ich betreibe 4 PV-Module an zwei Ladereglern, die eine 51,2V Golfcart-LiFePo4-Batterie mit 5120Wh Kapazität laden. Auf der Entladeseite hängt ein Hoymiles HMS-400, der konstant 350W an das Hausnetz abgibt.
Die Entladeseite ist mit einem 16A Leistungsschutzschalter abgesichert. Als Vorwiderstand zur Ladung der Kondensatoren des WRs überbrücke ich den Leistungsschutzschalter mit einer 220V/40Watt Glühlampe, die per Taster dazugeschaltet wird.
Grundsätzlich funktioniert das System solange gut, bis über Nacht sowohl kein Solarstrom fließt als auch die Batterie leer ist. In diesen Augenblicken laufen auf der DC-Seite des WR auch die Kondensatoren leer. Wird es dann am nächsten Tag langsam hell, setzen irgendwann die Laderegler ein und laden mit irgendetwas um BMS-Einschaltspannung (vermutlich etwas um 45V) und geringem Strom die Batterie. Es scheint mir offensichtlich, dass der WR erst bei höheren Strömen arbeitet, da Folgendes passiert: Ist wieder soviel Strom verfügbar, dass der WR arbeitet, zieht dieser den gespeicherten Strom aus der Batterie, um die Kondensatoren vorzuladen. In diesem Augenblick fliegt der LSS raus und Strom fleißt dann nur noch über die Überbrückung mit Glühlampe.
So startet der WR zwar, lädt auch die Kondensatoren, speist aber nur 2 Watt in Hausnetz ein.
Ich suche jetzt ein Very-Low-Budget-Lösung, um den morgendlichen Re-Start des WRs so zu automatisieren, dass die Vorladung der Kondensatoren wieder ohne Herausfliegen des LSS funktioniert
Besorg dir eine openDTU onbattery. Damit kannst einstellen, bei welcher Spannung der WR arbeitet. Die Spannung so wählen, dass die Batterie nicht abschaltet.
Bonus: Leistungsmessung z.B. shelly dazu und nur so viel einspeisen wie du verbrauchst. Dann reicht die Batterie über die ganze dunkle Zeit
Eine simple Lösung wäre ein einschalt verzögertes Relais das den Haupstrom erst nach ca. 2 sek zuschaltet. Widerstand -Elko als simple Verzögerung. Es gibt allerdings kaum Relais die mit 60 V DC Abschaltung unter Last klar kommen da ein Lichtbogen gezündet wird. Oft werden Kontakte in Serie geschaltet um die Luftstrecke zu erhöhen. DC Spezialrelais sind teuer.
Alternativ auch ein MOSFET Schalter der verzögert aktiv wird, führt vermutlich zu weit.
Da, wo die Anlage steht, gibt es aktuell kein WLan/Lan, daher kommt eine verbrauchsgeführte Einspeisung ins Hausnetz mittels Shelly etc. aktuell noch nicht in Frage.
Auch hat die Batterie keine API, die mittels openDTUonBattery angesteuert werden kann. Die Batterie verfügt lediglich über eine Bluetooth-Schnittstelle, über die mittels properitärer App die Batterie auslesen und konfiguriert werden kann.
Ich habe auch in Richtung Relais gedacht. Was hälst du von KFZ-Relais (e.g. ZL180), die 48V DC vertragen? Aktuell habe ich kein Zeitrelais gefunden, daß mit derartiger Betriebsspannung unterwegs ist.
Nur für mich zum Verständnis: Wer beendet die Einspeisung? Die OpenDTUonBattery mit einem Signal an den WR, oder der WR mit einem per OpenDTUonBattery auf dem Wechselrichter eingestellten Schwellwert?
Hintergrund: Ich benutze bereits eine "OpenDTU Fusion" von AllianceApps zur Konfiguration.
Wenn der Schwellwert auf dem WR eingestellt würde, könnte ich das vielleicht auch mit meiner DTU machen.
DTU liest alle x Sekunden den WR aus
DTU erkennt Spannung kleiner eingestellter Wert (in der DTU)
DTU sendet Steuerung Befehl (Schalte die Einspeisung aus) an den WR
Ganz konkret worauf deine Frage vermutlich abziehlt: Die DTU muss immer mitlaufen
Irgendwann ist dann wieder Spannung größer eingestellter Wert.
DTU sendet Steuerung Befehl (Schalte die Einspeisung an) an den WR
Ich kenne die anderen DTU versionen nicht. Bei oB kannst die Spannung einstellen, bei der diese den WR einschaltet bzw ausschaltet und das wird meines Wissens nach in der DTU verarbeitet
mach dich schlau, wie du die oB Version auf dein fusion board draufbekommst. Das geht.
ok. Ich präzisiere: Es ist kein dauerhaftes Wlan aufgespannt. Um den WR zu konfigurieren habe ich bisher das Wlan von der OpenDTU Fusion benutzt, oder einen temporären Hotspot mittels Handy erzeugt. "Anlage" steht in der Gartenlaube.
ja, du hast das Problem erfasst richtig erfasst. Aktuell tritt das Problem nur nachts bzw. dann am frühen Morgen auf. In Richtung dunkler Jahreszeit wird es dann häufiger sein.
Habe mir überlegt, im nächsten einmal zu prüfen, was meine vorhanden DTU alles kann.
Hast du einen hilfreichen Hinweis, wo ich die Schwellspannung einstellen kann?
Hallo,
gewiss hast du die Dynamic Power Limiter Einstellungen schon gefunden. Unten kannst du die Batterie Spannungs-Schwellwerte nach deinem Vorstellungen einstellen. Das läuft perfekt.
L.G.
danke für den Hinweis. Ja, das war Gegenstand der Diskussion weiter oben.
Da ich eine "openDTU Fusion" habe, muss ich erst einmal schauen, wie ich openDTUonBattery da rauf kriege. Wenn das funktioniert, werde ich versuchen, das Problem über die Einstellungen zu lösen.