Hilfe bei der Multiplit Klima Wahl

Hallo,

ich habe eine Solaranlage und leider eine 2019er Miet-Gasheizung aus der ich vertragstechnisch schwer rauskomme.

Daher will ich diese durch eine Multi Split Klima für meine 3 größten Zimmer entlasten.

Mein Installateur empfiehlt mir Daikin (was ich über FAIKIN mit dem Home Assistant verbinden kann) und schlägt vor

5MXM90 9000Watt Außengerät SCOP 6,5

FTXA50 (5000Watt) für das 70m² Zimmer

und 2 FTXA35 (3500Watt) für das 35m² Zimmer und den 60m² Kellerraum, der aber nicht besonders warm sein muss.

Für die Förderung benötige ich nun ein Energielabel mit Heizeffizienz A++, Daikin gibt mir aber für diese Kombi nur A+ und einen SCOP von knapp über 4.

Hier im Forum stand aber an anderer Stelle das der SCOP vom Außengerät bestimmt wird, warum plötzlich so wenig?

Habe dann im DAKIN Tool herumgespielt und wen ich 3FTXA35 und 2FTXA20 anschließe, habe ich plötzlich einen SCOP von über 4,6 und das Ganze hat A++, dafür hängen nun in 2 Zimmern 2 kleine Geräte nebeneinander statt einem Großen das ergibt logisch so keinen Sinn... (und es ist natürlich so teurer...) Warum soll das effizienter sein?

Alternativ komme ich noch mit 3 FTXA50 auf 4,6 und somit A++, aber dann habe ich 5000Watt Heizleistung in nem 35m² Zimmer...

Warum ist mein SCOP plötzlich so niedrig? Komme ich überhaupt irgendwie auf die 6,5 vom Außengerät?

Und vor allem: warum muss ich völlig unlogische Kombinationen einbauen um den SCOP zu erhöhen?

Sollte ich evtl. was ganz anderes kaufen?

LG und schon mal danke für die Hilfe

Martin

Das muss ein falscher Wert sein. Erstmal erreicht keine Multisplit solche Werte, nicht mal Single-Split. Und dann kann man einen SCOP immer nur für eine Kombination aus IG und AG angeben, weil es von beidem abhängt.

Ist so nicht korrekt.

Die Innengeräte haben in der Regel fast alle die selben mechanischen Abmessungen und deshalb auch einen gleichgroßen Wärmetauscher. Höhere Leistung bekommst du dann nur über höhere Temperaturen hin und das macht die großen Innengeräte ineffizient. Ein 2kW IG ist also in der Regel effizienter, als ein 5 kW Gerät. Wer es effizient haben will, baut in größere Räume besser 2 IGs mit 2,5kW, anstatt eins mit 5kW. Auch von der Temperaturverteilung kann das besser sein, vor allem, wenn eher schlecht gedämmt ist. Das weiß man ja auch von Heizkörpern. Es gibt in der Regel keine großen Räume mit nur einem Heizkörper. Das funktioniert nicht/schlecht.

Persönlich würde ich keine 5fach Split einbauen, besser 2 Außengeräte, das ist effizienter und du hast Redundanz. Auch laufen die Geräte in aller Regel nur dann effizient, wenn mindestens die Hälfte der Innengeräte parallel läuft. Bei einer 2er Split reicht also 1 IG, bei einer 5er Split müssen 3 IGs laufen.

Vielen Dank für die Antwort.

Habe den in verschiedenen Shops zu diesem Außengerät gefunden, jeweils 6,46.

Will hier keine Links posten, aber wenn das eh unrealistisch ist, sollte ich mit 4,61 ja zufrieden sein?

Ok, Daikin gibt mir sowohl für eine 5er (3x35 + 2x20) eine 4er (1x50+3x35) und eine 3er Kombi (3x50) einen SCOP von 4,61. Jeweils an diesem 5er Außengerät.

Müssen da wirklich genau 3 Geräte laufen für die Effizienz? Oder ist eher gemeint das die Hälfte der Maximalleistung abgerufen werden muss?

Also wenn ich dass 5MX90 mit 3 50ern einbaue, und nur eine läuft. Ist jetzt relevant das ich nur 1/3 der Leistung abrufe oder gar das ich nur 1/5 der Anschlüsse laufen habe?

Puh es sind ja nur 3 Zimmer, leider halt relativ groß. 2 Außengeräte würden den Preis da wirklich stark in die Höhe treiben...

Auch habe ich dann wieder das Problem das viele der kleineren Daikin nicht auf der Förderliste stehen...

Um das Budget (15k) nicht zu deutlich zu überschreiten und die Förderung zu bekommen gehen fast nur die 3 oben genannten Kombinationen.

Welche wäre da am besten? Oder macht das wirklich gar keinen Sinn?

Wenn ich 1x50 (Keller) 2x35 (Wohnzimmer) und 1x35 Kinderzimmer einbaue kostet es etwa 1k mehr, das ganze währe aber förderfähig (SCOP 4,61) und es laufen immer mindestens die 2 im Wohnzimmer, was mit Küche ja etwa 70m² hat (keine Tür dazwischen).

Wie ist dieser Plan?

So ganz klar ist das nicht, das war eher so ein Praxiswert, den einige herausgefunden haben. Wenn du 3 50er dran hättest, würde ich vermuten, dass 2 laufende IGs reichen.

Bedenke auch, dass auch ausgeschaltete IGs immer etwas Wärme in den Raum geben. Das ist bei Mulitsplit prinzipbedingt.

Hört sich schon besser an. Kinderzimmer hat 35m²?

Wie gut ist eigentlich die Dämmung des Hauses? Und welchen Gasverbrauch hast du im Jahr? Für wieviel m² beheizte Fläche?

Ja.

Baujahr 90 ansonsten eher ungedämmt.

Das ist extrem schwer zu sagen:

Am Anfang wars ne Ölheizung mit 21 Grad im ganzen Haus außer dem Keller und 23 Grad im Wohnzimmer: >5000l Öl also 50000 kWh Öl (2018)

Dann Gas eingebaut auf 20 Grad gesenkt und mit Holz leicht zugeheizt: 25000 kWh Gas (2019)

Dann Holzanteil erhöht auf 19 Grad gesenkt (Keller 16) außer Wohnzimmer 20. 20000kWh Gas (ab 2020)

Jetzt Bad auf Infrarot umgestellt und WP geplant.

Beheizte Flächen: EG hat 120m², der Keller nochmal 160m² aber nur so 16 Grad und das OG nochmal 70m²

Das OG mit 35m² Kizi und der Keller sowie die Küche haben keine Fussbodenheizung, daher ist der reine Tausch Gas gegen WP eher schwierig.

Ok, dann passt das so ungefähr. So als Daumenwert in deinem Fall 80-120 Watt pro m² Nennleistung. Du willst ja eh nur zuheizen und hast alternative Heizmöglichkeiten. Insofern ist das dann alles nicht so kritisch und muss nicht so genau durchgerechnet werden.

Die 2kW-3,5kW Innengeräte sind recht effizient, darüber wird es ineffizienter und auch lauter.

Wie Win schon gesagt hat, die kleineren Geräte sind effizienter, besondets dann, wenn im Frührahr und im Herbst nur wenig gebraucht wird. Dann kann ein kleineres Gerät weiter runtermodulieren und muss nicht takten.

Dein grosser Vorteil ist, dass Du ja auch noch die Gasheizung hast, die helfen kann, wenn es richtig kalt wird. So kannst Du mit der Hälfte der Heizleistung auskommen und der Gesamtwirkungsgrad (und die Investition) wird besser.

Unter einer Temperatur von -5 oder -10° ist es sogar ökologisch UND ökonomisch besser, wenn Du die Wärmepumpen abschaltest und nur mit Gas und/oder Holz heizt. Das ist sogar ganz besonders "netzdienlich", wenn extrem viel Strom gebraucht wird für die vielen Neubauten, die nur Wärmepumpen haben, die dann fleissig abtauen.

Ok, dann versuche ich das so. Vielen Dank!

Habe gelesen ich muss nachweisen das ich 65% Erneuerbare verwende um die Förderung zu bekommen...

Wie soll ich das tun?

Die Gasheizung macht ja auch warmes Wasser, wie soll ich das rausrechnen?

Wie soll ich beweisen wieviel Holz ich verwendet habe?

Reichen die Daten meiner Homematic IP Steckdose als Beweis für den Verbrauch der Infrarot Heizung?

Ich grätsche mal rein, um noch für ein wenig Verwirrung zu sorgen... :wink:

Aus eigener Erfahrung würde ich, je nach dem wie der Raum geschnitten ist, mit bis zu 3 IGs für das Wohnzimmer arbeiten. Wir haben ein Wohnzimmer mit 42m² und kommen mit zwei IGs (25er und 20er) gerade gut hin. Bei einem 70m² großen Raum hätte ich die Befürchtung, Kälteinseln zu produzieren, die im ungünstigsten Fall dort auftreten, wo man sich am meisten aufhält.

Wenn die 60m² Keller nicht in irgendeiner Form bewohnt werden, würde ich da auch erstmal nicht dran gehen. Dann lieber 2 IGs ins 35m² Kinderzimmer.

Das Ganze mit 5 gleichen IGs (20er = effizient, 25er = Leistung). 5 x 15er IG wäre die effizienteste Lösung, aber da gibt es keine schönen IGs. Die Stylish haben ab Werk den Temperatursensor an sinnvoller Stelle verbaut, deshalb ist da nicht mit Überraschungen hinsichtlich Takten der IGs zu rechnen.

Durch diese Kombination hättest Du das Problem mit "mindestens die Hälfte der IGs sollte laufen" umgangen, da beim ausschließlichen Betrieb im Kinderzimmer immer eins der Wohnzimmer-IGs mitlaufen könnte, ohne das Risiko des Überheizens.

Wenn man berücksichtigt, dass die Luft aus den IGs beim Heizen eine Mindesttemperatur braucht, damit man die Wärme als angenehm empfindet, kannst Du immer einen Teil der Geräte mit höherer Wärmeabgabe laufen oder das Gerät, das gerade als unangenehm empfunden wird, aus lassen. Im Luftstrom eines 50er IGs kann es vorkommen, dass man sich wie in der Sauna fühlt oder es sich unangenehm kühl anfühlt, obwohl gerade objektiv geheizt wird.

Ein SCOP von 4 sind doch schon 75%. Ist also kein Problem.

Aha also zählt die erzeugte Wärme und nicht die verbrauchte elektrische Energie. Das klingt gut, ich sah mich schon die Infrarotheizung 2 Tage durchheizen lassen um noch auf 65% Strom zu kommen^^

Moin,
ich bin gerade ebenfalls an der Planung für mehrere Multisplitgeräte um unser haus damit zu heizen.
Allerdings ist Daikin ja teilweise sehr Sparsam mit Infos und Daten und verweist auf einen Fachpartner.
Ich bin auch eher bei mehreren kleinen Außengeräten statt einem großem, zumal man ja auch nicht immer alle Räume gleichzeitig heizen will in der Übergangszeit.
Für das erwähnte Tool von daikin, welches die SCOPS berechnet, braucht man da diese Daikin ID, die scheint man ja nur als Firma zu bekommen?

Das scheint noch nicht so richtig klar zu sein, wie man das nachweist, wenn man noch eine Gasheizung am Laufen hat. Vielleicht kannst du direkt bei der BAFA was in Erfahrung bringen. Auf jeden Fall wird es aber um die erzeugte Wärme gehen, wobei es da schon wieder anfängt, dass man das bei Split-Klima nicht messen, sondern nur schätzen kann.

Was die Errechnung des Anteils von 65% angeht, hat der Energiesparkommisar ein Video zu gemacht "GEG - Kostengünstige Lösung das GEG einzuhalten (65% EE)"

Nein, das gibt es einfach hier: energylabel.daikin.eu

Ich habe auch herausgefunden wie es funktioniert (wahrscheinlich^^)

Jedes Aussengerät hat einen internen Wert in Watt, das 5MXm90 (9000Watt nominal) zb. 15000 Watt

Jetzt rechnet das Tool einfach die nominalen Watt Zahlen der Innengeräte zusammen und gibt die den geschätzten SCOP aus.

Beim 5MXM90 bekommt man von 14500 bis 15500 einen SCOP von 4,61 und damit A++

Unter 14500 zieht er Punkte ab je weiter man sich entfernt und über 15500 sagt er umöglich.

Man kann also folgende Kombinationen verwenden: 50 50 50; 50 35 35 35; 35 35 35 25 25

Beim 4MXM80 funktioniert zb. 35 35 25 25 für A++ dh. das nominal 8000 Watt Gerät will 12000 Watt an Innengeräten.

Da ich aus 9000 zu 15000 und 8000 zu 12000 nur schwer eine Regel ableiten kann muss man das wohl für jedes Außengerät durchprobieren.

1 „Gefällt mir“

Ja, wie es nach gesundem Menschenverstand sein müsste, aber nicht, wie die BAFA es handhabt und was die sehen wollen.

Ich weiß, dass jedes Außengerät eine Indexzahl hat, was an maximaler Leistung an Innengeräten angeschlossen werden kann.

Bei dem 2MXM40A ist der index z.B 60 also wäre da ein 25er und ein 35er das Maximum

Beim 3MXM ist es dann schon 70

Wenn man über die Zahl kommt, dann wird das Programm die dann auch als "unmöglich" einstufen.

Bei der BAFA Förderung bin ich auch am gucken

Ich hab 10 Räume, wo jeweils ein Gerät und bei einem Raum 2 Geräte einbauen will.

Da ich selber Kältetechniker bin, kann ich alles inklusive Inbetriebnahme machen, nur dann würde die Förderung nicht klappen

Daher will ich versuchen, dass eine Firma später nur die Inbetriebnahme mit macht, so dass ich die Förderung bekomme

Nur ich habe jetzt noch ein paar Sachen gelesen, dass noch extra Stromzähler und Wärmemengenzähler installiert werden müssen, um den Betrieb nachzuweisen

Ok, dann scheint der maximale Wert auch gleichzeitig der optimale zu sein, da man ja den maximalen SCOP bekommt. Ist das realistisch? Was ist der Nachteil das Maximum anzuschließen?

Mit dem SCOP hat das nichts zu tun. Aber klar macht es Sinn, das das Außengerät von der Leistung zu den Innengeräten passt. Das ist ungefähr so, als ob du nur ein IG laufen lässt an einer 5er Multisplit. Da läuft die Anlage ineffizient.

Puh hab das Video geschaut und finde es sehr sagen wir mal schwierig...

Am Anfang sagt er zwar das er den Wert nur rechnerisch erreichen will, im späteren Verlauf erwähnt er aber mehrfach das "2 kleine 2,5kw Split Geräte reichen" am Ende ist es sogar nur noch eins...

Er hätte schon mal erwähnen sollen das das wirklich nur rein rechnerisch Sinn ergibt, und niemals einem Praxistest auch nur annähernd standhält.

Warum? (bezogen auf sein Diagramm bei 13 min und 3 s)

1.) Im blauen Bereich bringt die Splitt keine 100% der nominalen Heizleistung mehr sondern deutlich weniger, was bedeutet das ich keine Anlage mit exakt 30% der Gesamtleistung benötige, sondern eine etwas größere.

  1. ) Im gelben und roten Bereich sollen die 1 bis 2 kleinen Split Geräte nun plötzlich 60% bis 100% des Hauses heizen, das geht natürlich garnicht, dazu bräuchte ich noch ein ausgeklügeltes Belüftungssystem, das die Wärme überall verteilt oder Innengeräte in allen Zimmern, was dann keine "2 kleinen Split Klimas" mehr sind. Hat man das nicht, hat man einfach nur 2 Zimmer beheizt, und den Rest des Hauses kalt oder eben Fossil...

Am Ende ist seine Rechnung nur über 20% bis 30% (der grüne Bereich + ein wenig in beide Richtungen) realitätsnah...

Diese "ach ist doch alles kein Problem und kostet nur 5000€" Einstellung finde ich auch nicht gut, denn das sorgt am Ende für große Enttäuschung bei seinen Zuschauern.