Hat jemand einen Kontakt zum Netzbetreiber SH-Netz, der nicht im Callcenter endet?

Hi,

der Hintergrund meiner Frage ist der folgende:

Wir haben eine seit 2 Jahren betriebene, ordentlich angemeldete Solaranlage mit 24kwp, die auch einspeist. Dafür erhalten wir eine kleine Vergütung. Soweit so gut.

Ich möchte die Anlage erweitern, da wir noch etliche qm Platz an senkrechten Hauswänden haben. Im Winter (diesen Winter lag ja sogar Schnee) liefert die existierende Anlage so gut wie keinen Ertrag. Meine Hoffnung ist, das wir den Ertrag etwas steigern können, indem wir weitere Module installieren (Senkrecht bzw. 75 Grad geneigt nach Süden). Das wäre leicht zu machen und wir könnten es sogar selbst.

Um formell auf der richtigen Spur unterwegs zu sein, fragte ich unseren Netzbetreiber, die SH-Netz AG, wie ich das denn machen sollte. Anmeldung ja/nein/vielleicht? Wieviel, wie gross, zu wann, usw.?

Per Kundensupport (das Wort allein ist ein Hohn) eine brauchbare Antwort zu erhalten, scheint unmöglich.

Einzige Antwort (gleiche Antwort bei ersten und 2ten Versuch)

Guten Tag,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 4. Mai 2026.

Sie haben uns zu Ihrem Anschluss kontaktiert.

Gerne informieren wir Sie, dass für die Durchführung der erforderlichen
Installationsarbeiten ein qualifizierter Installateur notwendig ist. Dieser stellt sicher,
dass alle technischen Anforderungen sowie Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Bitte wenden Sie sich an einen Installateur Ihrer Wahl. Eine Liste zertifizierter
Installateure finden Sie auf unserer Homepage unter www.sh-netz.com.
Sie haben Fragen? Scannen Sie den QR-Code für Service und Hilfe oder besuchen Sie
unsere Internetseite.

Freundliche Grüße
Schleswig-Holstein Netz GmbH

Ich werde jetzt wieder darauf antworten, das die Antwort gar nicht zu meiner Frage passt und ich mit jemandem sprechen möchte, der tatsächlich etwas sinnvolles sagen kann.

Wir wollen weder an der Wechselrichterleistung noch an unserm Zählerschrank oder Anschluss etc. etwas ändern. Gar nichts. Auch nicht AC seitig in der Hausverteilung. Das ist alles prima und bleibst genau so wie es ist.

Es sollen auf der P V Seite weitere Module an die Wand gehängt und angeklemmt werden. Das ist alles. Ganz einfach.

Wie mache ich das? Technisch ist das vollkommen klar und einfach. Das Problem ist ein rein bürokratisches. Wer hat einen Kontakt in SH zur SH Netz AG, der am Callcenter vorbei kommt. Dort anrufen ist vollkommen sinnlos, die wissen nichts und dürfen auch scheinbar niemanden vermitteln.

Die reden nicht mal mit mir. Ich ärgere mich sehr. Frustriert.

Ich will nicht hunderte Euro für einen Installateur verbraten, der gar nichts tun muss. Was soll das?

Weiß jemand Rat?

Peter

Kann ich voll bestätigen :slight_smile:

Der "Trick" penetranz ist zeitintensiv.

Als es mir zu blöde wurde, habe ich erst wöchentlich angerufen, dann täglich und dann mehrfach täglich.

Es ist unglaublich:
Die Telefonverbindung ist extrem schlecht
Die Mitarbeiter können kein Deutsch
Die Mitarbeiter haben keinen technischen Verstand
Die Mitarbeiter sind machtlos

Es ist eher unmöglich mit dem Service von EON am Telefon Unterstützung zu erhalten. Penetranz und Hartnäckigkeit helfen. Es hilft auch so etwas wie "Fehler oder Störung" in das Gespräch mit einzubauen - ......

Einige Zeit vorher "Damals" als ich dringlichst eine Antwort benötigte, bin ich da einfach hingefahren, am Pförtner vorbei durch eine offene Nebentür in das Gebäude und dann mitten in ein Meeting geplatz, wo mein Ansprechpartner saß - das ging dann alles gaaaanz schnell :):slight_smile:

Einfach machen und nicht lange fragen.

Wenn AC seitig nichts verändert wird…merkt das doch keiner. ( Und interessiert wahrscheinlich auch niemanden)

Kenne mich mit evtl Repressalien oder Vorgaben aber nicht aus, da ich gar nichts am Netz habe und auch nichts anmelde.

Hm, na ja. Das werde ich sicher nicht machen.

Es würde das Risiko bestehen, das der Netzbetreiber uns vom Netz abgekoppelt. Der hätte damit ja sogar Recht, weil wir einen Vertrag verletzt hätten. Nein, so nicht.

Immer schön sauber bleiben. Sich ärgern ist das eine, Verträge verletzten etwas ganz anderes.

Ganz einfach ist es nicht, wenn Du es rechtlich einwandfrei machen willst. Und vermutlich ist es für den Verteilnetzbetreiber VNB auch nicht einfach, wie nachfolgende Ausführung zeigt.

Du bekommst für Deine Anlage derzeit für die Einspeisung eine Vergütung gemäß EEG. Der Betrag pro Cent ist abhängig von der damaligen Anmeldung und der Kapazität. Hättest Du damals eine größere Anlage angemeldet, würdest Du jetzt eine geringere Vergütung pro kWh bekommen, da die EEG das staffelt.

Mittlerweile haben sich die Bedingungen des EEG grundlegend geändert. Man bekommt weniger Vergütung für die Einspeisung und bei negativen Börsenpreisen überhaupt nichts mehr. Wenn Du kein Smartmeter-Gateway hast, wird übergangsweise auf 60% reduziert. Wenn Du noch länger wartest, hat Frau Reiche schon angekündiht, dass Du mit Deiner Erweiterung gar keine Einspeisevergütung bekommst.

Packst Du jetzt weitere Module dazu, wirst Du im Sommer auch mehr einspeisen. Damit muss Deine Vergütung angepasst werden. Und auch berücksichtigt werden, dass Du jetzt für die Einspeisung andere Bedingungen hast. Würdest Du einfach die neuen Module dazunehmen und Deinem VNB dies nicht mitteilen, würdest Du betrügen, weil sich die Bedingungen für die Einspeisung zum Nachteil geändert haben.

Also ziemlich kompliziert.

Was klar ist: Wenn Du die Anlage erweiterst, muss das bei der Bundesnetzagentur gemeldet werden. Und ein Installateur muss die Erweiterung auch bei Deinem Verteilnetzbetreiber (VNB) anmelden. Selbst machen geht nur, wenn Du einen Solateur/Elektriker hast, der das anmelden darf. Du selbst kannst das nicht melden.

Die Sache wird jetzt noch komplizierter: Wie willst Du das ganze realisieren? Wenn Du die Panels auf den bestehenden Wechselrichter aufschaltest, wird das so nicht möglich sein. Technisch zwar, aber abrechnungstechnisch nicht, weil die weiteren Module auf 60% Einspeisung begrenzt werden müssen. Du willst aber sicherlich nicht die komplette PV-Leistung begrenzen. Oder macht es Dir nichts aus, wenn Deine bestehende PV-Leistung bzgl. Einspeisung auf 60% begrenzt ist? Du würdest bei 60% Begrenzung vermutlich weniger Einspeisevergütung bekommen, trotz Erweiterung……

Um das Problem zu lösen brauchst Du also einen weiteren Wechselrichter, der auf 60% begrenzt, solange Du kein Smartmeter-Gateway hast. Aber was passiert, wenn Das Smartmeter-Gateway da ist. Da Du kein separates Smartmeter-Gateway für die alte Anlage und die Erweiterung bekommst, muss sich der VNB überlegen wie er die unterschiedlichen Bedingungen der Erweiterung bzgl. EEG-Einspeisung abrechnet. Der wird sich irgendeine Formel dazu überlegen.

Wird sowohl für Dich als auch für den VNB nicht einfach. Das er dir Dir nicht antwortet, versteh ich. Die wissen vermutlich nicht, was sie in Deinem Fall machen sollen, um die EEG-Richtlinie nicht zu verletzen. Wissen vermutlich nicht wie sie die Formel gesetzeskonform realisieren.

Was aber klar ist. Wenn Du wirklich erweitern willst, verbrennst Du kein Geld bei einem Installateur bzw. Elektriker/Solateur. Du brauchst Ihn so und so. Er wird Dir eine technische Realisierung vorschlagen.

Aber: Er weiß auch nicht was später bzgl. Abrechnung herauskommt.

Die Krux ist halt, dass sich nach den 2 Jahren die Bedingungen grundlegend geändert haben. Einfach wäre es, wenn Du jetzt auch für die alte Anlage die neuen Bedingungen akzeptieren würdest. Dann würdest Du aber auf die weiteren 18 Jahre viel Geld verlieren.

Ja, danke für die Ausführungen.

Statt pauschal mit einem Standardbrief zu antworten könnte der VNB sich etwas mehr Mühe geben und entweder die Sachlage erklären (so ähnlich wie Du das gemacht hast) oder erklären, das sie das nicht können oder unter welchen Bedingungen sie das können.

Ein Smart Meter Gateway haben wir schon. Auf mögliche zusätzliche Einspeisevergütung lege ich eigentlich keinen gesteigerten Wert und würde einer für alle Seiten bequemen Formel zustimmen.

Wenn die beim VNB nur reden würden! Das ist es ja, was mich so ärgert.

Würde verstehen wenn du dich ärgerst wenn der VNB keine EEG Vergütung bezahlt. Aber für telefonische Seelsorge ist er einfach nicht zuständig. Weil es gar nicht zu seinen Versorgungsaufgaben gehört, sich mit deinem Problem zu befassen, verweist er dich korrekterweise auf einen eingetragenen InstallaTeuer. Liegt ein Netzabschlussbegehren oder eine Störmeldung vor, wird er ebenfalls tätig. Sonst aber nicht.

Hm, ja, der Auffassung kann man sein. Aber ob sie richtig ist?

Auf der anderen Seite habe ich einen Vertrag mit dem VNB über den Netzanschluss und die Einspeisevergütung und nicht mit einem Installateur.