Insel-PV für Garagentor und Licht

Guten Morgen.

Meinen Großeltern habe ich im vergangenen Jahr ein einfaches Balkonkraftwerk am Balkon ihres Reihenmittelhauses installiert. Da sie damit 700 kilowatt stunden sparen konnten, sind sie davon begeistert.

Nun kam die Frage auf, ob mit einem zweiten Balkonkraftwerk auch an der entfernt stehenden Garage (ohne elektrischen Anschluss) wenigstens ein Deckenlicht und ein elektrisches Garagentor betrieben werden könnte. Also eine Insel-PV-Lösung.

Das Sektionaltor von Hörmann lässt sich mit einem Motor nachrüsten. Deckenlicht wäre ebenfalls kein Problem. Das Tor wird derzeit an jedem 2 Tag einmal rauf runter für Auto raus und einmal rauf und runter für Auto rein benutzt. Licht wäre dann nur für die dunkle Jahreszeit beim rein und rausfahren erforderlich. M. E. also eigentlich kein nennenswerter Verbrauch.

Ich habe mir daher in den letzten Tagen einige Gedanken gemacht und bin zu folgendem ersten Entwurf gekommen:

Da es mein erste Insel-PV Anlage ist, würde ich mich freuen, wenn Ihr mal drüber schaut und die erfahrenen Hasen unter Euch mir noch ein paar Hinweise und Empfehlungen mit an die Hand geben könntet.

Hier mal die Komponenten die ich raus gesucht habe.

Komponente Produkt Link
Beschwerungsplatten Beton Terrassenplatte grau 30 cm x 30 cm x 4 cm Hornbach
Panelhalterung ValkBox 3 17° Flachdach oder Boden Photovoltaik Solarmodul Aufständerung Amazon
Solarpanel 440 Watt PV-Modul Trina Solar Vertex S+ (Bifazial) Engolit
Wechselrichter 24V Victron Energy 500VA 24-Volt 230V AC Reiner Sinus Wechselrichter (Schuko) Amazon
Laderegler Victron Energy SmartSolar MPPT Laderegler 100/20-48 12V 24V 48V 20A Solarladeregler Bluetooth integriert SCC110020160R Amazon
Akku Power Queen LiFePO4 24V 50Ah Smart Niedertemperatur Elektromotor Batterie PowerQueen
Sicherung Panel-Laderegler Pv Sicherungsautomat DC 1000V 20A 2 Amazon
Batterieklemme Batterieklemmen Batterie Polklemmen 0/4/8/10 AWGA Amazon
Solarkabel Rot 6mm2 Solarkabel 6mm² Rot - 20m - UV-beständig Amazon
Solarkabel schwarz 6mm² Solarkabel 6mm² schwarz - 20m - UV-beständig Amazon
MC4-Stecker 10 Paar Solarstecker mit Schlüssel, Männlich/Weiblich, IP67 Wasserdicht, PV Stecker kompatibel mit 6mm²-4mm²
Sicherungskasten Spelsberg AKi 09 Kleinverteiler , 73640901
25A FI Hager CDS225D
Leitungsschutzschalter Hager MBS116
Erdungsleitung Mantelleitung NYM-J 1x16 mm² grau Meterware
Erdungsspieß Kreuzerder feuerverzinkt 1500 mm

Bei DV-Sicherungen zwischen Panel und Laderegler und Batterie und Wechselrichter habe ich nichts so richtig von den bekannten Anbietern wie Hager, ABB, Siemens gefunden. Kann man zu denen auf Amazon greifen?

Vielen Dank vorab für Eure Unterstützung.

Beste Grüße und eine schöne Adventszeit.

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Einfach ein Kabel vom Haus zur Garage ziehen geht nicht?

Oliver

Sehe ich genauso. Eine LED und das Tor fressen wohl nix.

Und nebenher ein BKW anne Steckdose.

PS: Alternativ wie es mein Vater gemacht hat, bevor es Li-Akkus gab: Eine Powerstation mit Steckdosenanschluss. Er hatte damals genutzt einen 12V Akku, da dran einen 12V auf 230V Adapter mit 30W. Da dran war erst eine Halogen, ich hatte ihm dann eine LED nahegelegt. Hielt gefühlt nen halbes Jahr, war aber auch kein Garagentor dran. So ein Ding wiegt weniger als nen 6er Pack Bier. Und kostet vielleicht nen 100er.

Nun gibts die Dinger direkt fertig schon mit nem 230V Anschluss. Fürs Garagentor wird das sicher reichen, ne Ultraeffiziente LED mit 1500lm und 7,3W ist auch super. Hat man ja nicht immer an.

Die Aufgabenstellung kommt mir recht bekannt vor :wink: Unsere eigene Garage ist entweder so 40m Kabel durch die Vorgärten der anderen Reihenhausnachbarn oder 80m hinten durch unseren Garten und einen gemeinsamen Weg zum Garagenhof entfernt … Bei meinen Schwiegereltern 6m Garagenhof + 20m unter einem zu erstellenden Gartenweg für den ein Baum noch weg muß (Genehmigung zu beantragen …, andere Eigentümer müssen fürs Geld noch zustimmen …) + 20m im Keller …

Da liegt so eine kleine Insel schon nahe … Da ich hoffentlich drum rum komme, hab ich mich da noch nicht reingefuchst (Inseln), sehe aber zumindest nichts an der Verschaltung, wo ich ein Problem sehe.

Aber überleg mal. Man kauft sich eine Doppelsteckdose. An jene Doppelsteckdose kommt in eine Dose ein fertiges BKW dran. Mit Akku. Und an der anderen kommt das Garagentor und Licht dran.

Fertig. Klar kann man alle Komponenten selber zusammenstellen, und was sparen oder des Spaßes wegen. Aber der Aufwand, wofür? Für nen kleinen Motor und Licht.

„Power Queen LiFePO4 24V 50Ah Smart Niedertemperatur Elektromotor Batterie“

Die stoppt selbstständig die Ladung unterhalb von 0 Grad, und nimmt die danach erst bei 5 Grad wieder auf. Da könnte der Winterbetrieb ohne Heizung schwierig werden, wie mit jedem anderen LiFePo auch.

Oliver

Ich kann den Wunsch der Großeltern nach Licht und Bequemlichkeit verstehen - aber sind sie sich auch darüber bewusst, daß eine Realisierung zum einen eine völlig andere Technik bedarf und der materielle und vor allem finanzielle Aufwand wesentlich höher bei geringerem Nutzen ist.

Licht könnte man relativ leicht realisieren (Batterie + USB- oder 12V-Lichterkette), selbst ohne oder mit kleiner PV oder mit Batterielicht.

Wenn deine Vorstellung dann theoretisch funktionieren würde, würde ich zuerst mit dem Motor anfangen, mit einem Kabel vom nächstmöglichen Anschluss, und danach anhand des Bedarfs Batterie und PV.

Verstehe ich nicht ganz, wie Du das meinst. Ein normales BKW geht ja wohl nicht zusammen mit ner schlichten 230V Powerbank? Man kann natürlich so ein Plug&Play Teil nehmen, wie es fürs Camping gedacht/geeignet ist mit entsprechenden MC4 Eingängen für die PV Module und 230V Steckdose und Lademöglichkeit aus dem Netz und ggf. sogar Einspeisung. Ein Nachbar hier hatte sowas von EcoFlow fürs Wohnmobil und Einsatz daheim am Balkon (bis sie es im aus dem Wohnmobil geklaut haben). Frage wäre dann schlicht, ob sich der Selbstbau noch lohnt.

Licht machen wir aktuell einfach mit ner LED Funzel mit Bewegungsmelder und Mini-PV Modul auf dem Garagendach. War glaube ich irgendwo bei 20 Euro. Eines vor dem Garagentor, eines innen. Funktioniert bei uns und den Schwiegereltern sehr gut.

Ein normales BKW mit Akku. Dieses hat einen Stecker. Es soll normalerweise an den Steckdosenkreis angeschlossen werden und liefert dann max. 800W.

Und jetzt lässt du den Hauskreis weg. Weil in der Garage ist ja nix. Aber du hast am einfachen BKW nen Stecker dran. Den du normalerweise in die Steckdose steckst zum Hausnetz.

Ergo schraubst du dir in die Garage eine Doppelsteckdose an die Wand. An eine Buchse steckst du das BKW dran. An der anderen den Garagenmotor und die Beleuchtung (Beleuchtung mit Bewegungsmelder).

Das BKW wird als Insel genutzt.

??? Der WR des BKW liefert doch nur Strom, wenn er am Netz hängt, Stichwort NA-Schutz. Und den WR an den Ausgang einer Powerbank zu hängen soll wohl auch ne blöde Idee sein und ggf. ne Rauchwolke erzeugen (keine Erfahrung mit oder konkrete Berichte gesehen).

Hallo zusammen.

Schon mal Danke für die vielen Rückmeldung und offenen Fragen. Strom liegt nicht in der Garage und das ziehen eines Kabels wäre es sehr aufwendig. Meine Großeltern haben das letzte Reihenhaus in einem Stichweg. Vorgarten bis Stichweg 5m, dann bis zur Straße wären 45 m, dann müssten 15 m Gehweg aufgenommen werden und noch mal 6 m bis zum Tor. Würde Summarummarum 71 m bedeuten.

Der Hinweis, dass es im Winter nicht funktioniert ist schon mal wichtig. Also mit der ausgesuchten Batterie würde somit nicht funktionieren.

Welcher Akku könnte eine Alternative darstellen? Wenn Die Last als gering eingestuft wird, würde es sinn machen auf 12 V zu reduzieren?

Ich preise dieses Produkt nicht an, das ist einfach das erste, welches bei meiner Suchmaschine herausgekommen ist, es soll nur als Beispiel dienen!

Im Inselbetrieb hat das Ding einen Steckdosenanschluss. Also ein Insel-BKW. Da ist ein Akku drin, da werden die Panels angeschlossen, an diese Steckdose kommt der Verbraucher (also Garagenmotor und das Licht) und fertig. Die benötigt kein Netz. Ist ja Insel….

Ja, sowas wäre auch mein Gedanke, haben wir uns irgendwie mißverstanden. Wäre auch mein Gedanke, wenn es bei den Schwiegereltern nicht mit dem Gartenweg+Kabel klappt. Die Dinger haben zumindest teilweise auch ne Heizung drin (zumindest der Anker Solix), so daß ggf. auch im Winter bischen Strom vom Garagendach kommen könnte. Meine Schwiegereltern wären leider nicht mehr so fit, so ein Ding notfalls selber mal zum Nachladen ins Haus zu bringen, sprich wir müßten zweimal hinradeln, was ne Option ist, wenn es nicht alle zwei Wochen sein muß.

Thunderstruck: Wenn DC und Selbstbau würde ich schaun, welche Spannung DC versorgte Garagentormotoren brauchen, dann spart man sich den Wechselrichter. Hab da mal irgendwann geschaut, bin mir nicht mehr sicher, ob das eher 12 oder 24 Volt waren …

Also mal im ernst: Wenn du in der Lage bist, 71m bis zur Garage zu gehen, dann kannst du auch ne Powerbank mt 2Kg zur Garage zu tragen. Was meiner Meinung nach immer noch die beste Lösung wäre bevor das BKW im Winter dann doch nicht mehr ausreicht und man nun WIEDER eine Lösung benötigt.

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Das Jackery Produkt sieht interessant aus. Wichtig ist, dass es dann aber dort kein WLAN etc. benötigt. Bei Anker Solix braucht man das habe ich mal irgendwo gelesen.

Erfahrungen hat aber niemand mit dem Teil?

Ich hab kein Gefühl für den Strombedarf der Garagenmotoren. Wie lange käme man da mit so einem 2 kg Teil hin (dann wohl ohne PV Option)? Ich hatte eher an so eine Anker SOLIX Solarbank 3 E2700 Pro im Kopf, wie sie eine Bekannte jetzt für ihr BKW im Haus hat, mit 2.7 kWh aber leider auch fast 30 kg … 2kg würde meine Schwiegermama zumindest schaffen, Vati läuft nur noch mit Krücken bzw. ist mit e-Rolli unterwegs.

Im Inselbetrieb leider nicht.

Ich schreib ja, der TE beschreibt eine Garage, die 71m Weg hin hat. Wer das schafft, der kann auch entweder den 2KG Eimer tragen oder mit nem kleinen Einkaufstrolley schieben. Da ich nicht weiss, wieviel so ein Garagenmotor an Leistung hat und wie lange der benötigt ist das schwer zu berechnen.

500W? 20s auf, 20s zu. Sind 5,6W für einmal auf und zu. Also 12W für eine Fahrt.
Auch wieder nur ein Beispiel:

https://www.amazon.de/gp/aw/d/B0BX43L7G4/?_encoding=UTF8&pd_rd_plhdr=t&aaxitk=0571a7f7753e5dac9d82530d4454d131&hsa_cr_id=0&qid=1764929247&sr=1-1-d1b252a8-8353-460e-bdc6-111d37100a16&aref=H1gtzFFNNn&ref_=sbx__sbtcd2_asin_0_title&pd_rd_w=e0bkr&content-id=amzn1.sym.f87825c1-e52a-4e64-acd3-7d0382b89b76%3Aamzn1.sym.f87825c1-e52a-4e64-acd3-7d0382b89b76&pf_rd_p=f87825c1-e52a-4e64-acd3-7d0382b89b76&pf_rd_r=ZR1PJTX94XPMPGYZMS7E&pd_rd_wg=uBcQj&pd_rd_r=9b49e7ca-6b25-42f5-ae71-f56834928243&th=1

bekommt man sogar mit Panels zu kaufen. 300Wh würde bedeuten ca. 20 Fahrten mit dem Auto. Also ohne PV ca. 1 mal im Monat laden. Mit PV könnte man Glück haben, dass die 2 Panels das schaffen.

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In der Liga hab ich noch nicht geschaut, auf jeden Fall eine Überlegung wert!

Nein, der BKW-WR braucht ein Netz.

Und den Steckdosenanschluss willst du nicht mit einem “Doppel-Schukostecker” an deine Doppelsteckdose anschließen.

Statt die Powerbank regelmäßig mit dem Rollator dahinzuschleppen, macht man zweimal am Tag das Garagentor per Hand auf. Wer noch ins Auto einsteigen kann, sollte auch ein Tor aufmachen können. Bleibt mal auf’m Teppich. Man muß nicht alles was geht elektrisieren.

Das soll eine Erleichterung sein und kein Mehraufwand.