Infrarotheizung vs. LLWP - Übersehe ich etwas?

Hallo Zusammen,

Wir setzen gerade unseren Umstieg aus der Ölheizung um (Haus, 230 qm Wohnfläche, Baujahr 1976). Dafür sind bereits zwei Duosplit und eine Monosplit LLWP bestellt. Außerdem kommt noch eine Brauchwasser-WP im Sommer dazu. Im großen Wohnbereich haben wir für den tiefen Winter dann noch unseren Holzofen der mithilft.

Mit diesem Setup haben wir dann ca. 75 % unseres Wärmebedarfs gedeckt, lediglich unsere zwei Bäder fehlen (ca. 12 qm jeweils) und eine Möglichkeit das ausgebaute Dachgeschoss sporadisch zu heizen (dort ist mein Fitnessraum, wo ich eigentlich nur 45 min täglich mich aufhalte und ein Gästezimmer, wo wir etwa 1-2 mal im Jahr jemanden für eine Nacht zu besuch haben).

Für das Dachgeschoss werde ich definitiv Infrarotheizungen verwenden, da rechtfertigt die kurze Nutzung nichts anderes, aber für die Bäder bin ich mir noch unsicher. Eine Duosplit LLWP wäre möglich, da die Bäder direkt übereinanderliegen und auch die Entfeuchtungsfunktion sicher nicht schlecht wäre. Auf der anderen Seite komme ich einfach nicht auf einen grünen Zweig mit der Kostendifferenz zur Infrarot.

Ich habe mal rumgerechnet und selbst wenn ich davon ausgehe, dass ich die Bäder 6 Monate im Jahr 12 Stunden pro Tag mit Infrarot beheize (500 W), dann amortisieren sich die höheren Material- und Installationskosten der LLWP durch den niedrigeren Stromverbrauch erst nach 5 Jahren. Wenn ich dann noch bedenke, dass wir in 3 Wochen eine 14 kW PV auf dem Dach haben (die vor allem in der Übergangszeit den meisten Strom liefern wird) und ich das obere Bad eigentlich nur 1 Stunde am Tag warm brauche, dann schaue ich auf Amortisationszeiten der LLWP gegenüber der Infrarot von 15 Jahren.

Übersehe ich hier irgendwas wichtiges, oder ergibt es für kleine Räume, speziell wenn man PV hat, einfach ökonomisch mehr Sinn günstig ein Infrarotpanel zu installieren? Hat jemand da Erfahrungen?

Viel mehr als Kopfnicken kann man hier nicht.

Drei Anmerkungen:
Lieber mehrere kleine Panels wie ein großes.
z.B. wenn lang und schmal, dann kein großes Quadratisches in der Mitte sondern zwei in Rechteckform mit einer langen und einer schmalen Seite.

Zur Steuerung der Heizung.
Ich empfehle da drei Varianten:

  1. Temperatur z.B. Raum nicht unter 18°C
  2. Kalendarisch / Termin gesteuert z.B. Jeden Morgen x Uhr an. (Home Assistant etc.)
  3. Boost Schalter den man bevor man spontan das Bad nutzt drücken kann.

Zur PV:
Im Kernwinter wird die nicht viel bringen.
Zur Übergangszeit hast du aber schon wieder soviel dass selbst "ineffiziente" IR-Panels genug bekommen.

Allgemein zum Thema PV da gilt Dach voll und soviel Speicher wie möglich. Niedervoltspeicher sind trotz tendenziell niedriger Effizienz aufgrund der deutlich geringeren Investitionskosten in der allermeisten Fällen am wirtschaftlichsten.

Und wenn man mit Strom heizt und wenn in Richtung Süden, wenn die Sonne tief, steht eine unverschattete Zaun oder Wandfläche zur Verfügung steht, dann dort einfach mit Modulen vollmachen. Gerade für den Winter ist das sogar meistens besser wie eine Steile O/W Dachfläche.

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Ich hab selber keine Erfahrung mit IR Platten, würde für die Bäder aber auch schlichte Heizlüfter in Betracht ziehen und Konvektoren fürs Gästezimmer.

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Wir hatten ursprünglich auch Infrarot im Bad geplant. Sind dann aber wieder davon abgekommen, da es einfach zu lange dauert bis es warm wird. Letztlich haben wir einen Heizlüfter an die Wand gehängt. Der startet mit 2KW und regelt dann runter auf 800W. Ist dann auch von der Geräuschentwicklung OK. Der Vorteil ist, es geht ruckzuck und das Bad ist “gefühlt” warm. Macht halt nur Sinn wenn es auch nur sporadisch genutzt wird. Allerdings ist unser Bad kleiner, ca 8qm
Infrarot mußt du halt zeitlich einplanen, und immer weit vor dem Bade/Duschvorgang einschalten

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Danke, das ist interessant. Aber ich denke Infrarot geht bei uns ganz gut, weil das eine Bad tagsüber durchgängig beheizt wird und das andere nur Abends eine Stunde. Also gut planbar.

Nichts heizt einen Raum schneller auf als eine Infrarotheizung. Die beste gleichmäßige angenehmste Wärme, die ich getestet habe. Die Heizung sollte dem Raum allerdings entsprechend dimensioniert sein, sonst bringt das nichts. Sind die Räume gut wärmeisoliert, hält sich die Temperatur ziemlich lange im angenehmen Bereich. Bis jetzt wird die Infrarotheizung immer noch als Luxus betrachtet und als Zusatzheizung genutzt. Mittlerweile gibt es aber schon Pilotprojekte, wo ganze Wohnblöcke mit dieser Heizungstechnologie ausgestattet wurden. Weniger Installatilbsaufwand, ist dabei nur ein Grund.

Stimmt, der 2. sind die Investitionskosten…

Wenn der Fokus drauf liegt möglichst günstig zu bauen eine gute Sache. Wenn es auch in der Nutzung günstig sein soll, nicht…

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Und das hast du einkalkuliert? Wenn da auch ein WC im Bad ist, könnte es manchmal auch nachts von Vorteil sein, wenn es da nicht eisig kalt ist :rofl:

Ich denke, Splitgeräte passen allein schon nicht zu einem Bad, weil man nicht im Luftstrom stehen will, wenn man aus der Dusche kommt. Strahlungswärme hingegen passt perfekt dazu.

Ich habe ein Infrarot-Panel in einer kleinen Toilette installiert. Wegen der Außenwände und Boden über kaltem Keller blieb es kühl.

Ich hab das Panel gegen einen Keramikheizlüfter mit Bewegungsmelder getauscht. Beim Betreten schaltet der ein und wenn man sich hinsetzt kommt einem schon warme luft entgegen. Nun verbrauche ich 130kWh im Monat weniger.

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Ja gut, aber so eine LLWP kann man durchgehend oder wenigstens sehr lange laufen lassen damit der Raum durchwärmt ist. Die zieht ja nur einen Bruchteil der Energie vom IR Panel. Dann läuft die ja nur mit geringer Last wenn man im Bad ist, Luftstrom kann man lenken… Oder gar aus für die kurze Zeit.

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Wir heizen das Bad im EG und das Klo im DG überhaupt nicht, bzw diese Räume werden von den anliegenden Räumen aus mitgeheizt.

Wir haben also die LLWPn insgesamt also so ausgelegt, dass einige Räume also gar kein Innengerät haben. Das funktioniert bei und sehr gut.

Ich würde also in die Richtung denken und dann benötigt man je nach Dämmung evtl nur ganz wenig oder gar keine infrarotheizung.

Ebenso. Nur morgens ist das Bad teils etwas kühl, da nicht alle LLWPs die ganze Nacht durchlaufen. Da springt dann jeden Morgen zur Aufstehzeit ein Infrarotpanel automatisch an. Das hat letztes Jahr insgesamt 60kWh verbraucht.

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Das wird bei uns nicht wirklich funktionieren. Dämmung ist ja nicht vorhanden, zudem ist das Bad auf der Nordseite und zwischen dem Hauptwohnbereich und dem Bad liegt noch ein verwinkelter Flur. Da werden wir ganz schnell Schimmelprobleme im Bad bekommen.

Natürlich können wir die Badtür geöffnet lassen und dadurch die LLWPs etwas mitheizen lassen, aber wir brauchen auch eine dedizierte Badheizung.

Ich habe das auch so gelöst, dass über die LLWP im Flur mitgeheizt wird. Aktuell hatte ich überlegt, ob ich im Zuge von der aktuellen Bad Renovierung nicht doch eine „extra“ einbaue. Habe mich nun aber dagegen entschieden, weil ich FBH über Wasser + elektrisch einbaue und um das Geld dann lieber die einige Zeit vorher laufen lasse für warmen Boden…

Was nützt der warme Raum, wenn der Boden eiskalt ist… Gibt im Bad halt „eigene Gesetze“:joy:

Wir haben im DG Bad zwar einen Handtuchtrockner Heizkörper, aber es gibt Tage, wo man ein wenig mehr Wärme möchte, dazu verwende ich einen 2,2 kW Keramik Heizlüfter, dafür ist der perfekt! Viel besser als die Schwachen IR Paneele

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Mann kann für die Grundwärme ein 500W IR Paneel und bei Bedarf den Heizlüfter verwenden

Angesichts von „ab 300€“ LLWP die mit min. ca. SCOP 3 oder mehr heizen ist eine Beheizung mit „nur Direktstrom“ halt extrem teuer.

Wenn man nichts ändern will und nur ohne Aufwand „zuheizen“ - geht das.

Aber wenn man es neu einbaut, ist Direktelektrisch für vollständige Beheizung eig. sinnfrei.

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Nicht gedämmte Räume taugen m.M. für Infrarot gar nicht. IR macht nur in vernünftig isolierten Räumen Sinn.

Die speichernden Wände kühlen aus, Energie geht raus. Also Dauerheizung auf Mindest Temperatur erforderlich. Im Winter gibt’s keine Photovoltaik zur gewünschten Zeit.

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500 W für die Grundwärme macht 12kWh. An 200 Heiztagen sind das 2400 kWh. Das wäre mir deutlich zu teuer.

Bei unserem kleinen Bad funktioniert Heizlüfter am besten. Nach 2 Minuten ist alles hinreichend warm.

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