Gibt es was Besseres als Daikin? ( ͡° ͜ʖ ͡°)

Wie hast du direktn Einfluss auf die Verdichterfrequenz?

Mit entsprechendem Hardware-Modul die Raumtemperatur setzen, MHI-AC-Ctrl z.B., oder ProtoART. Der Raumtemperaturwert kann mit einer Auflösung von 0,25 Grad gesetzt werden. Und dann den PID-Controller der Klimaanlage mit genau den richtigen Messwerten füttern.

Bei +-0,25 Grad Abweichung zwischen Raumtemperatur und Wunschtemperatur ändert sich der I-Wert nicht, nur der P-Wert wird offenbar leicht geändert. Ab +-0,5 Grad passt das Gerät den I-Wert an.

Wenn die Kompressorfrequenz zu niedrig ist: Raumtemperatur auf Wunschtemperatur-0,5 setzen, warten bis der Kompressor da ist wo man ihn will, danach auf Wunschtemperatur-0,25 setzen. Dann springt der Kompressor wieder ein wenig runter (wegen dem P-Wert), aber ungefähr passt es. Ich regle damit auf +-2hz genau, und könnte es vermutlich noch genauer hinkriegen wenn ich das Springen des P-Wertes vorraussehen würde.

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Wie krummbrumm schreibt. Hier mal ein Beispiel aus einer Lernkurve für meine KI wo der Effekt gut zu erkennen ist.

Wobei das automatisierte direkte Anfahren schwierig ist, weil die Geschwindigkeit der Hz Änderung nicht immer genau gleich abläuft. Meine KI hat sich daher dafür entschieden sich an den gewünschten Wert heran zu pulsen.
Das Ergebnis wird nach jedem Lauf besser. Mittlerweile klappt das schon richtig gut, so dass jetzt auch Nachtabsenkungen und PV-Überschuss implementiert sind.

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Man sieht in Deinen Diagrammen schön das Zurückspringen, da das Gertät den P-Wert auch anpasst. Etwas unschön, aber muss man mit leben.

Ans Pulsen dachte ich auch schon, ich kam aber bisher ohne aus. Ich möchte auch möglichst wenig Frequenzänderungen haben, wenn es sich vermeiden lässt. Bei jeder Änderung der Kompressorfrequenz muß das Gerät erst langsam die richtige Einstellung des EEV finden, und bis dahin läuft es wohl nicht so effizient (keine Ahnung wieviel das ausmacht).

Ich begrenze aber auch den Anstieg er Kompressorfrequenz. Selbst bei 0,5 Grad Abweichung regelt die MHI mir zu aggressiv hoch. Ich messe wie hoch der Anstieg (bzw. Abstieg) ist, und gehe dann erstmal zurück auf 0,25 Grad für eine Weile, bis der Raum auf die zusätzliche Wärme reagiert hat. Ich habe daher auch so mehrere Sprünge in meinen Diagrammen, aber weniger.

Im Grunde liefert man dem Gerät komplett synthetische Werte, die nur begrenzt mit der Realität zu tun haben. Zieltemperatur setze ich z.B. auf 21 Grad, und die echte Zieltemperatur wird nur über die Raumtemperatur gesetzt. Außerdem habe ich die Hysterese beim Heizen verringert, durch liefern von falschen Raumtemperaturen.

Die gesendete Raumtemperatur ist dann eine Mischung von Zieltemperatur, manipulierter Raumtemperatur, und Wunschfrequenz, je nachdem auf was ich regeln will.

Meine nächsten Geräte werden wieder MHI, weil diese Schrottregelung sich einfach so schön komplett austricksen lässt. Dann werde ich in meinem großen zusämmenhängenden Wohnbereich zwei MHI haben, und mal rumtüfteln wie ich die zusammenarbeiten lasse. Vermutlich lasse ich ein Gerät auf Heizbedarf regeln, und das andere lasse ich die selbe Kompressorfrequenz des ersten annehmen. Wird spannend.

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Naja, das hängt ja zwangsläufig untrennbar zusammen.

Um so "dümmer" die Anlage regelt, je größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man damit dann in der Praxis unzufrieden ist bzw. der / die Nutzer unzufrieden sind.

Das "rumgeregle" ist am Ende insbesondere dann Spielerei, wenn es eigentlich nicht nötig ist.

Das kann man aber vorab schwer bis garnicht voraussagen, ob es dann am Ende nötig sein wird (oder eigentlich wäre...)

Im Prinzip ist es halt so:

Alles KANN alles ändern, muss aber nicht.

Auf das Gesamtergebnis kann sich alles auswirken, nicht nur die Anlage selber. Insbesondere der Raum ist entscheidend, die Montage darin, aber auch die Nutzung durch den user.

Bedeutet:

Eine Anlage die beim Einen völlig zufriedenstellend läuft, wird das beim Nächsten dann ggfs. nicht ohne Weiteres.

Außerdem: Auch die Wahrnehmung ist extrem subjektiv. Was den Einen stört, fällt dem Anderen gar nicht auf...

Genau! So sollte es im Idealfall sein :+1:

So einfach ist es aber leider in der Praxis nicht. Wir sprechen hier von Geräten, die sich im Innenraum befinden und nicht lautlos arbeiten. Der Unterschied im Laufgeräusch ist zwischen 150 Watt und 1000 Watt (elektrisch) enorm, je nach Anlage nat. dann noch extremer...

Und es geht in der Praxis - im privaten Wohnbereich - ja insbesondere darum, dass die Dinger nicht stören.

Aber wie soll das gelingen, wenn so eine Anlage dann in der Praxis völlig sinnfrei regelt und ohne plausiblen Grund ständig ihre Leistung variiert und somit stört?

Ich denke der reine finanzielle Aspekt rückt hier völlig in den Hintergrund, weil es in der Praxis viel störender ist wenn man ständig von dem Ding genervt wird - als wenn man letztlich ein wenig mehr Strom benötigt.

Ja. Aber die kann man so - oder anders erzeugen. Also entweder mit einer sauber mit der passenden Leistung durchlaufenden Anlage (die dann i.d.R. auch nicht nervt) - oder aber auch mit einer Anlage, die ohne ersichtlichen Grund taktet und mit zu hoher Leistung wieder startet - nur um dann als Ergebnis bald wieder zu takten...

Ja. Mit Betonung auf "Irgendwann". Oder halt auch nicht, denn das "Spiel" kann sich auch endlos wiederholen, ohne das überhaupt eine "optimale Modulation" gefunden wird. Oder eben die niedrigst mögliche Modulation ist zu hoch für die Kombination aus "Anlage+Raum+Montage+Umgebungbedingungen+Steuerung durch den Nutzer".

Es gibt quasi keine "Referenzsituation" - viel mehr ist immer alles völlig individuell...

Wobei aber in der Praxis meinem Vernehmen nach sehr viel öfter das Problem ist, dass die Anlagen im "unteren Leistungsbereich" problematisch sind. Nicht im höheren. Denn dann geht es am Ende i.d.R. eh nur noch um die Abtauung. Das Takten ist dann ja gewöhnlich völlig vorbei.

Stimmt, eine Klimaanlage mit Notbremse hat auch nicht jeder :joy:

Das ist im Wesentlichen einfach das, was mich oft stört:

(als nicht was hier in diesem Thema geschrieben wurde - sondern anderswo oft zu lesen ist)

Da werden manchmal Behauptungen in den Raum gestellt: (wie zb. "bei Daikin zahlt man am Ende hauptsächlich für den Namen, andere Geräte können das viel günstiger eben so gut").

Aber ohne jegliche Erklärung, weshalb das so sein sollte und welches Gerät dann zb. die "bessere Alternative" wäre :thinking:

Das sehe ich dann aber als völlig sinnfrei an, denn was soll man damit anfangen?

Aus diesem Grund auch das Thema hier, um mit Glück auf diesem Weg Antworten zu bekommen.

Also um auf das eigentliche Thema in diesem Thread hier zurückzukommen:

Gibt es was Besseres als Daikin? ( ͡° ͜ʖ ͡°)

Ich denke bisher haben wir noch nichts gefunden?

Also etwas, dass insgesamt die ATXM um die es hier als Vergleich geht übertrifft?

Denn offenbar ist es tatsächlich so, dass die Daikin wohl insbesondere im Heizbetrieb besser regeln als "der Durchschnitt" und aus meiner Sicht ist die Regelung am Ende das Wichtigste überhaupt an einer Anlage im Wohnbereich.

Es gibt durchaus sehr viele interessante Anlagen, die (besonders wenn man die Regelung ausnimmt) keinesfalls schlechter sein werden als die Daikin - oder gar besser.

Aber problematisch bleibt eben, dass man nie vorhersagen kann, wie "problematisch" sich die Regelung dann ggfs. auswirkt. Da ist ja "von - bis" alles möglich so wie es scheint.

Man weiß es aber vorher nie...

Also ganz klar scheint es quasi gar keine Anlage zu geben, die wirklich "perfekt" ist - insbesondere im Bezug auf die Regelung.

Wie leben in 2026. Ich kann mir nicht erklären, weshalb man da keine Bidirektionalen Fernbedienungen anbietet. Die dann auch eine "bessere" I-Feel Funktion haben. Wo IR einfach nicht soooo sinvoll ist... (Aber die meisten "Premiumhersteller" wie eben Daikin nicht mal das anbieten...)

Notfalls könnte man das sogar über W-Lan realisieren, denn zb. haben die kleinen Shelly H&T auch W-Lan. Da funktioniert es ja auch... Dann könnte man sogar die vorhandene Hardware vermutlich nutzen in den Innengeräten...