Gewerbegroßspeicher - was muss man beachten?

Hallo an alle!

Ich habe letzt davon gehört, dass man auch mit Gewerbegroßsspeichern die Energiewende stark vorantreiben kann. Dabei kann man am Energiemarkt handeln, oder auch den Speicher als Regelenergie vorhalten.

Ich finde das Thema wichtig, weil es die Laststpitzen im Sommer bedingt durch die Solarenergie ausbügeln kann und abends, wenn die Solarenergie wieder rückläufig ist, die Energie ins Netz abgeben kann. Somit wird der mittagspeak etwas abgefedert und man kann am strommarkt mit der Differenz Geld verdienen.

Ich hätte die Möglichkeit einen 180kWh Akku zu kaufen der mit einem 90kw Wechselrechten ausgestattet ist. Angeblich soll sich das nach 8 Jahren rentieren. Also knapp 130.000€ soll das Gerät kosten und pro Jahr ca. 16.000€ generieren. dabei wird eine Fläche gepachtet wo der Speicher steht und an das Stromnetz angeschlossen.

Wie seht ihr das? Was sollte man da beachten und was für Fragen sollte man stellen? Jährliche Kosten sollen ca. 1000€ für Wartung sein. Das trading macht der Anbieter Tesvolt von welchem auch das System kommen soll.

Hier der Link zum System:

dann ist noch die Frage: welche Förderungen gibt es eigentlich bei dem Thema? Kann man auch als Privatmann Förderungen dafür bekommen?

Wir basteln da gerade herum. Passt schon. Ich werde rs in die Hauptkategorie schieben. Wennbdu andere Vorschläge hast, sprich mit uns.

Willkommen!

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Wer hat dir das erzählt? Der Verkäufer?

Die 16000€ scheinen gewinn zu sein.

Über den Daumen gepeilt komme ich auf 23ct pro tag und khw bis 37ct pro Tag und kWh die du an Strompreisdifferenz haben musst. Hab meine zweifel ob das machbar ist

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Ich habe dazu schon ein zwei Youtube Videos gesehen, u.a. werden da auch Batterien für Autos verwendet die als Ersatzbatterie vorgehalten werden. Damit lässt sich anscheint Geld verdienen wie du schon geschrieben hast. Aber bist du sicher dass du die richtigen Einheiten gewählt hast?
180kWh hat der ein oder andere hier schon fast im Keller stehen.

90kW ist viel. Dafür brauchst den passenden Netzanschluss. Bis 34kW reicht ein gewöhnlicher 3 x 50A Anschluss. Oder ist das ein all-in-one Angebot mit alles?

Ohne ganz genau den Taschenrechner gezückt zu haben scheinen mir die Größenordnungen auch unplausibel.

Wenn wir mit 2 mal am Tag Speicherdurchlauf und 10 cent strompreis differenz rechnen, sind das:
2 * 180 kWh * 360 Tage * 0,1 € = 12960€

Das ganze Jahr über dies konstant und für die nächsten 8 Jahre zu schaffen halte ich für unplausibel.

Kannst du uns mehr konkrete Daten und Berechnungen liefern.
Wenn das halbwegs seriös abläuft müsstest du ja da zumindest eine transparente Rechnung wie man auf den Gewinn kommt haben.

Zum Thema Preis: 130.000 € ist halt ne ordentliche Hausnummer das wären 722€ die kWh da kann was nicht stimmen.

Industrielle Großspeicher sollten irgendwo zwischen 50-100€ die kWh liegen (Also komplett Container Preis inkl. Wechselrichter aber ohne Netzanschluss und Pacht)

Zum Vergleich und Einordnen (nicht das man das machen sollte oder 51,2V in der Größenordnung sinnvoll wäre)
Wenn man nicht Unternehmer, also privat sich etwas größeres hinstellen wollte:
z.B. mit 3xMP 15000 für 36KW und 3x32 kWh NKON für 96kWh

Sind wir bei ca 9000€ für die Batterien 5400 für die WR und dann runden wir für den Rest noch mit 5600€ auf 20000€ auf, sind das trotzdem nur ~208€ die kWh.

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bitte löschen.

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Vielleicht solltest du das auch mal mit deinem Steuerberater besprechen.

Oliver

Mich würde mal interessieren aus welcher gesetzliche Grundlage du solche Erträge generieren möchtest.

Woher willst du die Energie beziehen und wohin willst du diese Einspeisen, was für Preise und Paragrafen legst du hier zugrunde.

Aus Sicht von „Privat“ sind das utopisch Vorstellungen da du hier nur den Paragrafen 118a Abs. EnWG und Paragraf 19 Abs. 3c anwenden kannst. Für die Pauschaloption hast 500 kWh je 1 kWp Generatorleistung. Die restlichen Optionen sind für Privat zu aufwändig.

Wie gesagt, das würde alles über den verlinkten Anbieter laufen. Das heißt, dass ich nicht selbst der Händler bin, sondern nur der Investor. Ich beauftrage dann das Unternehmen für mich zu handeln und an den Märkten aktiv zu sein.

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Hmmm - bin da sehr skeptisch. Würde mir den Vertrag mal ganz genau durchlesen und ggf. vom Steuerberater und/oder RA prüfen lassen.

Die Preise für Akku und WR scheinen mir massiv überteuert: Wie schon oben erwähnt, sollte die Preisspanne für Akkus dieser Größenordnung im Bereich 50-max. 100 Eur/kWh liegen, da wären wir dann bei max. 18.000 Eur für den Akku. WR um die 50 kW gibts schon für ca. 3000 Eur (Deye), 90 kW sollte also bei max. 5000 - 10.000 Eur liegen. Da komme ich alles in allem deutlich unter 30.000 Eur, keine 130.000!

Auch die ‘prognostizierten’ Gewinnausssichten scheinen mir alles andere als seriös, wie ja hier auch schon vorgerechnet wurde.

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Er kauft keinen Akku, den er sich zu Hause in den Keller stellt, er investiert in eine Akkufarm, die ihm Standgebühr, Verwaltungsgebühr, Vermarktungsgebühr, und was noch alles berechnet, und dazu unverbindliche Gewinnfantasien verspricht.

Kann jeder machen, wenn er will.

Oliver

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Ja, schon klar - aber man kann doch als Vergleichwerte mal die Kosten für den Akku und WR gegenüberstellen, der Rest ist dann ‘Verwaltungsgebühr’, ‘Vertriebskosten’, ‘Platzmiete’ und Gewinn für den Anbieter. Vermutlich sind die Akkukosten sogar noch viel geringer, weil in solchen ‘Farmen’ oft alte Autoakkus ihr Restleben fristen. Die bekommen die Dinger tlw. geschenkt oder sehr günstig aus der Kfz-Verwertung und wird sogar noch steuerlich gefördert, so weit ich weiß. Gab mal ein Bericht darüber irgendwo (glaube YT).

Die scheinen Akkuspeicher (den verlinkten Tesvolt Forton) und eine Energy Management Lösung zu verkaufen die Kleinspeicher netzdienlich einsetzt (Tesvolt Energy). Diese Energy Management Seite ist vom Netz genommen. Komisch :smiley:

Von Aufstellung, Pacht und Anschluss schreibt Tesvolt nichts. Das liegt vermutlich in der Verantwortung des Käufers eines Tesvolt Forton.

Meine Meinung ist: Wenn man dazu Fragen im Forum stellt wie der TE sollte man die Finger davon lassen. Ist nicht böse gemeint aber bei diesen Summen sollte man in der Lage sein das selbst zu untersuchen und zu bewerten.

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Ich frage hier, weil ich andere Meinungen mal sehen will. Wenn man im DIY unterwegs ist, dann wird es definitiv günstiger werden. Tesvolt gibt eine Garantie auf 15.000 Zyklen und verbaut hochtemperaturzellen. Also keine alten autoakkus.

Natürlich ist das ein komplettsystem für netzdienliche Speicher, der dann entsprechend nach der gefragten Leistung den Strom ziehen bzw. Laden kann. Und ich weiß jetzt nicht wo eine DIY Lösung 90kw ins Netz pumpen kann bzw. Aus dem Netz ziehen kann. Dort hat man ja meistens 5 Phasen mit je 3,6kW also ist man in etwa bei einem Hausanschluss von 15kW ich in meiner Wohnung hab sogar nur eine Phase und kann entsprechend nur maximal 3,6kW ziehen. Daher macht ein diy Speicher und dynamische Tarife keinen Sinn.

zudem wird bei Tesvolt keine Netzentgelte bis 2029 berechnet. Ich darf hier leider nicht die PDF hochladen, aber nach dem neuen Angebot sind folgende Daten für die berechnungsgrundlage hinterlegt:

  • Anschaffung: 80k
  • Aufstellung und Anschluss: 20k
  • Jährliche Wartung: 1k
  • Betriebskosten pro Jahr ca. 1k

Und dann noch zzgl mwst.

Die Erlöse sind jedes Jahr abnehmend, da mehr Großspeicher erwartet werden und somit die Preisdifferenzen auch niedriger werden. Somit durchschnittlicher Überschuss über 10 Jahre gerechnet ca. 12.000€ (wartung ist schon abgezogen)

Prognosen sind schwierig, sofern sie die Zukunft betreffen :slight_smile:

Das System ist recht teuer und muss sich sehr bald gegen einige GWh große Speicher am Markt behaupten. Die kosten <100€/kWh.

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Was ich daran extrem teuer finde, sind die Netzanschlusskosten bzw. Die Installation und die Aufstellung des Geräts. Das ist immerhin 1/4 der Investitionskosten. Ich glaube der Akku als solcher inkl. WR ist garnicht so weit weg vom Marktpreis. Ich weiß aber auch nicht woher die Zahlen von 100€/kWh kommen. Außer eben aus dem DIY Bereich.

Ich hatte ja schon überlegt die Open Source software von Andreas irgendwie einzubinden und das selber zu machen, aber das ist ein extrem großer Aufwand und die Anschlussleistung steht ebenfalls nicht zur Verfügung.

Du konkurriert mit Preisen um unter 250€/kWh. Du bist bei 720€/kwh oder 550€/kWh. Aus deinen Posts geht hervor dass die selbst die Kosten unklar sind weil du verschiedene Zahlen nennst. Lass es.

2 Minuten Google suche

schau mal alibaba 4mwh ess. 350.000 fob + fracht/zoll

ich finde deine recht plumpe antwort nicht gerade zielführend. “Lass es” bedeutet so viel wie “wir brauchen keine investitionen in das netz, das ist eh alles schwachsinn und bringt nichts”

stattdessen könntest du entsprechend auch alternativen finden, die nicht gerade von alibaba kommen. zumal das gerät auch angeschlossen werden muss, was man nicht mehr selbst machen kann. bei der Leistung funktioniert das mit einem Hausanschluss nicht.Der Link ist durchaus hilfreich, aber deine Artgumentation nicht.

Es ist auch nicht nur mit dem Speicher getan, sondern es bedarf auch noch einem regelbaren WR und der entsprechenden Systemanbindung und auch einem System, was entsprechend auf Abruf steht für eventuelle Regelenergieabfragen und Trading am Strommarkt.

Fakt ist: Wir brauchen dezentrale Speicher und das sollte nicht nur von den Großinvestoren gedeckt werden. Die Angaben mit 250€/kWh beziehen sich zudem auf Großspeicher ab ca. 1MWh. Das ist für kleine Unternehmer nicht stemmbar. Zumal da noch die Anschlusskosten und die inbetriebnahme fehlen. Die Kosten beziehen sich ausschließlich auf den Batteriespeicher selbst, ohne Installation.

Hier ist übrigens das Whitepaper zum Thema virtuelles Kraftwerk: