Ich mache mal eine volkswirtschaftliche Milchmädchenrechnung auf:
Also, lt. Energy-Charts benötigt Deutschland am Tag ca. 50 .. 60 GW Leistung, nachts weniger, sagen wir mal 40 GW.
Wenn sich ein Speicher betriebswirtschaftlich lohnen soll, dann wird er immer dann eingesetzt, wenn es nennenswerte Preisdifferenzen am Markt gibt - und - wenn auch der Bedarf da ist. Das scheint mir für ca. 4-5 Stunden am Tag für eine Leistung von 30 GW möglich zu sein. Der Preishub wird überschaubar sein, vielleicht 5 ct./kWh oder 50,- /MWh. Rechnen wir mal:
30.000 MW x 5h x 50,-/MWh = 7,5 Mio/Tag oder ca. 2,6 Mrd/Jahr
Wenn ich einen Betrieb führe, setze ich als Kapitalrendite 10% ein, mit etwas Wohlwollen vielleicht 8%. Wieviel Speicher kann ich mir (oder der Betrieb, oder Deutschland) dafür leisten:
2,6 Mrd/Jahr / 8% = 32,5 Mrd. Investitionskosten.
Jetzt kann jeder seinen DIY Speicherkosten oder Großspeicherkosten-Phantasien einsetzen. Ich gehe mal von 60,-/kWhS oder 60.000,-/MWhS aus.
Dann können für 32,5 Mrd. /60.000,-/MWhS = 540 GWhS gekauft werden. Reicht das für die 30 GW x 5h Speichbedarf pro Tag? Ja.
Die Grenzkosten in diesem Modell liegen bei 216,- pro kWhS. Wenn also der Speicher (all in) weniger kostet, dann rechnet sich die Sache.
Ich hab das jetzt auf die Schnelle hingeschrieben, so pi x Flaschenbier. Korrigiert mich, wenn ich die Nullen nicht alle richtig habe. Aber von einem Kostenloch von 476 Mrd. kann keine Rede sein. Just saying.