Erfahrungen mit Speicher „MARSTEK B2500-D“?

Trotzdem wäre es praktisch, die Daten vom B2500D abrufen und speichern/verarbeiten zu können.

Das BLE Tool scheint eine Sackgasse zu sein. Im Logfenster sehe ich, dass ein MQTT-Befehl erfolgreich gesendet wurde. Vermutlich zum B2500D? In anderen Foren heißt es, man müsse MQTT durch Marstek freischalten lassen. Ein Link, der zum selber freischalten mamchmal genannt wird, funktioniert nicht.

Mit dem ESPHome B2500 Config Generator bin ich jetzt zumindest einen Schritt weiter gekommen, dass er mir eine bin-Datei erzeugt hat ...

Leider habe ich es nicht geschafft, automatisiert an die Daten des B2500D heranzukommen, es ist also alles Handarbeit mit ständigem Sichern von Screenshots ...

Ich habe heute morgen die neue Firmware V117.1 eingespielt, auch das Kommunikationsmodul (WLAN?) wollte ein Update, sehe aber nicht, welche Version nun vorhanden ist. Danach habe ich die Solarmodule abgeklemmt, damit die Entladeenergie nur vom Akku des B2500D stammt.

Vor Beginn der Entladung waren die Zellen nur 3 mV auseinander. Wenige Sekunden nach dem Entladestart mit 400 W liegt Zelle 11 bereits um 78 mV tiefer!

Die Daten beim Ladestand von 50%:

  1. Lt AhoyDTU hat der Wechselrichter bisher 539 + 518 Wh = 1057 Wh erhalten. Die Gesamtkapazität müsste demnach 2114 Wh sein.
  2. Den Runtime-Infos nach hat der Akku noch 1120 Wh und es wurden 1102 Wh aus der Batterie abgegeben. Als "load discharge today" werden 1035 W genannt.
  3. Die Zellenspannungen liegen zwischen 3,253 und 3,255 V. An den 2 bis 3 mV Unterschied hat sich nichts geändert. Nur Zelle 11 ist runter auf 2,973 V, also bereits 280 mV weniger.

Bei 42% ist Schluss!

Das letzte, was ich gesehen habe, war ein Ladestand von 42%. Zelle 11 hatte da 2,638 V - 609 mV unter den anderen Zellen. Bei der nächsten Aktualisierung 2 min später war der Ladestand dann 0%.

AhoyDTU meldete kurz vor Ende 1239 Wh DC-Energie. Lt. BLE Tool waren "battery discharge today" 1290 Wh und "load discharge today" 1201 Wh.

Ich gebe zu, ich hätte erwartet, dass der chinesische Hersteller "schummelt" und die Entladeschlussspannung heruntersetzt, damit der Speicher vermeintlich länger durchhält. Keine Ahnung, was mit der Firmware 117.1 anders ist. Die vermutlich defekte Zelle kann eine neue Firmware nicht reparieren - das hätte dem Hersteller eigentlich klar sein müssen.

Ja, dass die Zelle, die Verbindung zur Zelle oder die Messung nicht ok ist, ist ja ganz offensichtlich: Wenn schon beim Entladestart 78mV fehlten, ist massiv was nicht ok. Wenn die dann trotzdem noch 1120 Wh entladen werden konnte, hatte die ja noch einiges an Ladung. Dass untermauert noch mehr, dass massiv was nicht stimmt mit der Spannungslage und die Zelle nicht einfach schon bei Entladestart leer war.

Es deutet einiges darauf hin, dass es eine falsche Messung oder eine schlechte Verbindung zur Zelle ist. Aber das ist für dich ja auch egal, das Teil ist defekt.

Kommt jetzt nur noch darauf an, dass du Marstek davon überzeugst.

Kommunikationsmodul: Das ist mal wieder so eine merkwürdige Änderung in der App seit ein paar Tagen: Version des Kommunikationsmoduls wird nicht mhr angezeigt.

Ich hatte den Speicher bei eBay eingekauft, dort kann ich das Gerät bis Ende nächster Woche zurückgeben. Von dieser Möglichkeit habe ich nun Gebrauch gemacht. Im Zweifelsfall kostet so ein Paket bei DHl 23,99 € Rücksendekosten. Das wäre dann ein Ende mit Schrecken.

Natürlich kann immer mal ein defektes Exemplar durch die (hoffentlich vorhandene) Endkontrolle rutschen. Aber die ganze Kommunikation, bei der die 2% Ladestand bei Anlieferung als "nicht immer voll" abgetan wurden und dann ein Reparaturversuch durch Firmwareupdate (einen Screenshot mit der Zellenspannungen hatten die Techniker erhalten) lässt mich arg an der Fachkompetenz des Herstellers zweifeln.

Ist z.B. bei Solakon auch nicht besser. Bei dem Gerät kann man eine Ladegrenze von 80%, 85% ... bis 100% einstellen. Die Frage, ob eine Balancierung passiv oder aktiv durchgeführt wird, dazu muss die deutsche Firma bei eigentlichen Hersteller in China nachfragen.

Ja, wenn du das zurückgeben kannst, würde ich das unbedingt machen. Spart dir einiges an weiteren Aufwand.

Versand solcher Speicher ist heute ein riesengroßes Problem. Einfach Paketaufkleber drauf und raus damit, ist heute nicht mehr. Das ist Gefahrgut und muss streng abgesichert transportiert werden. (Stichwort "ADR")

Rücktransport klappt also nur, wenn der Hersteller einen speziellen Gefahrgut-Transporteur beauftragt.

Praxis ist oft: Die wollen den gar nicht zurück, du sollst ihn einfach entsorgen.

Stimmt, auf dem Karton ist ein UN3480-Aufkleber und da steht auch "energy amount > 100 Wh". Kam aber normal mit DPD, Gewicht 21 kg. Mal sehen, was der Verkäufer antwortet.

   

Bloß gut, dass es dieses BLE Tool von Tomquist gibt. Ohne die Zellenspannungen hätte ich nicht gewusst, warum der Ladezustand von 30 - 40% plötzlich auf 0% springt und Hersteller/Verkäufer hätten mir noch wochenlang irgendwelchen Mumpitz erzählt!