Liebe Forums-Mitglieder,
bin neu hier, aber schätze die Beiträge von Andreas Schmitz auf Youtube sehr, da ich sie zumeist als sehr technisch fundiert aber gleichzeitig praxisnah empfinde. Daher würde ich auch auf das Forum extrapolieren und hoffen, dass hier entsprechende Schwarm-Intelligenz mit ähnlichem Mindset vertreten ist ![]()
Folgende Frage / Sachverhalt:
Wohne in einer Neubau-Eigentumswohnung, die bzgl. der Isolierung und Ausbau, eigentlich alle Voraussetzungen für eine Beheizung mittels Wärmepumpe(n) erfüllen würde. Dennoch wurde ein Gas-BHKW verbaut. Prinzipiell fand ich die Idee recht charmant über Split-Klimaanlagen mit Heizfunktion eine zusätzliche Möglichkeit der Beheizung, gerade für die Übergangszeit Frühling/Herbst zu schaffen. Nun haben aber ja auch Split-Klimaanlagen ein paar Nachteile, wie die bauliche Veränderung, die meines Wissens nach im Wohneigentumsrecht nicht privilegiert ist. Sprich - Ich sehe schon die Rufe im Sinne: "Hässlich, laut, Außengerät belästigt Miteigentümer usw." - Mobile Monoblockgeräte mit Schlauch sind wahrscheinlich auch nicht die beste Variante und haben einen niedrigen "Women Acceptance Factor" ;).
Daher kam ich auf folgende Idee (CAVE: vielleicht Schnapsidee):
Könnte man nicht unter gewissen Umständen einen (zusätzlichen) Gefrierschrank als Heizung/Wärmepumpe zweckentfremden. Hierzu könnte man den Gefrierschrank im Prinzip doch einfach mit Wasser befüllen. Der Gefrierschrank würde dann doch im Wesentlichen als Wärmepumpe fungieren und die im Wasser enthaltene thermische Energie (über die Kühlrippen am Rückteil) an den zu beheizenden Raum abführen. Hinzu käme, dass Wasser noch eine nicht ganz zu vernachlässigende Menge an Kristallisations-Enthalpie (m.E. 90Wh pro Liter) beim gefrieren abgeben würde, die dann ja auch als Wärme im Raum landet. Ich könnte so also das Problem des "Luft-Luft-Wärmetransports" einer Klimaanlage der zwangläufig irgendwie durch die Hauswand ("bauliche Veränderung") oder Fenster ("Schlauch") läuft, durch einen Wärmetransport über die Wasserleitung ersetzten. Wasser (inkl. darin enthaltene thermische Energie) kommt über die Wasserleitung rein, Eisbrocken werden dann einfach rausgeschmissen und draußen in der Versickerung schmelzen gelassen.
Jetzt würden mich eure Meinungen hierzu interessieren:
Prinzipiell machbar, oder eher Schnapsidee ;)? Wahrscheinlich wäre die Leistung relativ begrenzt, man müsste schon einen Gefrierschrank wählen, dessen Kompressor auch eine vernünftige Anschlussleistung hat (>>300W wenn es sowas überhaupt gibt). Dann ist da noch die Frage welche Leistungszahlen Gefrierschränke eigentlich entwickeln (Konservativ wahrscheinlich nur so um die 2?). Aber rein von der Idee her sollte von der Abwärme/Heizleistung her doch weniger Energie benötigt werden als z.B. mit einem Infrarot-Panel oder klassischen Radiator? Und ja, ich weiß, dass es praktisch ausgeschlossen ist eine Wohnung komplett mit einem Gefrierschrank zu heizen, geht mir eher um den Grundgedanken ![]()
Vielen Dank für eure Meinungen und viele Grüße
David
PS: Auf die Idee gekommen bin ich eigentlich über eine Klimaanlage (mit Heizfunktion), die tatsächlich ohne Schlauch angeboten wird (emerio PAC-127560). Hier wird tatsächlich ein Wasserspeicher genutzt um die Wärme zu übertragen. Ist nur leider nicht ganz praxistauglich, da wenn das Gerät nur innen steht, man quasi einen schleichenden thermischen Kurzschluss hat, wenn man das Eis (im Heizmodus) oder das heiße Wasser (im Kühlmodus) nicht nach außen abführt. Letzteres würde zwar gehen, ersteres aber leider nicht.