Alles gut, ich weiß wie die Regelung bei zusätzlichem anmelden eines “BKW” in Bezug auf die Abrechnung war. Da diese für Betreiber einer Solaranlage sehr unvorteilhaft ist, macht das keiner. Das wird jetzt etwas entschärft wenn du keine sehr alten Anlagen mit hoher Vergütung mehr hast. Bei dem Anmelden eines Speichers wurde bisher immer schon nach der Koppelung gefragt und ob du nur Strom aus Solarerzeugung einspeisen wirst oder auch “bösen“ Strom
Bei DC kann man das technisch “fast” ausschließen. Bei Speichern in die bei ausreichender Produktion deiner Solaranlage aus dem AC Netz geladen werden ist das schwierig.
Kurzes Zwischenfazit:
Heute wieder insgesamt drei Rückmeldungen, alle positiv.
Nachdem die Netzbetreiber auf die Inhalte ihrer TAB hingewiesen wurden, haben sie die Meldungen mit F1.2 angenommen.
Wie eben schon geschrieben, alleine heute habe ich drei positive Rückmeldungen bekommen.
Somit haben mich mehr Mails über erfolgreiche Meldungen als Ablehnungen erreicht. Und die Ablehnungen beruhen alle auf Gründen der alten 4105.
Jeder Netzbetreiber müßte froh sein über kleine WR mit viel PV (und Speicher). Da hängt die einspeisung nicht an jeder kleinen Wolke.
Wenn netzbetreiber und versorger ein unternehmen sind, ist das anders. Jeder privat erzeugte und vor ort verbrauchte kwh ist da schlecht. Wenn netzbetreiber geld pro durchgeleitete kwh bekommen, gilt das gleiche. Strom, der rein in den haushalten fliesst ist schlecht fürs geschäft.
Genau, und weil die alle unter der gleichen Decke stecken, funktioniert das mit dem EEG auch so schlecht. “Erneuerbare Energien sind für die Großversorger oder Investmentgesellschaften kein Business-Case” - es sei denn die betreiben die Anlagen selber, was derzeit tausendfach an Autobahnen passiert.
Ich halte es da wirklich mit dem Erfinder der Balkonkraftwerke: “Machen!”. Denn meiner Meinung nach führt das alleinige Interesse an Gewinnmaximierung der oft börsennotierten Konzerne unweigerlich zum Tod (Kriege um fossile Energie, Vormachtstellung, Auswirkungen der Erderwärmung, …).
Witziger Weise finanzieren die Europäer Russlands Kriege. Damals haben die europäischen Energiekonzerne hohe Gewinne gemacht, läuft es schlecht bekommen die staatliche Unterstützung, läuft es besser streichen die die Gewinne wieder ein.
Ergo: die günstige Energie aus den 90 zigern ff bezahlen wir nachträglich mit dem mehr als dreifachen Preis.
Die Entflechtung von Netzbetreibern, Energieversorgern und oftmals Energieproduzenten existiert hauptsächlich auf dem Papier.
Laut EU Netzkodex sind Anlagen erst ab über 0,8 kW signifikant für die Stabilität des Netzes.
Wieso sind Anlagen > 0,8 kW signifikant für die Stabilität des Netzes? Und wieso sind kontinuierliche Verbraucher, z.B. Wäschetrockner oder Schukoladekabel für E-Autos, alle > 2 kW, nicht signifikant für die Stabilität des Netzes? – Ich habe eine Vermutung.
Kannst du alles im Netzkodex nachlesen
Danke, da wäre ich nicht drauf gekommen. Über eine logische oder technische Erklärung hätte ich mich sehr gefreut.
Resümee eines Ahnungslosen: Verbrauchen darf ich durchgängig, bis der Übergabepunkt glüht (bewusste Übertreibung
). Ein paar kW einspeisen gefährden die Netzsicherheit (auch bewusste Übertreibung?
).
Das ist für den braven Bürger aber eine ungünstige Position.
Na zum Glück habe ich dir dann den Tipp geben.
Eine ausführliche logische und technische Erklärung sprengt den Rahmen dieses Forums.
Zum Unterschied Einspeisung und Verbrauch:
Beim legen den Netzanschluss eines Hauses schließt du bzw. der Erbauer einen Netzanschlussvertrag über die Leistung (Bezug) des Hauses ab, dort wird auch angegeben welche Verbraucher es geben wird. Somit sind deine Verbraucher gemeldet.
Der Toaster, wie lange läuft der im Tagesdurchschnitt? Weniger als 1 Stunde?
Die Mikrowelle? Weniger wie eine Stunde pro Tag?
Der Backofen? Ne halbe Stunde jeden Tag?
Aber die PV-Anlage, die speist länger wie eine Stunde am Tag?
Irgendwo gibt es auch die Dauerlast als Berechnungsgrundlage, und die Dauerlast ist irgendwie mit über 1 Stunde und länger definiert, wozu mitunter PV-Anlagen, Wallboxen oder Wärmepumpen zählen.
Mit den 800 VA kann man denke ich schon so rechnen, das von der Leistung ein guter Teil auf dem Flurstück des Netzanschlusses verbleibt, und erst recht, wenn noch Speicher hinzukommen. Wobei, wenn Speicher einziehen und die sich nur mäßig langsam füllen, dann wächst der Wunsch Erzeugungsleistung nachzurüsten.
Nun gibt es noch ganz viele Elektroanlagen mit Dolyklemmen, Stegleitungen, E-Anlagen aus den 50igern. Normal sollte man solche Anlagen auch erstmal neu machen, bevor man da was neues anstöpselt.
Gut, wenn alle ein gesunden Menschen-und Sachverstand in der E-Technik haben.
Was wurde den bisher alles schon angemeldet?
Wenn ich das richtig verstanden habe sollte neben den üblichen PV-Anlagen sowie AC-Speichererweiterungen für bestehende PV-Anlagen mit/ohne Speicher jeglicher Größe jetzt auch alles möglich sein, was man irgendwie an einen MPPT eines 800VA WR´s bekommt oder an einen Speicher der einen 800VA WR versorgt.
Neben Wasserrädern und Windrädern denke ich hier an Benzin- oder Dieselgeneratoren die mit Pflanzenöl, Biogas oder Holzgas betrieben werden können. Damit wäre nach DIY PV jetzt sogar DIY BHKW möglich und das pünktlich vor der nächsten Gas- bzw. Ölkrise.
BTW: “Hamsterrad” wäre noch gar nicht mal so unrealitisch, da brauchts nur einen größeren “Hamster” (> Pferdegöpel)
Bei mir haben sich bislang nur Leute gemeldet die “PV >2kwp + Speicher" und “PV <=2kwp + Speicher" mit F1.2 beim Netzbetreiber gemeldet haben.
3 Beiträge wurden in ein neues Thema verschoben: Übersicht zu neuen Kategorien von PV&Co Kleinstanlagen, F1.2
Setzt das doch mal als eigenen Faden. Passende Überschrift.
Habs eben verschoben, wer nen besseren Titel weiß, bitte einfach ändern.
kann man hier nachlesen, ab S. 4 mitte: https://www.vde.com/resource/blob/1785304/f23a9f50f050aaad54dc4a280aa82377/vde-ar-n-4105-formulare-anhang-e-data.pdf
Ich kann da nix ominöses feststellen…
Jetzt wäre noch interessant welche Geräte (Fabrikat und Typ) mit max. 800VA Netzleistung und mehr als 2000VA PV Leistung vom Netzbetreiber akzeptiert wurden.
Das klingt ja wirklich interessant, für deutsche Verhältnisse fast schon revolutionär
Ich wundere mich, dass Andreas dazu noch kein Video hat (oder hat er?)
Mal ne Frage am Rande: Wenn der Wechselrichter auf Phase A liegt, und die Waschmaschine auch, kann (darf) man dann mehr einspeisen wenn die Waschmaschine läuft? Beide Geräte haben eine eigene Leitung zum Sicherungskasten, und am Zähler kommt das Mehr ja gar nicht an.
Es ging nie darum, welche Leistung ins öffentliche Netz geht und was beim Zähler ankommt. Es geht um die Erzeugerleistung von deinem Wechselrichter. Und die darf maximal 800 VA sein.