Hilfe bei Auswahl der ersten Split-Klima

Hallo zusammen,

ich habe mittlerweile zwei Angebote erhalten um den Wohn/Essbereich unseres Wohhauses mit etwa 50 qm mit einer Split Klima zu heizen. Anbei ein Grundriss. Es handelt sich um die rot schraffierte Fläche. Edit: Die blauen und grünen "Kästen" kennzeichnen jeweils die Position des Innen/ und Außengerätes.

Einmal wurde eine Single Split Anlage von Fujitsu angeboten (AOYG14KGCA/ASYG14KGTE) und einmal eine Mitsubishi MSZ-AP42VGK-MUZ-AP42VG angeboten.

Beide mit ähnlichen Leistungsdaten:

Minimalleistung: 0,9 kW
Nennleistung: 5,4 kW
Maximalleistung: 6,4 kW

Heißt dass dann dass die Anlage mind. 900W zieht? Nachdem ich mir die ganzen Threads bezüglich takten gelesen habe, stelle ich mir die Frage ob die Kombination die mir angeboten wurde hinsichtlich takten nicht zu groß gewählt wurde. Oder habe ich einen Denkfehler?

Herzlichen Dank schonmal
68838=10939-EG-Grundriss.pdf|attachment (119 KB)

Du musst die angegebenen Heizleistungen noch durch den Wirkungsgrad (COP) teilen, dann ergibt sich die elektrische Leistung, welche aus der Steckdose gezogen wird.
Z.b. Heizleistung 900W:COP 4 = 225W werden aus der Steckdose "gezogen" !

Was das Takten angeht, da ist die minimale Heizleistung der relevante Faktor. Größere Anlage müssen da nicht höher liegen, als kleine Anlagen. Und deine 900 Watt Wärmeleistung als Minimum ist schon recht gut, weiter runter gehen kleine Anlagen auch nicht.

Vermutlich passt die Dimensionierung, aber das hängt stark von der Dämmung des Hauses und damit dem Wärmebedarf ab.

Persönlich würde ich die Mitsubishi vorziehen. Wenn möglich, gleich von der AP-Serie auf die LN-Serie wechseln, die ist noch deutlich effizienter. Müsste dann aber die MSZ-LN35VG2 W sein mit nur 3,5 kW Nennleistung, darüber wird es ineffizienter. Heizleistung ist 4kW.

https://www.mitsubishi-les.com/de-de/msz-ln-1896.html

Internetpreise in DE ca. 2000 Euro.

Vermutlich passt die Dimensionierung, aber das hängt stark von der Dämmung des Hauses und damit dem Wärmebedarf ab.
Ungedämmter Altbau (Bimsstein mit Luftpolster) mit 2-fach Verglasung. Wärmebedarf waren letzten Winter um die 25k kWh. Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Ungedämmter Altbau mit 2-fach Verglasung. Wärmebedarf waren letzten Winter um die 25k kWh. Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Hatte oben im Beitrag noch was ergänzt...

Altbau braucht natürlich etwas mehr Wärme. Mit 4,2 kW wirst du vermutlich in 90% der Zeit auskommen, aber wenn es richtig kalt wird, kann das zu wenig sein. Wenn du zuheizen kannst, würde ich lieber eine etwas effizientere kleiner Anlage nehmen, als eine größere, die weniger Effizienz hat.

Die kWh Öl wird derzeit so um 15 Cent liegen. Bei 30-40 Cent Stromkosten wärst du mit Split-Klima deutlich günstiger, liegst dann bei vielleicht 6-8 Cent.
Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Das wird nicht passieren.
Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Das wird nicht passieren.
Richtig, das ist schon physikalisch nicht möglich.
Die Kostenersparnis zu anderen Energieträgern hängt ja nicht von der Bausubstanz ab.
Die gerne genommene Ausnahme sind Wasser-WP, wenn die Vorlauftemperatur durch ungenügende Heizfläche zu sehr erhöht werden muss.

Aber eine Frage:
Warum so große, teure und ineffiziente Geräte mit SCOP 4.3 und 4.6?
Ich finde auch, es wurde recht großzügig dimensioniert, bei pdesignH von 4kw@-10°C für 50m² (80W/m²).

Unseren 60er Jahre Altbau habe ich mit einer Designheizleistung von knapp 50W/m² ausgestattet. Resultate stehen noch aus, aber selbst das wird wahrscheinlich fast ausreichen.
Was noch fehlt, wird nächsten Winter nachgerüstet.

Besser sind jedenfalls mehrere und kleinere + effizientere Splitgeräte. Selbst eine Dualsplit Anlage wäre eher geeignet und bietet einen besseren SCOP als die Fujitsu.

2 Split Geräte sparen nicht nur gute 20% Heizkosten, sondern sorgen auch für wesentlich niedrigere Geräuschpegel und bessere Wärmeverteilung.

4kw Heizleistung permanent aus einem Innengerät auf dem Grundriss verteilen macht odentlich Lärm und Wind.
Ich gehe selten über 2.5kw Heizleistung pro Innengerät, sonst werden mir die IG schon zu laut.
Ich gehe selten über 2.5kw Heizleistung pro Innengerät, sonst werden mir die IG schon zu laut.
Ich habe im Wohnzimmer ein 3,5kw Innengerät. Das kann wirklich laut werden. Höchste Lüfterstufe und den Luftstrom auf mich gelenkt. Herrlich!
Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Das wird nicht passieren.
Richtig, das ist schon physikalisch nicht möglich.
Phsysikalisch nicht möglich ist richtig. Ich dachte auch eher an den Preis. Wenn die kWh Strom mal 1 Euro kostet und der Ölpreis aufgrund einer Rezession im Keller ist, kann es sich schon lohnen beide Aspekte zu betrachten. Und soviel PV kriege ich garnicht aufs Grundstück damit ich im Dezember und Januar autark heizen kann.

Aber back to topic:

Die Scopes der beiden Geräte gefallen mir auch nicht, daher ja die Frage in meinem Eingangspost. Ich hänge gerne den Grundriss vom gesamten Erdgeschoß mit rein und bin gerne für Vorschläge offen. In zwei weiteren Räume im EG sollen auch noch Klimasplit Geräte nachgerüstet werden. Wollte halt mit dem größten Raum beginnen um zu sehen wie der Stromverbrauch und die Behaglichkeit gefällt.

Auch ist mir nicht klar, weshalb die Anbeiter diese Geräte zu Nettopreisen anbieten, die es für Brutto fast die Hälfte in einem Onlineshop gibt. Zumal beim Einbau auch noch ordentlich zugelangt wird ... aber das ist ein anderes Thema ...

Vielen Dank schonmal. ![68882=10964-Grundriss_komplett.png|709x560](upload://66ecyR29y8W9JuZkvjwcUwv2j08.png)
Daher möchte ich das Wärmeexperiment jetzt erstmal im großen Raum testen. Nicht dass der Strombedarf nachher höher ist das die Heizölkosten.
Das werden wir wohl nicht mehr erleben. Hier habe ich mal einen kleinen Excelrechner erstellt, damit kannst du die Heizkosten mit den verschiedenen Energieträgern vergleichen:
https://forum.drbacke.de/viewtopic.php?t=7837

Danke, das habe ich schon gemacht. Technisch/physikalisch sehe ich das genauso wie ihr. Mein Stromtarif läuft zum 31.12.2022 aus. Neue Tarife gibt es grade mit 0,65 Euro aufwärts. Wenn eine Rezession kommt und zusätzlich deutlich mehr Leute elektrisch heizen passiert was? Der Ölpreis sinkt und der Strompreis steigt. Mir ist natürlich auch klar, dass der Ölpreis nicht auf das alte Niveau kommt, und selbst wenn wird mit zusätzlichen Steuern dagegen gearbeitet. Unabhängig davon ist die Ölheizung aus unterschiedlichsten Gründen für mich keine langfristige Alternative mehr. Daher will ich ja zur Klima Split. Ich wollte damit lediglich sagen dass man den Strompreis auch nicht mehr außer acht lassen sollte. Nicht mehr und nicht weniger.

Danke, das habe ich schon gemacht. Technisch/physikalisch sehe ich das genauso wie ihr. Mein Stromtarif läuft zum 31.12.2022 aus. Neue Tarife gibt es grade mit 0,65 Euro aufwärts. Wenn eine Rezession kommt und zusätzlich deutlich mehr Leute elektrisch heizen passiert was? Der Ölpreis sinkt und der Strompreis steigt. Mir ist natürlich auch klar, dass der Ölpreis nicht auf das alte Niveau kommt, und selbst wenn wird mit zusätzlichen Steuern dagegen gearbeitet. Unabhängig davon ist die Ölheizung aus unterschiedlichsten Gründen für mich keine langfristige Alternative mehr. Daher will ich ja zur Klima Split. Ich wollte damit lediglich sagen dass man den Strompreis auch nicht mehr außer acht lassen sollte. Nicht mehr und nicht weniger.
Man kann sich natürlich immer beliebige Szenarien konstruieren, zum Beispiel:
Große Dieselaggregate verstromen mit einem Wirkungsgrad von 35%+.

Damit liegt der Grenzpreis für eine kWh Strom mittelfristig also im Bereich von "Ölpreis pro Liter / 3 zzgl Wartung und Verschleiß".

Selbst ein billiger Dieselgenerator für zu Hause verstromt Heizöl zu 2.5kw elektrischer Energie pro Liter.
Damit ist man also immer noch besser gestellt, als das Öl in nem Ölbrenner zu verfeuern :lol:.

Da hast Du natürlich recht.

Auf diese Diskussion wollte ich aber garnicht raus. Die Splitklimas sind gesetzt, die Frage ist halt nur wie fange ich an. Hast Du da eine Idee beim kompletten EG Grundriss, anstatt die "eine Große"? Luft lässt sich halt nicht so gut um die Ecke bewegen, und einige Wände sind aufgrund von Schränken (Küche) oder Unzugänglichkeiten nach außen durch Fenster nicht so gut zu erreichen.

Ich würde da auch vom Ende her denken, also was du langfristig planst. Denn wenn du weitere Anlagen später installieren willst, ist die Frage, ob du mehrere Außengeräte aufhängen kannst. Wenn das nicht so sinnvoll ist, kannst du ja jetzt schon auf eine Multisplit gehen. Da kann man Innengeräte später noch nachrüsten, wobei es wohl zahlreiche Geräte gibt, wo mindestens 2 Innengeräte installiert sein müssen.

Einzelgeräte wären von der Effizienz immer besser, aber das ist eine Abwägungsfrage.

Was du vor hast: Mehrere Räume aus einem Raum heraus mitheizen. Wenn es in den anderen Räumen 2-3 Grad kühler sein kann, ist das kein Problem. Willst du dort aber auch eine ähnliche Temperatur wie im Wohzimmer halten, wird das im Altbau recht wahrscheinlich nicht funktionieren.

Was auch wichtig ist: Damit du auf der Etage überall eine gute Wärmeverteilung hast, müsstest du 24/7 heizen, damit die Wände nicht auskühlen. Man kann sich das so vorstellen: Ein Raum, der keine eigene Klima hat, wird nur über die Luft mit Wärme versorgt, die durch die Tür geht. Damit hast du kaum Heizleistung, die dorthin kommt. Wenn die Wände ausgekühlt sind, brauchst du wirklich ewig, bis der Raum dort durch die geringen Heizleistung hinreichend warm ist. Wenn du hingegen durchgängig heizt, braucht in dem Raum nur die Energie nachgefüttert zu werden, die über die Wände rausgeht.

Bei sehr gut isolierten Gebäuden ist das Problem weit weniger kritisch. Die verlieren weniger Energie nach außen und die Wände kühlen kaum aus, selbst wenn man 10 Stunden nicht heizt.

Danke für Deinen Einwurf. Ich glaube ich habe mein Vorhaben nicht deutlich geschildert. Ich möchte natürlich in allen Räumen die aktuell beheizt werden, eine Split Klima haben. Ich möchte nur mit der "großen" Fläche im Wohn/Essbereich starten, um zu sehen wie es der Familie gefällt und wie die Behaglichkeit ist.

Im Endeffekt komme ich so oder so nicht um die Klimasplits herum, da ich keine Fußbodenheizung habe, und auch keine Nachrüsten werde. Daher ist die Split Klima - aus meiner Sicht - der einzigste Weg die Bude warm zu kriegen. Nebenbei hat das auch noch den schönen Nebeneffekt der Kühlmöglichkeit im Sommer aus PV Überschuß.

Ob ich tatsächlich 24/7 heizen muss weiß ich nicht. Da ich die Heizungszirkulationspumpen auch jetzt schon um 19 Uhr abschalte, und um 4 Uhr wieder ein. Über die Nacht verliert der Wohn/Essbereich dann max. 3°C (Je nach Außentemp.). Das habe ich letzten Winter schon getrackt um zu sehen wie hoch die Verluste sind. Daher ja auch zuerst der TEstballon mit der Splitklima in diesem Bereich.

Ich habe meine Skizze mal etwas verfeinert. Im Wohn/Essbereich (rot schraffiert) gibt es keine Möglichkeit eine weitere Klima Split Anlage zu verbauen. Dafür aber in den anderen beiden Zimmern, was sowieso geplant war. Das Bad muss dann leider mit einem elektrischen Handtuchwärmer oder einer Infrarotheizung erwärmt werden.

Blau: Die Stellen in denen in den Zimmern 1 & 2 ein Innengerät plaziert werden kann. Die grün markierten Flächen zeigen die Flächen wo ein Außengerät Platz hat. Im Obergeschoß gibt es noch zwei Räume die erwärmt werden müssen. Sie befinden sich direkt über Zimmer 1 & 2 und haben jeweils 12 qm.

Ich bin für jeden Tip dankbar.

Und wie ist deine Einschätzung zu Single- oder Multisplit? Davon hängt ja ab, was du jetzt wählst.

Die beiden Räume im OG würde ich vermutlich mit einer Multi Split bedienen wollen, da ich diese beiden Räume (Kinderzimmer) im Sommer auch gekühlt haben möchte, und sie daher im Sommer regelmässig zum kühlen und im Winter regelmässig zum heizen aktiv sind.

Zimmer 1 & 2 im EG tendiere ich aktuell eher zu jeweils einem Single Splitgerät, da ich die Räume dann auch separat beheizen kann. Kühlen fällt hier flach im Sommer, da es einfach nicht notwendig ist. Ich weiß daher nicht, ob ich mir mit einem einzelnes Multisplit Außengerät für 4 Innengeräte einen Gefallen tue bezüglich Effiziens und takten ...

Zimmer 1 + 2 macht Multisplit Sinn. Die Innengeräte können doch auch separat arbeiten.

Wohnzimmer macht vermutlich Single-Split Sinn, weil andere Seite des Hauses, wo man ja nicht gerne Kälteleitungen rüberzieht. Also dort dann eine eigene Außeneinheit.

Das ist übrigens auch ein wichtiger Aspekt: Außengeräte in die Nähe der Innengeräte.

Zimmer 1 + 2 macht Multisplit Sinn. Die Innengeräte können doch auch separat arbeiten.
Ok, hatte mal gelesen dass die Geräte dann auch ins takten kommen wenn beim Multisplit nur ein Innengerät arbeitet
Wohnzimmer macht vermutlich Single-Split Sinn, weil andere Seite des Hauses, wo man ja nicht gerne Kälteleitungen rüberzieht. Also dort dann eine eigene Außeneinheit.
Würdest Du die dann in der Leistungsklasse wie im Eingangspost beschaffen, oder eine Nummer kleiner wählen? Im Hinblick dass Zimmer 1 & 2 ja auch mit heizen?
Das ist übrigens auch ein wichtiger Aspekt: Außengeräte in die Nähe der Innengeräte.
So war mein Plan. Ursprünglich dachte ich ja, dass - im Fall von Single-Splitgeräten - das Außengerät direkt hinter das Innengerät kommt. Dann lese ich aber wieder dass man eine Mindestleitungslänge benötigt, damit die Vibrationen nicht vom Außengerät aufs Innengerät übertragen werden. Und der Kältebauer scheint absolut keine Lust zu haben und geht auf eben diese Fragen nicht ein. Zum Glück gibt es ja dieses Forum :clap: :thumbup:

Bei meinen Single-Split von Mitsubishi Electric ist eine Mindestlänge der Kältemittelleitungen vorgegeben. Das könnte aber auch mit der Vorfüllmenge des Kältemittels zusammen hängen.