Finanzielle Effizienz Förderung, CO2, Gebäudebereich

Mit die Annahme: Wir sind zu spät dran also besser so lassen wie es ist fährt man eine Industrienation gepflegt gegen die Wand

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Das hast du nun gesagthatte ja Lösungen, sie wurden an China abgetreten weil sie hier niemand wollte. Ūber das Warum wissen wir alle bescheid

Hallo zusammen,

ich brauch mal euren Rat.

Diese ganzen volkswirtschaftlichen Diskussionen, die hier geführt wurde, gehen mir nicht aus dem Kopf.
Es wird ja argumentiert, dass wir in Deutschland für 70 Milliarden fossile Energie einkaufen und wir diesen Betrag besser anders einsetzen sollten, z.B. Kauf von Solar-Panels aus China.
Und Effizienz-Förderung sei sinnvoll, da ja dadurch die Ausgaben für fossile Energieträger sinken ("rechnet sich")

Ich weiß aber, dass unser Außenhandeslüberschuss 200 Milliarden beträgt (mit China eine Handesdefizit von 80 Millarden!)

Jetzt ist der Welthandel ja auch ein komplexes "Tauschgeschäft". Das heißt, wir tauschen letztendlich unsere tollen Ingenieurs-Produkte auch gegen Gas. Wenn wir jetzt kein Gas mehr kaufen, dann haben unsere Käufer kein Geld für die tollen aber auch teuren Ingenieursprodukte aus Deutschland und können sie nicht mehr kaufen. Und dann kaufen sie halt die billigeren chinesischen Produkte?

Letztendlich laufen große internationale Projekte mit "fernen Ländern" ja nach dem Motto "Du bekommst den Auftrag nur, wenn ...". Das können Schaffung von Arbeitsplätzen sein oder Abnahme von oder...

Ich glaube nämlich, man kann nicht einfach den Import von fossilen Energieträgern vom Export unserer Ingenieurs-Produkten abkoppeln.

Schönes Beispiel ist die USA: Niedrige Zölle gibt es nur gegen Kauf von LNG-Gas. Also, bleibt uns gar nichts anderes übrig, als Gas zu kaufen. Anstatt zu verbrennen, könnten wir es natürlich im Boden einlagern.

Und mit China, wo ja die ganzen Solar-Pannels und Wärmepumpen letztendlich herkommen, haben wir ja eine Handelsdefizit. Und China liefert ja auch keine fossile Energie zu uns. Also China kratzt das gar nicht, wenn wir kein Gas mehr kaufen. Im Gegenteil, die kaufen dann unseren Anteil billiger ein.

Ich finde es also problematisch den Klimaschutz mit der Handelsbilanz zu verknüpfen. Erstens haben die nichts miteinander zu tun, zweitens hab ich den Eindruck, dass durch Umlenkung von fossilen Gas-Strömen kein CO2 eingespart wird. Das Gas, was wir nicht kaufen, kauft dann ein anderes Land vielleicht zu niedrigeren Preisen (z.B. China).

Ich blicke hier nicht mehr durch und versuche mir ein objektives Bild zu machen. Wer hat faktenbasierte Informationen?

Also, als Gedankenspiel:
Wie würde sich unser Außenhandelsüberschuss entwickeln, wenn wir plötzlich gar keine fossilen Energieträger mehr einkaufen würden?
Würde der Überschuss auch um 70 Milliarden fallen, wenn wir für 70 Milliarden kein Gas/Öl mehr kaufen. Oder vielleicht steigen?
Und könnte es sein, dass die Effizienz-Förderung zum Sinken des Ausßenhandelsüberschusses führt und dadurch zum Verlust von Wirtschaftsleistung und Arbeitsplätzen?

Interessante Fragen, gell?

Bitte bleibt bei einer SACHLICHEN DISKUSSION und bitte FAKTENBASIERT.

KEINE Schimpfereien und Kurz-Satz-Antworten.
Ich möchte das Thema einfach mal durchleuchten und verstehen.
Und vielleicht gibt es ja hierzu schon eine "Studie"?

Hallo Detlev,

so ein richtig schönes Thema für die von uns, die Weihnachten nicht mit Familieangehörigen streiten mußten :wink: Laßt uns alle zeigen, daß es ohne Zoff geht.

Unsere sagen wir mal 20 Hauptabsatzmärkte sind vermutlich nicht identisch mit den Ländern aus denen wir fossile Energieträger beziehen. An die Daten von Statistika komme ich da leider nicht ran. Und der Handel findet ja auch nicht zwischen Staaten sondern zwischen Unternehmen statt. Eine Firma, die ne CNC Maschine aus Deutschland statt sagen wir Japan kauft und nichts mit Öl/Gas zu tun hat, wird ihre Entscheidung da auch nicht dran fest machen, wie es in dem Bereich aussieht. Und die Finanzierung hängt da auch nicht von ab. Das gleiche gilt natürlich auch für Dinge aus China, die entweder preislich einfach mehr oder weniger konkurrenzlos sind oder wo China halt Technologieführer ist.

Das Beispiel ist für mich eher ein Fall von gelungener Erpressung, da ein gewisser Kanzler einen schnellen Abschluß gefordert hat … Wenn man den digitalen Bereich hinzunehmen würde, der in der Handelsbilanz wohl überwiegend unter den Tisch fällt, sieht das Ungleichgewicht zwischen USA und Europa wohl zumindest deutlich geringer aus und gibt es IHMO keine Rechtfertigung für entsprechend feindliche Aktivitäten der jetzigen US-Regierung:

Und bei vielen anderen Ländern förder(te)n wir mit unseren Energieimporten ja auch Systeme, die uns feindlich gesinnt oder zumindest nicht freundschaftlich verbunden sind und womit dann wieder enorme Kosten für unsere Verteidigung verbunden sind, wenn man mal nur die finanzielle Seite betrachten will. Uns hier weniger erpressbar zu machen, hat auch sonst einen zunehmenden Wert.

Was die PV Module und ggf. auch WR aus China angeht, sind die ja nur ein Teil der Investition im PV Bereich und die ganze Projektierung und Montage sind ja dennoch Wertschöpfungen, die bei uns statt finden. Da die Abschreibung der Investitionen in die Netze ja sehr langfristig sein kann, sehe ich da auch keine unüberwindlichen Probleme.

Das kenne ich eigentlich nur aus dem Rüstungsbereich, wo eben staatliche Stellen auf der Käuferseite stehen.

Was den Aspekt angeht: Wenn wir das Gas nicht kaufen, kaufen es halt andere, sehe ich auch nur bedingt. Wenn die Preise dann entsprechend rutschen wird die Förderung irgendwann nicht mehr rentabel und wird schlicht eingestellt. Gabs bei relativ teurem Fracking-Öl in den USA ja glaube ich zumindest mal ne mehrjährige Phase wo hier Firmen pleite gegangen sind.

Energieimporte und Handelsbilanz.pdf (168,5 KB)

Hier ist die Antwort von ChatGPT.

Interessant ist zum einen die Aussage:

Führt weniger fossiles Gas in Deutschland global zu weniger CO₂?
Nicht unbedingt sofort. Andere Länder kaufen dieses Gas, aber Deutschland reduziert seinen eigenen Verbrauch und Emissionen.

Viele Studien – auch solche, die makroökonomische Modelle nutzen – zeigen, dass eine wohl gestaltete Energiewende Gesamtwirtschaft und Beschäftigung nicht zwangsläufig verschlechtert, sondern dynamische Umstellungen erzeugt.

Das heißt doch, dass es sinnvoll ist durchdacht und "wohl gestaltet" vorzugehen.
Kurzfristig ist keine weltweite CO2 Reduktion durch unsere deutsche Effizient-Förderung zu erwarten. Also, sollten wir nicht das Thema "Klimaschutz" in den Vordergrund stellen, sondern Entkopplung unserer Wirtschaft von den fossilen Märkten und damit unsere "Resilienz (*)".
Und das muss auch im Einklang stehen mit unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.

Heißt das, einen Gang zurückschalten und mehr die wirtschaftliche Sicht in den Vordergrund zu stellen? Weniger Finanzielle-GEG-Förderung, mehr Marktmacht?

(*) Und es gibt ja noch ganz andere Resilienz-Themen: Chips, KI, ...
Was nutzt uns eine fossile Unabhängigkeit aber Abhängigkeit bei Chips und KI?

ChatGPT wäre da jetzt nicht meine erste Wahl, liefert ja auch keine tiefere Begründung.

Ich lese zu dieser Thematik gerne die Beiträge von Dirk Specht, einer der wenigen Gründe, ab und an in Facebook reinzuschaun, aber auch unabhängig davon zu lesen:

Bei den EE jetzt zu bremsen wäre wohl ziemlich das dümmste, was wir machen könnten. Mehr marktwirtschaftliche Mechanismen wollen diejenigen, die aktuell das Sagen haben ja auch nicht, siehe Verzögerungen bei der CO2 Bepreisung im privaten Bereich.

Das Profil von Dirk Specht findet sich in seinem Impressum dort. Er weiß, wovon er spricht, wenn es um Wirtschaftsthemen geht.

In China verlassen jedes Jahr 3,5 Millionen Ingenieure die Hochschulen.
Viele führenden KI-Wissenschaftler kommen schon aus China.
Und im Bereich Hochleistungs-Chip wird China auch bald uns überholen.
USA hat seine Champions im Bereich IT und Internet und in der Rüstung und im Weltall und ...
Und Deutschland? ... hat sein Bildungsdesaster.

Warum sage ich das? Die Weltpolitik dominieren "die großen Jungs" mit ihrer Marktmacht.
In China ist Dekarbonisierung sozusagen "Abfallprodukt" der wirtschaftlichen Entwicklung und gleichzeitig Vermarktung von Produkten.
USA verfolgt ganz andere Prioritäten.

Alleine als Vergleichsmaß die Dekarbonisierung zu verwenden, greift zu kurz. Ja, vielleicht bauen wir die "effizientesten" Wärmepumpen der Welt. Die Kohle machen aber die anderen mit einem besseren Preis-Leistungs-Verhältnis.

Auch hier hab ich wieder das Gefühl, dass einseitig Schwerpunkte gesetzt werden.
Wo ist das Gesamtbild unter Berücksichtigung ALLER wirtschaftlichen Randbedingungen?
Oder andersrum:
Wir haben einen großen Investitionsbetrag x und müssen zusehen, dass Deutschland in Zukunft in wirtschaftlicher Sicht (ganz) vorne mitspielt. Wo investieren wir diesen Betrag.? Dekarbonisierung? KI? Atomkraft? Rüstung? Demokratieförderung? Bildung? Seltene Erden?

Da fehlt mir ganz klar der "Masterplan" der Politik.
Was hat welche Priorität? Und diese Entscheidung soll nicht von Lobbyisten getroffen werden, sondern von kompetenten Experten.

Und die Effizienz-Förderung ist da halt nur ein Aspekt. Und evtl. hat die zur Zeit niedrigere Priorität. Könnte ja sein ...

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Das “Große Ganze” als Diskussionsthema paßt hier denke ich nicht ins Forum.

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