Ich habe heute die Rechnung vom Elektriker für den Anschluss unserer PV bekommen. Neben ziemlich überzogener Arbeitszeit (8h statt 3 für die Montage) , wo ich von mir aus noch mitgehe sind da einige Dinge die ich nicht verstehe. Ich hoffe da kann mir hier jemand Klarheit ins Dunkel bringen.
Mir wird Umsatzsteuer in Rechnung gestellt, ist das nicht dieses Jahr hinfällig/befreit für alle PV-bezogenen Waren und Dienstleistungen für Privathaushalte?
Mir werden 56€ für pro Meter 10mm² Kabel berechnet......ist das normal? hat da jemand Erfahrung? Ich meine das kostet 2,50€ , von mir aus das Doppelte weil vom Elektriker. Aber doch nicht das 22-Fache? Ich bin jedenfalls sehr überrascht und wüsste gern ob das Gang und Gebe ist bevor ich zu meckern anfang.
Im normalen Leben heist das Wucherei und ist eigentlich verboten......
Vielen Handwerkern ist das noch nicht klar. Mit ausgewiesener MwSt sind die jedenfalls auf der sicheren Seite.
Kannst ja nochmal mit dem guten Mann reden und ihm das erklären (bzw. hättest du auch vorher klären können)
5x10mm2 kostet 7€ / Meter
Meckern könnte was bringen, die Frage ist halt ob du den Elektriker in Zukunft nochmal brauchst.....gerade bei DIY Anlagen ist es ja schwierig überhaupt jemand zu finden.
Der Papierkram ist glaube ich nochmal als extra "Anmeldung einer PV" mit 300€ Aufgeführt, bin mir aber nicht sicher was das wirklich umfasst. Aber wie gesagt, das mit der Arbeitszeit von mir aus...er war zwar nur 2 mal anderthalb stunden da und hat ne Anfahrt von 10 Minuten aber ich will auch nicht kleinlich sein.
Ich denke auch das mit der MwST lässt sich klären, obwohl ich gedacht hätt jemand der sagt das er das sehr oft macht wüsste Bescheid.
Aber die Sache mit dem Kabel fühlt sich einfach nicht richtig an. Deswegen wüsste ich gern ob es da "normal" ist solche Preise aufzurufen.
Der Preis für den laufenden Meter Kabel wird meiner Meinung nach auch die Verlegearbeiten + Kabelkanal etc. mit abdecken.. Aber die Kostenzusammenstellung kann der Elektriker Dir bestimmt erläutern.. Aber die Thematik hatte ich mal bei einer Autoinspektion, wo der Liter Öl mal 300% über dem gelegen hat, was ich als Privatmann bezahlen würde-- auch wenn in dem Preis auch die Entsorgung des Altöls mit inbegriffen war.
Das ist doch egal. Mein Elektriker hat mir mal einen Rest von zwei Meter 5x6mm² geschenkt. Bedeutet das jetzt das alle Elektriker Kabel verschenken müssen ?
Also ich würde bei dieser Rechnung auch nochmal nachhaken. Aber ganz egal, wie es ausgeht: Wenn noch andere Elektriker im Einzugsbereich sind, würde ich mir überlegen, ob ich beim nächsten Auftrag nicht lieber beim Wettbewerb Kunde werde. Das ist der Vorteil der Marktwirtschaft.
Ja ich denke da muss ich mich wohl nochmal umsehen hier, also außer es ist ein Tippfehler oder sowas. Mal sehen ich werd mal erzählen wie es ausgeht. Weitere Preisinfos bleiben wilkommen. {green}
Ist jetzt sicher nicht dem TE dienlich aber kann ich mir nicht verkneifen... Da liegst du falsch. Der Kunde muss in der Autowerkstatt, rein rechtlich gesehen, nur das Bezahlen was er per unterschriebenem Auftrag beauftragt hat. Ich hatte selbst den Fall, dass die Werkstatt auf eigene Faust dann doch noch mal schnell einen Bremssattel und zwei Bremsleitungen an der Hinterachse getauscht hat, ich wurde nicht vorher gefragt und es war auch nicht schriftlich beauftragt, also hab ich die Zusatzpositionen nicht bezahlt. Natürlich macht man sich damit keine Freunde, aber es gibt ja auch noch genug andere Werkstätten die möglicherweise besser im Sinne des Kunden -und nicht im Sinne des Umsatzes- handeln.
Was den Meterpreis beim Kabel betrifft würde ich einfach freundlich Rücksprache mit dem ausführenden Betrieb halten. Ich gehe auch davon aus, dass der Meterpreis pauschal den Kabelwegausbau, die Verlegearbeit, Verwaltungsaufwand etc. beinhaltet - als Mischkalkulation. Bei dem einen Kunden fällt Kabelwegausbau an, beim Anderen nicht beim Dritten erhöht usw. Um die Kalkulationspositionen übersichtlicher zu halten wird hier aber dann nicht unterschieden ob Unterverteilung, InPu, APu etc. - könnte ich mir jedenfalls so vorstellen.
Klar. Bei Auftragserteilung erhält man i.d.R. ja auch einen Kostenvoranschlag dazu. Hier fehlt aber genau der unterschriebene Auftrag bzw. eine Abgrenzung der Leistung nebst Kosten.
Ist rechtlich glaube ich auch in Ordung aber diese Werkstatt wird dich dann wohl in Zukunft nicht mehr als Kunden sehen wollen. Auf den TE bezogen ist das aber auch nicht vergleichbar, denn hier wurden ja keine Zusatzleistungen (z.B. Reparatur einer Lampe) abgerechnet. Es lag ja anscheinend nur der Auftrag vor "mach das so dass ich PV betreiben kann" und das hat der Elektriker in einem durchaus marktüblichen Rahmen (8h Arbeit + Material) abgerechnet. Streiten lohnt da glaube ich nicht insbesondere dann, wenn man nur den einen Elektriker hat und in Zukunft vielleicht nochmal braucht. Autowerkstatt kann man sich ziemlich frei aussuchen.....konzessionierte Elektriker weniger.
Ich würde da gleich mit der Parole anrufen, dass bei der Rechnung ein Rechenfehler aufgefallen ist. Und dann genauso begründen, dass da was unstimmig ist. Wenn das Kabel im Interne 2,50 Euro kostet, kann es beim Elektriker maximal 5 Euro kosten. Da ist wohl versehentlich das Komma verrutscht. Alles ganz wohlwollend und freundlich sagen.
So breitest du denen den roten Teppich aus, den Fehler zuzugeben und es ohne Gesichtsverlust zu bereinigen.