Auch wenn der Winter gefühlt gerade nochmal zurück kommt, möchte ich ein kurzes Fazit meiner ersten intensiven Heizsaison mit den Split-Klimas ziehen.
Verbrauch
Bis dato habe ich ca. 1600kWh Strom in der Heizperiode für die Split-Klimageräte aufgewendet. Demgegenüber stehen ca. 800-900l eingespartes Öl, allerdings ist hier seit Mitte Jan. auch WW mit drin, daher sind wohl 50-70l Einsparung abzuziehen, die auf die BWWP entfallen (siehe Link in der Signatur). Durch die geringere Zahl der Volllaststunden der Ölheizung sind zudem nochmal ca. 100kWh elektrisch für den Betrieb des Brenners etc. eingespart worden. Einen Teil des Heizstroms habe ich mit eigenen PV produziert, im Hauptverbrauchsmonat (Jan, da waren bei uns die tiefsten Temperaturen und der Verbrauch bei 490kWh) hat aber sehr wenig die Sonne geschienen, daher ist der Anteil wohl nicht höher als 10%, insb. wenn man bedenkt, dass sonst die PV einfach den Haushaltsstrom deckt. Bedeutet aber konkret, dass ich bei einem SCOP von gut 5 gelandet bin. Allerdings inkl. wegfallender Wirkungsgrad- und Leitungsverlusten. Technisch gehe ich bei den Anlagen im Betrieb von max einem COP von 4-4,5 aus.
Comfort
Wir hatten es diesen Winter durchschnittlich sogar eher etwas wärmer bei uns im Haus, als sonst. Das hat auch damit zu tun, dass eine Steuerung (siehe unten) "warm genug, aber nicht zu warm" aus meiner Sicht relativ schwierig ist. Wir haben die Splitklimas als Dauer- und nicht nur Bedarfsheizung gefahren, zumindest in den täglich genutzten Räumen. Die Geräuschentwicklung der IG war sehr okay, da wir horizontales und vertikales Schwenken jeweils ausgestellt haben. Das Brummen der Motoren nervt mich deutlich stärker, als das Rauschen des Luftstroms. Diesen haben wir im Wohn-Ess-bereich (wo es durch Küche und Kinder meist sowieso eine gewisse Grundlautstärke hat) oft sehr hoch eingestellt, meist auf max (siehe auch Steuerung unten). Das AG hat allerdings insb. in den frühen Morgenstunden schon etwas genervt, da wir es auf dem Balkon, der auch an unser Schlafzimmer grenzt, aufgestellt haben. Durch das anziehen einer Schraube der Abdeckung habe ich das Brummen des Kompressors etwas verringern können, aber insb. bei hohen Lasten war es doch (für das empfindliche Ohr) noch deutlich hörbar. In den Tagen mit Temperaturen zwischen 2 und -2 Grad hat das Abtauen bei Aufheizvorgang am Morgen etwas genervt, weil hier doch die Temperatur, die sich ja gerade erst am erhöhen war, nochmal merklich eingebrochen ist über 5 min. Da ich den ersten Abtauvorgang immer ca. auf 90 Minuten nach Anlagenstart beobachtet habe, hab ich also die Anlage einfach etwas früher starten lassen. In den kältesten Tagen war das dann 4:45-22 Uhr Anlagenlaufzeit. Sonst auch 5:30-22 Uhr und in der Übergangszeit habe ich zwischen 12:30 und 15 Uhr und zwischen 18 und 19:30 nochmal abgestellt. Das sind die Hauptnutzzeiten unseres Esstischs, an dem auch Hausaufgaben gemacht und Spiele gespielt werden und da konnten wir den Comfort durch ausbleibenden direkten Luftstrom etwas Erhöhen. Ich habe so ca. alle 2-3 Monate die Filter der Anlagen abgesaugt, da sich dort doch merklich Staub angesammelt hatte und gefühlt den Luftstrom etwas verringert hat.
Steuerung
In verschiedenen Threads haben wir ja über den Winter die Steuerung der Daikin Geräte evaluiert und Einflüsse einzelner Parameter darauf. Mein Ziel ist ein möglichst effizienter Betrieb. Das führende Gerät (35er Stylish im Wohn-Ess-Bereich) habe ich daher auf dauerhaft SOLL 25 Grad eingestellt (was meist 4-6 Grad über der IST-Temperatur war) und dann über die Bedarfssteuerung (im Verhältnis zur Außentemperatur) die Leistung gesteuert. Die Lüfterstufe hatte ich meistens auf 5 (außer während der Mahlzeiten), diese wurde aber nicht immer zuverlässig erreicht. Geholfen hat, dass ich den Leistungsstark Modus alle 5 Minuten neu aktiviert habe. Das hatte deutlichen Einfluss auf die Erreichbarkeit der hohen Lüfterstufen, allerdings auch etwas auf die Leistungsaufnahme des AG (ca. 520W zu 430W bei 40% Bedarfssteuerung). Das war aber okay für mich und hat (da alles automatisiert über den iobroker läuft und ich nur bei der Ermittlung der optimalen Parameter manuell eingreifen musste) auch vom Comfort her für mich gepasst. Die Geräte in Arbeits- und Schlafzimmer sind meist tagsüber durchgelaufen, hier habe ich aber (um Takte zu verlängern) per iobroker die Solltemperatur bei erreichen der Ausschaltgrenze noch mal um ein Grad hochgesetzt, um den "Aus-Takt" zu verlängern, nur um dann wieder 2 Grad runter zu gehen um wiederum den "an Takt" zu verlängern.
Es gäbe noch so viel zu berichten, was aber von mir oder anderen auch in anderen Threads schon steht, daher beende ich meinen Bericht mal. Wenn es konkrete Fragen gibt, meldet euch.