Moin Leude,
bin der Sascha und neu hier. Bis jetzt habe ich immer fleißig mit gelesen, doch nun beginnt auch bei uns der Einstieg in das Thema PV.
Aufgrund der unfassbar gesunkenen Preise und der aktuellen 0% MwSt. ist es jetzt einfach so "günstig" geworden, dass man ruhig mal mit na einfachen Mini PV erste Erfahrungen sammeln kann und (hoffentlich) auch ein bisschen den Geldbeutel auf Dauer entlasten kann.
Aktuell wohnen meine Freundin und ich in einer Mietwohnung (knapp 1-1,5m erhöhtes Erdgeschoss) mit Balkon, welcher nach SO ausgerichtet ist. Leider liegt das Haus mitten in na Senke und ist umgeben von 2 Steilen Hängen. Nichtsdestotrotz bekommen wir dafür noch recht viel Sonnenlicht ab.
Nun war die Überlegung, ein kleines Balkonkraftwerk zu installieren. Vorausgesetzt wir bekommen endlich das GO von unserem Vermieter....
Folgendes Setup schwebt mir im Kopf und ich bräuchte dazu mal eure Meinung (bin halt einfach noch nen Noob auf dem Gebiet ? ):
PV
Wechselrichter
1x Hoymiles HMS-800W-2T -> gedrosselt auf 600W um Gesetzeskonform zu sein ?
PV Module
2x JA Solar JAM54S31-405/MR
Anschluss...
...über ne Wieland Dose auf dem Balkon (Voraussetzung vom Vermieter, aktuell ist da ne standard Schuko Dose verbaut).
Speicher
Kommen wir zu dem Teil wo ich eigentlich am meisten auf eure Meinung/Tipps gespannt bin. Ich möchte gerne so viel wie möglich von der gespeisten PV Energie nutzen. Beudetet es soll nur das eingespeist werden, was auch gerade benötigt wird. Gerade bei einer kleinen Balkon Anlage finde ich das eigentlich unfassbar wichtig. Mene Freundin und ich sind Tagsüber fast nie da, somit wird die meiste Energie eher Abends benötigt und Tagsüber würde unnötigt viel Energie einfach "verpuffen".
Somit muss ein "Smarter Speicher" her.
Da dies mein erster Beitrag ist und ich somit noch keine Bilder einfügen darf, probiere ich es mal so zu erklären.
Hardware
Laderegler
Tracer3210AN
Regelbares Netzteil
DPM8624-485
Akkus
Hier ist erstmal Resteverwertung angesagt. Ich habe insgesamt knapp 70 AGM Akkus hier liegen, welche ursprünglich aus USVs kommen. Es sind nur kleine mit um die 7-9Ah, teilweise defekt. Welche davon noch brauchbar sind stellt sich in den nächsten Tagen raus. Hier muss ich erstmal aus sortieren und so lange rum Würfeln, bis man Kapazitäts technisch einigermaßen identische hat.
Mir ist bewusst, dass AGM Akkus (vor allem solche) eigentlich absolut ungeeignet sind. Aber sie sind nun mal da und kostenlos. Sollte sich heraus stellen, dass das ganze Vorhaben mit dem Speicher sich wirklich auszahlt werden diese ausgetausch. Mir schwebt da was Richtung Tesla Akku vor.
Hier mal die Bezeichnungen von den Akkus
24x NPW45-12
8x NPW36-12
8x REW45-12
12x UP-VW1245P1
7x FGC20902
12x GP 1272 F2
Die akkus werden alle einzeln Temperatur überwacht um mögliche Ausfälle frühmöglich erkennen zu können. Muss mal schauen wie ich die Verbindung dann automatisch kappe. Hatte erst über Bistabile Relais nach gedacht, aber in Summe zu teuer. Und normale Relais verbauchen im gesamten zu viel Strom. Für einen Schutz gegen Tiefenentladung wird natürlich auch gesorgt.
Ob 12V oder 24V bin ich mir noch unschlüssig. Hat 24V irgendwelche gravierenden Vorteile bei solch einer kleinen Anlage?
Stromzähler
Steht noch nicht fest. Volkszähler fällt raus, Stromkasten hängt im Flur. Und mit Akkupacks da drin will ich erst gar nicht anfangen. Vermutlich wird es nen Shelly 3EM mit Tasmota direkt im Sicherungskasten.
Steuerung
Über einen Raspberry Pi 2B oder 3B. Beide sind noch aus anderen Projekten vorhanden. Akku Überwachung läuft Plan jetzt über einen Teensy 4.1 oder Arduino Mega. Beides ebenfalls noch vorhanden ?
Anschluss
PV Module -> Laderegler -> Batterie Pack -> DC/DC Wandler -> PV Eingang Wechselrichter
Der Raspberry bekommt vom Shelly die Rückmeldung, wie viel Leistung in der Wohnung gefordert ist und dementsprechend regelt dieser den DC/DC Wandler. So gibt der Wechselrichter nur das weiter, was auch wirklich "verbraucht" wird.
Zusätzlich Überwacht der Arduino durchgehend das Batterie pack und sollte dieses voll sein, gibt er die Überschüssige Leistung einfach ins Hausnetz frei. Eventuell mit nem Umschalter an den PV Modulen auf den 2. Eingang des Wechselrichter. Selbiges im Fehlerfall, falls das Akkupack mal Probleme macht.
Ich glaube das war es erstmal ganz grob. Irgendwelche Tipps auf was man sonst noch achten sollte oder verbessern kann? Oder seht ihr irgendwas, was voll in die Hose gehen wird? ? Es soll halt wirklich erstmal nur zum Einstieg und Erfahrungen sammeln sein.
Danke Schöne Grüße
Sascha