladen an. Der Akku soll 40-60 Tage ohne Aufladung durchhalten. Das Solarpanel hat nur 12W aber einen ordentlichen Preis. Allerdings halte ich ein geplantes 400W Panel hier für “overkill”. 50W wäre schon mehr als ausreichend und macht weniger Kopfzerbrechen bei der Montage. Und die Beleuchtung ist in den Torantrieben normalerweise auch schon dabei.

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@Holger_S
wenn Geld keine Rolle spielt, mag man das nehmen. Für ihre 24V 15Ah Akku wollen sie um 200 und für das 12 Wp Modul 279 € haben.
Und weil das Modul nur im Sommer ausreicht, wird empfohlen, einen 2ten Akku zu kaufen und den dann hin und her zu tragen. Dafür hat der Akku einen Griff zum tragen. Dann doch lieber 2 mal 12 V Bleigel oder AMG mit 7Ah (oder mehr) für 50 bis 60 €, eine großes Modul für kleines Geld und den MPP Laderegler. Das große Modul sollte auch im Winter reichen, wenn es nicht gerade verschneit ist.
→ weniger Kosten + mehr Komfort
L.G.

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Chamberlain hat Torantriebe in günstig und für 24VDC mit ultra low power .....

Läuft beim Bekannten mit PV seit 20J.

Der Aufriß ist minimal. Irgendein Laderegler, Bleiakku - fertig.

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Die meisten Garagentorantriebe laufen intern komplett mit 12V, manche mit 24V. also 1-2 Autobatterien, billigsten Laderegler und 20-50W Panel. Trafo bzw Netzteil totlegen / raus

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Das Ding vom Bekannten hat tatsächlich 12V

Dazu ein Sistech Laderegler - so in der Art

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Guten Morgen und einen schönen zweiten Advent.

Erst einmal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und Anmerkungen.

Standort wäre in Dinslaken am Niederrhein. Schnee etc. liegt schon Jahre zurück, wo dieser hier mal lag.

Ausrichtung in alle Richtungen möglich. 230V für den Fall der Fälle wäre schon interessant.

230V .....

Ja geht immer. Für 30€ zusätzlich irgendeinen WR per Schalter - fertig.

Bei Bedarf einschalten :wink:

Nimm ein 400W Modul, weil günstiger als 20 oder 50 W, dann kommst du sicher über den Winter. Denk daran, dass der 230 V WR einen Leerlaufstrom zieht, weil er das Netz permanent aufspannt. Beim Viktron 3000/24 sind das 20 W. Der kann auch einen Sparmodus, bei dem das Netz nur für kurze Zeit aufgespannt und der Verbrauch gemessen wird. Wenn nichts verbraucht wird, schaltet er ab und das Spiel wiederholt sich in regemäßigen Abständen, bis er “Verbraucher an” feststellt. Doch auch dafür braucht es um 3 bis 5 W, also 120 Wh jeden Tag. Das wird selbst beim 400 Wp Modul im Winter nicht reichen.

Nimm einen DV NV Antrieb, 12 oder 24 V für den Torantrieb und dann wirst du sicher über den Winter kommen. Einen WR für eine Zusatzsteckdose wählst du in der Leistungsklasse, die zu dem Gerät passt, die an die Steckdose soll und schaltest ihn bei Bedarf an und aus.

Weiters ist zu beachten, das es viele Laderegler gibt, die einen Verbraucherausgang haben. Wenn dieser Ausgang mit Halbleitern gesteuert wird, darf man in der Regel keinen WR anschießen, weil deren hoher Anlaufstrom den Schalter zerstören kann. Dann muss ein Relais dazwischen geschaltet werden. Das gilt gerade auch für die Viktron Ladewächter.

L.G.

Nach 20 Jahren mit Sitech und gelegentlich Batterietausch erkenne ich kaum ernsthaft Bedarf an überteuerten Zeugs.

Der Sietech im Link mit Krokoklemnen und Zigarettenanzünder zum Garagentor erschlägt in einem Gerät die Installation. Ein Lichtschalter und LED Licht - ja - ergänzen.

Auch das 20j alte PV Modul ist winzig. Bei nur Garagentor - braucht es auch kein 400W Modul.

Ein 230V Antrieb über WR ist nur eine Irritation.

Wurde ja schon angesprochen Motor direkt via DC aus dem Akku anzutreiben ist auch aus meiner Sicht die einfachste und wohl auch mit — kostengünstigste Lösung. Licht auch gar kein Problem.

Kein Wechselrichter nötig. Nur Laderegler, den/die Akku(s) und ein paar Kabel, Batterietrennschalter, Sicherungen. Ich empfehle da immer Marine-Artikel, da diese in der Regel Top Standards entsprechen.

Mit BleiGel Akkus entfiele auch das Heizungs-Ladeproblem für LiFePO Akkus. Ich selbst habe noch 24V und 48V BleiGel-Bänke aus dem Jahr 2016 am Laufen. Nicht mehr ganz so frisch, wie neu, aber immer noch ausreichend. Ganz ohne BMS, nur einfache Balancer. Das waren allerdings Marine-Standard Qualitäts-Batterien und zumindest damals richtig teuer.

Alternativ wäre eine ausreichend große Powerbank. Ich benutze noch eine inzwischen alte Fossibot 3600 (ohne WLAN/Bluetooth) - mehr oder weniger als USV, damit bei Stromausfall (kommt in Spain vor allem bei Gewittern oder Bautätigkeit schon mal vor) meine kritischen Geräte, wie Router, Kühlschrank, Notlicht etc. vor Netzsschwankungen zu schützen und damit diese auch ohne Netzsspannung funktionieren. Das Heizungsproblem wäre sicher auch extern lösbar. Ich traue den Heizungen der Powerstations nicht wirklich. Die sind meiner Ansicht nach viel zu schwach ausgelegt meistens. Eine Heizdecke + Isolierung des Akkus sollte mehr als ausreichend sein. Aber nicht die Lüftungsschlitze verdecken :wink: Z.B. bei der aus meiner Sicht günstigen und leistungsstarken Fossibot 2400.

Hier ein YouTube Link zur Powerstation Playlist des von mir hoch geschätzten, seriösen Dimitry bei Youtube.

https://www.youtube.com/playlist?list=PLVFr4JYAbiLIVwc1DaWkRaam2KxF_zUR8

Da testete er über die Jahre bis heute 23 Powerstations - in allen Größen auf Herz und Nieren. Mit Zerlegen und Check aller Komponenten - Klasse, was der da macht.
Ein Gutes Gelingen und LG, Marco

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Ja - beim aktuellen Akkupreis dann kein Bleiklotz.

Heizung - überbewertet .....