Erfahrungsbericht: 1 Jahr Michl MPV Wärmepumpe im Altbau

Nach einem Jahr mit meiner Michl MPV 10 kW Wärmepumpe möchte ich hier meine Erfahrungen teilen – vielleicht hilft es jemandem, der mit ähnlichen Bedingungen im Altbau überlegt, auf Wärmepumpe umzustellen.

Zum Haus:

Wohnfläche: 110 m² (durch Dachschrägen effektiv etwas größer).

Baujahr: 1960, Mischung aus Ziegel und Bims.

Fenster: 25 Jahre alt.

Heizkörper: ebenfalls 25 Jahre alt, leider etwas unterdimensioniert.

Heizungsrohre: sehr dünn, da nachträglich in Fußleisten verlegt.

Dämmung: Dach/Dachschrägen/Dachgauben ca. 10 cm Glaswolle.

Haustür: alt, Aluminium, nur einfach verglast.

Vorherige Heizung:

Typ: 25 Jahre alte Ölheizung. Niedertemperatur

Verbrauch: 1800 Liter Öl pro Jahr.

Neue Installation:

Wärmepumpe: Michl MPV 10 kW.

Anpassungen:

Speicherlade- und Zirkulationspumpe entfernt.

Drei-Wege-Ventil eingebaut.

Alter 300-Liter-Warmwasserspeicher beibehalten.

Kein Puffer im Heizkreislauf.

Einfach dort angeschlossen wo die alte Heizung auch vor und Rücklauf hatte.

Kosten:

Wärmepumpe: 2.690 €

Fundament: 50 €

Rohre/Drei-Wege-Ventil: 150 €

Dämmung: 80 €

Bohrer für Außenwand: 40 €

Elektroinstallation: 160 €

Summe: 3.170 € (Arbeit in Eigenleistung, keine Förderung, Einbau an 2 Samstagen + ein paar Abende Elektrik und Einstellungen).

Verbrauch:

Heizung + Warmwasser: 5.570 kWh Strom pro Jahr.

Nur Warmwasser im Sommer: 110 kWh/Monat (bei 55 °C).
Raumtemperatur: ca. 23,5 °C (zwei kleine Kinder im Haus).

Vorlauf: 43–55 °C (bedingt durch kleine Heizkörper).

Erfahrungen:

Auch bei hohen Minusgraden kein Problem. Die WP moduliert zwischen 1,2 und 4,5 kW, pendelt sich bei -5 Grad etwa bei 1,5 kW ein.

Läuft bei Minusgraden durch, sonst taktet sie recht häufig.

Dünne Rohre führen gelegentlich zu Strömungsgeräuschen (Überstromventil weich eingestellt).

Keine Einstellmöglichkeiten für die Zirkulationspumpe – die Drehzahl der Pumpe steigt, wenn der Kompressor aus ist, was etwas unnötig und nervig ist.

Warmwasser:
Bei einer gefüllten Badewanne pausiert die Heizung ca. 30 Minuten für die Nachbereitung des Brauchwassers.

Vergleich zu Ölheizung:

Kosten vorher:

Öl: mindestens 1.800 Liter = 2.000 €/Jahr.

Wartung: 380 €/Jahr.

Schornsteinfeger: 150 €/Jahr.

Stromverbrauch Ölheizung: 300 €/Jahr.

Rücklage für Neuanschaffung nach 25 Jahren: 250 €/Jahr.

Summe: 3.080 €/Jahr.

Kosten jetzt:

Stromverbrauch: 5.570 kWh = 1.850 €/Jahr.

Rücklage für Neuanschaffung alle 6 Jahre: 500 €/Jahr.

Summe: 2.350 €/Jahr.

Fazit:

Die Wärmepumpe ist nicht perfekt, aber eine solide Lösung. Die Michl MPV ist günstig, erfüllt ihren Zweck und hat uns geholfen, die Heizkosten etwas zu senken. Natürlich gibt es Verbesserungsmöglichkeiten: Eine kleinere Mitsubishi-Wärmepumpe hätte vermutlich weniger getaktet und wäre insgesamt effizienter gewesen. Wegen fehlendem Heizstab hatte ich Bedenken bei sehr kalten Tagen hier im Westerwald hinsichtlich einer kleineren Michl WP.

Trotz der Einschränkungen würde ich die Umstellung jederzeit wieder machen. Die alte Ölheizung hat genervt, , ständig etwas kaputt, wir haben jetzt einen Raum mehr, und der Verbrauch ist günstiger – trotz einer kostengünstigen Eigenbau-Installation. Für andere Altbauten hier meine Meinung: Mit etwas Eigeninitiative lässt sich eine Wärmepumpe auch ohne große Umbauten realisieren. Effizienz ist dann zwar begrenzt, aber ökonomisch und ökologisch bleibt man gut dabei. Auch wenn man sehr günstig installiert. Außerdem ist die Rechnung dass die Wärmepumpe nur 6 Jahre hält natürlich pessimistisch geschätzt. Bisher gibt es keine Probleme hinsichtlich der Haltbarkeit und Zuverlässigkeit.

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Interessant, weißt du, wer der eigentliche Hersteller ist? Müsste man vielleicht an der APP erkennen. Wird ja sehr wahrscheinlich irgendein Chinese sein.

Auf jeden Fall ein super Beispiel, dass es auch richtig preisgünstig geht, wenn man selber was macht und nicht alles bis ins Letzte optimiert.

Warum eigentlich die Michl und keine der beliebten Panasonics? So viel teurer wäre die ja auch nicht gewesen.

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Die App ist EWP smart, so eine Klimaanlagen App die viele Hersteller benutzen. Ne hab bisher noch nicht rausgefunden wer der eigentliche Hersteller ist. Ich hatte aber mal Bilder aus osteuropäischen Ländern gesehen wo auch das selbe Michl Logo drauf war...
Ja, im Nachhinein hätte ich die Panasonic holen sollen, zumal ich mich bei der getraut hätte auf die 7 kW zu gehen. Aber mir war da, vor 1,5 Jahren, noch nicht klar, dass die Panasonic im Selbstbau das Maß der Dinge ist und damals war sie eher 1500 Euro teurer, mit Versand sogar fast 2000.
Jetzt ist sie drin und läuft ganz okay...

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genau, machen ist das Zauberwort.
Aber 6 Jahre ist echt kurz gerechnet, aber wohl besser so als anders rum dann keine Rücklagen zu haben. Je nach dem wie die gebaut ist, wird die sicher 15 Jahre halten. Immer hören ob die Lager vom Lüfter noch rund laufen, der wird wohl zuerst getauscht werden müssen.

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Interessanter Thread! :+1: Kannst Du mal berichten, wie Du über die letzten Monate gekommen bist?

Der Stromverbrauch ist natürlich ordentlich (hoch). Ist das der PV Überschussbezug oder der komplette Verbrauch? Hast Du einen WP Stromliefervertrag mit eigenem Zähler? Wie groß war Deine Ölheizung dimensioniert?

Ich bin in ähnlicher Situation: bjh 60, 180 qm, Dach gedämmt, Doppelverglaste Fenster, alte Wolf aus den 90ern, aber noch alte Stahlleitungen und alte Gußheizkörper, locker 2000 l Verbrauch (war noch mit WW), ungedämmte Fassade.

Die Ölheizung nervt ungemein. Hoher Stromverbrauch, ständig irgendwelche Störungen (ständig im Keller laufen und manuell starten z.B.), m.M. nach überdimensioniert, schon 2 x vergessen, Öl nachzubestellen, meist dann immer zu hohen Preisen nachkaufen, usw. Also eigentlich steht ein Austausch an. Den Kessel hatte ich zuletzt immer so um 60-70 Grad laufen gelassen, bin aber auch keine Frostbeule und stellenweise war es schon recht frisch. Ein Verkauf oder Vermietung ist geplant, da wäre eine neue Heizungsinstalation natürlich aufwertend.

Und der Schornsteinfeger nervt auch :slight_smile:

Anfang des Jahres ist mir wieder das Öl ausgegangen und anstatt 2000 l nachzubestellen, habe ich nur 1000 l bestellt und mir von den ersparten 1000€ eine BWWP gekauft und die Ölheizung nun abgeschaltet, habe also Zeit bis zum Herbst mir zu überlegen, was ich mache.

Würde das auch in Eigenleistung angehen, frage mich aber, ob demnächst noch Innovationen zu erwarten sind, die ein Abwarten rechtfertigen würde.

Deine Kostenrechnung fixt natürlich an, wie sehen die Zahlen daher aktuell aus? Bist Du noch zufrieden?

Sehr gut gemacht!
Bin einen ähnlichen Weg gegangen, aber mit NOCH billigerer WP, und direkt aus China liefern lassen. Habe für 205 qm Haus eine 6KW-WP genommen und selbst installiert. Nach den ersten 2 Monaten ergibt die Hochrechnung eine Amortisation in nur 19 Monaten da Gesamtkosten nur bei 2000 EUR lagen! Besser geht es gar nicht.
Ich kann über die Kostenvoranschläge über 30000 EUR und "aber Sie bekommen ja Förderung !!" nur lachen.

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Welche Anlage hast du konkret genommen? Und welche Erfahrungen gibts damit? Welche Problempunkte oder Einschränkungen gibt es zu beachten?

Hast du auch schon Effizienzwerte ermittelt? Und wie ist die Lautstärke? Da gibts wohl bei den Billiggeräten öfters mal Probleme.

Solareast BLN-006TC1
Überhaupt keine Probleme.
Nach so kurzer Zeit kann ich zur Effizienz wenig sagen. Mein WMZ, gebraucht gekauft, ist LEIDER offenbar defekt, so dass ich keine konkreten Rechnungen anstellen kann.
Die Lautstärke ist OK. Für ein Reihenmittelhaus mit 6m Grundstücksbreite wäre es wahrscheinlich Grenzwertig im Boost-Modus. Aber mit den richtigen Einstellung auch machbar.
Bis 0 Grad lasse ich die WP einfach durchlaufen im Eco-Mode. Da nimmt sie sich 700 W elektrisch (Frequenz für Kompressor und Fan selbst konfiguriert) und ist sehr sehr leise.

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Sehr interessanter Beitrag. Meine Frage zur alten Ölheizung: Mindestens 1.800 l Heizöl / Jahr bedeutet umgerechnet auf die Wohnfläche von 110 qm ca. 160 kWh/qm/a, so pi x Flaschenbier. Scheint mir etwas gering für den beschriebenen Zustand des Hauses. Gibt es nähere Informationen? Stimmen die 160 plus?

Mich treiben ähnliche Projektüberlegungen um bei einem Mietobjekt. Da liegen aber die Verbrauchskennwerte locker bei 250 .. 280 kWh/qm/a. Bislang hat mich eine Wärmepumpenlösung nicht überzeugt. Meine Auswertung der Energieverbräuche im eigenen Haus (Klimaanlagen, mit Gas hybrid) hat mich bislang von Wärmepumpen in Altbauten ohne ausreichende Dämmung und mit hohen Vorlauftemperaturen abgeschreckt.

Wenn jetzt mit der Michl WP noch 5.570 kWh/Jahr verbraucht werden, dann sollte das einer Arbeitszahl (SCOP) von ca. 3,5 entsprechen (Heizöl vereinfacht mit 0,9 gerechnet). Scheint mir doch arg optimistisch, wenn ich das sagen darf.

Aber vielleicht habe ich auch alles falsch verstanden.

an deiner Stelle würde ich erst mal mit der alten Heizung die VL Temp. runter setzen, leider ist der Winter jetzt vorbei, dann siehst du, wie weit runter du kommst. Das ist halt sehr individuell bei jedem, je nach dem wie deine Heizung gebaut ist. Dünne Rohre sind da schlecht geeignet, da ist Rest dann schon egal, die erfordern immer höhere Temperaturen.

Danke für den Hinweis. Aber das mit den Vorlauftemperaturen hat nach meiner Erfahrungen nur Einfluß auf den Energieverbrauch von Wärmepumpen, also Anlagen mit Carnot-Prozess. Ein Herabsetzen der Vorlauftemperaturen bei Altbauten bringt keine nennenswerte Verbesserung, wenn die Gasheizung schon modern ist und gut moduliert und wenn der Heizkreislauf hydraulisch abgeglichen ist. Das ist alles bei meinem Objekt der Fall. .. aber das ist letztenendes reine Physik (Thermodynamik).

Bei einem Kostenhub Faktor 3 (Gas zu Strom pro kWh) muß eine Wärmepumpe mindestens einen SCOP 3 liefern, damit die Verbrauchskosten konstant sind. Danach kann man sich über eingesparte Schornsteinfegerkosten freuen, aber auch nur, wenn die Reparatur- und Wartungskosten einer Wärmepumpe auf Dauer geringer sind als bei einer Gasheizung.

Die Sache sieht etwas anders aus bei alten Ölheizungen (aus dem Erfahrungsbericht). Da kommt man vielleicht etwas schneller auf den grünen Zweig. Mir scheint nur eine Übertragbarkeit auf moderne Gasheizungen etwas fraglich.

Bei dem Tipp geht es mehr darum, schon mit der Gasheizung zu testen, mit welcher Vorlauftemperatur man auskommt, um eine Wärmepumpe besser planen zu können. Auch erkennt man so Schwachpunkte, wo noch Heizkörper getauscht werden müssen.

Ein wenig Einsparung soll man auch bei Gasheizung bei niedriger Vorlauftemperatur haben. Viel ist es aber nicht.

@win , @linuxdep
alles richtig. Das mit den niedrigeren Vorlauftemperaturen kann man sicher gut im eigenen Haus ausprobieren, aber nicht bei einem Mietobjekt mit Monteurswohnungen und Ferienwohnungen. Da gibt es schon eine Missweisung, wenn die Monteure es sich gemütlich machen und Brennholz im Ofen verfeuern.

Mir geht es eben darum: erreiche ich mit einer Wärmepumpe einen SCOP 3, wenn ich die WP gegen eine moderne Gastherme eintausche ohne besondere zusätzliche Maßnahmen? Ich habe da meine Zweifel, aber ich lasse mich gerne überzeugen.

Das kommt auf die Vorlauftemperatur an. Schau dir mal so ein typisches Diagramm an:

Dein Satz ist übrigens verkehrt herum. Wenn du eine WP gegen eine Gastherme eintauschst, hast du als Ergebnis eine Gastherme. :wink:

Keine Ahnung, was das für eine Anlage war, aber die Kosten sind weit drüber, was bei uns so nach fast 25 Jahren anfallen.

MHG / MAN Raketenbrenner mit Kessel war das und der hat damals keine 3000€ gekostet ohne Einbau.

Wartung kostet hier keine 5€ im Jahr für Ölfilter wechseln und alle 5 Jahre der Techniker für 100€, macht dann 25€ im Jahr.

Schornsteinfeger kostet hier 100€ - und darin ist dann auch der Holzkamin mit enthalten.

Stromverbrauch hast Du wohl ein Raketenwerk am Gange oder nicht richtig gemessen.

Unser alter Brenner braucht inkl. Umwälzpumpen für Heizen und Warmwasser das hier

Und das sind 2024er Werte seit 13. März 2024, also keine 120 kWh
Die kosten hier als Bezug 36€ oder auf Basis EEG Opportunitätskosten mit 8 Cent 10€

Du hast mit 300€ das 9 bis 30 fache an Stromkosten gehabt.

Allein bei den Positionen hast Du schon gewaltig draufgehauen oder die seit Jahren grottigste Heizung, wenn Du 380€ Wartung gezahlt hast.

Wieso, wenn Du eine WP selber einbaust und dann jedes Jahr den Heizungsmeister für 380€ anreisen lässt, ist schon schräg und nicht wirklich objektiv, denn beim Einbau WP hast Du alles klein gerechnet - die alte Heizung aber teuer gemacht.

Also so kann man sich alles schön rechnen.

Wir haben jetzt auch eine WP gekriegt, frisch vom Schiff aus Rotterdam bzw. China, also BAFA gelistete WP und mit Besuch beim Hersteller auf der Messe in London und Frankfurt letzte Woche. Ersatzteilpreise haben wir auch und das Ding läuft in Norwegen seit mehr als 5 Jahren in vermieteten Ferienhäusern, von daher kann es so schlecht nicht sein, denn läuft da die Heizung nicht, gibt es keine Kohle .

Das Ding hat keine 1900€ gekostet und lag bei 1700€ noch vor den Wahlen, als der $ Kurs explodierte. 8 kW einphasig oder 12 kW 3 phasig, spielt da auch keine Rolle, denn 10€ kostet das Extra. Incl. 5 Zoll Touch Controller und einer offenen, dokumentierten Modbus Schnittstelle sowie App.

Funktioniert - tut was es soll für kleines Geld und natürlich läuft das hier als Hybrid mit Öl als Backup, denn warum Strom raushauen, wenn die wilden Abtauungen kommen, wenn Öl eh noch da ist - 2000 Liter reichen dann auch 7 Jahre noch und das war billiges Öl für 35 Cent Mitte Sept. 2020 gekauft.

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Welche ist das denn?

@win - Danke für die Deutsch Belehrung. Als ich das geschrieben hatte, war mir das auch etwas komisch vorgekommen :melting_face:, Habe gedacht, Sch.. drauf.

Das mit dem Temperaturhub ist mir selbstredend bekannt. Eine Auswertung der Werte meines Privathauses (anderer Thread in diesem Forum) hatte mir eine Veringerung des SCOP von 0,176 pro Grad mehr Vorlauf geliefert. Das entspricht etwa 4,4% mehr Energieverbrauch pro Grad Temperaturhubänderung (ausgehend von SCOP = 4). Der genannte Link scheint da mit 3% etwas optimistisch, aber sei es drum.

Das hatte ich mir schon gedacht, wunderte mich aber, warum du es dann nicht einfach berechnest, ob du in deinem Fall auf Arbeitszahlen > 3 kommen kannst.

Oder wo ist deine Unsicherheit verortet?

Na ja, wer eine WP hat ordentlich einbauen lassen, die zum Objekt passt und nicht zu groß ist, hat glaube mehr Ersparnis als ihm vorher bewusst war.

Wer nicht an eine WP glaubt, sein Kopf noch nicht so weit ist, soll es lassen und weiter Gas oder Öl verfeuern, wir bauchen auch die CO2 Einnahmen um den Strom günstiger zu machen.
Ich kann sagen, nach > 16 Jahren WP Nutzung, bin ich voll zufrieden, selbst als ich jetzt festgestellt hatte, die WP hätte jahrelang noch effektiver laufen können. Wenn andere von ihren Heizkosten sprachen, musste ich immer nur schmunzeln... dabei hatte ich immer min. 22°C überall. Na ja so ist das halt, "wat der Bur nicht kennt, fritt er nich."

Das sehe ich auch so, da wird was schön gerechnet.
Ich habe zu der zeit, als es gebraucht fast neue ölbrenner bei kleinanzeigen sau günstig gab, gleich 2 stück gekauft. 250 und 350 euro. Ich lass keine wartung machen. Warum auch ? Ölfilter und Düse kann ich ggf. Auch selbst wechseln. Mal abwarten, was bei mir an wartung und reparaturkosten die nächsten 20 jahre auflaufen wird. (Gut, die ölheizung läuft wegen split klimas auch sehr wenig)
Es gibt kosten: Schornstein kehren, alle 2 Jahre wird ne Abgasmessung gemacht und alle 3 jahre ist eine feuerstättenbeschau. Diese ist wegen der holzöfen aber auch nicht weg zu bekommen. Die oben gemachte Rechnung von @carloWW für die öl Zentralheizung halte ich für nicht seriös.

Ich traue auch den Aussagen hier nicht, mit wie viel Öl man ausgekommen ist und wie viel Strom mit der Wärmepumpe benötigt wurde, wenn die Aussagen über das Haus stimmen. Was ist das, ein Reihenmittelhaus ? Wenn das gut "eingepackt" ist, nicht viel Aussenseiten hat, wo Wärme verloren geht. Dann vielleicht. Auf jeden Fall widerspricht es massiv anderen Aussagen ähnlicher Häuser. Ich halte eine versorgung mit split klimaanlagen für besser als in so alte Häuser die ölheizung durch wärmepumpe zu ersetzen. Dass man von öl weg sollte ist klar. Irgend geschönte Berechnungen helfen dabei nicht wirklich.

Wenn man wirklich für kleines Geld eine Wärmepumpe selbst einbauen kann, dann rechnet es sich vielleicht trotzdem über die jahre. Wobei Wärmepumpe oder split klimaanlagen eigentich auch immer mit eigener grossen Strom-Selbstversorgung einher gehen.
Es wird immer schön orakelt, dass der ölpreis ins unermessliche steigt und der strompreis immer günstiger werden wird. Wer allen Strom, egal ob Wärmepumpe oder Split klimaanlagen, kaufen muss, könnte am ende auch dumm aus der Wäsche gucken.