Nur mal so aus Interesse, wir benötigten wegen dem Hochwasser nun einen Luftentfeuchter in einem Raum, weil der leider im Keller stand. Man bekommt schon welche für 100€ und das ist mit Kompressor....
Natürlich kann ich da nichts zum COP oder so sagen, er wird ja später als Luftentfeuchter genutzt. Aber man muss sich mal überlegen, dass die ganzen Komponenten, mit Kompressor, Verflüssiger, Verdampfer etc. pp. gerade einmal 100€ kostet, bzw. die machen damit ja immernoch Gewinn, die Herstellungskosten sind daher ein Witz wenn man dann umlegt, was man so für fertige Monoblöcke für die Heizung bezahlen muss, oder für Brauchwasserwärmepumpen.... Und das mit R290.
Das Ding hier würde mich brennend interessieren als Umbau zur Brauchwasserwärmepumpe. Selbst wenn damit nur auf 30°C erwärmt würde.
@roterfuchs Immerhin R290 damit man nicht gleich als Klimakiller gilt wenn man daran mehr umbaut. Ansonsten glaube ich nicht daß er auch nicht besser als mein alter ist.
Ich habe versucht die Wärmetauscher so weit auseinander zu biegen um die Luftströmung zu trennen. Ging prinzipiell auch, hab es dann aber nie fertig gebaut.
Glaube die Kompressor Daten hatten mich abgeschreckt und die Lüfter Stromaufnahme war auch fürchterlich so daß keine vernünftige cop Zahl zu erwarten war. So stand das Ding Jahre offen in der Ecke. Als ich es auf den Flohmarkt werfen wollte zerbrachen mir beim Zusammenbau die Kunststoff Teile mehr oder weniger. So steht die Kiste immer noch offen rum. Jetzt ist der PV Überschuss wieder vorbei, sonst könnte er wenigstens seine Ur Aufgabe bei mir im Keller erledigen. Obwohl auch die Entfeuchter Leistung temperaturbedingt eher mäßig war.
Eine oder mehrere Salzwanne mit PC Lüfter tuts auch und haben kaum Betriebskosten.
Vielleicht gibt es aber Entfeuchter mit hochwertigen Kompressoren?
All diese Überlegungen finde ich zumindest interessant. Mit Zweckentfremdung kann man viele kluge Dinge erreichen.
Wo ich aber noch viel Potential sehe, ist die Verwendung von Abwärme bei alltäglichen Prozessen.
Beispiel:
Ich beobachte, dass der Kühlschrank in unserem Wohnmobil seine Abwärme nach draussen bläst.
Im Sommer mag das klug sein, aber im Winter finde ich das doof.
Wenn man die Abwärme vom Wärmetauscher nicht mit den Abgasen von der Gasflamme vermischt, könnte man diese Wärme im Winter in den Wohnraum leiten. So ein Kühlschrank verbraucht ca. 150 bis 300W je nach Betrieb mit Gas, 12V oder 230V Landstrom.
Die Wohnaufbauten sind verdammt gut isoliert. Wenn man die Wärmelecks findet und verbessert (z.B. Vorhang zum Führerhaus) kommt man mit 400W (Abwärme von 2 schlafenden Personen) aus um so ein Kästchen bei 8 bis 10° über Umgebungstemperatur zu halten.
Käme da noch 400W kostenlose Abwärme (COP 2) vom Kühlschrank dazu, könnte man den Verbrauch der Heizung bis fast 0° Aussentemperatur auf nahe 0 drücken.
Das reicht natürlich nicht zum Aufheizen aber ist die Raumtemperatur erst mal erreicht, könnte die Heizung Pause machen.
Das geht ohne zusätzliche Energie, nur das was sonst nach draussen verschwendet wird.
Ich finde das genauso interessant, wir das mit der Solarzelle für die Grundlast.
Mit einer halbwegs warmen Decke (=Wärmedämmung) glaube ich eher so an 50 Watt pro Person. Normal sagt man bei Menschen in Ruhe eher so 100 Watt. Hängt natürlich auch von der Umgebungstemperatur ab.
Heute hab ich im Homeoffice aber auch gestaunt: Mit 17,5 Grad gestartet und ohne Heizung nach 4 Stunden auf 18,5 Grad gekommen. Computer haben mit Monitoren vielleicht 100 Watt. Und ich dann auch schätzungsweise mit 100 Watt. Beleuchtung etwa 20 Watt. Nordseite und Regen, also keine thermischen Gewinne. Außentemperatur 12 Grad.