Erfahrungen Brauchwasser Wärmepumpen

Nur so als Anhaltspunkt, wenn wir davon ausgehen, dass die BWWP bei COP3 im Keller bei 10°C läuft und 2/3 der Wärme aus dem Erdgeschoss nimmt, dort eine Wärmepumpe mit COP4 sitzt:

5kWh mit COP3 = 1,67kWh, 2,22kWh aus dem Erdgeschoss mit COP4 = 0,56kWh sind 5kWh aus 2,225kWh sind insgesamt COP2,25.

Gehen wir weiter davon aus, dass es außen 0°C sind und das die BWWP dann mit COP2,5 macht, dann wäre es besser die Außenluft mit 0°C zu nutzen als die 10°C Kellerluft. Nur wenn es eine weitere Wärmequelle im Keller gibt, oder wie du schreibst der Keller entkoppelt vom Erdgeschoss wäre, dann nützt es was.

wenn der Keller im Winter weiterhin bei 10° C bleibt, sollte der COP der BWWP bei 3 bleiben, nur die 4 der LWWP lassen sich nicht halten.

Die 2/3 glaube ich nicht. Ich würde eher vermuten dass fast garkeine Wärme aus dem Erdgeschoss kommt, zumindest nicht wenn die Kellerdecke isoliert und die Tür geschlossen ist, sondern fast alle Wärme aus dem umliegenden Erdreich.

Begründung für meine Einschätzung: In der Verwandtschaft gab es letzten Winter einen längeren (mehrere Wochen) Heizungsausfall. Während es in den oberen Geschossen richtig mies kalt wurde hat sich im Keller kaum was an der Temperatur geändert, dort war es dann tatsächlich wärmer als in den oberen Stockwerken.

kommt wie immer drauf an.

Es soll auch Häuser geben, die isolierte Außenwände bis ins Erdreich haben, aber z.B. keine isolierte Kellerdecke.

Beim Beispiel: war da auch eine BWWP im Keller oder einfach nur der Keller?

Hier sind alte Daten für die Erdreichtemperatur im Winter:

https://www.ikz.de/ikz-archiv/2000/18/0018074.php

Daran kann man festmachen, wieviel Wärme aus dem Erdreich kommen kann bzw. wieweit man den Raum abkühlen muss, damit signifikant Wärme aus dem Erdreich ins Haus fließt. Und damit da etwas passiert, reicht es nicht, nur minimal unter die Erdtemperatur abzusenken.

Korrekter Einwand, mir war nicht bewusst dass es es sowas gibt, also Dämmung die auch die Kellerwände runtergeht, weil unser eigenes Haus garkeinen Keller hat.

Beim Beispiel war keine BWWP involviert, das Haus hatte zu dem Zeitpunkt eine defekte Pelletheizung. Die wurde dann durch eine 12kW Wärmepumpe ersetzt.

Deswegen kann man das nur überschlägig machen. Auch habe ich ja geschrieben wenn mit Wärmepumpe oben geheizt wird. Das sind wieder soviele Faktoren, dass man das nicht wirklich genau schreiben kann. Das ändert aber am Ergebnis dann auch nur bedingt was. Ob es jetzt COP2,5 ; COP2,3 oder COP2 ist. So in dem Bereich wird sich das bewegen wenn man sich Wärme aus dem eigenen Haus zieht. Wenn diese Wärme, wie ja oben beschrieben von Stromwender, durch Verluste von Heizgeräten, von einem Kühlschrank oder Gefrierschrank im Keller, Waschmaschine oder sonstwas ZUSÄTZLICH in den Keller kommt, kann man diese Abwärme nutzen und hat daher einen höheren COP von den Herstellerangaben gegebenen ca. 3. Andernfalls zieht man es aus dem Erdgeschoss und aus dem Erdreich.

Das ist aber für die jetzige Frage von Georg wurscht, weil der will die BWWP in sein Badezimmer einbauen, also aktiv aus der Heizleistung im Winter herausziehen. Ich hatte ja einmal angemerkt, dass die Kombination BWWP und Badezimmer ideal wären. Die BWWP müsste dann aber sofort nach dem duschen aktiv werden. Dann wird das Bad entfeuchtet, die Überschusswärme aus dem Badezimmer entfernt und ins Brauchwasser zurückgepumpt. Daher muss man nicht lüften, das wäre besser als ein Bayernlüfter der wenigstens noch die Wärme im Bad lässt und nur die Feuchtigkeit entfernt.

Dabei vergleiche ich aber eher einen 80l Boiler für 200€ mit einer BWWP von mir aus auch der 80l Nuos mit 900€. Im Sommer wie geschrieben hat man den Strom sowieso. Also fallen 180 Tage mehr oder minder weg. In der Übergangszeit hat man ein Stromverhältnis von 1 zu 3. Also braucht nur ein Drittel. Im Kernwinter für 60 Tage benötigt man überschlägig nur die Hälfte an Strom. Aber auch diese Hälfte wird kaum reichen. Da man auch nur 80l hat müsste man die Aufladung auf 10:00 - 16:00 oder in der Art stellen und ob dann nur per Wärmepumpe aufgeheizt wird....

Aber ja, warum nicht? 400kWh Strom sparen sind bei 30ct Kauf 120€ und das sind dann in knapp 7 Jahren wieder raus.

Ich will das Thema jetzt nicht unnötig kompliziert machen, aber man darf die kondensationsenthalpie im Badezimmer nicht unterschätzen. Hier herrscht oft eine eher hohe Luftfeuchtigkeit und durch den Betrieb der bwwp im Badezimmer kondensiert hier Wasser (muss ja auch entsprechend abgeführt werden). Pro Liter sind das ca 0,6kwh an Wärmeenergie (Verdampfungswärme und Kondensationswärme, Verdampfungsenergie, Verdunstungskälte, Enthalpie, Temperatur, Druck). Ist also auch nicht ganz zu unterschätzen, insb wenn man das Badezimmer etwas entfeuchten möchte.

Nur sind in einem üblichen Badezimmer gar nicht 1kg Wasser in der Luft enthalten bzw. auszukondensieren.

40 Kubikmeter (16qm x 2,5m) bei 25°C / Luftfeuchte 90% (18g/kg), die auf 15°C und 100% (9g/kg) abgekühlt/getrocknet werden, scheiden (18-9)g/kg * 40 m^3 * 1,2 kg/m^3= ca. 430 g Wasser ab.

Das ist auch keine geschenkte Energie, sondern die Abkühlung der Raumluft ist nur (etwas) geringer, weil noch Wärme aus der Kondensation gewonnen wird.

@thaistatos du magst Recht haben, nur verstehe ich deine zahlen nicht so wirklich. 25 Grad, 90% rel Luftfeuchtigkeit sind 20,7g/m3. Wenn ich das auf 18 Grad mit 50% rel Luftfeuchtigkeit abkühle/trockne, sind das 7,7 g/m3. Also 13g/m3 Reduktion. Vllt hab ich da einen Denkfehler, aber hierbei werden dann 500g Wasser kondensiert, was 0,3kwh zusätzlicher Wärmeleistung (egal ob für den Raum oder das ww) entspricht. (https://images.app.goo.gl/aypv5fNZSAnoXQNy5) Ist aber tatsächlich nur ein kleiner Faktor, dennoch vorhanden.

[quote data-userid="27959" data-postid="237337"]Hier sind alte Daten für die Erdreichtemperatur im Winter:

https://www.ikz.de/ikz-archiv/2000/18/0018074.php[/quote]

Das sind Temperaturen von Freiflächen zur Auslegung von Flächenkollektoren. Das passt überhaupt nicht für die Betrachtung der Aufstellung von BWWPs in Kellerräumen. In unserem unbeheizten Vorratskeller sinkt die Temperatur auch im Winter nicht unter 15°C.
In der warmen Jahreszeit wird über die Kellerräume eines Gebäudes das umliegende Erdreich erwärmt. Das hat den Effekt eines Pufferspeichers für den Winter. Deshalb sinkt die Temperatur des Erdreiches rund um Gebäude auch nicht so tief ab wie auf Freiflächen.

Ist aber kaum ausrechenbar. Wir drehen uns hier alle im Kreis. :wink: Aber selbst bei einem 15°C Keller kommt aus dem Erdgeschoss, wenn beheizt, Wärme an. Ich bezweifel ernsthaft, dass jemand seinen Keller so gedämmt hat:

Grundplatte gedämmt nach unten. Außendämmung der Kellerwand vollständig bis zur Dämmung der Grundplatte. Kellerdecke vollständig.

Damit könnte nur noch Wärme vom Erdgeschoss durch die Wand nach unten zum Keller "fließen". So ein Keller wird kaum jemand haben. Wenn also der Keller im Erdreich liegt, und das Erdreich hat 15°C, dann muss im Erdgeschoss ein gewisser Anteil an Wärme, die in den Keller fließt, nachgeschoben werden in 24 Stunden. Kühlt man den Keller jetzt durch eine BWWP ab, muss eine höhere Menge an Wärme nachgeliefert werden, andernfalls würde der Keller sich immer weiter abkühlen. Usw. usf.

Wie geschrieben ist das aber alles für Georg uninteressant, weil der will die BWWP in sein Bad stellen!

Folgende grobe Berechnung:

Der Warmwasser-Bedarf:
Das mit dem N und NL (Leistungsbedarf nach DIN) is nix für mich. Zumal Fachleute darüber streiten ob Frauen mit einem höheren Bedarf gerechnet werden sollten. Mein Parfüm orientiertes Stinktier (Hund) ist auch nicht zu berechnen.
Also, pro Person: Einfach = 35 Liter pro Tag, Mittel 40 Liter/Tag, Hoch 45 Liter/Tag.

Energie:
Rechnen wir mit einem Warmwasser-Speicher von 123 Litern. Formel Q = m x c x Delta.
Q ist Leistung pro Tag, m ist das Volumen des Speichers in kg (Liter), C ist eine Konstante der Leistungsaufnahme von Wasser 1,163 Wh/kg Grad (Kelvin), und Delta ist die Temperatur-Differenz.

Q = 123 kg x 1,163 Wh/kgk x 45° Grad (Kelvin)
Q = 6437,2 Wh.

Das heißt: Jeden Tag heize ich 123 Liter Wasser von 10 Grad auf 55 Grad (Differenz 45°) auf und brauche dafür 6,4 kW/h.
Natürlich braucht @Stromwender ein größeren Delta bei seinem Arsch-Kalten Keller. Klar wird nicht jeden Tag das komplette Wasser durch die Kanalisation geschoben.
ABER ! An einem dunklen, kalten Tag, in dem mein Hund Schweinchen spielt, meine Frau durchgefroren duscht und ich nach der Arbeit nur noch unter die Dusche will..... ja dann brauchen wir dieses Energie.

PV und warmes Wasser:
Mein PV leistet an diesem dunklen Tag keine 6,4 kW. Der Akku brauche für die Nacht Strom und die Waschmaschine für das Hundegeschirr usw.
Mit einer Wärmepumpe im Bad und kleinerem Delta, COP 3, wäre wir bei Rund 2 kW/h. Das wäre schon eher möglich.
Fazit und Probleme:
Was nun ? Wenn ich nach der Arbeit Duschen will dann geht das zu lasten des Akkus oder das Wasser muss auf den nächsten Tag warten.
Ich hab das Gefühl auf Kante zu nähen. Ich will meinen Akku noch lange behalten, auch dann, wenn er nur noch 80 % schaft. Ein Speicherverlust ist auch da vorhanden.
Was mir auch nicht schmeckt. Ich mache aus Sonne Strom und daraus wieder Wärme.
Oder Gas, Kohle, Öl ! Genau das ist eben das Problem bei Dunkel-Flauten. Alle bedienen sich wenn es ein Engpass gibt. Das finde ich nicht gerade super.
Ich habe nicht so viel Geld für eine PV ausgegeben um als ein "Schönwetter-Öko-Freake" mit eigentlich doch "weiter so", "bin besser als ihr" bla bla....
Was ich mindestens erreichen möchte ist ein Ausgleich. 8 Cent im Sommer gleichen die 40 Cent im Winter mindestens aus.
Ich persönlich finde es Fair wenn ich das 4-fache büßen muss wenn ich im Winter dann Strom verbrauche, wenn kein bzw. teurer Strom zu lasten der Natur produziert werden muss.
Das hat bitte nichts damit zu tun, dass an mein Strom andere dran verdienen, die es nicht verdient haben und sich die Taschen auf kosten von Natur und Menschen voll stopfen!
Ich heize mit Holz das ich selber mache. Das kann nicht jede/r und geht auch nicht, sonst wäre kein Wald mehr da.
Mindestens sollte der Öko-Strom oder die unendlichen Energien ausreichen, via Wasserstoff im Erdgas-Netz (min 20% H2) den Bedarf im Winter zu decken.
Sonst kommen wir nie von Russland, Katar, Trump usw. los.
Meine Gedanke haben bereits einen Nachteil:
Ich werde dieses Jahr keine Entscheidung treffen. Im Moment überlege ich eine Solarthermie und Holzofen zu kombinieren. Ein Grund dafür ist noch: Das offene Klima-Split-Gerät für die Übergangszeit. Das würde wahrscheinlich einiges an Holz sparen. Akku voll, noch eine Stunde Sonne bevor es kalt wird, eine Stunde heizen mit Klima-Anlage, gemütlich vor den Fernseher einschlafen .....

Hi,

hier mal ein paar Werte meiner Austria Email Explorer EVO 270 aus dem Jahr 2025 und weitere Infos, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen bei der Entscheidung.

109 m³ Wasser wurden erwärmt. Eingestellt waren zwischen 51-55 °C. Zwei Haushalte mit insg. 6 Erwachsenen.

1.437 kW/h Strom wurden dafür verbraucht.

Durchschnittstemperaruren lt. Shelly Seonsoren: Kaltwasserzulauf 18,7 °C, Boilertemperatur 38,2 °C (Sensor ist aber nicht ganz oben), Raumtemperatur in Ansaughöhe 21,5 °C.

Die Gas-Brennwerttherme bleibt im Sommer aus, und ist nur noch für die Heizung da ist. Strom für die BWWP kommt zum Teil auch vom Balkonsolar (2kWp mit Akku). Grob gesagt kostet daher die Warmwasserbereitung über den Sommer fast nichts. Stehen tut se im Heizungkeller neben der Gasheizung wo auch die Wechselrichter von der großen PV (9,62 kWp, 2x SMA WR, Volleinspeisung, BJ 2009) + Gartensolar und die Akkus stehen. Betrieben wird se im Abluftmodus, also Ansaugung Frischluft vom Keller und Abluft nach draußen. Der Keller ist zu ca. 75% im Erdreich und unbeheizt. Kellerdecke ist ungedämmt.

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