Generatoranschlusskasten anschließen

Liebes Forum,

ich habe eine Frage zum Anschluss des GAK. Hierzu einige Bilder im Anhang.

Ich habe die beiden Pole der Modulseite und WR-Seite auf die gleiche Klemme geklemmt. Es läuft, aber mir ist nicht klar, wie das Gerät hier elektrisch bei Überspannung trennen sollte. Könnt ihr mir da

bitte weiter helfen?

Ich kenne die Teile nicht, es kann sein das sie die Erde über die hutschone bekommen.

Nee, im oberen und unteren Bild ja das Kabel zu sehen.

Was ist denn die Frage?

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@und-mehr

Danke für die flotte Antwort.

Ich möchte wissen, ob die Verkabelung korrekt ist und der GAK so funktionieren kann.

Er sollte Überspannung im String ableiten und ggf. trennen, um den WR und die Hausinstallation zu schützen.

Die Module habe ich mit Erdungsklemmen direkt an die Potischiene angeschlossen.

[quote data-userid="4263" data-postid="137075"]Ich habe die beiden Pole der Modulseite und WR-Seite auf die gleiche Klemme geklemmt. Es läuft, aber mir ist nicht klar, wie das Gerät hier elektrisch bei Überspannung trennen sollte.[/quote]Du hast ihn goldrichtig angeschlossen, alles gut. Aber der Überspannungsschutz trennt nicht und das soll er auch gar nicht. Sobald eine Überspannung auftritt, wird der MOV oder Varistor im Überspannungsschutz innerhalb von Nanosekunden leitend und leitet die Überspannung von der Plus- oder Minusleitung in Richtung PE ab. Der MOV wird dabei oftmals zerstört und muß dann mit dem ganzen Steckmodul ausgetauscht werden. Der Überspannungsimpuls ist dann aber erst einmal erfolgreich abgeleitet und der Schaden vom WR für dieses eine Ereignis abgewendet. Der elektrische Anschluß in Deinem GAK ist also absolut korrekt und muß auch genau so sein.

Du mußt aber außerhalb des GAKs darauf achten, daß die PE-Leitung niemals parallel zu der DC-Leitung verlegt ist, die zum WR führt, weil bei einem Überspannungsimpuls sonst eine induktive Einkopplung entstehen und doch noch ein Impuls in Richtung WR weitergeleitet werden kann. Falls Du darauf geachtet hast, ist elektrisch gesehen alles gut.

Aber Senkkopfschrauben in einem Plastikgehäuse sind jetzt nicht so die erste Wahl. Des macht ma' aber net! ?

Daniel

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[quote data-userid="4263" data-postid="137092"]Die Module habe ich mit Erdungsklemmen direkt an die Potischiene angeschlossen.[/quote]An die Module gehören keine Erdungsklemmen, die gehören nur an das Tragegestell. Ansonsten alles richtig.

Daniel

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@docemmettbrown

1000 Dank!

Die PE-Leitung verläuft rund 1m parallel zur DC-Leitung Richtung WR. Geht auch nicht anders…

@docemmettbrown

So hab ichs gemacht und gemeint :slight_smile:

[quote data-userid="4263" data-postid="137110"]Die PE-Leitung verläuft rund 1m parallel zur DC-Leitung Richtung WR. Geht auch nicht anders…[/quote]Lange Rede, kurzer Sinn: Bei einem Überspannungsimpuls baut sich halt um die PE-Leitung ein elektromagnetisches Feld auf und das soll natürlich (möglichst) nicht oder so wenig wie möglich in Richtung WR abstrahlen. In Richtung PV-Module wäre es harmlos, da kommt der Impuls ja sowieso her. Und wenn beide Leitungen nicht parallel sind, sondern um, keine Ahnung, 90° versetzt, dann ist es auch harmlos. So ist das ideale Optimum. Wie Du das bei Dir vor Ort umsetzt ist halt immer noch eine andere Sache. Manchmal muß man halt improvisieren, manchmal mit Abstrichen vom Optimum leben. ?

Daniel

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@docemmettbrown Brauche ich für die Phoenix Contact Klemmen Adernendhülsen?

[quote data-userid="4263" data-postid="138121"]Brauche ich für die Phoenix Contact Klemmen Adernendhülsen?[/quote]Oh, jetzt fragst Du mich was. Das müßte aber in den Datenblättern drinstehen. Aber sagen wir es mal so herum: Wenn Du feindrähtige Leitung (Litze) hast, ist die Verwendung von Aderendhülsen zumindest mal nicht falsch. Jedoch keine Regel ohne Ausnahme: Es gibt tatsächlich auch Fälle, in denen feindrähtige Leitungen laut Hersteller direkt ohne Aderendhülse in die Klemmen eingeführt werden müssen (z.B. Batteriekabel bei Victron), allerdings fließen da "richtige" Ströme und da geht es einfach um die richtige Kontaktgebung mit niedrigen Übergangswiderständen. Solche Ströme fließen bei Deinen Überspannungsschutzmodulen aber nicht, deswegen zöge ich Aderendhülsen alleine schon deswegen vor, weil's halt sauberer ist. (Bei Draht brauchst Du sowieso keine.)

Aber im Zweifelsfall immer die Datenblätter/Bedienungsanleitung von PhoenixContact zurate ziehen!

Daniel

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Hallo Zusammen,

ich habe eine zusätzliche Frage: Ist es egal, ob die Modulfelder oben oder unten (und der WR entsprechend) aufgelegt werden? Das wird in den Bildern nicht klar.

Aktuell würde ich oben das Modulfeld auflegen und unten den WR.

Besten Dank für die Klärung.

Liebe Grüße

Dirk

Also, ICH wurde hier zwar nicht gefragt :wink: , aber die Phönix haben Zugfederklemmen und werden mit Draht oder Litze belegt.

Aderendhülsen sind nicht vorgesehen und würdest du auch nur schwer oder garnicht reinbekommen.

Guter Hinweis, danke!

Weißt Du auch, ob oben oder unten oder egal für den Anschluss der Module richtig ist?

Liebe Grüße

Dirk

Mach mal ein Bild vom Kasten. Und eine Anleitung war nicht dabei?

Die Module sollten zuerst auf die Sicherung gehen, danach auf den Überspannungsableiter.

Da bin ich leider anderer Meinung. Eher umgekehrt.

Überspannungsableiter so dicht an den Modulen wie möglich und Sicherungen vor dem Inverter.

( Oder sehe ich das evtl. falsch ? - Errare Humanum Est :face_with_monocle: )

Bei mir sind die Überspannungsableiter auf dem Dachboden unter den Panelen in einem Anschlusskasten.

Die DC Sicherungsautomaten (minimum 64A) vor dem Inverter.

Es ist der gleiche Kasten wie oben, nur für drei Strings. Wenn ein Foto dennoch weiter hilft mache ich eins und lade es hoch.

Papier liegt bei, aber eine verständliche Anleitung nicht.

Da die grauen und blauen Teile Klemmen sind und einfach alles miteinander verbinden ist es wahrscheinlich egal wie ein Mann was auflegt. Der Überspannungsschutz schaltet im Sicherungsfall ja alles gegen Erde, da liegt ja die Funktion, nicht in der Klemme.

Liebe Grüße

Dirk

Weiß jemand warum da fünf Ableiterelemente sind und nicht vier? Bei meinem GAK sind vier von Dehn montiert.

Wie erkennt man bei dem Phoenix, dass sie ausgetauscht werden müssen? Bei den Dehn sind kleine Fensterchen, die rot statt grün werden. Dann muss man die austauschen.

@docemmettbrown ich denke die Verkabelung kann verbessert werden, da zwei Phoenix Überspsnnungsableiter nicht benutzt werden, obwohl sie vorhanden sind.

Für mich sieht die Verkabelung so aus, dass ein String auf die zweite Klemme gelegt werden sollte, sowohl auf der rechten Seite als auch auf der linken Seite. Dann werden für jeden String ein eigener überspannungsableiter genutzt.

so wie das jetzt verkabelt ist:

  • zwei Überspannungsschutzelemente werden nicht genutzt
  • beide Strings werden hier parallel zusammengeschaltet in der Klemme
  • Leitungsschutz ist nicht vorhanden (Sicherungen separat?)
Check bitte mal, ob das wirklich so gewollt ist.

Viel Erfolg

mobilsolar

@mobilsolar

ich glaube er hat nur einen String im GAK (welcher für 2 Strings ausgelegt ist).

Da ist nichts parallel geschaltet. Der String geht sowohl bei + und - rein und wieder raus.

Bei Überspannung wird abgeleitet.