Hochvolt Akkus - Gefahren, Technik, BMS, Betrieb, unbedingt lesen!

Hallo

Aus welchen YT Video stammen deine Märchen?

Ein Lichtbogen kann fast unabhängig von der Spannung brennen. Bei gängigen Wig Schweißgeräten z.B. fängt der nutzbare Bereich bei etwa 10 V an. Der normale Arbeitsbereich liegt um die 20V.

Bei hohen Strömen brennen Lichtbögen bereits ab etwa 4 V.

Allerdings funktioniert die Zündung des Lichtbogens nicht an normaler Luft.

Wo bei einer Batterie oder gar einem PV Modul die ionisierte Atmosphäre dafür her kommen soll, lasse ich mir gerne von euch erklären.

Dann kann ich meine teuren Schweißgeräte und die sperrigen Gasflaschen ja alle verkaufen, die ich nur aus Unwissenheit beschafft habe.

Mir scheint, das hier die hundert Jahre alten Parolen, die sich Nikola Tesla und T.A. Edison um die Ohren gehauen haben, wieder aufgewärmt werden. Das die Beide gnadenlos Übertrieben haben, haben wir doch bereits vor 40 Jahren im ersten Semester des Grundstudiums gelernt.

mit freundlichen Grüßen

Thomas

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@leverkusen3 die ionisierte Atmosphäre kommt von einem initalen Funken. Schon mal was von Streichzündung gehört? Du als Schweissfachkundiger sollest das aber wissen.

im übrigen fände ich es überaus passen wenn du hier einen weniger aggresiven und abwertenden Tonfall angewöhnen würdest.
Wir sind hier nicht im Solarforum!

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Warum sollte die Zündung nicht funktionieren?

Also ich hab das ein oder andere mal schon vergessen die Flasche wieder aufzudrehen aber gezündet hat es trotzdem, natürlich mit reichlich Funken, und natürlich kann man so nicht WIG schweißen weil man keinen vernünftigen Lichtbogen bekommt :grimacing:. Das einzigste was passiert ist das dein Schweissbad verbrennt weil es nicht vor Sauerstoff geschützt ist dafür ist dein Schutzgas zuständig.

@Arc

Ich denke er arbeitet mit HF-Zündung.

Da gibt es keinen großen Funken weil du das Werkstück nicht berührst.

@u-f-o ich befürchte dass er ne HF-Zündung hat und nix zu davon weiß, sonst würde er kocht soviel Halbwissen offenbaren.
Solange nur zuhause bei sich Lichtbögen zieht oder Metall verdampft kann's mir egal sein.Ddem ist aber nicht so wenn ein anderer das unreflektiert glaubt was er da erzählt und deswegen zu Schaden kommt

HF ist ein gutes Stichwort. Viele Schweißgeräte verwenden eine Mischspannung bei der 200V an Spitze auftreten, die den Lichtbogen stabilisieren und zum Beispiel 20-40V DC um unter den Grenzwerten für den Personenschutz zu bleiben und die eigentliche Energie in den Lichtbogen zu transferieren. Zu dem kommt noch oft eine Induktivität, die Spannungsspitzen verursacht wenn der Lichtbogen droht anzureißen.

Aber nun zurück zum eigentlichen Thema.

Ab 30V DC sollten Verbindungen wirklich qualitativ hochwertig seien und die verwendeten Sicherungen sollten von dem Hersteller für die verwendete Spannung empfohlen seien. Dann kann man auch DC-Anlagen über 30 V sicher betreiben.

Ich komme angesichts der Anzahl hochqualifizierter DC Fachleute nochmals auf meine Fragen zurück.

Und zwar deswegen weil das Ergebnis genug Überraschung beinhaltet, und ziemlich eindrücklich das Potential der Gefahr sichtbar macht.

Ratet doch Mal.

Aus meiner Jugend weiß ich von einem Unfall mit nur 6V: Der alte (50er Jahre) Mercedes meines Vaters blieb auf dem Weg ins Skigebiet unerwartet liegen. Beim Hantieren unter der Kühlerhaube rutsche ihm ein Schraubenschlüssel aus der Hand und geriet zwischen die Pole der 6V-Autobatterie, wo er sofort festklebte, in Sekundenschnelle zu glühen und zu schmelzen anfing und dann in den Deckel bzw. die Decke der Autobatterie einschmolz. Personenschaden gab's keinen, aber wir mussten erst den ADAC rufen und einen neue Autobatterie kaufen bevor wir weiterfahren konnten. Da's damals noch keine Mobiltelefone gab und das Auto außerorts liegengeblieben war mussten wir Kinder ziemlich lange im Auto frieren bis unser Vater in den nächsten Ort gelaufen war und schließlich mit dem ADAC und einer neuen Autobatterie wieder zurück kam.

@elektrothermie

Haii, RESPEKT für deine Aufzählung. Super dass du dir die Arbeit gemacht hast, und die Veröffentlichung. K

Tipp vom Küken: echte Spezialisten für Gleichspannung bei zum Teil sehr hohen Strömen, sind die Leute aus der galvanischen Industrie. Dort kann man sich auch mal anschauen wie Stromführungen, Stromschienen, die ganze Anschlusstechnik, die ganze Verschalterei und dergleichen funktionieren.

Sicherlich ein gefährlicher und lästiger Unfall, aber kein Lichtbogen Unfall.

Auch wenn ich mit der Kritik dazu etwas spät komme, das braucht garkeiner zu beweisen, das ist mit passiert, und du darfst das gerne selbst probieren.

Bei mir waren es angeschlossene Drähte Ain einem alte 240 Watt 72 Zeller bei voller Sonne., und die hingen friedlich herunter und hatten sich lieb. Nur ein leises Zischen warnte mich, nach 10 Sekunden hatte ich die Ursache gefunden und trennte die Drähte. Es fehlten beiderseits von der Hitze 6 cm Isolierung. Es war ziemlich einfach, den Lichtbogen, eher das winzige Lichtbögelchen bei nur ca. 5 A, , zu zünden und zu halten. Nichtsdestotrotz waren es 100 Watt, punktförmig.

Wennss schlecht läuft, zündet ein Panel euch die Hütte an.

Da keiner zu raten wagt, hier die Antwort.

Der Bogen brannte ab Zündung mit dem genannten unbekannten strom und schmolz die Elektroden ab. Der Bogen erlosch bei einem Abstand von 1 m ( 100 cm), die Zeit bis dahin war 0,7 Sekunden.

Der Mann 3 m entfernt hatte auf der zugewandten Seite die gesamte Kleidung weggebrannt, die Haut 3. Grades, außer unter der Armbanduhr. Er hat überlebt, aber nur knapp.

Und das findet man in Wikipedia:

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komisch das elektronik extrem(youtube) mit den kurzschlüssen seiner 16s lifepo mit keiner megasicherung einen stabilen lichtbogen hat hinbekommen können.

ich würde aber auch keinen hv speicher bauen

nehmen wir an man möchte eine gewisse energie in kwh haben das schafft man nur mit großen zellen jetzt muss man 60 oder mehr in reihe schalten um auf die benötigte spannung von 200v und mehr zu kommen

fällt eine zelle aus macht das bms (wenn es überhaupt eins für diy hv gibt) zu und der ganze akku ist weggeschaltet

macht man das gleiche mit 48v hat man zb 4paralel akkus mit 4x bms hat ein akku ein problem geht der offline die anderen laufen noch normal weiter

zum thema effezienz.

ich habe bei meinem 48v system eine gesamte anlagen effezienz von 93% vom pv modul zum ac verbraucher

was schafft hv hier mehr? maximal 97-98% und dafür soll man diese summen ausgeben sowie das eigene leben riskieren? nein danke.

hv macht sinn und zwar bei viel geforderter leistung bei großen pv projekten aber bei unseren 12kw ist das eher unnötig

Ich grübele über die Frage, ob es beim Lichtbogen auch eine Abhängigkeit des maximal möglichen Stroms von der Spannung gibt. Die von mir zitiertee Tabelle könnte man so interpretieren.

Was im Umkehrschluss bedeuten könnte, dass für die Sicherungsauslegung nicht der maximal denkbare Akkustrom auszusetzen wäre...

Jemand eine Idee dazu?

Keine Idee sondern Wissen in diesem Fall. Wir haben mal Schweißgeräte entwickelt (bevor uns die Amerikaner aufgekauft haben und alles platt gemacht hatten) und deine Tabelle ob ist soweit ich das sehen kann für Schweißgeräte gedacht.

Da steht mit welcher Spannung man welche Lichtbogenlänge hinbekommt. Und beim Schweissen willst du das ja möglichst stabil haben. Also mit den in der Tabelle angegebenen Werten (bin nicht mehr informiert was heute geht, da das größte Problem dabei ist, den Strom so zu steuern, dass der Lichtbogen möglichst stabil und mit gleicher Energie brennt, da du sonst beim Schweissen unregelmässigkeiten bekommst)

Dabei sind wir auch schon beim Hauptpunkt. Der Lichtbogen hat eine gewisse Energie, die er transportieren kann. Und diese hängt von der "treibenden" Spannung ab. Daher kann man im 48 V Bereich relativ kleine Sicherungen verwenden, die dann immer noch sicher abschalten. Dabei ist die Hauptfrage, ob die Sicherung "schnell" genug abschaltet, da sich dann gar kein Lichtbogen aufbauen kann, somit auch keiner gelöscht werden muss.

Ich weiß das Thema wird hier sehr dramatisch diskutiert. Aber einen Lichtbogen zu erzeugen ist gar nicht so einfach. Und die Beispiele die gebracht werden so nach dem Motto Sicherungen sind schlecht mach dies oder jenes hängen von so vielen Faktoren ab, dass es, wie auch im Forum zu sehen, sehr unterschiedliche Ergebnisse gibt, wenn man eine Sicherung testet.

Heist: Für unsere Anwendungen sind die Mega Sicherungen ausreichend solange die Kontakte alle ordentlich leiten, die Luftfeuchtigkeit in einem normalen Bereich ist, die Temperatur der Sicherung im Spezifikationsbereich ist.

Denn dann kann sich schnell genug ein Kurzschlussstrom aufbauen, der die Sicherung auslösen lässt (sprich der Sicherungsdraht brennt schnell genug ab um einen ausreichenden Abstand zwischen den beiden Anschlüssen zu erzeugen, dass sich kein Lichtbogen aufbauen kann).

Stefan

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Für die Antwort vergebe ich 99 von 100 Punkten.

Das dürfte der Neustart für die Diskussion sein.

ja ich würde dir recht geben aber wir sind hier abgedriftet es geht eigentlich um hv und das ist ne andere hausnummer.

da geht ne megasicherung auf keinen fall mehr

Die 200 A der Tabelle verleiten jetzt zu der Annahme daß es recht hoher Ströme für einen Lichtbogen bedarf.

Mein Versuch mit einem alten 8 A Modul, also etwa 30-35 V, vor Jahren schaffte auch um 10 mm bis der Bogen abgerissen ist. Wobei das Modul sicher nicht ausgerichtet war.

Das sehe ich nicht so.

wie bitte? mit 35v hast du eine 10mm lichtbogen hinbekommen?