Hallo Leute,
ich erzähle mal hier wie ich das gemacht habe, vielleicht kann ich einigen von Euch damit helfen.
Meine Batterie LiFePo4 48V Pack x2 ca. 500Ah (200Ah + 304Ah)
Die erste Batterie vor ca. 2Jahren 16x200Ah Zellen habe ich bei der Lieferung, direkt aus China, mit einem Prüfgerät auf Spannungsgleichheit und Innenwiderstand vermessen, da alle relativ gleich waren, hab ich mit dem zusammenbauen begonnen.
Nach dem mechanischen Zusammenbau und Verspannen habe ich die Zellenverbinder (Reihenschaltung), das BMS (Daly) als auch gleich ein aktiver Balancer (bis zu 6A Zellenausgleich)verkabelt. Um das ganze zu testen, habe ich ein 60V Labornetzteil angeschlossen, auf 58V und 3A Begrenzung eingestellt. Da die Ladeprozedur einige Tage dauert (nur tagsüber 10h)
bleibt genug Zeit, die Zellen zu überwachen (mit BMS Spannungsanzeige und ext. Voltmeter)
Eine Beobachtung war sehr interessant, die anfängliche Spannungsdifferenz der neuen Zellen von ca. 0,04V hat sich über die lange Ladezeit durch den aktiven Balancer auf 0,002V ausgeglichen.
Jetzt, nachdem ich seit 4 Monaten eine zweite Batterie parallel dazu angeschlossen habe und damit in gleicher Weise damit verfahre, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden, alle Zellen werden bis auf 0,002V bei geringer Belastung ausbalanciert. Der aktiver Balancer kostet ca.50 € und ist sein Geld wert.
Die Batterie hängt an einem Deye 12kW, mit der Batterie-Einstellung max. 3kW Laden und max. 7kW Entladen.
Den Balancer habe ich mit einem Schalter versehen, um bei längerem Stillstand eine vorzeitige Entladung der Batterie zu verhindern oder damit das Abdriften der Spannungsdifferenz einzelner Zellen mit den Jahren zu ermitteln, was zur groben Bewertung der Zellenkapazität beitragen kann.
Übrigens, die anfänglich etwas größerer Spannungsdifferenz der Zellenspannungen bei neuen Zellen, ist mit der Zeit, nach ca. 10 Vollladezyklen immer besser geworden.
Grüße
Jürgen