Du hast einen ansonsten funktionstüchtigen iMiEV-Drillingsbruder (also insbesondere mit einem Akku, der noch eine brauchbare Reichweite bietet?), der "nur" dieses eine Elektronikproblem hat? Also wenn dem so ist, dann sollte das Auto auf jeden Fall repariert werden. Denn der iMiEV ist, wie wir hier schon diskutiert haben, eines der ganz wenigen E-Autos, die Dank entsprechender, weltweiter Community langfristig halbwegs reparabel sind.
Erste Frage: Wie viele Schlüssel hast Du zu dem Auto? Schon mal den Zweitschlüssel probiert?
Zweite Frage: Welchen Fehlercode wirft das Auto? Ist es der P0513 (incorrect immobilizer key)?
In den Weiten des Internet liest man wenig über Wegfahrsperren-Fehler beim iMiEV. Tipps, wenn solche auftreten, sind das Überprüfen der 12V Bordnetzbatterie (Unterspannung kann wohl zu sehr erratischen Fehlern führen) und das Suchen nach CAN-Bus bezogenen Fehlern im Fehlerspeicher. Bei Fehlern am CAN-Bus kann so etwas wohl als Sekundärproblem hinzukommen.
Generell scheint der Wegfahrsperren-Transponder im Schlüssel mit dem Motorsteuergerät (MCU) des iMiEV gepaart zu sein. Aus einem Spenderfahrzeug (z.B. mit plattem Akku) das Motorsteuergerät und den Transponderchip aus dem Schlüssel zu transferieren würde ggf. helfen. Außer natürlich, die Lesespule hinterm Zündschloss hat eine Macke. Aber die wurde bestimmt schon überprüft, oder?
Das Auto ist 13 Jahre alt und hat ganz knapp unter 100000 km drauf. Um die Batterie Kapazität genau zu messen, bräuchte ich ein passendes Gerät, das ich nicht habe. Ungefähr sind es noch 10 kWh. Die beiden Rücksitze lassen sich nicht mehr umklappen.
Es war nur noch ein Schlüssel da, den anderen hatten wir verloren. Als erstes habe ich geguckt, ob das Auto noch lädt, und das tut es. Dann hat die freie Werkstatt nach dem Zweitschlüssel gefragt und schließlich haben wir aufgegeben nach dem Zweitschlüssel zu suchen und bei Citroen einen neuen bestellt (war um die 170 Euro oder so ähnlich) und das Auto zum Vertragshändler schleppen lassen. Der hat mir erklärt, welches Teil korrodiert wäre, perfekt verstanden habe ich es nicht, aber mir erscheint der Händler als fachkundig und bemüht. Es ist auch nicht Elektroauto spezifisch, so dass er deswegen keine Ahnung haben würde. Citroen liefert nicht, deswegen haben die dann bei Mitsubishi angefragt und die liefern auch nicht.
Ich selber kann an der Elektronik nicht basteln. Da müsste ich jemand finden, der das macht.
Den Fehlercode kann ich nicht sagen, müsste ich die Werkstatt fragen und verspreche mir davon wenig. Auf dem Armaturenbrett sah es so aus, wie bei Leuten denen der Schlüssel kaputt gegangen war (goingelectric Forum als Quelle). Es sind zwei Werkstätten dran gewesen, beide sehr engagiert.
Wenn du Interesse an der Reparatur / dem Auto hast, gerne bei mir melden. Repariert würden wir es gerne noch ein paar Jahre behalten.
Ganz schlau werde ich aus dieser Beschreibung jetzt nicht. Sollte das vielleicht heißen, dass eines der Steuergeräte in dem Auto einen Wassereintritt hatte und dort nun Elektronik teilweise unter Wasser steht? Vielleicht sogar das Motorsteuergerät (MCU)?
Von solchen Problemen beim iMiEV und seinen französischen Drillingsbrüdern habe ich schon mehrfach gelesen. Der voltmeter hier im Forum hatte das mal bei seinem Klimakompressor. Möglicherweise hat sich bei Deinem ein anderes Steuergerät in ein Aquarium verwandelt? Je nach Schwere des Feuchtigkeitsschadens wäre hier ein Tausch gegen ein Gebrauchtteil evtl. die einzige Lösung. Denn neu wird man die entsprechende Elektronik wirklich kaum mehr bekommen.
Hier gibt es ein paar Bilder von der MCU (Motorsteuergerät / Motorumrichter) des iMiEV, auch dort mit Feuchteschäden:
Nur abgemeldet und ohne Kennzeichen verkaufen, nicht nur ins Ausland. Ausweisdokumente fotografieren und nur Barzahlung, am besten direkt aus dem Automaten geben lassen.
Mit dem a-priori-Wissen, dass bei Deinem der Akku schon mal getauscht wurde, kann ich es mir fast denken. Ich lese da bei einem, der 2011 erstzugelassen wurde, dass dieser im Jahr 2016 einen neuen Akku erhalten habe und nun einen SOH von 92% aufweise. Das wird vermutlich Deiner sein.
@endurance Aus meiner Sicht eine sehr gute Zusammenfassung ! DC-Schnellladen verursacht mehr Streß für HV-Batterien als vergleichsweise langsames AC-Laden. Je höher der Strom desto höher der thermale Streß für die Zellen.
Klingt für den Renault nicht so dramatisch. 4% Kapaverlust nach 100.000km? Sehr überschaubar, da bei den 70 oder waren es 80% Garantien dann zwischen 500.000 und 750.000km mit einem Akku gingen. Ich sach ma so: Da geht der Puls nich über 60
Die Thematik bzgl. Akkurepararur oder -tausch finde ich auch interessant. Wie ist das denn bei den Freunden in Norwegen? Die sind uns in Sachen EV doch etwa 10 Jahre voraus. Wenn defekte Akkus ein so großes Problem wären, müsste das in Norwegen längst aufgefallen sein. Dort haben die EVs bei den Neuzulassungen nach meinen Kenntnissen bereits einen Anteil von mehr als 80 Prozent. Offenbar hat man in Norwegen ganz gute Erfahrungen mit EVs.
Wir fahren übrigens auch einen gebrauchten Ioniq und finden das Auto top gelungen. Schade, dass der nicht mehr gebaut wird.