How to - Manuelles Balancing und Verbesserung der Hardware einer "schlecht verarbeiteten Batterie"

Ja auch mit dieser “spezie” hatte ich schon zu tun. Die werden oft böse wenn man nicht ihrer Meinung ist.

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Einfacher Leckstrom Test. USB Ladegerät ein paar Widerstände, (etwa 15 ohm bis 1500 Ohm. 100mA bis 1 mA) Kabelklemmen. Vorsichtige bauen noch zwei irgendwas Dioden in Serie. Widerstände werden deutlich niederohmiger.

Start bei vollem Akku. Z.B. 3,500 V

Mit dem hochohmigen Wert beginnen. Sinkt die Spannung, Widerstandswert reduzieren.

Mit Vorwiderstand kann man auch ein Pot verwenden und langsam einregeln.

Letzlich soll die Spannung weitgehend über Tage stabil bleiben.

Bessere Alternative. Kleines stabiles Labor Netzgerät und 10(0) Ohm in Serie zur Dämpfung.

Spannung im Bereich 3.5 V einstellen , so einstellen daß fast kein Strom mehr aufgenommen wird. Kann vorher damit geladen werden.

Über Tage beobachten der Strom soll geringer werden. Tut sich nix mehr so ist es der Leckstrom.

Ladespannung auf 3,43V Pro Zelle und nicht zu niederohmige Anschlussleitung. Bei mir habe ich 1,2m Zuleitungen mit 35mm² an den Batterien. Dann sinkt der Strom bis auf 100mA ab, wenn alles balanciert ist

Ehrlich gesagt mache ichs anders. Und das geht für viele Zelken gleichzeitig.

Zellen mit 3,55 V laden. Abklemmen.

Nach einem Tag die Spannung messen. Ist die unter 3,50 V, war man beim abklemmen zu ungeduldig. Wiederholen.

Ist die Spannung über 3,50 V, messen, 14 Tage stehenlassen, wieder messen.

Die selbstentlader sind die 5 % schlechtesten, die man findet.

Ich hatte ja Probleme mit eine 10kWh Sunket Batterie in der sich die Zelle 9 immer wieder mit einem enormen Zelldrift bemerkbar machte. Daher der Sunket Support welcher sich der Sache angenommen hatte.

Es hatte etwas gedauert mit dem Support. Doch letztendlich steht seit 16 Tagen die Batterie wieder bei mir zuhause. Sie ist wieder in mein 30kWh Array integriert und macht bis jetzt eine guten Eindruck. Auch die Problemzelle 9 scheint jetzt ok zu sein und zeigt keinen Zelldrift. Offensichtlich wurde das 4-er Pack der Zellen 5 - 9 komplett ausgetauscht.

Auch habe ich ein absolut neue Kabel im inneren der Batterie entdeckt. Die alten Kabel waren viel zu dünn. Endlich hat Sunket auch das bemerkt! Durch die schlechten Kabel kam es in der Vergangenheit zu hohen Zelldifferenzen. Der Techniker vom Sunket-Support hatte schon bei vielen Batterien Kabel ausgetauscht. (er nannte das "Upgrade der Batterie"). Auch die Verbesserung des Seplos-BMS Firmware auf V16.7 und die Einstellung der Parameter 82-86 die folgendes beschreiben

  • Connection fault Impedance: mOhm für Zelle 5 bei mir 0.2
  • Compensation point 1 position: bei mir 9
  • Compensation point 1 impedance: mOhm Zelle point 1 bei mir 0.2
  • Compensation point 2 position: bei mir 13
  • Compensation point 2 impedance: mOhm Zelle point 2 bei mir 0.2

führt zu einer enormen Verbesserung des Zelldriftes. Ich habe den Eindruck das die
Sunket ESS Batterie nun wirklich ausgereift ist. Meine Zelldifferenzen zeigt kaum noch Auffälligkeiten. Wenn alles richtig konfiguriert ist auch kein "aktiver NEEY" notwendig. Der passive Balancer mit 150mA reicht völlig aus.

Gelernt habe ich bei dieser Aktion so einiges und bin gerne bereit meine Erkenntnisse hier weiterzugeben.
Gruß Thomas