Hallo Akku-Doktoren,
ich plane derzeit eine Erweiterung unserer PV-Anlage. Ich habe mir dazu schon einige Gedanken gemacht, aber manchmal schadet es nicht, nochmal einen Schritt zurück zu machen und sich das Ganze nochmal in Ruhe zu überlegen. Vielleicht hat ja der ein oder andere von euch noch einen guten oder sogar wichtigen Hinweis für mich, was ich noch beachten sollte.
Die Anlage befindet sich im oft sonnigen Südost-Bayern, allerdings haben wir hier zwischen Oktober und März auch sehr starken Nebel. Ich habe dieses Jahr Tasmota-Köpfe am Hauptzähler und am Generatorzähler angeschlossen, um unseren Energieverbrauch sowie die Erzeugung der Bestandsanlage analysieren zu können. Leider läuft die Aufzeichnung erst seit Mitte April und somit erst nach der „Nebelsaison“. Wieviel Leistung die Anlage im Winterhalbjahr liefert, kann ich deswegen noch nicht abschätzen.
Die Bestandsanlage besteht aus Modulen mit 13,5 kWp und einem entsprechenden netzgekoppelten Wechselrichter. Die EEG-Förderung läuft noch wenige Jahre, danach soll sie zur Eigenverbrauchs-/Nulleinspeiser-Anlage werden. Die Ausrichtung der Anlage ist Süd-West, derzeit liefert sie noch eine Spitzenleistung von 12,9 kWp (gemessen am Generatorzähler, Pmax).
Durch einen Anbau habe ich nun eine Dachfläche in Süd-Ost Ausrichtung hinzubekommen, auf welcher nochmals Module mit ca. 8 kWp Platz finden können. Angeschlossen hätte ich diese Anlage an einem Deye Niedervolt Hybrid WR, wahrscheinlich mit 12kW Leistung. Beim Akku hatte ich lange eine DIY-Lösung mit den typischen 16kWh angedacht, aber bei den Preisen der Sammelbestellungen hier im Forum erscheint mir das aktuell nicht mehr als sinnvoll.
Die Leistungsaufnahme unseres Hauses kann ich derzeit noch nicht messen, da der Hauptzähler dazu nicht den korrekten OBIS-Code liefert. Das EVU hat zwar bereits den Umbau auf Smart-Meter angekündigt, wann das passiert, steht noch in den Sternen. Ich will jedoch mit der Erweiterung lediglich meinen Eigenverbrauch und somit meinen Autarkiegrad erhöhen. Größere Lasten wie Kreissäge etc. sollen und dürfen weiterhin über das Netz versorgt werden.
Im Haus befinden sich im Prinzip drei Wohneinheiten, wobei die größeren Verbraucher wie Herde, Kühl-/Gefriergeräte, Waschmaschine etc. allesamt relativ neu sind und somit als „Energieeffiziente Geräte“ deklariert werden.
Geheizt wird über Fernwärme, d.h. eine Wärmepumpe kann ausgeschlossen werden. Ein E-Auto ist in naher Zukunft noch nicht angedacht.
Geplant hätte ich, dass nach Ende der EEG-Vergütung die bestehende Anlage am Generator-Eingang des Deye angeschlossen wird, um damit an schlechten Tagen ebenfalls den Akku laden zu können.
Beim Load-Ausgang bin ich mir noch komplett unsicher, ob und wie ich ihn verwenden soll. Das komplette Haus mit im Prinzip drei Wohneinheiten werde ich damit im Falle eines Stromausfalls nicht unterbrechungsfrei versorgen können. Im Moment tendiere ich eher zu einer „CEE-Stecker-Lösung“ um den Vorratsraum mit den Gefriergeräten bei einem längeren Stromausfall darüber versorgen zu können.
Bei all diesen Überlegungen ist jedoch auch der schon oft diskutierte Standby-Verbrauch der Deye WR ein Thema. Ist dieser auch abhängig davon, ob der Load-Ausgang verwendet wird?
Habe ich bei meinen Überlegung noch einen wichtigen Gesichtspunkt vergessen oder habt ihr noch nützliche Infos für mich, dann bitte gerne.
Viele Grüße,
Sebastian