Hat schon mal jemand eine DIY Wärmepumpe mit KfW Förderung gebaut?

Hi,

ich denke gerade verschärft über eine Wärmepumpe nach. Das reine Gerät wird ca. 8000 Euro kosten.

Natürlich wäre es nett, wenn ich auf den Gerätepreis die 30% + 5% Förderung erhalten könnte. Doch dazu brauche ich offenbar einen eingetragenen Energieeffizienz-Experten, der mir die BzA und BzD erstellt, damit die Fördermittel am Ende fließen.

Ich habe einen Dienstleister gefunden, der das für mich machen könnte (https://www.begener.de/)

Die Dienstleistung kostet 199 Euro für die BzA und 399 Euro für die BzD. Zusätzlich brauche ich einen hydraulischen Abgleich (würde ich mit Homematic HK Thermostaten machen, die zertifiziert sind). Das würde nochmal ca. 600 Euro kosten.

Dann müsste ich noch einen Händler finden, der mir die Maschine mit der Formulierung der aufschiebenden bzw. auflösenden Bedingungen verkauft. Woran es scheitern können, denn welcher Händler macht das?

Von der 35 % Förderung auf den Anlagenpreis in Höhe von 2.800 Euro blieben dann noch 1602 Euro übrig. Was ja auch nicht wenig Geld ist.

Dafür habe ich dann den Nervkram, das ich mich mit dem Berater auseinander setzen und den Papierkrieg ausfechten muss. Und ich muss die HK Thermostate durch zertifizierte austauschen, was ich eigentlich gar nicht will.

Hat hier schon mal jemand so ein gefördertes DIY Projekt durchgezogen? Oder lieber gleich gelassen und selbst gebaut?

Wie sind eure Erfahrungen?

Herzliche Grüsse,

Peter

Ich hab im photovoltaikforum schon gelesen, dass das einige gemacht haben und es möglich ist.

DIY mir Förderung ist grundsätzlich möglich, aber...

Die Mehrkosten für Energieberater, Elektriker und Installateur, die allein wegen der formalen Voraussetzungen anfallen plus dem Risiko, dass man irgendeine Formalie nicht eingehalten hat und die Förderung nicht bewilligt wird plus dem zusätzlichen Zeitaufwand für die ganze Bürokratie haben mich überzeugt, alles ohne Förderung zu machen.
Unterm Strich macht es auch kaum einen Unterschied, weil alle Beteiligten in Summe mindestens die gesamte Fördersumme abgreifen und am Ende für den Kunden nichts davon übrig bleibt.

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Ich mache gerade ein DIY WP Projekt mit einer Firma aus Kiel. Eine Förderung ist nur möglich, wenn man auch eine BzA-ID bekommt. Die kann man sich aber nicht selber erstellen. Weiterhin sollte man schon eine vernünftige Heizlastberechnung haben, denn bei der Dimensionierung kann man schon viele Fehler machen. Da es ja schon kaum gute WP Firmen gibt (viele machen sich nicht die Mühe und berechnen vernünftig und setzen lieber großzügig Pufferspeicher ein), ist man auf guten Support im Hintergrund angewiesen. Bei dem Einsatz einer WP ist sehr viel zu beachten, was an sich kein Hexenwerk ist, aber man muss es auch wissen. Ich traue mir das alles zu, war aber überrascht, dass ich doch einiges nicht auf dem Schirm hatte. So bin ich froh, dass ich immer anrufen und fragen kann.

Weiterhin möchte ich die WP mit einem (fast) zinslosen Kredit der KfW finanzieren und auch da ist wichtig, dass man ein Unternehmen in der Hinterhand hat.

Der Argumentation von @jogobo kann ich nicht folgen. Ohne sich tatsächlich Angebote eingeholt zu haben, ist es einfach nur eine unbelegte Behauptung, die ich nicht teilen kann. Sie hält nur stand, wenn man sich mit WP gut auskennt und Erfahrung damit hat. Ansonsten ist DIY auf jeden Fall machbar, wenn man ein Fachunternehmen in der Hinterhand hat. Und ja, die lassen sich das auch logischerweise bezahlen.

Ich habe die Planungsphase gerade abgeschlossen und stehe kurz vor der Bestellung.

Die raumweise Heizlastberechnung ist ein Muss.

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Die Frage ist auch, wie gut man es persönlich erträgt, sinnlose Arbeiten zu machen, um eine Förderung zu bekommen. Ich leide da immer besonders und investiere meine Zeit lieber in etwas, wo ich direkt den Sinn drin sehe.

Beispiel Heizlastberechnung, die der Förderung Genüge tut: Braucht kein Mensch und ist oft weit weg von dem, was man wirklich braucht. Gibt andere Methoden, die viel genauer sind und mit denen man direkt was anfangen kann.

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Hi, da muss ich sagen, die sollte man schon wirklich gut machen und nicht nur schätzen. Denn über den Verbrauch der Öl/Gas Heizung eine WP gut auszulegen geht schnell schief. Denn die Raumweise Heizlast Berechnung zeigt die nicht nur, wie groß deine WP sein muss, sondern auch, in welchen Räumen musst du dir überlegen, was du wie an den Heizflächen machen musst um eine effektive WP im Betrieb zu haben. Klar, bei DIY kann man auch her gehen, erst mal WP hinbauen und dann schauen wie man wo die VL-Temp. runter bekommt. Gerade bei DIY kann es eine gute Lösung sein, die Steuerung zu nutzen, die den Hydraulischen Abgleich automatisch macht. Kostet zwar Geld, aber spart die Nachweise über den Handwerker/Energieberater, der ja auch Kostet.

O-Ton Energieberater: Heizlastberechnung und Antragsbegleitung kostet 2.000€. Macht aber nichts, denn Sie bekommen ja auch meine Arbeit gefördert.
Meine Nachfrage: Was passiert, wenn ich die Förderung aus irgendeinem Grund nicht bekomme?
Antwort Energieberater: Dann zahlen Sie nur 300€. Also gar kein Risiko für Sie.

Rate mal, wie ich reagiert habe...

Nichts wird so überschätzt, wie eine "vernünftige" Heizlastberechnung.

Ohne, dass Du Deine Aussage näher belegst, ist das nur eine andere Meinung ohne Aussagekraft.
Mein günstigstes Angebot für eine WP waren 17.000€. Ein Standardpaket von LG. Da war die Entsorgung der alten Gasheizung und die Anbindung meiner Solarthermie aber noch nicht mit drin.
Durch DIY habe ich die Installation, die ich(!!!) haben wollte und kein Paket, das der Installateur gerne verkauft, aber überhaupt nicht zum meinem Profil passt. Und der ganze Spaß hat mich inklusive erforderlicher Werkzeuge rund 9.000€ gekostet.
Für eine Förderung hätte ich auf die 17.000€ vermutlich noch 4000 bis 5000€ draufpacken müssen, um dann vielleicht 12.000€ Förderung zu bekommen. Immer noch teurer als DIY und immer noch nicht die Installation, die ich haben wollte.

Ein zentrales Merkmal von DIY ist, dass man keine Erfahrung damit hat, sondern einfach mal macht. Das Spektrum reicht dabei von ahnungslos loslegen bis hin zu jahrelanger Planung und gewissenhafter Umsetzung.
Wer Erfahrung mit WP-Installationen hat, ist kein DIYler.

Warum sollte das schief gehen? Die meisten Installationsbetriebe haben das mit fossilen Heizungen schon immer so gemacht (mit entsprechend großem Sicherheitszuschlag) und mit WPs machen sie es in Grenzen immer noch genau so.
Die beiden Heizungsbauer, die sich tatsächlich die Mühe einer Ortsbesichtigung gemacht haben, sind durch die Räume gegangen, haben sich die Heizkörper angeschaut und gefragt, ob es im Winter warm wird.

Oder man hat im Vorfeld die fossile Heizung schon optimiert und festgestellt, wie weit man mit der VL-Temperatur runter kommt.

Was soll ein hydraulischer Abgleich verbessern, wenn die alte Heizungsanlage 20 Jahre lang alle Räume geheizt hat und die VL-Temperatur bei -14°C AT unter 50°C liegt?
Der Zeitpunkt, zu dem ein Installateur den hydraulischen Abgleich durchführt, ist der denkbar schlechteste Überhaupt. Ohne Not tauscht man eine Heizungsanlage im Sommer. Kaum ein Heizungsbauer wird ein halbes Jahr später an mehreren Tagen hintereinander für einen hydraulischen Abgleich kommen. Und der pfiffige Hausbesitzer macht es am Ende sowieso selbst.

Das ganze Fördergelumpe ist, wie der europäische Preisvergleich zeigt, eine Gelddruckmaschine für deutsche Heizungsbauer (siehe auch die entsprechenden YouTube Videos vom "Akkudoktor")..

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Ich bleibe dabei. Ohne die Unterstützung eines Ingenieurbüros hätte ich das Projekt nie angefangen. Da halfen auch 100 Stunden YouTubes nicht, da (wie hier auch) jeder behauptet er hätte die Weisheit mit Löffeln gegessen. Und genau das lese ich auch bei deinen tollen Ratschlägen heraus. Mir helfen deine Tipps da überhaupt nicht. Aber ich freue mich für dich, dass du deinen Königsweg gefunden hast.

So wie du argumentierst, könnte man meinen, dass du auch nicht zum Arzt gehst, sondern dich selber optimierst und den Rest der Suchmaschine überlässt.

Es gibt Leute, die gerne etwas selber wagen möchten und froh sind, dass sie dabei begleitet werden. Mein DIY Projekt ist jedenfalls günstiger, als die Angebote, die ich von niedergelassenen Firmen erhalten habe. Abzüglich der Förderung sogar noch günstiger.

Hinzu kommt noch, dass ich Gewährleistungsansprüche leichter geltend machen kann, wo sich manch ein Hersteller bei Stichwort DIY querstellen könnte.

Zum Thema hydraulischer Abgleich: Vielleicht kommt man mal einfach auf den Gedanken, dass Sinn und Zweck des verpflichtenden hydraulischen Abgleichs auch der Gedanke dahinter steckt, dass dieser eben auch zwingend gemacht wird, weil genügend alte Heizanlagen ineffizient gelaufen sind und man lieber an der Heizkurve, als an den Ventilen geschraubt hat. Das Argument, dass der Überflüssig ist, weil ja vorher alles warm wurde kann hier nicht so stehen gelassen werden.

Darum gibt es dann so viele Berichte über Stromfressende WP... "haben wir schon immer so gemacht..." ohne Worte

Daran erkennt man die "Spezialisten"

Ist natürlich das optimale vorgehen wenn man vor hat auf WP umzustellen. Zeigt aber nur Scghwachpunkte auf, i.d.R. wird doch die VL-T einfach wieder hoch getellt. damit weißt, da ist es zu kalt, aber lange noch nicht welche Heizkörper notwendig sind um auf 35-40°C VL zu kommen.

Na ja, dazu ja die Heizlastberechnung, die sagt dir, wie viel Wärme du pro Raum brauchst. Zur Förderung braucht es aber den Hydraulischen Abgleich, kann man also vom heizungsbauer machen lassen und zahlen oder per Automatischen Ventilen. Die auch noch den Vorteil haben, ein oder zwei Räume zu, weil Kinder weg, dann automatisch nachregeln. Das kann eine fixe Einstellung nicht bieten.

Ja, aber hilft dir beim Erhalt der Förderung nicht.

Ja, Förderung wird immer vor dem Kunden eingesammelt. Aber es geht ja bei DIY und Förderung drum, das einsammeln zu verhindern.
Ich suche auch eine Lösung DIY meine alte WP zu tauschen und Förderung abzufassen. Die würde bei mir bleiben und nur die notwendigen Sachen für die Förderung sind Mehrkosten.

Der YT Kanal SHK Report bietet ja den Heizreport an, damit soll man wohl auch eine Förderung in DIY machen können und die Preise waren soweit überschaubar und fair.

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Die meisten fahren mit diesem praktischen Weg viel besser, als jede Heizlastberechnung, die oft völlig daneben liegt.

Also einfach noch mit der vorhandenen Gas/Ölheizung Tests fahren über einen Winter. Und hier vor allem die Heizkörper herausfinden, die die Schwachpunkte sind. Hier ist es dann sehr einfach zu berechnen, wie viel größer der Heizkörper sein muss, um mit der Vorlauf hinreichend herunter zu kommen. Das sind alles sehr einfache Zusammenhänge und da kann einem auch jede KI helfen. Natürlich sollte man sich nie blind auf ein KI verlassen, muss selber nachvollziehen, ob es plausibel ist.

Ich denke, im DIY-Bereich gibt es eine ganz große Spannweite, wie jeder es angeht und welche Unterstützung er braucht. Auch, mit was wer zufrieden ist.

Wir bringen alle unterschiedliche Erfahrungen und Ressourcen mit, damit ist auch die Umsetzung sehr unterschiedlich.

Und dann auch noch den extrem verzerrenden Faktor in Foren berücksichtigen. Vielen ist nicht bewusst, wieviel Zeit sie wirklich in alles gesteckt haben, viele berichten nicht über ihre Fails und Irrwege, und gerne wird auch mal mit Kompetenz geprahlt, so nach dem Motto: "Hab ich in 4 Stunden eingebaut." wo man selbst denkt, dafür würde ich 4 Tage brauchen.

Das ist für Dich und Deine Situation mit Sicherheit auch der richtige Weg. Ändert aber nichts daran, dass von der möglichen Förderung am Ende nichts bis weniger als nichts übrig bleibt. Ich habe eine ganze Menge an Szenarien durchgerechnet und unterm Strich haben sich immer die Betriebe über das Fördergeld als zusätzlichem Gewinn gefreut.

Ich habe Dir überhaupt keine Tipps gegeben. Ich habe nur angemerkt, dass dieses schon fast als manisch zu bezeichnende Schielen auf staatliche Förderung am Ende keinen Gewinn bringt. Wenn Du Dich nicht traust, etwas falsch zu machen, ist das begleitete DIY Projekt gut für Dich. Wenn Du am Ende die Abrechnung machst, kannst Du die Ersparnis gegenüber DIY unbegleitet ja in Euro und Cent ausdrücken.

So, wie Du hier Strohmann-Argumente anführst, könnte man meinen, Du fühlst Dich in Deiner Existenz bedroht, weil Dir jemand den Applaus für Deinen Lösungsweg verweigert. Einfach mal drüber nachdenken, was mein Punkt war...

Diese Leute wagen nichts selber sondern lassen sich wie kleine Kinder an die Hand nehmen. Und dieser Sicherheitsnetz kostet Geld.

Das bestreitet doch niemand. Nochmal, nach der Schlussrechnung kannst Du doch einfach ausrechnen, was Dich die Projektbegleitung gekostet hat und was Du für Material sowieso hättest ausgeben müssen. Solange Du das subjektive Gefühl hast, dass es für Dich günstig ist, läuft doch jedes Argument ins Leere.

Das Argument war nicht, dass ein hydraulischer Abgleich überflüssig ist, weil es überall warm wird. Kern des Arguments war

  1. Der vorausschauende DIYler beginnt schon lange vor der eigentlichen Umsetzung damit, die Möglichkeiten der bestehenden Heizung auszuloten und Schwachstellen aufzudecken (die sind nämlich unabhängig von Energieträger vorhanden oder eben nicht)
  2. Der Zeitpunkt der Umsetzung ist i.d.R. ungeeignet für einen hydraulischen Abgleich. Wenn Du Dein Projekt im Sommer umsetzt, auf welcher Basis passiert dann der hydraulische Abgleich?

Na ja, wenn ich vorhabe, auf WP umzustellen und deshalb auf der Suche nach der minimal möglichen VL-Temperatur bin, mache ich die vorherigen Schritte ja nicht rückgängig, sondern begebe mich auf die Suche nach weiteren Möglichkeiten der Optimierung. Wenn ich nicht unter 50°C VL-Temperatur gekommen wäre, hätte ich mich auf andere Maßnahmen konzentrieren müssen, bevor ich ein WP einbaue.

Finde mal einen Heizungsbauer (zumindest bei uns in der Region), der sowas isoliert von den anderen Arbeiten macht, ohne sich den Aufwand vergolden zu lassen. Ich habe über zwei Jahre erfolglos nach einem Heizungsbauer gesucht, der meine Anlage baut. Am Ende sogar überregional auf MyHammer.

Sowas habe ich schon seit 8 Jahren im Einsatz. Raumweises Bedarfsheizen ist für mich ein alter Hut.

Das war ja genau mein Argument. Die Zwangsauflagen für die Förderung produzieren so viele Zusatzkosten, dass es für einen DIYler (wenn man den zeitlichen Aufwand einpreist) eigentlich unattraktiv ist. Energieberater, Heizungsbauer, Elektriker...

Halte ich nach meinen Recherchen für ausgeschlossen, lasse mich aber gern eines besseren belehren und ärgere mich im Anschluss, es nicht selbst versucht zu haben :wink:

Nach dem Video von "SHK Info", in dem sie zu den Gründen befragt wurden, warum eine SHK-Gesellenstunde 100 bis 120€ kostet und der gestammelten Nicht-Begründung hält sich mein persönlicher Eindruck von Seriosität schon sehr in Grenzen.
Ich befürchte, dieser Heizreport ist auch nur die "Einstiegsdroge" in eine Kostenkaskade. Kann aber auch sein, dass ich mich täusche und der Heizreport alles Förderrelevante abdeckt. Erfahrungsberichte wären für andere DIYler sicher interessant. Ich bin damit durch.

Oh ha,

da habe ich wohl einen Nerv getroffen.

Die Diskussion finde ich allerdings spannend!

Diese Zwangsauflagen nerven mich auch. Und diese modellbasierten Heizlastberechnungen finde ich auch extrem dubios. Wer sich den Kram ausgedacht hat...

Um kurz darauf einzugehen:

Zum einen die bauphysikalischen Eigenschaften der Häuser wie z.B. Mauerwerk, Fenster und Türen, Dach, Bodenplatte, Stockwerke, Größe der Heizkörper uvm., die ja komplett individuell sind.

Dann noch die erwähnten jahreszeitichen Effekte Sommer/Winter und Windrichtung/Stärke, Bebauung/Bewuchs der Umgebung und Luftfeuche, Sonnenstand und Einstrahlung etc. Was auch extrem induviduell ist.

Ein Beispiel: bei Westwind im Meeresklima wird unser Wohnhaus relativ frei angeströmt und das zweischalige Ziegelmauerwerk gut durchlüftet. Das ist in Leistung und Laufzeit des Wäremeerzeugers sofort sichbar.. Bei Ostwind ist das Haus im Windschatten, der Wärmetransport der Gebäudehülle ganz anders. Windchill, schon mal gehört?

Wie soll ein pauschalierendes Modell solche Zusammenhänge abbilden? Das ist Humbug. Die Berechungen kann man sich komplett sparen.

Seltsam finde ich dann auch noch ein ganz anderes Thema. Das smarte Heizkörperthermostate den hydraulischen Abgleich automatisch machen. Ist doch prima! Warum nicht gleich so?

Ich kann in meinem HA Monitoring sehen, wieviel Wärme ich das Jahr über täglich verbraten habe. Und genau damit kann ich meine Heizung auslegen.

Und ja, als DIY veranlagter Mensch baue ich natürlich ein Monitoring, automatisiere die Heizkörperthermostate und beobachte das Wetter und die Einflüsse auf das Haus, bevor ich mich an so ein Thema wie den Wärmeerzeuger setze.

Aber wir sind schon wieder weg vom Thema. Sollte nur ein kleiner Ausflug sein.

Durchaus interessant finde ich auch den Hinweis von froema, mit einem Ing Büro aus Kiel so ein Projekt zu machen. Kiel ist für mich ja 'um die Ecke'

Ich habe hier auch gerade einen lokalen Energieberater angemorst. Mal sehen, ob dabei etwas brauchbares herauskommt. Ich würde das lieber vor Ort induviduell mit jemandem machen, der auch vorbeikommen kann und sich konkret informiert, als per Teams oder WA remote zu arbeiten.

Falls durch die Förderung noch eine BWWP im Budget wäre, dann würde ich vielleicht den Bürokratiewahnsinn auf mich nehmen. 1600 Euro müssen auch erstmal verdient werden.

Die Förderung dient wohl einem Selbstzweck.

Generierung von zusätzlichen Steuer Einnahmen wie Mehrwertsteuer, Lohn Einkommensteuer Gewinn usw. Also ein vermutlich recht lohnendes Spiel für die Verteiler trotz Aufwand.

Und da passt DIY gar nicht rein.

Mal schnell nachgerechnet:

Von 11.900 € Förderung zahlt das leistende Unternehmen 1.900 € Umsatzsteuer. Die Lohnzahlungen an die Mitarbeiter verändern sich dadurch nicht und damit auch nicht die abgeführte Lohnsteuer und auch nicht die Sozialabgaben. Bleiben 10.000 € mehr Gewinn fürs Unternehmen.
Zahlt der Unternehmer in der Einkommensteuer den aktuellen Spitzensteuersatz von 42%, fließen darüber weitere 4.200 € zurück an den Staat. Bleibt ein Minus von 5.800 € in der Staatskasse.

Was sich daran für den Staat lohnen soll, erschließt sich mir nicht. Das Argument, dass ohne die Förderung viele (kleine) Handwerksbetrieb keine Aufträge mehr hätten und dann schließen müssten, lasse ich nicht gelten, solange sich nicht mindestens drei Betriebe preislich immer weiter unterbieten, um einen Auftrag zu bekommen. Solange der Kunde nur Bittsteller ist, gibt es da keine Not.

Dann hat da aber einer was falsch gemacht, sonst würde es passen. Klar kann man vorher mit der alten heizung testen, sollte man auch, weil man sieht wie weit runter man kommt ohne Anpassungen. Aber für die Förderung und darum geht es ja in der Frage, brauchst eh eine Heizlastberechnung. "Ich habe mal Eigenversuche gemacht" Aussagen helfen da nicht weiter.

Na ja, die haben keine Not oder lange Weile, mit anderen Aufträgen verdienen sie halt mehr, so ist das nun mal. Darum, der Heizreport von den SHK Jungs sicher es mal wert anzusehen.

Wie Regelst du das nach, damit der Hydraulische Abgleich wieder passt?

Jain, wenn ich mein Projekt sehe, Kosten sind etwa 15k€ DIY, wenn ich jetzt 1500€ für die Bürokratie zahle und dafür aber min. 35-65% zurück bekomme, warum nicht. Schwierig nur einen zu finden, der das auch macht.

Na ja, alles relativ, warum Kostet die Schrauber-Stunde bei BMW 400€?
Weiß nicht wie die Stundensätze sind bei einem SHK-Gesellen, aber wenn der 20-25€ bekommt, kommen da noch 50% bestimmt für Ausfall, Urlaub und Abgaben drauf. Dann Werkzeug und Auto... das läppert sich schnell. Finde aber einen passenden Stundensatz fairer als wenn der UVP vom Hersteller dem Kunden in rechnung gestellt wird. Arbeitszeit soll bezahlt werden, aber nicht die Rabatte der Händler, weil die nix mit dem Arbeitsaufwand zu tun haben.

Das ist ja nicht pauschal, du rechnest ja deine Gegebenheiten aus. Wenn der Wind deine Bude auskühlt, ist das die Luftwechselrate, die sollte so gering wie möglich sein, da hat man die meisten Energieverluste. Alles andere sind Annahmen, was der Wind wie viel extra abkühlt, aber das ist vernachlässigbar, wenn du kein Luftschloss hast.

Das sehe ich etwas anders, ohne Förderung bricht es erst mal massiv ein, war immer so gewesen. Bis die Preise dann in den Angeboten runter gehen, dauert. Kunden warten dann lieben, denn viele tauschen, schon bevor es unbedingt nötig wäre. Förderungen muss man aus-schleichen lassen, sonst gibt es Verwerfungen. Zumal die Deutschen schneller kaufen, wenn Förderung oder Angebot dran steht.

Da gibt es schon deshalb massive Fehler, weil viele nicht nach Norm jeden Raum heizen. Beispiel Schlafzimmer, was oft gar nicht beheizt wird oder Bad, was nciht permanent auf 24 Grad gehalten wird. Auch werden oft historische Baumaterialien falsch eingeschätzt. Gibt einfach jede Menge Fehlerquellen in der Praxis.