Anschluss: Wieland (soll weiterhin genutzt werden)
Rahmenbedingungen im Haus:
Wärmepumpe vorhanden
Baujahr 1990er
zusätzlich ein Elektroauto
Mein Ziel ist es, den Eigenverbrauch sinnvoll zu erhöhen, ohne gegen aktuelle Vorschriften zu verstoßen.
Gedankenspiele zur Erweiterung:
Upgrade auf einen 800 W Wechselrichter und Erweiterung um zwei weitere Module per Y-Kabel
→ Welche Module wären hier sinnvoll?
→ Macht eine zusätzliche Ausrichtung nach Südwest (ca. 10 m Leitungslänge möglich) Sinn?
Einsatz eines 1600 W Wechselrichters mit Drosselung auf 800 W
→ Ist das aktuell sauber regelkonform umsetzbar?
Weitere Ideen zur sinnvollen Erweiterung? Oder alles einmal abbauen und neu kaufen (finde ich irgendwie zu schade )
Thema Speicher:
→ Gibt es praktikable Lösungen in Kombination mit einem Wieland-Anschluss?
Ich bin für jede Einschätzung oder Erfahrungswerte dankbar, insbesondere was praktikable und rechtssichere Lösungen angeht.
Kennst du dein Grundlastprofil über den Tag? Wenn du nicht soviel im Haus verbrauchst, macht ein 800VA Wechselrichter keinen Sinn, da der nur mehr in das Netz speist.
Aus dem Grund bin ich auch nicht dem 800er Hype gefolgt, stattdessen eine Nulleinspeisung und einen Akku genommen, damit auch alles was von den Panelen kommt im Haus verbraucht wird. Wenn ich mich richtig erinnere hast du mit Wieland und Akku keine Probleme. Aber das können dir die Kollegen hier im Forum besser erläutern.
In der Regel nicht. Der WR muss ab Werk aus eine Erzeugerleistung von maximal 800 VA haben. Es scheint aber auch Energieversorger gegeben zu haben, die es so akzeptiert haben.
In der Regel geht man einen anderen Weg: DC-Speicher. Weil an dem die Module angeschlossen werden, darf die Leistung hier größer sein, mit der der Akku geladen wird. Also bei einem legalen BKW bis 2kWp. Und von da aus gehts dann mit max. 800 VA ins AC-Netz deines Hauses.
Du kannst deine beiden alten Module problemlos parallel schalten. Neue identische Module dann auch. Persönlich würde ich Trina Vertex Module mit 460 W nehmen. Wenn mehr Platz, gäbe es auch noch die 500 W Klasse. Ich würde Module nehmen, die 60 oder 72 Zellen haben bzw. 120/144 Halbzellen. So hast du höhere Spannung und niedrigere Ströme, was auf vielen Ebenen die Situation verbessert.
Okay, das Thema mit dem gedrosselten 1600 W Wechselrichter, hake ich schon mal gedanklich ab.
zum Thema Last: das BKW ist seit September 2022 in Betrieb und ich habe in dieser Zeit etwa 500 kWh eingespeist. Allerdings ist die Wärmepumpe auch erst später hinzugekommen und das Elektroauto wird auch erst seit letztem Jahr Zuhause geladen.
Bezüglich der Y Kabel: ich habe so verstanden, dass der Strom aufaddiert wird, wenn man diese verwendet, korrekt? Ist man dann bei zwei Modulen nicht außerhalb der Spezifikationen des Wechselrichter?
Oder würdet ihr auf einen Akku mit integriertem Wechselrichter und entsprechenden vier Anschlussmöglichkeiten für Module gehen? Hier habe ich allerdings nichts mit einem entsprechenden Wieland Anschluss gefunden.
Behalte deinen WR, einen Speicher der mit 4 oder 5 Modulen (2000Wp) gefüttert bekommst du damit auch leer.
Schau was du an Modulen montiert bekommst. 3x 440Wp sind ja noch möglich.
Schließe die an einem oder zwei “dummen” Speichern an und geh mit den Ausgängen auf deinen HM600. Speichererweiterung nicht ausschließen.
Stelle in den Speichern jeweils Zeitprofile für die Einspeisung ein, damit sie am nächsten Tag sicher leer sind. Ohne zuviel einzuspeisen.
Wenn das klappt, wunderbar, wenn du zu viele regelbedürftige Verbraucher hast, oder zu viel einspeist, kannst du den HM600 immer noch zur Nulleinspeisung nötigen.
Bevor du fragst, mit dummen Speichern meine ich sowas wie Marstek B2500, Growatt Noah, Anker Solix E1600 Gen1,…
Ampere wird zu hoch bei parallel und Spannung zu hoch bei serie
Hast du einen Zwei-Wege_zähler (soolte eigentlich do sein), dann kannst du sehen wieviel du ins Netz abgibst. Ist der Wert klein, muß man rechnen, ob sich die Investition lohnt. Rechne mal mit PVGIS was die Ertragsprognose für dein System ist und für eine Erweiterung mit 2 Modulen. Der Unterschied zu deinem Ertrag gibt dir auch einen Hinweis, ob es sich lohnt zu erweitern, Module und Speicher.
Ich kann dir aber sagen, daß das durchaus ein Rattenschwanz wird. Man will mehr. Ich ringe auch mit mir seit Monaten noch 2 Module mehr zu installieren, aber dann brauch ich einen neuen Laderegler. Bei meinem Grundlastprofil macht ein 800 W Wechselrichter keinen Sinn. Die Peakabdeckung bringt mir damit im Jahr nur kWh mehr an Eigenverbrauch, das sind so 6€ im Jahr. Wenn deine Grundlast relativ klein ist und du sehr viele Peaks hast, könnte im Zusammenhang mit einem Speicher eine “Nulleinspeisung” interessant werden. Die verschiebt die Akkuentleerung mehr in die sonnenlose Tageszeit.
Fürn HM600 anschauen openDTU onbattery und passende Leistungemessung. Macht kein Sinn Strom zu verschenken wenn der z.B. abends gebraucht wird. Dann Batterie + Ladetechnik oder Fertigspeicher auswählen. Dann 2 Panels 600-650W dazu. Ideal wäre, diese nach SO auszurichten und deine Bestand-Panels nach SW. Morgens ist die Batterie leerer und kann mehr aufnehmen.
Jetzt habe ich so viele Optionen, dass ich erneut den Wald vor lauter Bäumen nicht sehe.
Folgende Varianten geht mir aktuell durch den Kopf:
Ein Speicher Growatt Noah 2000 + zwei neue Module, gleiche Ausrichtung wie bisher, Anschluss via Y-Kabel
Zwei Growatt Noah 2000 + zwei neue Module, direkter Anschluss ohne Y-Kabel
Zwei Growatt Noah 2000 + drei neue Module (maximal 440Wp pro Modul), alte Module via Y-Kabel anschließen, neue Module direkt + Überlegung ein Modul nach Südwesten auszurichten.
Zu was würdet ihr tendieren?
Allen einen angenehmen, wenn auch bewölkten, Sonntag!