habe mir letzte Woche einen 16s Akku gebaut, 16x EVE 280Ah Zellen in einem EEL v3 mit neuestem Seplos BMS
Ich mache das Top Balancing mit einem 60V Netzteil, welches 10A liefert.
Bei 3.3 - 3.35V hatte ich 0.028V Differenz die ich dank Lampe jetzt auf 0.003V habe
Seit gestern Abend hängt das BMS bei 98.2% SoC und trotz mittlerweile ca 6 Stunden laden mit 10A, ist die Gesamtspannung nur von 53.89 V auf 54V gestiegen, aber das BMS verändert die Daten nicht. Also SoC und Kapazität stehen seit Stunden auf gleichem Wert
Das ist jetzt das normale Verhalten und ich brauche Geduld?
Wie kann ich denn dem Seplos nachher sagen was 100% SoC sind? Oder merkt es gerade selbst, dass die vorherigen Angaben nicht korrekt waren?
ich bestelle mir gerade die Komponenten für den ersten Akku und mache mir nun Gedanken zur Inbetriebnahme und folglich welches Hardware ich dazu brauchen werde. Eines verstehe ich beim Top Balancen noch nicht. Was spricht gegen diese Variante:
alles schon richtig ins Gehäuse einbauen und verpressen, aber die Busbars nicht verbinden
alle Zellen mit einem EBC-A40L voll laden bis bei 3,65V der Strom unter 14A fällt (irgendwo gelesen dass laut Eve Datenblatt dann voll ist - muss ich selbst noch nachlesen). Dann haben ja alle die gleiche Spannung und sind voll.
Nun kann man dann doch die Busbars montieren und BMS + Balancer montieren
Der Balancer des BMS macht dann den Rest (reicht da der passive Seplos mit 0,2A oder wäre der NEEY mit 4A besser?)
Oder habe ich da einen Denkfehler? Das hört sich für mich irgendwie einfacher an. Dauert aber auch für einen Akku bis zu 8h da das EBC-A40L "nur" 35A liefert. d.h. ich bin da mindestes 8-16Tage beschäftig. Würde ich alle parallel anschließen und so laden würde es durch laufen und wäre in etwas über 5 Tagen fertig. Ich müsste aber den Akku wieder auseinander bauen da ja jede zweite dann gedreht werden muss und ich habe irgendwo gelesen, dass man voll geladene Zellen nicht verpressen soll.
Die Alternative mit Seriell verschalten, hört sich mit dem Entladen über die Lampen deutlich aufwändiger an. Auch hat es bei Andy nicht so recht geklappt: https://youtu.be/1ldD8Hyradk oder war das bei ihm ein anderes Problem?
Ach ja, falls relevant ich habe echte EVE Grade-A Zellen.
Die Antwort ist in diesem Thread: seriell geht viel schneller, und du lernst viel über den Akku.
Es sind viele allgemeine Tips darin, auch über Anfängerfehler und BMS Anschluss.
Meiner Meinung nach sollte jemand, der sowenig Ahnung hat, dass er serielles Balancieren ( mit Hilfe hier ) nicht hinbekommt, auch garkeinen Akku betreiben. Egal wie ers macht.
Also, meine Empfehlung ist klar - lies dich hier ein. Du siehst auch viele Frage und Antworten von Gleichgesinnten.
Und sei vorsichtig mit YT Videos....
Update: ich habe wider Willen kurz in das Video hineingeschaut. Wenn ich das richtig verstanden habe, versuchte er bei hohem Strom einen nicht gut initialisieren Akku zu balancieren. Das das nicht geht , ist eines der Grundtatsachen, die jedem bekannt sein sollte.
Ja danke für den Denkanstoß! Logisch, 5A - 10A macht das ja deutlich handhabbarer. Auch wenn ich ggf das laden ganz stoppe oder gar die schwächste explizit nachlade.
Bezüglich der Geschwindigkeit mit seriell bei nur 5A ist’s etwa um den Faktor 3 schneller verglichen mit dem Laden einzelner Zellen. Allein der verfügbaren Leistung wegen.
dann werde ich mal so tun.
Hast du auch ne Einschätzung zum Balancer? Wird der passive vom Seplos BMS bei Grade-A Zellen reichen? Dann spare ich mir den aktiven neey erstmal.
Versprechen kann dir das niemand. Ich benutze JBD BMS , mit 30 mA, die stammen aus der Pedelec Welt , wie z.B. Daly auch, und sind ursprünglich für 15 Ah gemacht. Ich benutze die einerseits im Bereich 50 bis 100 Ah, problemlos. Andererseits habe ich auch einen Booster dafür entwickelt, der aus den 30 mA 0,5 A macht. Den habe ich an einem 109 Ah dran, und meistens sogar ausgeschaltet.
Letztendlich hängt es davon ab wie viele Zyklen du machst, und wieviel balancerzeit zu Verfügung steht, pro Zyklus, und wie oft das passiert.
Mein 100 Ah aus übelst ausgelutschter gern muss ich nur alle 5 Zyklen Mal etwas balancieren. DS hängt aber wirklich tollen deine n Zell ab, ein Selbstentlader dabei d die Welt ist anders.
Also kümmere dich darum, die Selbstentladung grob zu messen. Aber du siehst es auch ganz schnell im Betrieb.
Ich werde dazu noch einen Methode sagen, die mir vor einiger Zeit eingefallen ist.
Es ist bequem mit einem solchen Balancer, wenn man ihn richtig benutzt.
Die Frage aber war, ob man ihn braucht, und das habe ich oben beantwortet.
Das ist, wenn du das so allgemein sagst, leider Unsinn. Gute Zellen, ohne Ausreisser, mit regelmässigen Volladen und Ausbalancierzeit kommen bequem damit aus.
Der Nissan Leaf, heute schon eine in die Tage gekommene Konstruktion, hatte 8 mA Balancerstrom. Hast du je gehört, dass Fahrer damit Ärger haben ?
Das ist jetzt, leider, richtig Unsinn. Kapazitätsunterschiede, egal ob konstruktiv bedingt oder durch Alterung entstanden,
sind eine Sache die überhaupt keinen Einfluss auf die notwendige Balancerarbeit haben.
Schade ist - gerade oben erst habe ich die beiden Hauptfaktoren fürs Balancieren genannt.
Und als Antwort kommen diese YT-Märchen.
Da musst du mal "sinnvoll" definieren. Nützlich, angemessen, aureichend, aufwendig, notwendig?
Da stimme ich dir zu, wenn er richtig benutzt wird.
Und das bedeutet: Einschalten NUR oberhalb von 3,4 V/Zelle.
Aber selbst dann muss man die erste Ladung bezüglich des Stroms an die Leistung des Balancers anpasse, heisst ab "wegrennen der ersten Zelle" Muss der Strom soweit zurückgenommen werden, dass die Wegrennenden Zellen nicht mehr weitersteigen. Das ist im Bereich 1 bis 4 A, je nach Balancer.
Einfach ein paar Zyklen Benutzen geht nicht, weil der Gesamtakku die spätere Ladeendspannung garnicht erst erreicht (sondern Zellen gehen in OVP).
Und ganz besonders - man lernt auch nix dabei. Schau dir diesen Thread mal an, was die Leute so berichten.
dann beherzige ich doch die Empfehlung und nehme den aktiven balancer, die Welt kostet dieser ja auch nicht im Vergleich zu den Akkus. Das ganze Paket soll im Betrieb möglichst ohne viele Probleme funktionieren. Im Winter wird der Akku sicher selten voll und es gibt wenig change zum Balancen. Mit den BMS Seplos Einstellungen muss ich mich noch beschäftigen, ob es da Möglichkeiten gibt die Ladung oberhalb einer gewissen Spannung vom Strom zu begrenzen oder das gar das Abhängig von der Spannung der höchsten Zelle zu machen so dass es der Balancer auch schafft.
davor und danach -, gibt es interessantes zum Thema Balancieren. Ist zwar ein LTO thread, aber es geht um grundsätzliches. Liess sich leider nicht mehr heraustrennen, daher über diesen Link.
ich habe einen 16S Akku mit 280Ah EVE seriell balanciert und „eigentlich“ ist alles perfekt
nur Zelle 9 ist ein Problemkind.
Ich lade sie auf 3.6V und sie fällt dann immer direkt massiv runter auf 3.555V binnen Minuten, die anderen Zellen bleiben stabil bei 3.6V (3.598 - 3.602)
Der Innenwiderstand war bei allen Zellen gleich und sehr sehr niedrig.