Hallo,
nachdem ich hier viel Hilfe um das Thema DIY Akku holen konnte, bitte ich um Hilfe beim nächsten Thema: Wärmepumpe
Wir leben mit drei Personen in einem Haus von 2012 und heizen aktuell mit Fernwärme. Brauchwasser wird ebenfalls über die Fernwärme generiert.
Verbrauch schwankte über die Jahre zwischen 5400 und 6400 kWh.
Ca. 130 m2 zu beheizende Wohnfläche, alles FBH. Davon wird ein Teil (Keller) nur auf ca. 16° gehalten.
Ich habe diverse Rechner bemüht, um die Heizlast zu berechnen und komme um die 3,4 raus. Ich habe hier eine Berechnung aus der Bauphase liegen, durch die ich absolut nicht durchblicke. Da steht Vorlauf 42°, Rücklauf 34°, ausgelegt angeblich auf -10°. Ich habe die Fernwärme schon runter gestellt auf Vorlauf 38°, was immer ausreichte. Die Spreizung war gerade 0,3 und damit ist das Haus immer warm geworden, bei offenen Stellmotoren, die auf jeder Etage verbaut sind. Diese können über die Hausautomation (Loxone) angesteuert werden.
Beim Thema Wärmepumpe dachte ich an eine Panasonic Aquarea L 5kW. Nun habe ich das mal in dem neuen Rechner vom Forum hier eingegeben und komme nur auf eine JAZ von 3, Taktung von über 50%. Die Anlage sei überdimensioniert.
Nun bin ich unsicher, ob das die richtige Wahl ist. Natürlich spielt der Preis eine Rolle.
Dazu kommt, dass ich innen nicht viel Platz habe. Ich dachte an einen Kombispeicher, bzw. Hygienespeicher. Was das angeht, bin ich aber unsicher. Der würde auch als Puffer fungieren, richtig?
Ich bräuchte mal einen Rat dazu und kann gerne alle Informationen bereitstellen, die ich dazu finden kann.
Ein Puffer im Heizkreis ist bei deiner FBH maximal sinnlos. Du brauchst halt einen Warmwasserspeicher, aber den bzw. den Platz dafür wirds doch heute auch schon geben, oder?
Bei nur 6000kWh Verbrauch ist eine 5kW WP tatsächlich zu groß.
Hi Oliver, vielen Dank! Aber zum Thema Pufferspeicher habe ich auch schon andere Stimmen gehört. Das scheint ein Thema zu sein, wie damals: Welches Öl soll ich in den 80er Jahre V8 Motor kippen :-).
Natürlich soll die Anlage zuverlässig über Jahre laufen und da schadet das häufige Takten angeblich doch sehr. Also sollte immer ein Puffer her und Panasonic empfiehlt das wohl ausdrücklich auch mit FBH.
Okay, wenn die Panasonic mit 5kW zu groß wäre, dann fehlt mir eine kostengünstige Monoblock Alternative, ehrlich gesagt. Die Community ist zudem groß und hilfreich.
Bzgl. Puffer und Takten sag ich mal so: dein Haus mit FBH hat viele tausend kg Speicherkapazität. Ob da etwas Wasser in einem Puffer das Takten signifikant verringert, ist doch mehr als fraglich.
ich plane ebenfalls auf Wärmepumpe umzurüsten . Meine Verbrauchswerte liegen bei 6000 KW bei ca. 120 m² +/- 500 KW . Geheizt wurde bis jetzt nur mit Holz . Das Haus hat aber eine ungenutzte Fußbodenheizung die dann genutz werden sollte . Das Haus ist sehr gut bei mir Isoliert und die Fußbodenheizung kann ich direkt anschliessen . R290 ist aus meiner Sicht wichtig .
Als Wärmepumpe kommen nach meiner Meinung dann nur zwei Modelle in Frage . Daikin Altherma 4 H EPSKS R290 4 KW ( Heizungsdicount ) oder die Midea MHC-V4WD2N7-E30 4kW Monoblock R290 ( Idealo ) .
Bei der Dakin ist der Heizstab und die Frostventile verbaut , bei der Midea nicht . Um ggf. das takten zu reduzieren und das Auftauen zu unterstützen könnte man vielleicht bei der Fußbodenverteilung ein 25 Liter Puffer verbauen .
Warmwasser möchte ich mit einer Brauchwasserwärmepumpe mit Solarunterstützung verbauen da ich bis jetzt Warmwasser durch Kollektoren zum gößten Teil produziere . Alternativ mit PV . Sowas wie die Alarko FLR-HWH-190CSC Brauchwasserwärmepumpe mit WT bodenstehend, 190L, R290 . Eine Gastherme ist bei mir auch verbaut aber der Verbrauch liegt bei unter 100 m³ , dient im Winter fürs Warmwasser .
Andreas , schau dir die beiden Modelle mal an und vergleich dabei die Ausstattung . Im Simulator sehen bei bei mir recht gut aus .
Ich bin zur Zeit noch in der groben Planung und vergleich verschiedene Möglichkeiten .
Ähnliche Verbräuche wie bei uns. Mit der Gastherme, die nicht unter 4 kW modulieren konnte, hab ich da einfach eine größere Hysterese der VL zugelassen, damit sie (mit Heizkörpern) länger durchlaufen konnte. Heizlast typisch zwischen 1 und 2.5 kW. Das sollte bei Dir mit FBH sicherlich mit ner LWWP auch gut funktionieren. Läuft sie halt 2h und macht dann 2h Pause. Wir bzw ich hatten uns wegen der Strömungsgeräusche, Leitungen von 1967 und potentiell Problemen mit Mindestvolumenstrom gegen entschieden, dafür Splitklima und BWWP. Bei Dir wohl kein Thema.
für die Altherma finde ich die Daten leider gar nicht, um diese im Rechner einzugeben. Alles, was ich da sehe ist die COP für A7/35 und A-7/35. Damit kann ich das im Rechner aber nicht berechnen. Dazu kommt natürlich der Preis :-(. Ich blicke kaum durch bei den verschiedenen Modellen und Bezeichnungen). Aber Inneneinheit Daikin Altherma 4 H ECH₂O wäre wohl eine gute Lösung für mich. Dann liege ich aber schon bei knapp 10.000€. Möglich wäre aber auch direkt die FBH zu betreiben, dazu eine Warmwasserwärmepumpe. Allerdings müsste ich das Kondensat dann mit einer Pumpe in den höher gelegenen Abfluss pumpen.
Zur Midea M thermal Arctic: Sehe ich das richtig, dass die eher ein Exot ist? Da scheint es keine Inneneinheit zu geben, nur ein Bedienfeld? Welche Komponenten würden sich Innen anbieten?
ich werde bei mir die Fußbodenheizung direkt nutzen und das Warmwasser mit einer Brauchwasser-Wärmepumpe erzeugen . Aus meiner Sicht ist das Vorteilhaft , da der Speicher ja mit ein Heizstab oder von Kollektoren beheizt werden kann . Das bedeutet das die Wärmepumpe ab April aus ist ( spätestens ) und frühstens Mitte Oktober angeschaltet ist . Die Brauchwasser-Wärmepumpe produziert dann Solar unterstützt das warme Wasser .
Ich wohne zwischen Bremen und Bremerhaven wo die Winter Recht mild sind . Wie sieht das bei dir mit dem Klimabedingungen aus . Anzahl der Frosttage und ab wann könnte der Speicher mit Solar direkt beheizt werden ? Bei jeden sind die Rahmenbedingungen ja etwas anders .
Raum Köln, eher mild. Ich dachte auch schon über zwei Geräte nach, aber zwei Geräte, zweimal die Chance auf Fehler, Versagen, Reparaturen. Ich würde es gerne einfach halten. Ich habe PV auf dem Dach, die eine Brauchwasser-WP unterstützen könnte. Aber warum sollte die PV nicht die eigentliche WP unterstützen, im Sommer Warmwasser zu machen? Weil diese zu ineffizient Warmwasser macht? Und warum sollte ich mit Heizstab direkt elektrisch heizen? Die WP schenkt mir ja Energie dazu. Eine gute Lösung, die sich auch in der Lebenszeit amortisiert, finde ich im Moment noch nicht.
eine WP + einer Inneneinheit ( wie bei Dakine ) ist aus meiner Sicht genauso anfällig wie eine WP + einer BWWP . Beide bestehen aus 2 Einheiten.
Wenn du eher in einer milden Region lebst , dann ist eine WP mit 4 KW die bessere Wahl .
Da ich noch Kollektoren auf dem Dach habe , ist WW 8 Monate im Jahr ohne der Gastherme normal . Vorteil wäre das die BWWP dann nicht arbeiten muss . Ggf ganz aus ist .
Wenn du nur Solarstrom hast , betreibst du die BWWP ggf. damit . Dann arbeiten diese das ganze Jahr . Aber die WP arbeitet dann im Frühjahr und Sommer nicht .Die Lebensdauer der beiden Geräte ist tendenziell höher als wenn man nur eine WP + Tank hat . Dann muss sie das ganze Jahr arbeiten.
Wäre Klimasplitt eine Möglichkeit bei dir ? Diese Variante bedeutet ggf 2 Splittgeräte + BWWP . Vorteil wäre das man ggf nur 1 Splittgeräte nutzt und bei Bedarf das zweite zuschalten kann .Auch lassen sich Splittgeräte weiter runter fahren , sprich mit weniger Leistung betreiben.
Es gibt noch weitere Kombinationsmöglichkeiten.
Gas und Öl werden auf Dauer teuer und niemand garantiert das die alten Anlagen mit den Ökoanteil gut laufen .
Über Gas mache ich mir keine Gedanken, weil wir Fernwärme haben. Die haben die Grundgebühr verdoppelt und ich denke nicht, dass das in Zukunft billiger wird, wenn die mit Wasserstoff heizen müssen. Die Rechnung kann für mich nicht aufgehen.
Bei Panasonic und Daikin habe ich Inneneinheiten… Aber da sitzen ja nur Komponenten drin, die ich sonst extern bereitstellen müsste. Schlammabscheider, Umwälzpumpe, etc.
Jetzt hat mir wieder ein befreundeter Heizungsbauer die Panasonic empfohlen, mit Puffer, Warmwasserspeicher, etc. Wenn die aber dann mit JAZ 3 läuft, bei all den Komponenten, die man drumherum noch braucht, dann rechnet sich die auch erst nach 13 Jahren… Weiß der Geier, ob die so lange hält.
Moin, wenn der Puffer nur am Rücklauf dran ist und es nur die obligatorischen 50l sind ist das okay, ich bin mir nicht sicher aber Panasonic schreibt das wegen der Gewährleistung vor.
Vom Panasonic J Modell weiß ich, dass man im “geheimen” Installationsmenü den Heizstab abschalten kann. Damit hätte die Pana dann noch 2,59 kW, wenn man das 5kW Monoblockmodell gewählt hat. Die ist aber wohl etwas lauter als Geräte mit Innengerät. Man kann den Heizstab auch so einstellen, dass er nur bei -15C eingreift, so habe ich das geregelt und meiner hat in 3Jahren 4,8kWh gezogen (separater Zähler).
Ich selbst habe eine J 7er, gemischt an Fbh und Hzk - 100l Angst-Puffer am Rücklauf und WW über LG BWWP.
Bin zufrieden, sie friert um 0 Grad und bei 95% Luftfeuchtigkeit sehr häufig ein, was dann alle 45min ein Takt sein kann.. Der schlechteste Monat war Az 3,78 (seperater Wärmemengenzähler). Wobei ich den Abtauvorgang nicht heraus gerechnet habe. Meine Hütte ist von 2000, 180qm und alles ist bis an die vorherige Haushydraulik in 1 1/4Zoll realisiert (auch Schlammabscheider Mikroblasenabscheider, Puffer, Superfilter und Spühlamateuren).
Thema Fernwärme, man muss natürlich bedenken, je mehr Leute sich aus dem Fernwärmenetzt verabschieden, desto teurer wird es für die Verbliebenen. Da steigen dann die Grundgebühren zwangsläufig. Hier bei uns im Dorf wurde die Fernwärme eines Wohngebiets zuerst über Gas gewonnen, nun mit riesigen Wärmepumpen, die sich der Betreiber gerne refinanzieren will (obgleich er viel Förderung dafür bekam). In diesem Wohngebiet spielt man nun das Spiel - Die reise nach Rom und der örtliche Heizungsbauer fährt Wärmepumpenwerbung speziell darauf zugeschnitten. Die Gebühren stiegen sehr stark und der individuelle Verbrauch wurde etwas günstiger.
Ich selbst hatte vorher Gas (18000kWh) und spare rund 0,8-1k€ pro Jahr.
hallo Nordschorsch , deine Erfahrungen bestärken mich in meinen Überlegungen . Mein Haus habe ich selbst fast komplett gebaut , von 2000 bis 2003 . Daher weiß ich genau was verbaut worden ist . Ich habe damals das Haus so gebaut das ich alle damals bekannten Wärmepumpenvarianten nachträglich verbauen kann . Das kommt mir jetzt zu gute . Auf Grund der sehr guten Isolierung und Doppelfenster usw. ist die Heizlast sehr gering . Das heiß das ich eigendlich eine kleine WP brauch . Das gleiche Problem wie der Themenstarter . Alles was helfen würde das Takten zu reduzieren , würde ich machen / verbauen . Du hast ein Schlammabscheider , Mikroblasenabscheider , Puffer und Spülarmaturen verbaut . Was ist ein Superfilter ? das kenne ich nicht . Könntest du das erklären ? Interresiert mich .
Volumenstrom ist entscheidend, nicht die Heizleistung. Ich würde erstmal einen Wärmemengenzähler einbauen und testen wieviel m3/h Heizungsseitig mit vertretbaren Pumpleistung durchgehen. Ich habe dann komplett alles entkernt was behindert. Auch die Volumenstromanzeiger und Einsteller im Verteiler.
Moin,
ich gehe davon aus, dass deine Gasheizung vorher auch das WW bereitet hat und somit in den 18.000 kWh Gas enthalten war richtig?
Habe einen ähnlichen Verbrauch an Gas (15-16.000 kWh) und überlege auch auf eine Panasonic 7er + BWWP umzustellen. Ich gehe davon aus, dass bedingt durch die Zirkulation, etwa 4.500 kWh auf WW entfallen.
Hierbei bin ich jedoch schon in der Optimierung, was die Ansteuerung der Zirkulationspumpe angeht, habe allerdings noch keine messbaren Ergebnisse daraus.
Habe im Haus überall FBH und in den beiden Badezimmern noch einen Handtuchheizköper und auf dem Dachboden zwei HK vom Typ 11 hängen. Die Typ 11 muss ich wahrscheinlich mal gegen Typ 22 oder besser Typ 33 tauschen….