Flexible Solarpanels - Erfahrungen?

Hallo!

Vorab: Ich habe natrülich schon alle Suchfunktionen bemüht um mich zu informieren, aber so richtig fundierte Informationen findet man leider kaum.

Eigentlich hätte ich gerne eine „große“ PV Anlage. Unser Dach (Bild siehe unten) eignet sich dafür leider kaum. Die Ausrichtung und Neigung sind eigentlich ideal, aber die Fläche ist nicht groß und ausserdem ist ein guter Teil davon schon mit einem Warmwasserkollektor belegt. Dazu kommt, dass es 75 Jahre alt und mit dem großen Kollektor und einem nachträglichen Innenausbau schon sehr stark belastet ist. Zwar könnte man mit guter Planung und bastlerischem Geschick bei der Unterkonstruktion ungefähr 5Kw peak unterbringen, wenn man moderne Panels mit maximalem Wirkungsgrad nimmt, aber der Aufwand ist einfach zu hoch. Und wenn man es vom Fachbetrieb machen lässt (die sich ohnehin weigern werden, weil man hier kaum ein Gerüst aufstellen kann) so teuer, dass ich von dem Geld für den Rest meiner Tage den Strom auch kaufen kann...

An meiner zweiten Option, nämlich Freilandaufstellung in unserem (sehr großen, da landwirtschaftliche Fläche) Garten, arbeite ich auch, aber die Genehmigungshürden sind hoch und es ist nicht abzusehen, wie und wann das jemals realisiert werden kann.

Deswegen denke ich zur Zeit über so etwas wie ein „erweitertes Balkonkraftwerk“ nach, um ein bisschen mehr zu tun als mein 10 Jahre altes Mini-Balkonkraftwerk mit 200W Panels, mehr gab es damals noch nicht fertig zu kaufen, leisten kann. Wobei das in diesem Oktober, der hier zur Hälfte sehr trüb war, eine Strommenge erzeugt hat, die fast 10% von unserem Bedarf entspricht (ohne Elektroauto). Wenn ich das um den Faktor 10 auf 2000W Panels hochskaliere dann würde das fast schon reichen, um uns komplett zu versorgen, zumindest von April bis Oktober. Natürlich nur mit einem Speicher und einer Grundlasteinspeisung.

Um da jetzt endlich voranzukommen, denke ich über eine „quick and dirty“ Lösung mit flexiblen Solarpanels nach. Der Riesenvorteil von denen ist für mich, dass sie nur ein Viertel von Glaspanels wiegen und man sich die Unterkonstuktion größtenteils sparen kann. Ich könnte die sehr solide Befestigungsschiene des Warmwasserkollektors einfach auf die gesamte Dachbreite verlängern und die Panels daran mit Edelstahlkabelbindern oder Schäkeln befestigen. Unten noch ein dünnes Stahlseil quer rüber spannen damit die Panels nicht im Wind flattern. An die Hauswand könnte ich ziemlich leicht auch noch welche hängen.

Und jetzt meine Frage: Gibt es irgendetwas, was gegen so eine Lösung spricht? Ausser vielleicht dem Preis, die Panels kosten pro kW etwa das doppelte wie Glaspanels, dafür spart man sich die Unterkonstruktion. Die Datenblätter von aktuellen Panels unterscheiden sich eigentlich nur im Gewicht von Glaspanels, Modulwirkungsgrade werden mit 20-22% angegeben und manche Hersteller geben 12 Jahre Garantie darauf, was mir erstmal reichen würde, denn wie gesagt, eigentlich will ich eine große Freiflächenanlage.
Bei Aliexpress werde ich die Panels nicht kaufen, da traue ich den Wattzahlen nicht, aber es gibt auch Anbieter aus Deutschland, denen man die Dinger einfach zurückschicken kann wenn die Angaben gelogen sind. Das hier wäre gerade mein Favorit, wobei ich weder den Händler noch die Panels kenne: Solarmodul - Flexibel - Full Black - 375Wp | AC SOLAR . Vielleicht hat ja tatsächlich jemand mit so einer Lösung Erfahrungen sammeln können?

Viele Grüße

Maximilian

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Sind die nicht sündhaft teuer?

Die kosten ungefähr das Doppelte wie normale Panels. Die 375Wp Panels, die ich oben verlinkt habe, kosten bei Abnahme von vier oder mehr 229 Euro. Dafür fallen so gut wie keine Kosten für Montagematerial an und montieren kann ich sie an einem Nachmittag alleine. Wenn so ein Panel im Jahresdurchsnitt 5 Stunden am Tag 300W ezeugt (ist vielleicht ein bisschen optimistisch, aber das ist ungefähr meine Erfahrung mit meinem 1.Generation Balkonkraftwerk), und ich kann den Strom komplett nutzen, dann sind sie nach eineinhalb Jahren amortisiert. Beim Speicher dauert es dann ein bisschen länger.

Habe zwei hier aber nur für experimente: Ihre 300w Nennleistung haben sie noch nie erreicht, maximal 220. Normale Module habe ich hier schon öfters zu ihren Nennleistungen getrieben. Manche Anbieter hier in DE machen auch darauf aufmerksam, wenn man flexible Module bei ihnen bestellt. Nach dem Motto: 3 kwp installieren, 2 kwp bekommen.

die sind ja jetzt richtig billig geworden. Gibt es mittlerweile neue Erfahrungen ?
Ich überlege den Carport damit zu belegen.

Grüsse
Uwe

hast Du mal ein billigen Link? :wink:

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ja für so einen Polycarbonat gedeckten Alu-Carport wären das die optimalen Module

Ich vermisse halt die für mich 4 wichtigen Buchstaben ETFE, aber alles kann man nicht haben

nee, ich habe ein Flachdach mit EPDM Folie. Man könnte solche Module direkt aufkleben, aber in der Anleitung wird wg Temperaturganges davon abgeraten und man soll Abstandshalter verwenden.
Ich suche halt eine Möglichkeit, von unten unsichtbar Module ohne Dachdurchdringung zu montieren.

EPDM lässt sich gut kleben… ist UV Fest… und wird wenn es nicht gerade weiss ist genau so heiss wie so ein PV Modul.

So ein Flexmodul hält dann wenn Du es flächig verklebst also entweder machst du Glas/Glas Module mit entsprechenden Flachdach-Montagesystemen drauf oder verklebst solche Flexmodule

Ich denke eher dass der Untergrund auch warm wird. Ein PV-Modul wird normalerweise von hinten mit Luft versorgt und kann die Wärme abführen. Liegt das aber auf einem Flachdach wird es sicher heißer da keine Konvektion.

ich werde erstmal einen Klebeversuch mit einem alten Flex Modul machen, um zu schauen ob der EPDM Kleber auch drauf hält. Wenn alles OK ist, werde ich es einfach wagen und Flex Module aufkleben. Ist die einfachste und billigste Methode.
Und wenn die Module nach ein paar Jahren kaputt gehen, dann klebe auf die alten Module einfach neue auf, denn wenn EPDM Kleber hält, dann richtig.....ist wie Sikaflex, kaum runter zu bekommen.

Du braucht keine Klebeversuche machen, das macht der Kleberhersteller

Du braucht einen Kleber wie er auch für das EPDM benutzt wird, das Zeugs ist ja auch Diffusionsdicht wie das PV Modul. Das Module hat kein Problem mit dem EPDM Kleber, also papp es drauf und wenn es kaputt geht… die nächste Lage Modul oben drüber.

wäre so ein Modul, eurer Meinung nach, etwas für die Dachmontage (am Dachträger) auf einem Geländefahrzeug (für Overlanding gedacht)? Es sollte eine Jackery o.ä. laden. THX

ich habe mir die Anleitung von Bluesun mal durchgelesen.
Die Teile hier sind nur 1.8mm dick, man soll sie nicht begehen und insb auch am Rand verkleben. Biegeradius ist min. 30cm, also ziemlich flexibel und werden auch für mobile Anwendungen beworben. Ob das auch für ein KFZ bei 130Km/H gilt könntest du vlt bei DNS erfragen, auch ob es diese Teile in anderen Massen gibt, denn 2.25m ist schon arg lang.

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