Gasheizung statt Wärmepumpe

Hallo ich brauch eure Hilfe.
Ich wohne in einem 6 Parteien Haus.
Bin Eigentümer einer Wohnung im Obersten Stockwerk.
Wir brauchen jetzt eine neue Zentral Heizung.
Von der Hausverwaltung wurden nur Kostenvoranschläge eingeholt für Gasheizungen.
Am 10.09 haben wir Eigentümer Versammlung.
Könnt ihr mir helfen mit Argumenten und guten Beispielen was gegen eine Gas Heizung spricht.
Bin ehrlicherweise nicht so im Thema.
Habe dieses Forum durch die Videos entdeckt.
Hoffe das ihr mir helfen könnt.

Muss die Hausgemeinschaft so eine Gasheizung nicht einstimmig beschließen?

Argumente gegen Gas? Stand in der seriösen Presse nicht genug?

Bitte nicht voreingenommen sein.

Sprich mit deiner KI.

Sag ihr aber auch dass im Winter der Cop möglicherweise so tief fällt dass Gas dann günstiger ist. Und lass dir das dann übers Jahr rechnen.

So hast du Zahlen.

Ich würde nach Best practice Beispielen suchen, z.B. hier: So geht's mit Wärmepumpen! | Umweltbundesamt

und die voreingenommene Einstellung der Hausverwaltung nur wieder Gas Angebote einzuholen schlicht ablehnen.

Recherchiere auch zu den Fördermöglichkeiten, die es (noch) gibt, da fehlt mir leider der Überblick.

Hallo zusammen ,

  1. Ständig steigende CO2 Steuer
  2. Biotreppe . Wo soll das Biogas das in der Zukunft beigemischt werden muss herkommen ?
  3. Fördermittel . Bei einen Energieberater erfragen .

Ich würde eine neue Zentrallheizung mit Gas grundsätzlich ablehnen .

Gruß Eckard

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Umgekehrt, frag die Hausverwaltung was für eine Gasheizung spricht, und warum die Alternativen ausscheiden.

Gibt es eine Wärmeplanung der Gemeinde? Nah-, Fernwärme?

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Lassen sich pro Wohnung hinreichend viele Klima-Split-Geräte verteilen?
Dann habt ihr Kühlung mit dabei und ihr müßt noch was fürs Warmwasser überlegen.

Wie sind den die Rahmenbedingungen?

Altbau >50 Jahre ohne energetische Sanierung, mit veralteter Elektrik, uralten Heizkörpern die hohe Vorlauftemperaturen benötigen und eine uralte Gasheizung die schon seit Jahren nur noch geflickt wird und jetzt vor Beginn der Heizperiode noch ersetzt werden muss?

Oder reden wir von einem 10 Jahre alten Neubau mit bester Ausgangslage mit einer 10 Jahre alten Gastherme bei der nur die Elektronik streikt?

Bei erstem Szenario würde ich das Thema Wärmepumpe abhaken. Der Einbau einer Wärmepumpe zieht da weitere Maßnahmen nach sich und das wird eine Investition in die Zukunft. Und genau verlierst du schon die meisten Eigentümer. Zeitweilig Buastelle bzw. Lärm und Dreck und etwas Hindernisse im Flur und dann auch noch Anschaffungskosten für eine Modernisierung die sich erst im Laufe der Jahre bezahlt macht, machen die meisten nicht mit. Insbesondere nicht ältere Eigentümer.

Außerdem ist das nachteilig für die anderen Eigentümer. Schau dir mal die Heizkosten an. Bei älteren Gebäuden mit schlecht isolierten Heizungsrohren und hohen Vorlauftemperaturen geht jede Menge Wärme ungezählt verloren. Die abgerechnete Energiemenge aller Wohnungen passt bei weitem nicht mit der eingekauften Energiemenge ein.

Die obersten Stockwerke zahlen da schlichtweg für die unteren Stockwerke mit. Du drehst den Heizkörper im obersten Stockwerk auf, weil du Wärme an mindestens 2 Außenwänden und dann noch übers Dach verlierst und die anderen in den unteren Stockwerken freuen sich, dass bei geschlossenen Heizkörpern >60°C warme Heizungsrohre die Wohnung heizen, weil du oben die Heizkörper offen hast. Du zahlst die gezählte Energiemenge, die unteren profitieren kostenlos von der ungezählten Energie. Wenn da jetzt mit Umbau auf Wärmepumpe nur noch mit 30-40°C Vorlauftemperatur gefahren wird, müssen die anderen auch heizen und zahlen dementsprechend deutlich mehr als bisher.

(Vereinfacht, wie es im Einzelfall aussieht musst du vor Ort prüfen)

An der Stelle würde ich bei der Gelegenheit Splitklimas und nach Möglichkeit etwas PV für deine Wohnung durchdrücken. Dann kannst du den Großteil der Heizung über die Splitklima erledigen. Vorrausgesetzt das funktioniert mit der vorhandenen Elektrik. Das ist nämlich im Altbau der nächste Grund wieso die Eigentümer dagegen sind. Zählerschränke, wenn nicht sogar noch Zählertafeln sowie Wohnungsverteilungen in dermaßen veraltet und in schlechtem Zustand, dass die in vielen Altbauten komplett erneuert müssen sobald etwas geändert wird. Den Aufwand und die Kosten lehnen die meisten Eigentümer ab. Bei gewerblicher Nutzung wären die Anlagen schon 20-30 Jahre unzulässig und müssten erneuert werden, aber bei privater Nutzung spielt das keine Rolle solange nichts geändert/erweitert wird.

Beim zweiten Szenario mit quasi Neubau würde ich hingegen auf eine andere Heizung bestehen. Da solltest du aber mal einen Energieberater um Rat fragen, welche Lösung man da genau anstrebt, bzw. welche sinvoll und lukrativ ist. In manchen Gegenden sind z.b. Grundwasserwärmepumpen aufgrund hoher Effizienz die erste Wahl. Andererorts ist Wasser in trockenen Jahren ein Problem, da funktioniert die Lösung nicht, aber da ist mit passendem Grundstück und Untergrund evtl. eine Lösung mit Erdsonden und Regeneration im Sommer möglich.

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und darum zahlen die oberen Stockwerke für die unteren mit?

Jeder Heizkörper hat einen Wärmemengenzähler.
Auf den Verbrauch der Wärmemengenzähler wird der komplette Verbrauch der Gasheizung aufgeteilt und anteilig abgerechnet.

Die Heizkörper werden z.b. per Steigleitung angebunden. Da geht vom Keller senkrecht eine Leitung die Wand hoch und dann gibts in der jeweiligen Wohnung einen Abzweig für einen Heizkörper. Also z.b. 5 Wohnungen übereinander mit dem Küchenfenster und dem Heizkörper darunter an der gleichen Stelle und da geht die Heizungsrohre vom Keller gerade nach oben bis in den 4. Stock. Drehst du im 4. Stock den Heizkörper auf, dann fließt durch alle Wohnungen unter dir durch die Heizungsrohre bis zu 80°C warmes Wasser (alte Öl und Gasheizung) und da die Leitungen schlecht isoliert sind und teils auch Aufputz, geben alleine die Leitungen einiges an Wärme schon in den unteren Wohnungen ab.

Da du im Dachgeschoss eh mehr heizen musst, weil du wenig ungezählte Abwärme der Leitungen nutzen kannst (die Enden ja bei dir am Boden, in den unteren Wohnungen gehen die von Boden bis Decke) und auch mehr Wärme über das Dach verlierst weil der Dachboden schlecht isoliert und auch nicht beheizt ist, hast du erheblich mehr gezählte Wärmemenge als die anderen Wohnungen.

Daher nach Möglichkeit nicht die Dachgeschosswohnung nehmen, sondern die Wohnung im Erdgeschoss direkt unter der alten Öl- und Gasheizung. Da hast du am meisten ungezählte Wärme in der Wohnung. Funktioniert natürlich nur im Altbau, im Neubau hat jede Wohnung einen Verteiler für die Fußbodenheizung und es wird direkt die Wärmemenge des Heizungswassers erfasst. Im Neubau ist wichtiger, dass du unter, über, und beidseitig neben dir Wohnungsbesitzer hast, die die Wohnung deutlich wärmer haben möchten als du.

Hört sich jetzt komisch an, aber bei den Heizkosten zählt wie bei anderem auch: Lage, Lage und Lage.

Kannst du auch online suchen, z.b. mal das erstbeste Suchergebnis auf G**gle: https://www.minol.de/blog/der-einfluss-der-wohnlage-auf-heizkosten/

Hast in den anderen Räumen dann aber die Verluste durch die in aller Regel ungedämmte Kellerdecke …

Es gibt keine absolut faire Abrechnung. Nur wieder ein weiterer Gedanke: Wenn die Vorlauftemperatur wegen der Dachgeschosswohnung höher gedreht werden muss, dann zahlen alle Anderen ebenfalls mehr, weil bei einer Wärmepumpe beispielsweise der Temperaturhub eine Rolle spielt. Dann zahlen alle 10% mehr weil 10% ineffizienter.

Das ist m.u. der einzige Grund, warum meine Schwiegermutter im Erdgeschoss mit ihren Heizkörpern und wir getrennte Wärmepumpen bekommen. Sie braucht zwar auch nur 45°C Vorlauftemperatur für die Heizkörper, das sind aber knapp 10°C mehr als wir brauchen. Der Wärmemengenzähler zählt aber nur Strom und Wärme. Bedeutet: Wir brauchen so oder so nur 10 000kWh Wärme. Aber bei 35°C VL wäre das COP4 und bei 45°C beispielsweise COP3,5. Also zahlen wir dann entweder für 2500kWh Strom oder für 2860kWh Strom, obwohl wir 2500kWh bräuchten. Und da ich das nicht bröseln möchte gibts 2 Anlagen.

Man versucht sowas bei Mietwohnungen irgendwie gerecht aufzuteilen. Am Ende kann man das aber gar nicht. Da wird die Wand warm, dort der Boden, da die Decke. Der Eine zahlt den Anderen, der Andere nix, und wieder einer will 25°C in der Bude haben und da muss einer permanent das Fenster öffnen um die Wärme raus zu bekommen....

Ah, Ok. Manche Wohnungen werden ja noch nach qm abgerechnet..

Naja neuer Gasofen ist die kleinste Investition.

Des zahlst aber wahrscheinlich jahrelang doppelt und dreifach drauf am Gaspreis.

Sag mal was zu den Bedingungen. Notwendige Vorlauftemperatur bei NAT? Gibts PV + Batterie? Oder geplant? WP heizt kostenlos aus der Batterie.

Unwahrscheinlich, du meinst vermutlich Heizkostenverteiler. Wärmemengenzähler baut man in der Regel, wenn überhaupt, dann nur pro Wohnung einmal ein.

Wenn man eine Wärmepumpe halbwegs effizient verbaut, wird man recht sicher laufende Kosten sparen können. Derzeit nicht extrem viel, aber vielleicht 10-30% weniger Verbrauchskosten. Über die nächsten 10-20 Jahre wird es vermutlich mehr werden, aber da kann man natürlich mit Wahrscheinlichkeiten argumentieren.

Gasheizung wird in der Anschaffung günstiger sein, aber durch Förderung kann es sein, dass der Unterschied gar nicht so groß ist.

Ökologische Argumente gibts natürlich auch, aber das interessiert oft kaum jemanden. Es sei denn, die Leute im Haus sind ökologisch interessierte Menschen. Ich würde sagen, von der ökologischen Einstellung der Eigentümer hängt sehr viel ab.

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Gas hat sicher keine Zukunft, weil es politisch nicht gewollt ist und immer mehr Schikanen eingeführt werden.

Einfach nur Kostenvoranschläge einzuholen, ist nicht seriös. Die Zeit ist vorbei.
Der Anfang eines solchen Prozesses wäre ein Energieberater oder Sachverständiger.

Natürlich muss heute, im Jahr 2026, in alle Richtungen ein Kostenvoranschlag erstellt werden, unter Berücksichtigung eventueller Förderungen.

Außerdem würde ich mich bezüglich der Förderungen beraten lassen.

Man muss aber auch sagen, dass viele Häuser nur mit sehr hohem Aufwand vernünftig (also mit geringen monatlichen Stromkosten) auf eine Wärmepumpe umgestellt werden können. Viele Häuser sind auch ein wirtschaftlicher Totalschaden. Ganz so einfach ist es leider nicht.

Wichtig für weitere Aussagen sind eure Vorlauftemperatur, der Energieausweis, das Baujahr, euer Energieverbrauch usw.

Aha, die Eigentümer müssen einstimmig beschliessen, welche Heizung reinkommt.

Und wer hat dann den Auftrag gegeben nur Kostenvoranschläge für eine Gasheizung einzuholen?

Hier stimmt doch was nicht

Die Hausverwaltung hat das beschlossen? Die dürften vermutlich nicht für jeden Killefit, ja Heizung ist kein Killefit, eine Abstimmung veranstalten, sondern eigenverantwortlich tätig werden. Die fragen sicherlich auch nicht, wenn im Keller das Licht repariert werden muss. Also in der Versammlung einfach mal die Alternativen abfragen und den Energieberater nicht vergessen.

Ich habe Die Kostenvoranschläge mit der Jährlichen Einladung zur Eigentümer Versammlung bekommen. Die Hausverwaltung hat das veranlasst.