ich stehe vor der Entscheidung, eine Gastherme gegen eine LWWP zu tauschen.
Hintergrund ist, dass der 100L Speicher an der Gastherme altersbedingt gerissen und dem resultierend ein Wasserschaden eingetreten ist. Der Heizungsmonteur hat nun nach 2 Wochen das Angebot eingereicht, ~ 4000€ für den Tausch des Speichers. Das Ganze ist im Haus meiner Mutter passiert. Sie wollte schon bezahlen aber ich habe das erstmal gestoppt.
Ich stehe jetzt vor folgenden beiden Optionen, und weiß nicht wie ich weiter machen soll:
A: Speicher an der Gastherme selbst tauschen ( ~1000€)
B: Wärmepumpe selber einbauen (dann mit WW)
Wir tendieren aktuell eher Richtung Option B, Geld sitzt leider nicht so locker, aber jetzt nochmal Geld in die 18Jahre alte Gastherme zu stecken fühlt sich FÜR MICH falsch an ( mit Hinblick auf Gaspreise, Gasspeicher und Co.). LLWP ist leider keine Option, gefällt ihr überhaupt nicht. Sie hat jetzt aktuell kein WW und keine Heizung im Haus. Ich habe eine Firma für die Installation von LLWP und würde ihr dann auch eine Rechnung schreiben für die LWWP, sodaß sie die Maßnahmen von der Steuer absetzen kann.
Ich lese mich quasi seit 48h zum Thema LWWP ein und für mich ist vor allem die vorgehensweise für die Erfassung der vorhandenen Hydraulik nicht klar. Sie hat eine Mischung aus HK und FBH, es gibt keinerlei Unterlagen zum Haus. Wichtiges Thema für die LWWP ist ja der Volumenstrom und ich bin mir nicht sicher, welche Faktoren ich vor Ort prüfen muss.
Zum Haus:
~ BJ1960 ca. 100qm EG + OG/Spitzdach
~ keine Sanierung, d.h Dach ungedämmt, Geschossdecke ungedämmt, zweifachverglast von ~ 1995 usw.
~ FBH in Flur, Küche und Badezimmer
Wohnzimmer, SchlafzimmerHK Typ 22 (kann ich ggf. tauschen)
Wie ich jetzt weiter machen würde:
Räume bzgl. qm vermessen und HK Flächen notieren; Fensterflächen vermessen
Gas Verbrauch von den Vorjahren in Erfahrung bringen
Rohrquerschnitt ermitteln (Vorlauf / Rücklauf); wobei ich nicht weiß wie die Leitungen sich im Haus aufteilen
Dann würde ich überschlägig Heizlasten für die Räume berechnen und aus den vorhandenen HK die aktuelle Wassermenge im HKL überschlagen. Ich möchte einen Pufferspeicher gerne vermeiden, da leider kaum Platz für die neue Heizungsanlage im Haus vorhanden ist.
Das wird dann aber sehr sportlich bei einer Mischung aus FBH und HK. Warum nur die Handwerkerleistung von der Steuer absetzen, statt die Förderung für LWWP mitzunehmen? (Gibt auch Firmen, die einen da privat bei helfen, u.a. Dennis Nörrmann auf YT hat da was zu gemacht).
Blöd, daß der Platz eng ist, sonst könnte man erstmal (selber) ne BWWP fürs WW installieren und dann nach dem Winter in Ruhe die Gastherme gegen eine LWWP austauschen und beides entkoppeln.
Meine Mutter hat generell wenig geheizt aufgrund der hohen Gaskosten.
Schlafzimmer z.B. garnicht.
Sie braucht also keine 24°C Wohlfühltemperatur.
Es wäre vollig akzeptabel für sie, wenn die LWWP den kommenden Winter noch nicht optimal läuft und ich dann im Folgesommer ggf. die HK auf Typ 33 tausche, sofern es im Wohnzimmer zu kalt sein sollte.
BWWP passt leider nicht, ich würde auch gerne WW vom HKL trennen. Möglich wäre evtl. ein 200L Trinkwasserspeicher mit Heizstab vorab, der ja sowieso für die LWWP angeschafft werden müsste.
Ich habe selbst eine BWWP, diese steht im Keller und ist relativ laut.
Im Haus meiner Mutter ist der Heizungsraum eher eine Nische mit Dachschräge, direkt abgehend von einem Schlafzimmer. Aufgrund der Akkustik schließe ich eine BWWP deshalb aus.
Eventuell wäre eine BWWP eine Option im angrenzenden Schuppen, dann müsste ich die WW Leitung aber ca. 15m verlängern.
Ok, das ändert nat. alles. I.d.R. liegt es am fehlenden Platz.
Klingt irgendwie nicht gut, der wird ja vermutlich nicht gedämmt sein?
Da würde ich von enormen Wärmeverlusten ausgehen die dann einfach "weg" sind und auch nicht das Haus heizen... Dazu dann Frostprobleme mit den Rohren. Anders als bei einer LWWP steht das Warmwasser ja in der Leitung wenn man keinen Bezug hat.
Spricht irgendwie alles für einen DLE - die gibt es auch spottbillig zu kaufen.
Wie aufwendig dann aber die Installation wäre (Zuleitung) ist eine andere Sache;)
Und wie es in Zukunft mit dem Strompreis aussieht (Bezug Leistungsabhängig bepreisen?) auch.
Bzgl. Verbrauch wäre es aber wohl mit Abstand am günstigsten und sinnvollsten. Es wäre bei dem Preis auch "nix vertan" - selbst wenn in Zukunft was anderes kommt. Denn ein Backup wäre es dann immer noch;) Für Situationen wie im Moment. Oder für den Sommer, damit die Heizung da aus bleiben kann.
Meinst du einen zentralen DLE oder 3 dezentrale DLE ( es gibt 3 Abnahmestellen für WW).
Zentraler DLE wäre durchaus eine Möglichkeit, davon habe ich bisher noch nicht viel gehört, deshalb hatte ich ihn selbst noch nicht als Option durchgespielt.
Wegen Platz bei der WP. Es wird aus Effizienzgründen auch gerne ein kleiner Serienspeicher mit Bypass-Ventil verwendet der im Rücklauf sitzt und die nötige Abtauenergie liefern kann
Wirklich viel Leistung benötigt die Dusche, aber die nutzt man gleichzeitig meistens auch zeitlich gesehen nicht so lange...
Also selbst wenn der dann zb. 22kW zieht, und man dann zb. 5 Minuten duscht, sind das am Ende nur 1,8 kWh. Wenn man das hochrechnet, dann kommen da keine extremen Summen zusammen, speziell dann nicht, wenn man nur 1 - 2 Personen im Haushalt hat.
Vorteil ist dann auch:
Keinen Speicher =
Keine Speicherverluste
Keine Legionellengefahr (oder meinetwegen so gut wie keine)
Bzgl. Installation wäre ein zentrales Gerät vermutlich auch einfacher.
Nachteil ist nat, dass es gleich lang oder einen tick länger dauert bis warmes Wasser aus der Leitung kommt.
Ich hatte letzten Winter - weil die Gasheizung ausfiel - auch übergangsweise einen billigen Baumarkt DLE verwendet. Ist noch immer installiert als Reserve, aber aus.
Hatte den nichtsahnend im Baumarkt einige Tage vorher entdeckt und mal ein wenig "versteckt", weil ich drüber nachdachte ob so ein Ding nicht eine gute "Reserve" wäre falls mal die Heizung streikt. (Die aber erst 28 Jahre alt ist, da sollte eig. noch nichts dran sein )
Paar Tage später war die dann unvermittelt tot und ich bin zum Baumarkt und das Ding war noch da;)
Ein zentraler DLE wäre die perfekte Lösung. Ich muss jetzt nur herausfinden ob die Gasbrennwerttherme ohne Speicher betrieben werden kann. Laut KI sollte das aber möglich sein. (Vaillant EcoCompact VSC196/2)
Das Thema mit dem "verstecken" kenne ich zu gut , dass es dann wirklich noch da ist hatte ich aber noch nie
Alternativ, tauscht Du die alten Warmwasserspeicher gegen eine neue aus (600,-) und könntest dann in so einige Jahre in Ruhe alles auf eine LWWP umstellen. Die neu WWS eingebaute kannst Du dann auch mit einbinden.
Der aktuelle 100L Speicher ist direkt im Gehäuse der Gasheizung integriert und dient als Trinkwasserspeicher. Als Ersatzteil kostet der Speicher ca. 1000€ und wird quasi direkt unter dem Brenner geschraubt. Ich habe leider keinen Platz für einen seperaten Speicher.
OK das ist dann ganz doof. Wäre Platz für irgendeinen speicher hätte man vllt was basteln können. Das wird dann aber auch mit WP doof. Die braucht einen Brauchwasserspeicher oder besser Frischwasserspeicher
Wenn die Gasheizung raus kommt wäre dort Platz für einen 200L Speicher, wenn ich aber die Gasheizung für den Heizkreis weiter benutze habe ich keinen Platz für einen zusätzlichen Speicher. Ich favorisiere die Lösung mit dem Durchlauferhitzer, da ich die zukünftige LWWP gerne auch vom WW trennen würde.