Das wird daran liegen, bei mir wie bei dir, das irgendwo im Protokoll die max lade Werte für ein 15S Akku, also etwa 52,3 Volt, hinterlegt sind.
Das würde ja zum Pylontech Akku passen
Das wird daran liegen, bei mir wie bei dir, das irgendwo im Protokoll die max lade Werte für ein 15S Akku, also etwa 52,3 Volt, hinterlegt sind.
Das würde ja zum Pylontech Akku passen
Nachdem ich mit den Protokollen gespielt habe, musste ich jedoch feststellen, dass bei mir außer "Pylontech" kein anderes Protokoll funktioniert. Da hat der Cerbo einfach garnichts erkannt.
Jetzt könnte man natürlich sagen, dass man das BMS einfach vom CAN-Bus trennt. Dann läd meine Kiste zwar, aber der Cerbo erkennt kein ESS mehr und Entladen tut er dann auch nicht mehr.
Ich geb das Thema nun an den Hersteller und im Zweifelsfall gehen sie zurück...
@pedaaa Ich hab gesehen, dass Du hier zu den Jakiper Batterien etwas geschrieben hast:
Kannst Du uns evtl. hier weiter helfen? Bei angeklemmtem CAN-BUS Kabel laden die Batterien nicht mehr als 30% und ~52,3V.
Ich hätte getippt, auf PACE-Protokoll umstellen und alles passt.
Wenn Victron das nicht erkennt, ist bei PACE entweder die CAN-Belegung anders ? Da sollte eigentlich Victron CAN-Type B passen.
Oder es passt die Firmware nicht.
Was sagt denn der Lieferant dazu?
Bzgl. Firmware kann ich euch nicht helfen.
Ich hab BSLBATT Firmware für die BMS P16S100A Typen 9A35 und 14220 od. 1247.
was ich so sehe, habt ihr unterschiedliche BMSn...
bei einem von euch steht:
P16S200A-21382 -> da passt mal sicher nichts von meinen Files.
beim andern steht
P16S100A-1B470 -> da könnte mit Glück was drauf gehen.
Würd ich aber erst riskieren und probieren, wenn ich vom Lieferanten die originale Firmware habe, die ich dann wieder draufspielen kann, falls die andern nicht richtig funktionieren.
Vorher würd ich auch lieber erstmal nichts an euch weiterschicken. Nicht dass es mehr kaputt macht, als es hilft.
und blöde Frage:
den CAN-Bus-Endwiderstand am Cerbo habt ihr eh drin, oder?
Und sonst sicher auch keine Victron-seitigen Einstellungen die ein Laden verhindern würden?
Bei mir ist er drin. das passt soweit.
Ist natürlich immer möglich. Sind ja auch so ein paar Punkte
Aber ich glaube, das passt soweit. Wenn der Stöpsel raus ist, dann rennt der gute MPII ja auch mit voller Leistung bis die Batterie voll ist. Hab nur ein ungutes Gefühl, dem Akku nichts Gutes damit zu tun. ?
Hab Die auch schon angeschrieben - ist aber keine sichere Informationsquelle für Lösungen. Ich hau sie mal wegen der Firmware an und melde mich wieder.
Habe folgendes auf der victron Seite gefunden :
https://www.victronenergy.com/live/battery_compatibility:pylontech_phantom
So wie ich das Verstehe regelt Victron automatisch die Spannung so runder (53,2V) wenn er ein Pylontech Akku erkennt, egal was das BMS sagt oder im config eingestellt ist.
Das heist für uns!! unser Akku darf nicht als pylon Akku erkannt werden. also z.b. als Bslbatt oder so wäre dann die möglichkeit.
oder Victron passt ihr pylon protokoll auf 16S akkus an (glaub ich eher nicht)
The Pylontech battery has 15 cells in series, so 53.2V equates to 3.55V per cell. This is very highly charged and makes the system prone to go overvoltage.
It should also be noted that a LiFePO4 cell stores very little additional energy above 3.45V.
For this reason we opted to override the BMS and cap the voltage at 52.4V. This sacrifices almost none of the capacity and greatly improves the stability of the system.
@laetscher Danke für den Link und die Erläuterung.
Da beißt sich die Katze ja jetzt in den Schwanz: Der Victron erkennt unsere Batterien nur mit diesem Protokoll und dreht daraufhin pauschal den Saft ab.
Und ich hab meinen Hersteller schon sachte angepflaumt... Die können also tatsächlich nichts dafür.
Wäre es denn ein Weg über RS-485 und einen USB-Adapter zu gehen, oder besteht da das gleiche Problem?
Es gibt hier:
eine Anleitung zur Deaktivierung des oben erwähnten Pylontech-Hacks.
Ich probier das die Tage mal.
@kptkip das sieht nach der Lösung aus.
bin mal gespannt
Ich hab die Zeile 78 in der Datei
/opt/victronenergy/dbus-systemcalc-py/delegates/dvcc.py
jetzt auskommentiert:
# 0xB009: _pylontech_quirk,
Damit lädt das Teil auch oberhalb der von den Victron-Programmierern selbst gesetzten Grenze von 52,4V.
Jetzt schau ich mir das Verhalten am Ladeende an, ob das alles in Ordnung ist.
Ich hätte aber noch ne Frage an @pedaaa : Du sagtest, Du hättest evtl. neuere Firmwares für das BMS. Was wäre denn der Vorteil dieser neueren Firmwares? Ich will ein laufendes System ja nicht unnötigerweise updaten, aber neugierig bin ich ja schon.
Gruß Alex
ich hatte bei älterer Firmware das Problem, dass der SOC Wert nicht sauber berechnet wurde, und z.B. beim Laden bei überschreiten einer gewissen Spannung plötzlich auf 100% gesprungen ist, obwohl die klar noch nicht voll war.
Mit neuerer Firmware hatte das dann aber immer sauber funktioniert.
Allerdings würd ich wie gesagt, die BSLBATT Firmware erstmal nicht einfach so auf die Jakiper Batterien spielen.
Erst wenn du das original .bin File bekommst, um wieder im Falle des Falle zurück zu können.
Keine Ahnung, kann ja sein, das BSL irgendwas irgendwie anders verwendet/verdrahtet/konfiguriert hat, und dann geht irgendwas nicht mehr richtig. Wäre nicht unmöglich.
Aber wenn der Betrieb jetzt eh passt und alle Daten sauber über CAN übertragen werden, würd ich sowieso keine Firmware ändern.
Hab mich jetzt für ein Deye System entschieden (Wenn also jemand 2 Multiplus 48/3000 und/oder ein Cerbo GX benötigt, meldet Euch einfach).
Bin mal gespannt, wie der mit den Batterien umgeht. Im BMS steht bei mir als Protokoll "Pylontech/Deye". Mal sehen, ob der das besser hinbekommt.
Ach, jetzt finde ich diesen Thread. Ich hatte das selbe Problem, konnte keine Lösung finden und habe mir kurzerhand selbst eine Lösung programmiert. Diese liest die Daten vom CAN bus aus und schreibt diese in ein D-Bus device. Das Can device muss man im gx deaktivieren, sonst hat man zwei BMS.
Ich bleibe dennoch bei meiner Lösung denn vorher hat mir das gx keine Details wie Zellspannung usw. angezeigt, außerdem wird es nicht beim nächsten Update von Victron wieder kaputtgemacht.
Falls noch jemand interesse hat: GitHub - ChristophPech/victron-gx-services
PS: Als Bonus gibt es noch ein virtuelles Victron Smartmeter ET340 welches einen ESP-Tasmota mit IR Lesekopf am normalen Stromzähler ausliest sowie ein virtuellen Solarwechselrichter welcher aus Homeassistant gespeist wird.
@chp das hört sich wie eine super Lösung an. Aus reinem Interesse: Könntest du nochmal den Link posten - aktuell tut der nicht.
Für mich kommt die Lösung jetzt allerdings zu spät, da ich Victron den Rücken zuwenden werde. Aber ich find den Ansatz auch besser, weil bei mir über CAN normal keine Details wie die höchste/niedrigste Spannung etc. angezeigt wurden.
@kptkip Ich habe es editiert so daß es kein Link sondern Text ist. Warum auch immer hier Github links nicht erlaubt sind.
Warum willst du Victron den Rücken zuwenden? Es ist immerhin das flexibelste System, da man es beliebig umprogrammieren kann uns es somit kompatibel zu allem machen kann.
Das mit dem Link geht doch:
Aber zu Deiner Frage.
Kurze Antwort: Weil Victron aufgrund seiner ausufernden Komplexität zu einfach fehlzubedienen ist und ein Vielfaches kostet.
Lange Antwort:
Allein das Thema, das hier (s.o.) besprochen wurde ist meiner Meinung nach schon ein absoluter NOGO. Victrons SW-Entwickler hacken sich da einen fertig - ohne Sinn und Verstand und lassen das auf die Endkunden los. Dann dürfen wieder Nutzer wie z.B. Du, die die teure Hardware eigentlich nur nutzen wollen, wieder die Suppe auslöffeln, indem sie das in ihrer Freizeit besser selber programmieren und reparieren.
Um ein 3-phasiges ESS-System aufzubauen, benötigt es ein Zusammenspiel von 7 Komponenten (AC-Wechselricher, Smart-Meter, Cerbo, Batteriesystem, 3x Multiplus). Diesen Zoo einstellungstechnisch zum Laufen zu bringen, hat viel zu viele Haken und Ösen (Protokolle, Kabel, Werte, Abstimmungen,...)
Die Konfigurations-Software ist selbst auf Victron-Seite unnötigerweise auf 4(!) Geräte aufzuspielen und zu konfigurieren -> Fehlerquellen vorprogrammiert.
Software läuft nur unter Windows (Usability gleicht den späten 90ern). Als MAc-User muss man da erstmal wieder improvisieren (VMs, neue Hardware kaufen, etc.).
Wenn man 1-phasige und 3-phasige Systeme aufbaut braucht man 2 unterschiedliche Konfig-Softwares. Das steht auch nirgends offensichtlich. Und ja ich weiß - irgendwo auf der 386sten Unterseite im HTML-Manual auf der Victron-Seite steht das in einer Fußnote. Was für ein Krampf!
Dann muss man zum Konfigurieren eines 3-phasigen Systems auch noch 90€ USB-Adapter Kaufen, da es per Online-Konfig nicht geht.
Mein Fazit: Wenn man nicht Victron Standard-Hardware nutzt, kostet einen das den letzten Nerv. Und dann habe ich die schlechten Wirkungsgrade (DC<->AC) der MPII noch nicht erwähnt.
Und jetzt der schlagende Punkt - die Kosten. Ich hatte bisher:
Kostal Plenticore 8.5 (OK, dafür kann Victron erstmal nix. Da würde man mit einem MPPT von Victron auch auf rund 900,- kommen) 2500,-
Cerbo 350,-
3x MP3000 3.300,-
Shelly 3M als Smart Meter (100,-), weil em24 nicht lieferbar - dann wären es sogar 3-400,-
Das ganze ersetze ich jetzt durch einen Deye Hybridwechselrichter mit 8 KW. Alle diese Teilkomponenten in einem Gerät - auch die Smartgrid-Messung per eigenen Strom-Abgreifern - natürlich kommt noch die Batteriekonfig dazu, aber das war's. Der Rest spielt sich innerhalb der Kiste ab und die hat auch ein Touchdisplay - dafür kommen bei Victron auch nochmal Euros drauf.
Der Deye kostet aktuell gerade mal 2000,-€
Ich hoffe, das erklärt meinen Schritt.
@kptkip Komisch, bei mir wurde der Link immer wieder gelöscht, vielleicht ein Spamschutz, da ich noch ein neuer User bin.
Ja, kann ich schon verstehen und in deinem Fall ist ein einfacheres System auch besser. Bei mir ginge das aber nicht. Meine Solaranlage besteht aus mehreren Teilen durchgehend mit Microwechselrichtern (Deye) aufgebaut an unterschiedlichen Stellen auf dem Grundstück. Der Victron+Akku steht in einem anderen Gebäude als dem Wohnhaus, daher muss die Strommessung per Netzwerk dorthin übertragen werden. Außerdem habe ich noch einen uralten DDR Zählerschrank in den man nicht ohne weiteres einen Smartmeter einbauen kann, dann müsste man den ganzen Zählerschrank erneuern und auch noch die halbe Verkabelung des Hauses wegen klassischer Nullung.
Für mich waren die Kosten glücklicherweise im Rahmen:
1 x MP2 3kW = 1000€
1 x Raspberry PI als gx, hatte ich noch herumliegen
1 x CAN Hat = 20€
1 x MK3 VE.Bus Kabel = 80€
Ich kann das System auch jederzeit noch erweitern wenn es sich herausstellt daß es nicht reicht, außerdem möchte ich auch noch weitere Solaranlagen hinzufügen usw.
Die Komplexität, die für dich ein Nachteil ist, weil es natürlich die Fehleranfälligkeit erhöht ist für mich der entscheidende Vorteil. Auch gut finde ich daß Victron nicht alles closed source versteckt wie oft üblich, so kann ich wenn mir was nicht passt es einfach ändern.