Erster Evakuierungsversuch mit Testo - Einige Fragen.. ;-/

Ich hab sowohl gute wie auch schlechte Nachrichten.

Schlechte zuerst: Das Projekt ist für mich aktuell beendet.

Warum? - Weil alles funktioniert hat :sweat_smile:
Damit komm ich mal zur guten Nachricht:
Das Vakuum hielt bis heute morgen an und war bei einem Wert von 512 Micron eingependelt.

Vakuumpumpe angeschmissen und versucht ein schwarzes Loch zu erzeugen.
Tiefer als 142 Micron ging aber nicht. Sprang immer wieder bis 150 Micron hoch und lief dann noch 45 Minuten weiter.
Hähne langsam geschlossen, dabei ging es nochmal hoch bis 155 Micron.
Ventildrücker demontiert und den Kältetechniker den Rest machen lassen.
Lustig ist, der sah mir voll ähnlich und wir hatten den gleichen Humor.
Ich hab den mal ganz genau beobachtet :laughing: :face_with_monocle: , denn genauso hätte ich das auch gemacht. Durfte ich ja aber nicht :upside_down_face:

Der ließ ein wenig, mir schien nach Gefühl, dass Kältemittel vom AG in die Leitung strömen. Paar Sekunden waren das nur. Dann hatte der so ein PiepDing angemacht und hat da was ganz genau Untersucht. Bis auf das Maurerdekoltee konnte ich nix erkennen am AG.
Wird wohl die Verbindungen abgesucht haben. Am IG konnte ich genau sehen was er machte.
Es Piepe immer im gleichen Abstand, nix schneller, nix langsamer. Piep Piep Piep.....
Dann ging der wieder zum AG , drehte voll auf, er sagte mir dabei: Ganz Wichtig ist , die Ventile ganz zu öffnen, da diese hinten abdichten. Er habe schon einige gesehen, die das nicht machten und es langfristig zum KM Verlust führte.
Auch dass die Verschlusskappen ein Drehmoment haben und man dies beachten sollte.
Das stehe wohl im Techniker Manual und nicht in meinen Unterlagen. :laughing:
Danach wurden die Elektroinstallation gemacht.
Checkliste abgearbeitet, Gerät eingeschaltet und Probelauf gestartet. Währenddessen nochmal Verbindungen kontrollieren und Temperaturen messen.

Jetzt noch bissl Verkleidungsarbeiten die ich wieder machen kann :rofl:

Edit.
Hab mal mit Wärmebildkamera geschaut, wie Kalt das am IG wurde während Auto-Betrieb bei 20 Grad eingestellt. Glaube draußen waren 27 Grad +- etwas.
So 10,6 Grad am Luftausgang. Strom lag zwischen 250-400 Watt.
Entfeuchten bei 160W. (gemessen über Steckdose)

Edit 2:
Damit Danke ich allen Beteiligten, auch jenen die hier allg. Erfahrungen zu den ganzen Themen beigetragen haben und zukünftig werden.
Ein besonderes Dankeschön geht an @win :face_blowing_a_kiss:
Ohne das Forum hätte ich mich nicht getraut, soviel "Vorarbeit für den Techniker" zu leisten.
Es brachte viel Erfahrung, Wissen und Verständnis für einen Bereich den ich noch nicht kannte.
Zudem auch neues Werkzeug, Messgeräte und Sachen die ich wohl nie wieder brauche.
Es hat dennoch viel Geld eingespart.
Kostentechnisch lag ich für ne Daikin FTXM/RXM35a (1433,-) + Werkzeug und Kleinteile (430,-)

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die dichten eher über 2 O-Ringe ab, nicht metallisch / back seated.

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Glückwunsch zur erfolgreichen Operation. Und wer weiß, vielleicht brauchst du das Werkzeug nochmal, kommt oft noch eine weitere Anlage dazu, wenn nicht bei einem selbst, dann vielleicht bei Bekannten, wo man aushelfen kann.

Dürfte veraltetes Wissen sein. Ganz aufdrehen ja, aber bei den meisten Geräten nur sanft bis Anschlag, weil die nicht metallisch dichten. Im Gegenteil, wer da mit viel Drehmoment an den Anschlag schraubt, kann das Ventil kaputt machen.

Wirklich dichten tut die Kappe, die metallisch dichtet. Etwas Nylog auch dort macht Sinn.

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Durfte auf alle Gewinde für die 3 Kappen.

Hatte das einst aus US Videos.
Wenn man speziell sucht, findet man das mit den O Ringen bei zb Daikin.

Die Kappen wurden später erst aufgeschraubt, nach dem Probelauf und erneuten schnüffeln an den Ventilen.
Das Gerät wurde auch auf Funktion geprüfte ob es anschlägt. Es schlug an :wink:

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Besser auf die konische Dichtfläche. Die dichten nicht im Gewinde.

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Also das finde ich tatsächlich sehr interessant. So wie ich das jetzt verstehe, braucht der Installateur dann keine Monteurhilfe zum reinen Evakuieren.

Ich finde diese Lösung tatsächlich relativ elegant, denn was hilft das beste Messgerät (Testo 552) wenn das genaue Ergebnis durch die Schläuche der Monteurhilfe zunichte gemacht werden. Wie mein Prof ehemals gerne sagte: Wer misst, misst Mist.

Ich würde das also gerne mal zusammenfassen für den Installateur. Der Aufbau selbst ist wie folgt:

Man benötigt also:

  • Ventildrücker, Schradertool
  • ein Kupferrohr zw. Schadertool und Testo
  • einen Schlauch zur Vakuumpume (sollte reichen, da man über lange Zeit das Ventil schließt und die Kappe aufdreht.

Die Anschlüsse habe ich mal zusammengetragen (Obacht, an der Pumpe und dem AG könnte ein anderer Anschluß sein!?)

Ventildrücker z.B.:

Schradertool z.B.:

Wäre doch schick wenn das jemand so direkt verkaufen würde. Aber so kann man das festzusammenbauen und immer wieder nutzen.

Offene Fragen:

  • Einwände zu oben Genanntem?
  • zum Schradertool:
    • Da ist bei Anschluss A gerne so ein Dorn abgebildert. Den brauch ich nicht. Kann man den entfernen?
    • Anschluss C zeigt ein Drehrad und eine Mutter mit Rändel. Die ist, so wie ich das verstehe abnehmbar und C ist dann ein normaler 1/4” SAE (zur Pumpe). Richtig?
  • zum Testo:
    • hier ist im Datenblatt ein 7/16 UNF angegeben. Das soll das Gleiche sein wie 1/4” SAE. Stimmt das?

Danke und Gruß,
Flo

Ventildrückerhahn: Da gibts viel undichten Murks, insofern wäre ich da skeptisch bei den billigen Amazon-Teilen, die du verlinkt hast. Zumindest sollte man sie demontieren, reinigen und mit Nylog die Dichtungen schmieren.

Wenn du das Schradertool nimmst, kannst dir überlegen, den Ventildrückerhahn ganz wegzulassen. Nach dem Motto: So einfach wie möglich, das verringert Fehlermöglichkeiten.

Das ist doch genau der Dort, mit dem man das Ventil herausdreht und den man dann nach hinten rauszieht. Um an das Ventil zu kommen, muss der natürlich vollständig herausgenommen werden können.

Müsste ein 1/4 SAE sein. Aber kann auch von Hersteller zu Hersteller anders sein. Einen technischen Grund, dort SAE zu haben, gibt es erstmal nicht.

Ja, ist immer wieder verwirrend, das ist 1/4 SAE.

Ich frag mich ja - ob wenn man die Dichtigkeit per Handpumpe/Fußpumpe prüft - es beim evakuieren Sinn machen würde zuerstmal das Schraderventil komplett rauszuschrauben. Dann so 1h vakuumieren. Auseinanderbauen - Ventil rein, Ventildrücker drauf - und dann nochmal 30min.

Wie gut kommt die Feuchtigkeit wirklich am offenen Schrader Ventil vorbei - kein Problem weil eh gasförmig? Oder ist dass irrelevant? Beim Fahrrad wenn man neuen Reifen Tubeless aufzieht - macht es oft Sinn wenn der störrisch ist - das Ventil erstmal ganz rauszunehmen (egal ob Schrader oder Presta) - bis der Reifen sitzt. Dann nochmal mit Ventil drinnen.

Oder einfach lieber 1h länge vakuumieren.

Bei 20bar - hat man da das 20fache an Feuchtigkeit im System vs Stickstoff/Normaldruck? Vor allem bleibt es selbst wenn man sehr lansam (1-2min) den Druck ablässt am Ventil hängen beim ablassen des Drucks?

Hab mal mit der KI berechnet, wieviel Feuchtigkeit auskondensiert.

Bedingungen:

  • Kältekreislauf vereinfacht angenommen mit 10m Rohr und 7mm Innendurchmesser
  • Luft 20 Grad und 60% Luftfeuchte
  • Druck 20 bar

Ergebnis: Etwa 77mg Feuchtigkeit fallen aus, weil die komprimierte Luft nicht die gesamte Feuchtigkeit halten kann.

Ich denke, diese 77mg hat man recht schnell wieder mit der Pumpe rausgeholt. Aber klar, man sollte die ruhig 30-60min länger laufen lassen.

Feuchtigkeit kommt deutlich besser raus, wenn das Ventil raus ist. Deshalb machn das die Amis auch standardmäßig, dass die das Ventil beim evakuieren mit disem Schradertool immer entfernen. In sie nutzen oft auch deutlich dickere Schläuche. In Deutschland ist das alles eher unbekannt, hier arbeitet man anders.

Ja genau, die Luft kann auf das Volumen gesehen nicht mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Bei 60 % hat man noch etwas Spielraum, aber ein Großteil der Feuchtigkeit wird kondensieren im ganzen Rohr, nicht am Ventil.

Und wenn man sehr schnell ablässt, wirds noch deutlich mehr wg. Abkühlung.

Dass ist ja gar nicht sooo kritisch bei einer Daikin Perfera:

:black_small_square: Foreign materials inside pipes (including oils for fabrication) must be ≤30 mg/10 m.

laut installers reference guide…

Sprich das erklärt warum Leute ohne vakuumieren trotzdem eine funktionierende Anlage haben. Die müssten noch einen Filtertrockner haben - ansonsten macht diese Angabe wohl keinen Sinn?

(nicht dass jetzt jemand auf die Idee kommt nicht zu vakuumieren - aber wenn es ohne vakuumieren nur 7mg an Wasser sind - dann erklärt das warum die Anlagen dann wohl trotzdem lange laufen - auch ohne die Methode die Leitung einfach mit Kältemittel aus dem AG zu evakuieren - wie man das in Indischen Youtube Videos öfter mal sieht)

Gab schon häufiger Anlagen, bei denen das EEV durch Restwassr eingefroren ist im Winter und die Anlage dann nicht mehr funktionierte.

Ich glaub, einen Filtertrockner haben die Anlagen nicht.

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ja da habe ich auch gesucht und nichts konkretes gefunden. Im Winter wenns richtig kalt ist versuchen zu heizen ist also ein relativ zuverlässiger Test um herauszufinden ob doch noch Feuchtigkeit drin war?

Wie die 30mg Angabe dann zu verstehen ist? Ich weiß nicht von was für Öl oder Substanzen die ausgehen.

@win vielen Dank für die Antworten. Heißt der Aufbau an sich ist schon machbar. Und man spart sich dadurch ja auch die Monteurhilfe, sogesehen kann man das Geld in Ventildrücker und Schradertool stecken. Ich werde mal schauen ob es da etwas besser gibt. Aber irgendwie schauen auch die für 60€ plus auch irgendwie billig aus.

Sollten sie sich haben. Muffler filter air beiden Seiten vom EEV. Anders kann diese 30mg /10m Rohr max an Öl/debris aus der Anleitung auch nicht passen.

Im Prinzip haben wohl alle Daikin Wärmepumpen einen Filter drier. Gibt ein paar teardown reviews auf YouTube on HVAC talk wo sie auf die Filter drier in Daikin fit und einer Daikin ductless/single split Hinweisen.

Aber das blöde ist von der Form kann es wohl immer ein muffler, ein muffler drier oder ein accumulator sein.

Der rechte blau eingekreist sollte einer der beiden muffler drier sein. Links accumulator.

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Refco wäre z.B. eine Qualitätsmarke. Ob die die Ventildrücker zukaufen und ob die was taugen, weiß ich nicht, wäre aber einen Test wert:

Generell glaube ich, dass es Sinn macht, in etablierten Kälteshops sowas zu kaufen und nicht auf so Plattformen wie Amazon oder Aliexpress. Kälteshops, die auch an Profis verkaufen, können es sich nicht leisten, so einen absoluten Murks zu verkaufen.

Beim Ventildrückerhahn gibts leider keinen einheitlichen Begriff. Refco nennt das Teil "Schraderventildurchgangsöffner" Wenn man nach [refco 4681636] sucht, findet man vielleicht noch günstigere Anbieter. Aber aufpassen, diese Artikelnummer scheint 1/4 auf 1/4 zu sein. 1/4 auf 5/16 wäre [refco 4687960].