Hoymiles HM-600 & HM-1500 mit Module über Speicher und Laderegler verbinden

@suslik1987 Danke für deine Ausführliche Erklärung. Allerdings beantwortet das meine Frage nicht wirklich.
Denn meine Gedanke wie bereits geschrieben: Was nützt es mir wenn der Wechselrichter den Akku leer saugt, ich aber nicht so viel Energie im Haus verbrauche?
Auf der anderen Seite: Was nützt es mir, wenn ich den Akku nicht leer sauge und über Nacht Energie vom Stadtnetz beziehen muss, nur weil es weniger Sonnenstunden geben wird?
Selbst wenn man Nachts weniger für Strom bezahlt, macht es keinen Sinn für mich bzw. ich verstehe den Sinn nicht. Ich habe meine PV mit Speicher seit Dezember laufen und selbst in den schlechtesten Monaten Dezember und Januar, gibt es immer mal wieder Tage an denen schon ein bisschen was von der PV kommt. Der Akku bleibt also niemals leer.
Oder hast du was anderes wie LiFePo4? Die meisten nutzen ja diese, weil diese genau das locker abhaben können und trotzdem deren Lebensdauer nicht verkürzt wird. Nur wenn man die Lagert, sollte man sie zu etwa 50% füllen. Wenn die aber zwischen 10 und 20% hin- und herschwanken, dann ist das ja kein lagern. Das stört die LiFePo4 nicht wirklich viel.
Wenn du aber jetzt eine 2kWp Anlage hast und 20kWh-Speicher. Dann macht deine Idee für mich Sinn, aber da würde dann die Größe des Speichers keinen Sinn für mich machen, außer es war ein super super super Schnäppchen.
Eventuell machen meine Bedenken mehr Sinn wenn du meine Schaltung kennst:
Ich habe jetzt auf 48V umgestellt und habe 100Ah Speicher. Ist die Spannung <46V wird der Wechselrichter abgeschaltet. Laut Hersteller sollte man bei 43,2V abschalten, ich habe aber einen Sicherheitspuffer eingebaut. Ist der Speicher >=48V wird der Wechselrichter eingeschaltet.
Dann damit der Speicher nicht schlagartig entleert wird werden maximal 40W bei <50V ins Hausnetz eingespeist.
Ansonsten wird so viel eingespeist, dass der Wechselrichter immer weniger als 100% leistet und so viel wie im Haus verbraucht wird.
Die Zahlen sind von mir alle willkürlich gewählt und sind durch immer wieder optimieren so zustande gekommen.
Für mich persönlich macht es nur so Sinn. Aber ob das jetzt mit den 40W nötig ist, darüber lässt sich streiten.

Sehr gutes Projekt. Genau das habe ich mir so vorgestellt zu machen. Und toll das es funktioniert. Meine Frage dazu ist. Ich werde demnächst 4x hoymiles hm-1500 haben. Kann man auch parralel steuern und zum Beispiel die Batterie an zwei wechselrichter anschließen um mehr output zu erhalten?

Und nächste Frage wäre .

Kann ich zum Beispiel 2 panels an die Anschlüsse und 2 Anschlüsse für die Batterie verwenden auf einen Wechselrichter?

Grund wäre für mich die beste Ausnutzung qm morgen der panels .

Viele Grüße

@boelli Können schön, aber ob es Sinn macht und ob die Technik dafür geeignet ist, ist die Frage.
Du musst unbedingt darauf achten, dass der Speicher inkl. BMS für so viel Entladung auf einmal geeignet ist. Theoretisch könnten 6000W mit einem schlag entzogen werden. Dafür muss der Speicher ausgelegt sein. Das findest du meistens bei den Angaben vom Hersteller.
Mit den 2 Panels sollte gehen, der HM-1500, wenn ich mich nicht täusche, hat 2 MPPT-Tracker.
Aber ich frage mich was für einen Sinn das haben soll. Wieso solltest du dann die beste Ausnutzung haben?
Ich würde eher sagen du hast die beste Ausnutzung wenn du alle Module über den Speicher laufen lässt.
Denn du musst dir ja Gedanken machen wie du einspeisen willst. Es macht ja keinen Sinn alle Wechselrichter auf 100% laufen zu lassen. Demnach musst du ja sowas wie eine steuerbare Drosselung einbauen. Dann geht alles in den Speicher was nicht ins Hausnetz eingespeist wird. In diesem Fall werden die 2 direkt angeschlossenen Module gedrosselt, wenn sie mehr produzieren würden als 50% der eingestellten Drosselung. Schließt du sie an den Speicher an, werden sie nicht gedrosselt und speisen alles was mehr ist in den Speicher ein.
Drosselst du deinen Wechselrichter nicht, dann wird er deinen Speicher bis zum geht nicht mehr leersaugen. Bei 4x1500W wäre ein 6kWh-Speicher in einer Stunde leer.
PS: Ich gehe mal davon aus die AC-Anschlüsse sind alle ordnungsgemäß vorhanden bei möglichen 6000W AC-PV-Leistung.
PPS: Darf ich fragen wieviel Wp du installiert hast bzw. an den Speicher für die 4 HM-1500 vorgesehen hast?

@stiech82

Also theoretisch sollte die Abgabe passen. 200A kann das BMS. Aber das ist ja nur relativ selten der Fall zb. Beim kochen.

Den Sinn habe ich darin gesehen wenn die Sonne sich morgens dreht und Speicher und gleichzeitig die ersten panels auf dem Dach nutzen würde. Aber wenn man alles in den Speicher packt ist es natürlich nicht mehr notwendig.

Ich hatte an 304Ah Stunden Akkus auf 48V gerechnet. Die Panels sind Trina vertex S mit max 405wp also 6480Watt.

Wenn ich die komplette Anlage über den Speicher laufen lassen und nur der Speicher permanent abgibt ist es nicht schädlicher für die Akkus als wenn sie nur abgeben wenn sie wirklich benötigt werden?

Ausgelesen soll es durch einen esp32 mit zähler verbunden der über die tasmota app ausgelesen und am Server gesendet wird.

Eine Sache verstehe ich nicht ganz. Warum wird bei 100% der Akku komplett leergesaugt?

Es sollte ja nur Abgabe vom Akku geben wenn nachts oder die Sonne nicht so stark scheint.

@boelli Ich würde an Deiner Stelle immer alle Panels über den Speicher an einen HM-1500 anschließen.
Macht aus meiner Sicht ansonsten keinen Sinn, da ein Limit immer auf alle 4 Eingänge aufgeteilt wird.
D.h. wenn Deine 2 PV Module zwar mehr liefern könnten, unterliegen sie trotzdem einer eingestellten Limitierung.
Hast Du Überschuss, geht's in Speicher, ansonsten gibt der Speicher den Rest dazu, oder geht auf "Stand-by" wenn sich PV und Verbrauch im Haus die Waage halten.
Mit der openDTU kannst Du Deine HMs entsprechend regeln.

2 „Gefällt mir“

Weshalb sollte das die Lebensdauer deutlich verkürzen? der HM-600 ist doch auch nur ein HM-800, der per Software gedrosselt wurde. Also noch unter 90% seiner möglichen Leistung bei 680W.

@aromedia okay super für die hilfe. Dann müsste ich mir mal noch Batterieregler raussuchen. Hatte den Powmr 60A 48V rausgesucht. Dann bräuchte ich warscheinlich auch 4 Stück wenn ich richtig denke, oder?

@boelli Du kannst die Eingänge vom Wechselrichter nicht getrennt ansteuern. 50% Drosselung bedeutet alle Anschlüsse am Wechselrichter werden auf 50% gedrosselt.
Wenn du aber nur so viel Einspeisen willst wie du brauchst, dann drosselst du ja deine Wechselrichter. Verbrauchst du z.B. 750W im Haus, dann werden deine Wechselrichter auf 750W AC gedrosselt. Das würde bei einem einzigen HM-1500 bedeuten, jeder Eingang nimmt maximal 187,5W auf. Hast du jetzt z.B. an zwei Eingängen 380W Module hängen und die könnten aufgrund der Sonne 200W liefern, dann drosselt dein Wechselrichter diese auf 187,5W runter. Denn mehr wird ja aktuell nicht gebraucht.
Drosselst du deinen Wechselrichter nicht, damit deine Module nicht gedrosselt werden. Dann zieht dein Wechselrichter permanent 750W vom Akku wenn du den Akku an die anderen 2 Eingänge vom Wechselrichter anschließt.
Bleiben wir mal bei dem Hausverbrauch von 750W. Dann würde dein Wechselrichter mehr ins Hausnetz einspeisen als du verbrauchst.
Mit den 100% meinte ich, wenn du die direkt angeschlossenen Module voll ausnutzen willst, dann darfst du deine Wechselrichter nicht drosseln und sie ziehen permanent 6000W aus dem Speicher.
Ich persönlich würde einfach den Hausbedarf nehmen und durch 4 Teilen und jeweils einen der 4-Werte an jeden Wechselrichter schicken. So kannst du mit einer einfachen Schaltung bis zu 6000W einspeisen, wenn benötigt wird.
Sorry das war mein Fehler, ich bin bei den 100% von dieser Art von Schaltung ausgegangen.
Aber ich denke du erkennst schon, dass das ganze etwas unlogisch klingt. Eben weil es unlogisch ist in deinem Fall 2 Module direkt am Wechselrichter anzuschließen.
Wenn ich dich richtig verstanden habe, scheint dir die Funktion einer Anlage dieser Art mit Speicher nicht klar zu sein. Deswegen hier mal die Erklärung.
Nehmen wir mal den Fall: Wenn du alle Module mit Ladereglern parallel an den Speicher anschließt und alle Eingänge der Wechselrichter parallel an den Speicher anschließt.
Als Beispiel verbrauchst du 500W im Haus und die Wechselrichter bekommen die Einstellung, dass alle zusammen addiert diese 500W liefern. Gleichzeitig kommen 2000W von den Modulen. Dann gehen 1500W in den Speicher und 500W zu den Wechselrichtern. diese 500W gehen höchsten durch die Pole am Speicher aber nicht durch den Speicher durch. Es geht nur das durch den Speicher durch was von den Modulen mehr produziert wird als im gleichen Moment von den Wechselrichtern eingespeist wird und dann später von den Wechselrichtern mehr eingespeist wird als von den Modulen geliefert wird.
Genau aus diesem Grund sehe ich keinen Sinn dahinter Module am Speicher vorbei laufen zu lassen.

1 „Gefällt mir“

@grumpy_badger das ist interessant und wusste ich nicht. Hast du gute Quellenangaben, dass beide Geräte von der Hardware genau gleich sind?

@stiech82

"Was nützt es mir wenn der Wechselrichter den Akku leer saugt, ich aber nicht so viel Energie im Haus verbrauche?"

Natürlich wird nur so viel eingespeist um den Verbrauch auszugleichen!

Auf der anderen Seite: Was nützt es mir, wenn ich den Akku nicht leer sauge und über Nacht Energie vom Stadtnetz beziehen muss, nur weil es weniger Sonnenstunden geben wird?

Ich möchte wie gesagt nicht das der Akku immer am unterem Limit hängt weil im Winter zu wenig Sonne ist. Der Akku soll auch mal vollgeladen werden. So steuert z.b. auch der Cerbo von Victron.

Mein Nachbar hat das ganze Victron Paket mit pylontech. Und da ist es auch so das der Akku wenn er einmal leer war jeden Tag etwas aufgeladen wird bevor er wieder komplett entladen werden darf...

Ich habe auch Lifepo4 von pylontech als Batterie.

Ich weiß nicht ob es einen großen Unterschied macht wenn die Batterie über längere Zeit am umteren Limit kratzt, aber ich habe für meinen Aufbau das so gewählt, da gehe ich auf Nummer sicher.

Vlt verstehst du es nun besser?

Gruß

Ich würd mal messen, wie warm der wird. Die Elkos sterben mit jedem Grad mehr schneller. Günstig ist, zusätzlich mit Lüfter zu kühlen.

@suslik1987 Ich verstehe schon was du machst und warum. Aber ich sehe trotzdem keinen Sinn dahinter.
Bei mir ist es genau so wie bei deinem Nachbarn und das mit einer einfach Schaltung: Mein Wechselrichter wird bei <46V abgeschaltet und bei >=48V eingeschaltet und schon wird mein Speicher jeden Tag ein bisschen aufgeladen. Theoretisch könnte man das einschalten noch später machen und schon wird der Speicher noch mehr aufgeladen.
So wird die Speichergröße ausreichend genutzt und der Speicher kratzt nicht ständig am unteren Ende.
Wie bereits auch erwähnt: Selbst im Dezember und Januar habe ich nicht erlebt, dass über mehr als 3 Tage am Stück so wenig kommt, dass der Speicher wirklich am unteren Ende bleibt.

@win Wenn der wirklich baugleich mit dem HM-800 ist, dann sollte der mit 680W nicht wirklich warm werden. Klar, wärmer als mit 599W aber wenn der Baugleich mit dem HM-800 ist, dann sollte der mit 680W auch ohne Lüfter sich nicht so schnell verabschieden. Aber auf der anderen Seite hätte der Hersteller ein Problem mit Garantieansprüchen wenn beide Baugleich sind und selbst die 680W schon die Lebensdauer stark verkürzen. Was passiert dann bei 800W?

@stiech82 zuletzt hat Holger das in einem FAQ Video auf YT bestätigt.

@stiech82 Habe im letzten Jahr ganz viele HM-600 in Betrieb genommen und die sind auch alle unterschiedlich gedrosselt.
Von 621W - 657W hatte ich alles dabei. So hoch wie Deinen hatte ich allerdings noch keinen.

Es gibt ja 12 Jahre Herstellergarantie, also würde ich mir da keine Sorgen machen.

Hallo, ich versuche gerade mit einer Ahoy DTU eine 0-Einspeisung zu realisieren. Ich habe nun mehrere Probleme und wollte wissen, ob die so bekannt sind und / oder ob ich da nicht etwas optimieren kann.

  1. Wenn ich die Leisung via Javascript vom IOBroker einstelle (topic: 'inverter/devcontrol/1/11') so kommt relativ schnell die Bestätigung vom Inverter - sichtbar in der Serial-Console von Ahoy- , dass er das Leistungslimit angenommen hat, aber es dauert dann immer noch etwa 15 Sekunden bis die Leistung wirklich eingestellt wird. Geht das nicht irgendwie schneller?

  2. Ich kann die Leistung nur etwa ein mal pro Minute verändern ansonsten - das gilt für sowohl für IOBroker als auch über die Maske von Ahoy direkt :

    a) Verändert der Inverter seine Leistung nicht mehr

    b) Der Inverter sendet keine Statusdaten mehr - sichtbar sowohl bei der Ahoy DTU, als auch im IOBroker. Die Werte ändern sich einfach nicht mehr und auch der Timer "last_success" verändert sich nicht mehr

Kann man da nicht etwas verbessern? Kennt Ihr auch diese Probleme?

Ich habe noch eine Frage zum laderegler. Darf ich insgesamt 4 panele und zwei davon parallel schalten? Also 2 parallel und 2 in reihe und am laderegler anschließen?

@robi_muc So eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht. Daher bin ich auf einen ESP32 umgestiegen. Dieser scheint zumindest performanter zu sein als der Wemos D1.

Ich hatte allerdings die Regelung mittels MQTT zu machen.

Da ich zum Test mal die OpenDTU probiert habe und es für mich zumindest den stabileren Eindruck hatte bin ich seither bei OpenDTU.

Grundsätzlich ist es allerdings so, dass der Umrichter ziemlich zickig ist, wenn er mit zu kleinen Werten (<50 Watt) geregelt werden soll und zeitlich zu oft neue Werte erhält. Ich habe dies daher eingeschränkt und sende max. alle 15 Sek.

Was ich aber auch beobachtet habe: Je nach Situation braucht er manchmal sehr lange um den Sollwert auszuregeln.

Hab schon beobachtet, dass er über 90 Sek. brauchte um von 0 auf max. hochzuregeln...

@boelli Kommt auf die Daten Deiner PV-Module an und auf den Laderegler, den Du verwenden möchtest.
Falls es Victron sein soll kannst Du es hiermit gut berechnen:
MPPT-calculator