So, der Unterricht ist nun vorbei. Die zweite Woche war auch nochmal sehr aufschlussreich.
Besonders spannend fand ich einen Vortrag vom Netzbetreiber. Der Dozent sitzt auch in den Normungsgremien.
Was mir neu war: alle Zählerschränke die schon ein Sammelschienensystem haben, können weiter verwendet werden! Also so grob ab den 90igern verbaute Schränke sind ok. Auch wenn unten NH-Sicherungen drin sind.
Auch interessant: der berühmte Sammelschienen-Kombiableiter ist zwar gängig, aber nicht vom Netzbetreiber vorgeschrieben! Man kann ihn also ganz weglassen, wenn man den Anlagenbetreiber über die Konsequenzen aufklärt oder einen auf der Hutschiene verbauen.
Was die ganz neuen Schränke betrifft gibts von Hager einen schönen Leitfaden: https://assets.hager.com/step-content/P/HA_39676168/Document/std.lang.all/23DE0112-TIP-H-44-VDE-AR-N-WEB.pdf
Denkwürdig waren auch 2 Aussagen
a) der Netzbetreiber ist nicht die Elektropolizei. Die schauen sich nur das Nötigste an (sagen wir Zuleitung Zählerschrank, Erdung, Zählervorsicherung). Alles ab Zählerschrank ist denen Wumpe. Wenn ein Dienstleiter den Zähler setzt, schaut der sich gar nichts an. Volle Veantwortung liegt beim Installateur (also bei mir)
b) In den Normungsgremien sitzen auch Industrievertreter und machen Lobbyarbeit. Könnte die Tendenz zur Überdimensionierung erklären...
Am Freitag ist nun Prüfung. 1 Stunde messen, 1 Stunde HagerCAD, knapp 2 Stunden theo. Prüfung, 15 Minuten Fachgespräch