Nachdem gestern abend ein entspannter abend war habe ich mal die Google KI ein bisschen gebeutelt.
Wir haben eine Südfassade, 25cm Hochlochziegel (Ton). Keine Dämmung. Ungefähr, aber mit Fenstern, 90qm Fläche.
Nun hatten wir vor 2 Jahren ein Problem: Wasser. Es kam als Hochwasser von den Feldern, erwischte hier unseren direkten Nachbarn und uns. Der Keller lief voll (Glück und Unglück), außen stand das Wasser ca. 1m hoch. Glück: Nichts im Wohnraum. Aber es war von innen an einigen Stellen feucht. Trockner lief dann ca. 2 Monate aber es war bis auf eine Stelle im Heizraum im EG nichts zu sehen. Kellerinhalt vollständig Schrott, auch dort Trockner nachdem das Wasser dort ca. 6 Wochen stand. Keine Auffälligkeiten. Bausubstanz in Ordnung.
Ergo: Keine Außendämmung möglich mit beispielsweise EPS/XPS. Wenn wieder Hochwasser wäre, dann würde sich das Material lösen können. Oder Feuchtigkeit würde sich in der Wand befinden und wegen der Diffusionsdichtheit zu lange in der Wand befinden und dann könnte es Schimmeln.
Mineralwolle hätte sich vollgesogen und man hätte alles abreißen müssen.
Glück im Unglück.
Der Vorschlag der KI: Als Dämmmaterial Multipor nehmen. Multipor ist sowas wie YTONG nur mit mehr Luft. Multipor könnte sich bei Hochwasser vollsaugen wie ein Schwamm, aber wegen der Struktur würde das Material wieder trocknen. Zudem Diffusionsoffen.
Die nächsten Idee betraf die Nutzung der Außenwärme weil Südseite. Herauskristallisiert hat sich dann folgendes: Rohre an der gesamten Südseite montieren. Weil das aber dennoch nur dort warm würde, wo die Rohre sind ist es nicht effizient genug. Lösung: Fußbodenheizungswärmeleitbleche verwenden und somit die Wärme zu den Rohren leiten.
Dann muss das ganze verkleidet werden. Die KI schlug Trapezbleche vor. Ich schrieb: Warum nicht PV-Module? Aber die Montage ist schwer. Da die Multipor-Platten kaum was aushalten, müsste man eine teure Schrauben-Dübel-Version bis in die Ziegel nutzen. Das Haus würde wie ein perforierter Käse aussehen.
Die nächste Idee: Punktfundamend in die Erde setzen. Dort eine Schiene montieren. Am Dach eine weitere Schiene montieren und dort senkrecht runter die Profile für die PV.
Das bedeutet am Ende:
- MultiporPlatten mit Kleber an der Hausfassade
- Rohre mit Wärmeleitblechen an die Multiporplatten
- PV-Kontruktion und ca. 15kwp PV-Anlagen an die Fassade (damit die Wärmeleitbleche und Rohre nicht durch Wind die Wärme verlieren, zudem Stormerzeugung.
Die KI beziffert die Kosten bei reiner Selbstinstalltion auf ca. 30 000€. Damit würde:
- Weniger geheizt werden (Dämmung) müssen
- Wärme in den Rohren wird für eine Wasser-Wasserwärmepumpe genutzt. Laut der KI wird damit ein großer Teil selbst im Winter noch nutzbar gemacht. Idealerweise soll ich in den Keller große Wassertanks stellen. Die erwärmen dann passiv den Keller, brauchen keine Dämmung (dann wird der Boden im EG vom Keller erwärmt, was solls?) und es reicht einer solchen WP schon mit Temperaturen um 15-25°C aus um einen hohen Wirkungsgrad zu generieren. Am Tag wird also direkt aus den Kollektoren die WP betrieben, nachts aus den Tank.
- Die PV-Anlage erzeugt wegen der 90° und Südausrichtung mehr Energie als meine Dachanlage. Im Sommer wird der Rest eingespeist.
Die Amortisationszeit einer solchen Fassadenlösung wäre, und dabei sind nicht alle Faktoren mit einbezogen weil ich schlecht den Wärmebedarf der unteren Wohnung berechnen kann, bei ca. 10 Jahren.
Ideen? Vorschläge? Alles Murmeltier-Mist? Die Südfassade ergibt am meisten Sinn zu dämmen. Danach wäre nur noch die Ostseite sinnvoll. Das bringt auch eher was bei der Wohnung im EG nicht bei uns im DG. Das habe ich auch deshalb schon festgestellt, weil unsere Böden in 4 Räumen nun mit einer gebundenen Schüttung entkoppelt wurden und Raumtemperatur haben, während die alten gegossenen Böden mit Estrich kalt werden (kein Randdämmstreifen und nicht entkoppelt vom Rohboden).