Danke für die vielen Antworten.
Ich habe mir jetzt mal den Energieausweis rausgesucht.
Das Haus ist von 1978 die Heizung ist von 2002.
Der Energieverbrauch des Hauses Laut Ausweis 152kWh also eine E einstufung.
Wir haben an den Heizkörpern Ablesegeräte bisher.
In den einem Angebot steht drinne das alle Heizkörper mit voreinstellbaren Thermostatventilen ausgerüstet werden welche nach meiner Vorgabe eingestellt werden.
Kann ich meine Heizkörper dann nicht mehr Smart Steuern wie bisher ?
Das Haus hat keine Solaranlage auf dem Dach und ist auch nicht geplant.
Die Wohnungen sind zum großen teil im Besitz von Rentnern die die Wohnungen vermietet haben.Hatte schon große Probleme mein Balkonkraftwerk genehmigt zu bekommen.
Na der Kostenvoranschlag hat eine höhe von fast 40.000 Euro da bekomme ich samt Förderung doch auch schon eine Wärmepumpe oder nicht ?
Hier mal ein paar Punkte, die Du bei der Versammlung, als Argument für die Wärmepumpe einbringen kannst.
oh übel.
Bevor da irgendwas beschlossen wird, muss zuerst ein energieberater her. Sonst wird das ganze grundlos fett teuer.
HK brauchen Thermostate, klar. Ist aber nicht schlimm, muss halt pro ungeregeltem HK ein Ventil getauscht werden.
Für 40k müsste man eine WP aufgestellt bekommen. Ob das geht, hängt von der maximalen vorlauftemperatur ab. Es kann sein, dass eine unisolierte Hütte in der Größe 1. sehr viel Wärme braucht und 2. die Vorlauftemperatur hoch sein muss. Dann wirds mit WP knapp. Wie viel kW hat der Bestand Gasofen? Läuft der bei sehr kalt durch?
Reingetauscht darf eh nur nach 60%-Regel (?) also ein Teil darf noch Gas sein aber ein Teil muss erneuerbar sein = Kombi aus WP und Gas ginge
Bekannter hat nen 90kW Gasheizer in seiner Werkstatt. Der kostet ihn 100€ Gas am Tag. Rechne das mal um auf euern Ofen.
Puh und das 6 Mitparteien, das ist aber eine Herausforderung für eine Wärmepumpe, oder gleich 3 ? Das wird ziemlich teuer und das auch mit Förderung. Ich tippe mal, dass es eine Gasheizung wird.
Was mir noch einfällt und wo man die Vermieter ggf. gut packen kann:
Sie müssen sich künftig an den CO2 Abtgaben, Netzentgelten und dem BioTreppenWitz beteiligen:
(Beitrag vom Verfasser gelöscht)
Das sieht leider nach einer Gasheizung aus, weil der Gesamtaufwand für eine Wärmepumpe zu groß wäre.
Für 40.000 Euro bekommst du zwar die Wärmepumpe alleine, aber wenn das ordentlich gemacht wird, müssen Heizkörper und alle Leitungen und eventuell auch ein Pufferspeicher getauscht werden. Vermutlich müssten auch zwei oder drei Wärmepumpen eingebaut werden.
Ein Niedertemperaturheizkörper kostet schon mal 1.000 Euro – ohne Leitungen, Arbeitszeit usw.
Zu bedenken ist, dass nicht nur geheizt, sondern auch Warmwasser benötigt wird.
Seriös wird das Ganze nur, wenn alle Heizkörper gegen Niedertemperaturheizkörper getauscht werden. Meine Vermutung wäre, dass auch alle Leitungen neu gemacht werden müssen.
Wenn der Bestandsschutz fällt, eventuell auch der gesamte Elektrokasten, vielleicht sogar alle Elektroleitungen.
Gleichzeitig müssten alle Wohnungen für mehrere Tage wesentliche Umbaumaßnahmen und Schmutz hinnehmen, und auch im Stiegenhaus müssten neue Leitungen verlegt werden. Das ist wohl eher nicht praxistauglich. Daher würde ich vermuten, dass nur Gas-Kostenvoranschläge eingeholt wurden.
Dein Haus ist genau die Generation, bei der es aus rein wirtschaftlicher Sicht keine vernünftige Lösung gibt. Daher wäre es auch sehr wichtig, wenn die Politik für diese Zielgruppe günstige Rahmenbedingungen schafft.
Viele dieser Objekte müssten eigentlich durch neue ersetzt werden, weil eine Sanierung keinen Sinn macht.
Grundsätzlich werden in solche Objekte Wärmepumpen nur bei einer Generalsanierung eingebaut. Egal, wie viel Geld man hineinsteckt, sie werden mit Neubauten nie auch nur annähernd mithalten können. Von daher stellt sich die Frage, ob solche Generalsanierungen überhaupt sinnvoll sind.
Aber hier möchte ich auch die andere Richtung anbieten:
Ich würde sofort einen Termin für eine kostenlose Rechtsberatung ausmachen und mich beraten lassen, was die Hausverwaltung darf und was nicht. Auch die Frage, ob das ohne Energieberater überhaupt zulässig ist, sollte geklärt werden.
Gleichzeitig würde ich Google nach einer Liste aller KI-Anbieter fragen und auch dort für deinen Standort die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Fördermöglichkeiten mit der KI besprechen.
Wie hoch sind die Förderungen an deinem Standort? Das müsste jetzt sehr zeitnah geklärt werden. Außerdem würde ich die Gas- und Stromrechnung anfordern, falls diese nicht automatisch zugesendet werden.
Auf den ersten Blick und ohne nähere Umstände zu kennen, sieht es aber ganz deutlich nach einer Gasheizung aus. Schon alleine deshalb, weil die anderen Eigentümer vermietet haben und nur die Rendite im Blick haben. Die Kosten für ein ordentliches, seriöses Wärmepumpenprojekt liegen vor Abzug der Förderungen um ein Vielfaches höher als bei Gas.
Eine Besichtigung und eine erste grobe Einschätzung durch einen Energieberater kosten kein Vermögen.
Fazit:
Offensichtlich weiß die Hausverwaltung über den enormen Umfang eines Wärmepumpenprojekts Bescheid und hat daher nur Gas-Kostenvoranschläge eingeholt, weil sie eine Wärmepumpe als nicht realistisch einstuft.
Genau in die Richtung würde ich gehen. Also gar nicht erst über Argumente für eine Wärmepumpe diskutieren, sondern erstmal Expertise holen, was für eure Situation das Beste ist bzw. welche Alternativen es gibt und wie aufwändig die sind.
Kann sein, muss aber nicht sein. Gibt auch Altbauten, die sehr viel Heizkörperfläche und dicke Rohrleitungen haben. Früher wurde auch gerne mal überdimensioniert. Aber das kann alles ein fähiger Energieberater prüfen.
Also dann wohl energetischer Orginalzustand von 1978 sowie orginale Heizungs- und Elektroinstallation.
Elektroinstallation hast du wohl Glück. Ab 1973 + Übergangsfristen ist klassische Nullung verboten. Das wird dir vmtl. die Totalerneuerung der Elektroinstallation ersparen. Neue Zählerschränke, vmtl. neuer HAK und Nachrüstung von 30mA RCD´s könnten je nach Zustand des Bestandes bereits ausreichen.
Du wirst alte Gliederheizkörper mit alten Ventilen haben.
Da werden heute Thermostatventile verbaut, deren Durchflussmenge optimiert wird (hydraulischer Abgleich) damit auch alle Heizkörper gleichmäßig warm werden.
Gliederheizkörper benötigen höhere Vorlauftemperaturen, weil die nur eine geringe Oberfläche haben, die Wärme an die Luft abgeben kann. Jetzt kannst du auf eine großzügige Dimensionierung hoffen. Die Heizkörper wurden früher teils einfach nach der Fenstergröße (> Nische unter dem Fenster) dimensioniert.
Besser sind Niedertemperaturheizkörper. Fragt sich nur, ob du bei niedrigerer Vorlauftemperatur die Wärme noch durch die vorhandene Verrohrung befördern kannst.
Bei dem Energieverbrauch wirst du einen relativ hohen Wärmebedarf im Winter haben. Gegen eine quasi nicht vorhandene Dämmung anzuheizen benötigt relativ viel Leistung. Energieberater ist daher wirklich die erste Wahl, um überhaupt erstmal einen energetischen Überblick zu bekommen.
Mit dem energetischen Orginalzustand von 1978 kannst du die Wärmepumpe jedenfalls vergessen. Bei 152kWh/m² läuft auch eine Wärmepumpe nicht günstig. Die Entscheidung der Hausverwaltung ist insbesondere bei den Eigentümern absolut verständlich.
Vielleicht muss man es ja auch ganz anders angehen. Austausch der Heizung ist sozusagen ein Anlass, mal grundsätzlich über die energetische Optimierung für die nächsten Jahrzehnte nachzudenken. Wenn Dämmung sinnvoll ist, muss die zuerst gemacht werden, bevor man über die Dimensionierung einer neuen Heizungsanlage nachdenkt.
Auch hier ist der Energieberater dann sinnvoll.
Magisches Wort:
Wertsteigerung.
Der "Energieeffizienzexperte" erstellt dir so einen 4 Stufen Plan (iSFP)
Wärmepumpe kommt da aber meißt als letztes, wenn gute Fenster drin sind (dicht, isolierend) und Wand und Dach, evtl Kellerdecke... gedämmt sind.
Sind schon neue Fenster drin oder Dachboden gedämmt?
Ein Beitrag wurde in ein neues Thema verschoben: Luxbee
Hallo,
da es ja bereits eine Einladung mit Tagesordnung gibt, wirst du kaum einen ausgepreisten Gegenvorschlag in der Kürze der Zeit erarbeiten können. Stelle einen Antrag auf Vertagung und beantrage die Beauftragung der Energieberatung durch die Verwaltung. Wenn die vorliegt, können die Alternativen beraten werden.
Und wenn dann Gas als quasi alternativlos heraus kommen sollte, dann ist das halt so. Doch wenn es mit Wärmepumpen machbar ist, dann ist der Preis allein nicht mehr entscheidend. Die vermietenden Eigentümer sollten ihre Beteiligungspflicht an den künftigen Heizkosten kennen. Es gibt viele gute Argumente, doch ohne Gegenüberstellung der Zahlen wird das nix.
Viel Glück
Bevor hier irgendwas losgetreten wird, sollte sich der TE erstmal informieren.
Austausch einer Gasheizung aus 2002 klingt doch eher nach etwas was zeitlich nicht lange aufgeschoben werden kann.
Und wie schon erwähnt wurde, sind die Baujahre energetisch äußerst undankbar. Die sind zwar gedämmt aber für heutige Verhältnisse absolut unzureichend. Bis auf kleine Maßnahmen wie neue Fenster + Rolladenkästen, neue Türen und eine einfache Zwischensparendämmung rechnet sich da nichts, weil die Heizkosten dann doch zu gering sind.
Für den effizienten alleinigen Betrieb mit einer Wärmepumpe reicht das aber hinten und vorne nicht. Benötigte Heizleistung bei hohen Vorlauftemperaturen bei Minusgraden einfach zu hoch. Da bleibt man wegen der Anschaffungkosten dann doch lieber bei kleineren energetischen Verbesserungen und setzt in der Übergangszeit auf Splitklimas.
Für eine Wärmepumpe wird der Aufwand höher. Da kannst du direkt alle Heizkörper samt Fenster und Rolladenkästen rauswerfen und die Heizkörpernische zumauern. In den Baujahren sind das optimale Kältebrücken. Die Stahlbetondecke geht durch und der Rolladenkasten ist nur eine Spannplatte mit 5mm Styropor als Dämmung. Unterm Fenster sieht es nicht besser aus, da trennen auch nur wenige Zentimeter Ziegel den Heizkörper von der Außenwelt.
Da wäre es am besten das direkt neu zu machen und dann extra Niedertemperaturheizkörper oder direkt eine Fußbodenheizung zu verbauen. Kostet halt und dauert länger in Planung, Förderung und Umsetzung. Vor der kommenden Heizperiode wird das nichts mehr.
Erstaunlicherweise sind die oft (dünn) gedämmt und so gut/schlecht wir die Wände ohne Heizungsnische.
Ansonten stimme ich dir bei den Punkten davor zu.
Vom Energiesparkommissar gabs mal was zu Wärmepumpen im altbau..
Das ging schon wenn etwas (wenig) gedämmt war
Muß mal suchen.
Sry, viel editiert. Ist spät für mich.
Sind schon neue Fenster drin oder Dachboden gedämmt?
Sind das "Rippenheizkörper" oder die Kästen die so 50 cm hoch sind und vorne und hinten eine Metallpaltte?
Nach einigem Wirkenlassen der Situation wird es wohl Gas. Alles andere ist eher unrealistisch.
Begründung:
Mehrere Eigentümer mit unterschiedlichen Interessen.
Einige Eigentümer sind im fortgeschrittenen Alter, für die es keinen Sinn mehr macht zu investieren.
Was man machen könnte, wäre, am Balkon eine Split-Klimaanlage, optimiert zum Heizen, so zu verstecken, dass sie möglichst unsichtbar ist.
Außerdem würde ich einen Ordner mit allen Daten zu deinem Wohnhaus anlegen:
vorhandene Rücklagen
Gas-Jahresabrechnung
Strom-Jahresabrechnung
Energieausweis digitalisieren
Betriebskosten
usw.
Je mehr Daten vorhanden sind, desto besser kann dir geholfen werden.
Langfristig stellt sich die Frage, die mit Experten geklärt werden sollte, ob die Eigentumswohnung überhaupt zukunftsfähig ist oder ob man sie besser verkauft.
Meine Vermutungen:
Irgendwann wird Gas verboten. Daher wird eine sehr umfangreiche und sehr teure Sanierung unausweichlich. Wird das Ganze nur halbherzig im bewohnten Zustand gemacht, ist im Grunde das gesamte Geld verloren.
Die Frage stellt sich überhaupt, ob 08/15-Immobilien mit kleinen Fensterflächen, ohne Terrasse, ohne umlaufendem Balkon, Tiefgarage usw. im Hinblick auf die anstehenden umfangreichen Sanierungsmaßnahmen überhaupt erhaltenswürdig sind.
Der jetzige Verkaufswert plus zukünftige Investitionen ergeben möglicherweise auch nicht mehr als ein Neubau im Erstbezug – mit geringeren Betriebskosten.
Fernwärme ist tabu, da Monopol!
Was viel früher absehbar ist: Immer mehr Haushalte werden von Gas auf Wärmepumpe gehen. Also müssen immer weniger Nutzer die ganzen Grundkosten des Gasnetzes bezahlen. Dadurch werden die Preise schrittweise so anziehen, dass man aus wirtschaftlichen Gründen irgendwann umstellen muss.
Wann das sein wird, ist die Frage. Ich könnte mir vorstellen, dass man die nächsten 10 Jahre noch ganz gut mit Gas durchkommt. Hängt aber auch viel von politischen Entscheidungen ab.
Beispiel Niederlande, da sind schon 50-60 Cent pro m³ Steuern drauf. Es ist eine gezielte Maßnahme, um den Ausstieg von Gas zu beschleunigen.
Ich meine, wir sind uns hier im Forum einig, dass Gas keine Zukunft hat, weil der Ausstieg aus fossiler Energie politisch beschlossen wurde. Nur das genaue Datum könnte vielleicht noch variieren.
Einerseits sind die Emissionen nicht wünschenswert, andererseits muss Gas importiert werden, was auch nicht ideal ist. Ich habe selbst schon fossile Abbaustätten gesehen. Mancherorts sind die Umweltschäden gigantisch, und ab und an geht auch mal ein ganzer Öltanker im Meer verloren.
Tausende Öltanker, die täglich unterwegs sind … alles nicht wirklich wünschenswert.
Das Problem ist halt die enorme Geschwindigkeit, mit der diese Umstellung passieren soll, insbesondere für weniger finanzkräftige Menschen.
Sanierungskosten von 100.000 bis 200.000 Euro – wo sollen die unter Zeitdruck herkommen? Viele haben ihre Immobilie noch gar nicht abbezahlt.
Ein Anfang wäre, möglichst noch dieses Jahr jedem zu ermöglichen, ohne Genehmigung völlig unkompliziert eine Split-Klimaanlage zu installieren.
Voraussetzungen:
ab einem SCOP von 4,8
eine gewisse maximale Lautstärke des Außengeräts
möglichst nachbarschonende Montage
Der Verkauf sollte in Zukunft in der EU nur noch für leise (Außengerät) und effiziente Geräte erlaubt sein, wobei diese Werte schrittweise angehoben werden.
Da Gas unbegrenzt haltbar ist, wäre es für den Zivilschutz zur Erzeugung von Strom in Notfällen hervorragend geeignet. Diese äußerst kostbare Infrastruktur sollte auf keinen Fall rückgebaut werden. Zivilschutz darf auch Geld kosten.
Für die Eigentumswohnung, um die es hier geht, mit insgesamt sechs Wohnungen:
Ich sehe hier zwei mögliche Wege für eine Wärmepumpe, wobei das Herzstück nicht die Wärmepumpe ist, sondern die Niedertemperatur-Heizkörper / Flächenheizung, um die sich alles dreht.
Möglichkeit 1
Überwiegend in Aufputzmontage, möglichst lückenlos, alle Außenwände mit Niedertemperatur-Heizkörpern ausstatten, im Idealfall drei Stück pro Zimmer.
Kosteneinschätzung: 110.000 € bis 260.000 € für das gesamte Haus mit sechs Parteien, ohne Dämmmaßnahmen, nur für den Tausch der Heizung mit notwendiger Anpassung der Elektrik, inklusive Warmwasser.
Möglichkeit 2
Sanierung wie im „Lehrbuch“ – Unterputz.
Dazu müssten aber alle Wohnungen geräumt werden, wenn es ordentlich werden soll.
Nur zur Info: In einer unsanierten Wohnung ist die Wärmeabgabe einer Fußbodenheizung alleine nicht ausreichend, da die Vorlauftemperatur auf 28 °C limitiert ist.
Das wäre auch meine Meinung.

