Bei einem älteren Screenshot (vom 27.09.2024, also vor rund 1,5 Jahren) ist auch bereits eine Blindleistung von 0,5 vorhanden, deswegen hielt ich diese für normal bzw. nicht ursächlich. Damals waren beide Stränge komplett identisch, irgendwie sind sie das aber nicht mehr. Vor allem bei dem aktuellen Limit von 589 Watt gibt es eine Differenz von fast 20 Watt. Das wären genau die fehlenden Watt zu den 612 Watt, die ich vorher hatte. Es scheint fast so, dass String 2 nicht mehr “kann”.
Die 3 Screenshots und der obere Screenshot stammen aus meiner openDTU-onBattery-Weboberfläche. Die angeforderte Leistung habe ich über dem jeweiligen Screenshot geschrieben. Ich habe sie genau so beim Wechselrichter erzwungen und eine Momentaufnahme davon erstellt – mit Ausnahme der 589 Watt, da gab ich natürlich 600 Watt an.
Ein Strommessgerät habe ich leider nicht da.
Es lohnt sich, ggfls. die Kontakte zu reinigen. Differenzen bei den Eingangsmessungen hab ich bei meinem HMS 800 auch. Selbst wenn keine Leistung gezogen wird, messen die beiden Eingänge am gleichen Akku mit einer Differenz von 0,1 bis 0,2 V. Das war von Anfang an so. Auch die Ströme bei mir sind nicht identisch.
Kommst du denn mit dem Akku auf 800W Leistung?
Der Wechselrichter kann offiziell nur 600 Watt, er ist nicht upgradebar auf 800 Watt. Das wäre auch so ein Punkt, weswegen ich einem Tausch/Ersatz gar nicht so abgeneigt wäre…
Bezüglich dem Kontaktputzen melde ich mich später wieder! Danke für diese Idee.
Also das Kontaktputzen hat leider keine Besserung gebracht. Der Mikrowechselrichter liefert nach wie vor nur 590 (manchmal auch 591) Watt maximal an AC-Leistung. Solange es nicht wesentlich weniger wird, ist das aber kein Beinbruch. Meine Befürchtung war eher, dass er bald das Zeitliche segnen könnte, aber da habt ihr mich beruhigen können.
Bei meinem bisherigen Setup und in Bezug auf Änderungen von Gesetzesgeberseite stelle ich mir allerdings die Frage: Kann ich meine Anlage eigentlich erweitern?
Ich würde gerne den vorhandenen 14 kW-Batteriespeicher weiter auslasten – vor allem im kommenden Sommer – durch das Hinzufügen eines weiteren Mikrowechselrichters, der dann z. B. an Phase 2 eingestöpselt wird, während der bisherige TSUN TSOL-M800 weiter an z. B. Phase 1 einspeist. Ziel ist nach wie vor eine Nulleinspeisung bzw. deutliche Reduzierung eines Strombezuges, ich möchte auf keinen Fall Strom unnötig einspeisen und damit verschenken. Kann und darf ich das tun (natürlich mit Änderung im Marktstammdatenregister), solange ich unter den 800 Watt bleibe oder habe ich da einen Gedankenfehler?
Die Elektrik wurde vor ca. 4 Jahren komplett saniert, ich habe in der gesamten Wohnung entsprechend dicke Querschnitte und sehr viele (teils zu viele) Absicherungen. Dahingehend mache ich mir also keinen Kopf.
Vorab wie immer vielen Dank für eure Antworten und Unterstützung!
Habt ihr ähnliche Probleme mit dem EZ1-M? Den Berichten nach zufolge, sollte dieser genau das sein, was ich brauchte, allerdings hat er sich als kompletter Reinfall erwiesen: Er fiept sehr hochfrequent auch bei niedrigen Leistungsabgaben, benötigt sehr lange bis er die gewünschte Leistung auch umsetzt und er hält diese nicht einmal und bricht nach oben und unten ständig und zu weit aus. Außerdem hat er nicht einmal 600 Watt (maximal ~550 Watt) geliefert, obwohl er mit sogar 800 Watt beworben wurde (und ich das in der App auch nirgends freischalten konnte).
Eine Nulleinspeisung konnte ich mit ihm überhaupt nicht realisieren. Der TSUN TSOL-M800(DE) hingegen (mein vorheriger und wieder jetziger Mikrowechselrichter) meistert das nach wie vor fast schon perfekt, auch wenn er für die Ausführungsänderung manchmal bis zu 15 Sekunden benötigt. Er kann nur leider maximal 600 Watt bzw. zur Zeit 592 Watt einspeisen.
Wie sind eure Erfahrungen mit anderen Mikrowechselrichtern von Hoymiles? Zu welchem würdet ihr mir raten zwecks der 800 Watt-Grenze, schneller Reaktionszeit und besserer Kontinuität als beim EZ1-M? Mir wäre am liebsten einer, der sich auch via openDTU-onBattery steuern lässt, also der laut dieser Liste kompatibel ist.
Danke im Voraus euch allen und genießt das zur Zeit sehr sonnige Wetter!
Ich hatte jetzt so geschätzt 1,5-2 Jahre drei Hoymiles HMS-500 (jeder an einer Phase) am Akku zur Nulleinspeisung. Hat problemlos funktioniert. Ich hatte nicht die OpenDTU on battery verwendet, sondern ein iobroker-Skript, das mit der OpenDTU spricht. Die HMS-500 haben als WR mit nur einem Eingang den Vorteil, dass man nicht wie bei den Schwestermodellen mit mehreren Eingängen auf etwas Glück und genau gleiche Kabellängen angewiesen ist, dass sie auch die gewünschte Leitung stellen.
Zwei dieser drei HMS-500 stehen auch zum Verkauf bei mir, weil ich jetzt doch auf einen Multiplus umgestiegen bin. Zuerst war der nur als Ergänzung für Spitzenlasten gedacht, aber zwei Regelungsebenen parallel (Victron/Multiplus und iobroker/Hoymiles) haben nicht mehr sauber funktioniert.
Das klingt nach einem sinnvollen Plan. Ich hätte dazu zwei Nachfragen, wenn das Ok ist:
– Wie hast du das rechtlich geregelt? Ist die Anmeldung kompliziert oder eher eine Tortur und benötigt man einen Elektriker, etc.? Ein Balkonkraftwerk ist es ja leider nicht mehr.
– Die WR hängen alle an derselben Batterie, oder? Kann man sie alle über eine einzige DC-Leitung anschließen? Ich habe bei meinem jetzigen WR ein einfaches Y-Kabel sowohl bei Plus als auch Minus verbunden, das würde ich dann einfach für die zwei HM-500 mit einer theoretischen Maximalleistung von 1.000 Watt nehmen. Softwaretechnisch würde ich die beiden auf 800 Watt insgesamt begrenzen, sodass eine praktische Einspeisung von > 800 Watt nicht möglich ist.
Bestimmt habe ich bei der zweiten Frage einen Logikfehler und sie erklärt sich von selbst.
Ich habe ein angemeldetes Balkonkraftwerk und alles andere ist Graubereich.
Ja, alle WR hängen parallel an einem Akku. Ob das nun eine DC-Schiene ist oder ein Y-Kabel, es kommt aufs Gleiche raus. Der Unterschied zwischen zwei 1-Eingang-WR und einem z.B. 2-Eingang-WR wie dem HM-600 z.B., ist nur, dass ein HM-600 eigentlich erwartet, von zwei galvanisch getrennten Solarmodulen gespeist zu werden. Hängen beide Eingänge am selben Akku, ist diese Trennung weg und dann funktioniert bei manchen Leuten die Leistungsregelung nur noch ungenau. Bei anderen funktioniert es doch, dann ist es das oben angesprochene Glück. Bei 2 getrennten WR hat man das Problem nicht.
Hat was mit dem Strom-Messshunt zu tun, der dann nicht mehr beide Kanäle getrennt messen kann.
Ich meine es war so: Der Mess-Shunt liegt mit einer Seite an Masse, mit der anderen Seite am DC-Minus Eingang. Werden nun beide DC-Minus zusammengeschlossen, werden beide Mess-Shunts auch parallel geschlossen, so ist eine separate Strommessung der MPPTs unmöglich.
Ich habe mir nun noch einen zusätzlichen HM-600 dazu geholt, diesen ebenfalls an die DC-Stromschienen angeschlossen und es funktioniert alles einwandfrei.
Der HM-600 ist jetzt für die Nulleinspeisung zuständig, aber wenn eine Anforderung > 600 Watt vorliegt, dann schaltet sich der TSOL dazu. Da er mindestens 30 Watt Leistung abgibt und nicht darunter gehen kann (außer er gibt 0 Watt aus, er würde sich also abschalten), habe ich mein Python-Skript so geschrieben, dass sich beide WR zwischen 600 bis 650 Watt die Anforderung aufteilen und erst darüber bis zu einem Maximum von 800 Watt der HM-600 auf Volllast läuft und der TSOL die restlichen Watt übernimmt.
Das Setup sieht jetzt echt super aus! Vielen Dank euch allen für die Unterstützung.