Finde defekten Zellenblock nicht und bin ahnungslos

Hallo zusammen :wink:

Ich bin hier Neuling aber schon etwas eingelesen und sicher nicht ungeschickt.

Ich habe einen Tisto Roller mit 2 Akkupaks. Seit 2 Tagen zeigte die Ladeanzeige am Roller nach kompletten laden
für den Akku 1 100% und für den Akku 2 40% an.
Nach fahren und wieder aufladen genau das gleiche Bild.
Sobald man den 2. Akku einzelnd laden will, schaltet das Ladegerät/BMS nach kurzer Zeit ab.

Daher habe ich den Akku (20s7p) zerlegt und die Spannung an den Lötpunkten an denen die BMS Kabel angeschlossen sind gemessen. (BILD)
In meiner Ahnungslosigkeit, war ich natürlich sofort der Meinung Block 10/11 muss deffekt sein.. und das würde dann alles erklären.

Also hab ich die Nickel-Streifen entfernt und einzelnd gemessen.(BILD)

Ich bin jetzt ganz schön ratlos..
Die Werte von

LG INR21700M50LT
schauen doch gar nicht so schlecht aus. Oder müssen die Innenwiederstände auch genau gleich sein ??

Vielleicht hat ja jemand einen Tipp - wo ich weiter suchen könnte.. oder wo ich mich noch mehr einlesen könnte.

Für Hilfe und Tipps wäre ich wirklich sehr dankbar.

Viele Grüße
Boergi

Daten des Akkus
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Marke: ZhongXin
Modell: DM3182007
Cell Capacity: 72V35Ah (2520Wh)
Manufactuerer Shen Zhen ZhongXin New Enrergy Co. Ltdc

Breite: 23,5 cm
Höhe: 41,5 cm
Tiefe: 9,0 cm

BMS: ALI-C21025
A20L001
20 7 /70A

Die Spannung an zelle 11 ist zu hoch. Zur schnellen Abhilfe kannst du sie mit einer Scheinwerferglühlampe gezielt entladen. Dafür sorgen normalerweise Balancer in solchen Batterien. Wenn die dann auch auf 4,1V ist und auch nach einiger zeit noch hat, kannst du wieder aufladen. Zelle 10 ist zu niedrig. Das kann man beheben, indem man alle anderen Zellen weiter entlädt. Dabei kann man mit einer 12V Lampe immer drei Zellen auf einmal entladen. Es dauert lange, man muss viel Geduld haben und das Ganze lückenlos unter Aufsicht machen

Die Zellen sind OK. Die Frage ist, warum die gemessenen Spannungen an den Blöcken 10 und 11 “verschoben” sind. Wenn man die addierten Spannungen halbiert, kommt der korrekte Wert heraus. Du kannst wohl noch keine Bilder einstellen, aber das wäre hilfreich, um den Fehler einzugrenzen. Sprich doch mal einen Mod an, ob er dich freischalten kann.

Das ist aber nur eine Vermutung? Wie kommst Du denn auf sowas? Wenn er manuell mit vernünftigem DMM gemessen hat, sollten die Werte doch stimmen? Eine Zelle ist massiv überladen, die andere fast leer. Die eine muß entladen, die andere aufgeladen werden. Und dann eine Weile beobachten, d.h. nachmessen wie sich die Spannung nach Stunden, Tagen, Wochen… verhält.

Nö, wenn man 7 Zellen mit je 4,084V parallelschaltet, kann die Spannung niemals 4,82V sein. 7 parallele mit 4,090V können auch niemals 3,39V ergeben. Dass (4,82 + 3,39)/2 die korrekten 4,10 V ergibt, ist ein weiterer Hinweis.

Danke für den ersten Input..

Ja, das verstehe ich auch nicht.

  • Beim durchmessen ist mir eigentlich erst nur der Block 10 mit 3,39V aufgefallen
    Der Block 11 mit 4,82V ist mir gar nicht so aufgefallen - da ich nur nach “tiefen” Werten überflogen habe.
    Komisch ist das (3,39 + 4,82) = 8,21 / 2 = 4,105 ja eigentlich gar nicht falsch ist..

Ich dachte.. klar, Block 10 da sind zellen deffekt und habe die Nickelstreifenverbindungen gelöst und alle Zellen einzelnd gemessen. Aberdiese schauen doch - bis auf den Widerstand gut aus.

Daher meine Fragen:

  • was könnte diese Messwerte (Block 10/11) verursacht haben
  • Sind die Zellen aus Block 10/11 deffekt - oder wie kann ich das besser überprüfen.

Da Schweißgerät und nickelstreifen noch unterwegs sind, kann ich leider die Blöcke nicht “zusammen” nochmals testen.

@carbo Ich hatte ein Bild mit den Messwerten eingestellt. Was für Bilder benötigst Du ?

@paddy72 Die Messwerte von Block 10/11 sind entsanden, als diese noch verbaut waren.
Ich habe die einzelnen Zellen aus der Batterie genommen und einzelnd gemessen (Siehe unteres Bild im 1. Post) - da zeigt sich - für mich - keine Auffälligkeiten.

Vielen Dank
Boergi

Der Gesamtaufbau wäre interessant. Bei mir ist die 20s 7p Konfiguration im Aufsitzmäher drin, dann weiß ich, was mich erwartet :wink:

Nach den bisherigen Infos würde ich mir den Balanceranschluss zwischen Block 10 und 11 mal näher anschauen. In dem Bereich muss der Fehler sitzen. Eine Hypothese ist, dass das Kabel zu 10-11 unterbrochen ist und die “krumme” gemessene Spannung von der internen Beschaltung des Balancers stammt.

ja, genau - der Aufbau des Akkupacks wäre interessant, also wie sind die einzelnen Zellen zusammengeschaltet (2S3P heißt z.B. Blöcke a 3 Zellen parallel und 2 von diesen Blöcken in Serie).

Ich nehme an, dass hier mehr als 2 Zellen in Serie geschaltet sind? Wieso also 2er-Blöcke? Wenn die beiden parallel wären, dann hätten sie natürlich die gleiche Spannung. Vermutlich liegt es also an einem schlechten Kontakt der Balancerkabel, wie oben schon vermutet.

Hier mal ein paar Bilder :wink:

Ich weis zwar nicht, warum ich für die Seite mit den ungeraden Blöcken nur 1 Bild habe (ich dokumentiere normal alles sehr genau :wink: Aber es ist hier gut zu erkennen.

Block 10 ist auf oberen Bild freigelegt..

WICHTIG - was ich auch sehr komisch fand - auf Block 11 gehen auf die - Seite 2 Kabel von dem LB.

Die nummern habe ich nach den Lötpunkten der LB-Kabel Nummeriert.

  • ist auf dem Haupt - Punkt
    Block 1 ist auf dem Lötpunkt mit 4,09 V
    Block 2 ist auf dem Löltpunkt mit 8,18 V
    usw…

Vielleicht hilft euch das weiter.

Vielen Dank
Boergi

Leider geht nur 1 Bild …

Hm… ich habe die Spannung aber von den Lötpunkten an den Streifen direkt an den Blöcken abgenommen. Die Spannung hat mir also nicht der Balancer angezeigt.

Ich bin total verwirrt.. da ja die einzelen Batteriezellen ja gut sind. (oder nicht.. dazu hat sich noch keiner geäußert).

Vielen Dank
Boergi

Ach ja.. und beim messen war ich dann auch noch total verwirrt.. als ich - unwissender maßen..

Bei jedem Zellenblock von + und - gemessen habe.. und immer 4,08 V (auch bei Block 10/11) gemessen habe.
Ich dachte mir… da misst du irgendwie einen schmarrn… weil du ja einzelnd in der Reihe misst.. das wird wohl nicht funktionieren.
Je mehr ich aber darüber nachdenke.. wird diese Messung schon funktioniert haben. Das würde heißen, das die einzelnen Blöcke OK sind.
ABER:
Woher kommen dann die falschen Werte aus der Messung in der ich der Reihe nach die Voltzahlen gemessen habe.
Woher kommt es das das Ladegerät diese Batterie nicht mehr laden konnte?

Danke
Boergi

Da bist du nicht der einzige, der zuerst alles sauber durchgemessen hat und später keine Ahnung mehr hat was er wo und wann und unter welchen Bedingungen gemessen hat. (würde mir ja nie passieren :smiling_face_with_sunglasses: ). Es ist wohl das Beste wenn du alles wieder zusammenbaust, einen Schaltplan machst (auch wenn es im Kopf ganz einfach ohne geht) und darin die Messungen einträgst. Und zwar mit kontrollmessungen: erst jeden Zellenblock von plus nach minus und danach noch mal von Minus der gesamten Batterie die verkettete Spannung von Zellenblock zu Zellenblock. Falls das Ladegerät noch mal startet, sofort messen, dann in Zeitabständen und dann noch mal sofort nachdem es sich ausgeschaltet hat.

Jeder, der schonmal ausführlicher gemessen hat, weiß: "Wer viel misst, misst Mist."

Fehler beim Messen schleichen sich ein und es ist ganz offensichtlich, dass du da Murks gemessen hast. Es kann nicht sein, dass 7 parallel geschaltete Zellen nur 3,39 V haben und wenn du sie trennst, haben sie auf einmal alle 4,08 V. Das ist schlicht unmöglich. Es sei denn, du hattest vor dem Trennen eine große Last drauf.

Das wäre natürlich auch nochmal eine Möglichkeit: Alles mal unter Last messen. Als Last könnte ein alter 200-500 W Halogenstrahler genutzt werden.

Innenwiderstand und Spannung der Zellen sind in Ordnung. Demnach sind die Zellen OK.

Passt auch zu der Einzelmessung. Deine Messungen machen Sinn, nicht mehr in Frage stellen.

Das sind die Schlüsselfragen und haben sehr wahrscheinlich dieselbe Ursache. 10-11 ist genau die Mitte der Batterie, die eigentliche Verbindung 10-11 hast du abgebaut. Sieht man an den entfernten Teilen noch etwas, was den Defekt verursacht haben könnte? Gibt es ein Bild bevor getrennt wurde?

Hier ist eine Anzapfung zu sehen, wo geht die hin?

Nope... 2s3p heißt zwei Zellen in Serie und davon dann 3x parallel :wink:.
Das da oben müste also wenn ich mich nicht irre eigentlich als zwei getrennte Packs mit jeweils 7p10s anzusehen sein, welche dann zusammen geschaltet wurden und so zusammen 72V ergeben (Nennspannung). Und zwischen 10/11 ist dann die Mittelspannung...

Das ist das Bild “vor” dem Trennen.

Hier sieht man + von Zellenblock 10 (wo Wapperl drauf ist) und den abgang auf der - Seite (komischerweise 2 Kabel) der auf der - Seite von Zellenblock 11 liegt.

Deine Frage wegen der Lasche…. :slight_smile: Die angefragt Lasche war nicht belegt.

Ja, das Sprichwort kenne ich sehr gut aus Erfahrung.
Ich habe bei allen Messungen sehr genau gearbeitet und würde mich wundern, wenn ich mich vermessen habe (was aber nix 100% ist :wink: ).

Ich gehe wirklich davon aus, das die Messungen der Messpunkte in aufsteigender Reihe (mit den schlechten Werten von 10/11) sehr gewissenhaft war, und ie 10 mehrmals nachgemessen habe.

Als ich die Zellenblöcke einzelnd (obwohl sie ja noch verbunden waren) gemessen habe..da war ich dann nicht so genau.. weil ich mich über die gleichen Werte gewundert habe und ich dachte ich hab einen logischen Fehler im Kopf.

Aber - wie Carbo schon schreibt… die Schlüsselfrage ist

  • warum waren die Werte 10/11 so schlecht
  • warum hat das Akkupack dann auch nicht mehr (nur 40%) geladen

WIE: könnte mein Vorgehen sein.

  • alles wieder verbinden (dauert noch ein paar Tage, da ich auf Material warte)
  • noch mal alles durchmessen
  • versuchen die messungen unter Last nochmals zu starten (80V Gleichstrom Last müsste ich noch finden und besorgen)

Oder was meint Ihr, wie ich weiter kommen könnte.

Vielen Dank
Boergi

Du meinst weil das ‘2S’ vorne steht? Umgekehrt wäre es dann 3P2S - so wie ich es meinte?

M.E. werden die Akkupacks i.d.R. aber so nicht gebaut. Es werden immer erst parallele Blöcke gebaut und diese dann in Serie geschaltet, habe es noch nie umgekehrt gesehen. Bei größeren Akkus mit höheren Spannungen, mag es sein, dass man dann 2 kmpl. Akkupacks wieder in Serie schaltet. Das wäre dann z.B. 2S x 2s3p o.ä.

Definitiv eine spannende Sache.

Die “kritische” Stelle ist verfärbt, aber hatte nach der Optik wohl Kontakt. Das steht aber im Widerspruch zur Messung. Also neu verbinden und neu messen …