Anfangs fand ich es erstmal irritierend, was die da tut. Und ich kann mir auch vorstellen, dass sowas Leute stören kann. Im Grunde kann alles stören, wo eine Anlage nicht gleichmäßig durchläuft.
Ich hab für ich aber auch gemerkt, dass ich mich sehr schnell dran gewöhnt habe und das jetzt kaum noch wahrnehme.
Technisch ist diese Idee durchaus interessant. Also erstmal die Luft besser zu verteilen, um zu prüfen, ob sich eine mögliche Wärmeblase auflöst und die Temperatur am Sensor wieder sinkt. Und dann eben keinen Aus-Takt zu machen, sondern auf Mindestmodulation weiter zu laufen.
Das machen auch andere Geräte, wie z.B. meine MHI: Die fährt sowohl bei Abtauen wie auch bei Taktpausen die Klappe weit nach oben. Hab ich aber nie als störend empfunden und hat ja auch einen technischen Hintergrund.
Kann es sein, dass bei dir der Klappenmotor recht laut ist oder warum findest du es störend?
Heute mal wieder die MHI laufen lassen statt die Hisense (im gleichen 10m² Raum). Vom Stromverbrauch über den Tag ist sie etwa ähnlich, wobei die heute längere Zeit nicht runtermodulieren wollte und auf 500 W lief. Erst nach 3 Stunden ging sie dann auf 200 W runter.
Einen großen Unterschied gibts draußen: Die MHI läuft bei 8 Grad mit 450 UPM am Außnlüfter und macht damit etwa 42 dB(A) in 1m Abstand. Die Hisense ist mit 888 UPM bei fast doppelter Drehzahl und deshalb auch bei 52 dB(A). Das ist etwa doppelt so laut.
Wobei das jetzt in der Übergangszeit so ist. Wenns kälter wird, dreht die MHI irgendwann auch höher.
Geht natürlich auch auf die Effizienz, der Außenlüfter der Hisense wird so im Bereich 50-60 W liegen, die MHI etwa bei 15-20 W.
Kleiner Installationshinweis: Die Ventilkappen der beiden Inbusventile haben 19mm Schlüsselweite. Die Kappe des Serviceports 16mm. Leider findet man im Rothenberger Satz Drehmomentschlüssel keine passenden Mauleinsätze. Bei 16mm kann man sich noch behelfen mit dem 17mm + 1mm Blechzwischenlage. Beim 19mm wäre die nächste Größe erst 22mm.
Drehmomente für diese Deckel stehen leider auch nicht in der Installationsanleitung. Standardwerte dafür sind 20 Nm für die Inbusventilideckel und 10-12 Nm für den Serviceport. Und immer schön Nylog nutzen.
Wenn man eine der Kappen nach 1-2 Wochen mal runter dreht, hört man auch schon ein ganz kurzes Zischen. Der Schrader bzw. die Inbusventile sind also durchaus ein klein wenig undicht. Deshalb ist es so wichtig, dass die Kappen mit passendem Drehmoment angezogen sind, weil diese die eigentliche (metallische) Dichtung sind.